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Archiv: Beiträge 2020

Clara


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Freitag, September 4, 2020

Stilleben mit Stu :-)


Als Kontrast zum vorigen Beitrag über "MAN-TRAILING" fällt mir zu diesem Foto (beide merkten nicht, dass ich sie fotografierte) gleich der Kommentar ein:

"MAN-STAYING" beherrscht der Bulldog von Natur aus ;-)


Dienstag, September 1, 2020

Clara lernt Man-Trailing


Seit einger Zeit lernt Clara Man-Trailing bei ihrer Trainerin Sabine Schnapp, die sie noch aus "Grundschulzeiten" liebt (siehe Beitrag vom 2.1.2020).

Da Clara so zurückhaltend fremden Menschen gegenüber ist, schlug Sabine dieses Trainig vor, denn so lernt sie es als Freude zu erfahren - und mit Belohnungen verbunden - Menschen aufzuspüren. Wir treffen uns zu diesem Training als Gruppe alle 4 Wochen.

Damit Hund lernt, dass dies kein lockerer Spaziergang sondern ein Job ist, wird Hund vom Halsband los und ins Geschirr gespannt.

Nun nimmt Clara zuerst die Witterung eines Menschen aus dessen getragenem TShirt oder Ähnlichem auf. Dieser Mensch hat sich zuvor ein paar Straßenecken weiter z.B. hinter einer Mülltonne oder einer Vorgartenhecke versteckt.

Bislang hat sie den gesuchten Menschen jedesmal aufgespürt. Mal sehen, wenn die Aufgaben schwieriger werden :-)

Besonders bemerkenswert schien mir, dass sie sogar einmal dafür direkt vorbei an ihr normalerweise unheimlichen Mülltonnen nebst Fahrrädern und Kinderwagen ging. Sie weiß, woher auch immer, dass dies ein ernster Job ist. Es liegt wohl an ihrem Wolfserbe.

Clara ist ein guter Spürhund, das wissen wir aus ihrem Verhalten in freier Natur. Und sie zeigt diese Begabung - verbunden mit bulldogtypischer Entschlossenheit - auch in diesem Job. Sabine: "Sie macht es sehr gut!" :-))

Das Wichtigste aber: Clara liebt diese Treffen über alles: Aufregung - Aufgabe - ERFOLG - Belohnung!


Samstag, August 29, 2020

Spätsommer


Über den Sommer hin hat sich das Grün der Landschaft hin zu fahlem beige und zu gelb entwickelt. Es gab heiße, faulmachende Tage, aber der Herbst ließ sich im wilden Blumenmmer schon erahnen.

An einem schwülen Abend spazierten Clara und ich auf unserem Dorf-Höhenweg und bestaunten ein wunderschönes Wildblumenfeld. Die Bauern säen sie immer wieder einmal als Stickstafflieferant aus, damit die Böden sich erholen können.

Clara fühlte sich verloren in dieser wilden Pracht, aber sie folgte mir, als ich zum Bewundern und Fotografieren von unserer unter Birken versteckten Lieblingssitzbank aus hinein ging.

Der Weizenfelder waren schon zu Stoppelfelder abgemäht, die Roggenfelder standen kurz davor. Wir folgten einer schmalen Treckerspur hinein. Nach dem Blumenmeer ging es jetzt für sie in ein Ährenmeer. Sie sah mich an, als würde sie an meiner Weisheit zweifeln ;-)

Begeistert war Clara definitiv nicht... Rumrennen unmöglich! Sie sollte ihren Spaß haben, also ging ich mit ihr nach diesen kurzen Abstechern auf dem "anständigen" Weg am Feldrand weiter, bis es wieder zu regnen begann.

Wegränder sind für Clara immer spannend: da hinterlassen wohl nicht nur Hunde, sondern auch andere Tiere ihre Duftmarken. Clara beschnüffelt nicht nur Gräser,sondern auch immer gerne die Blütenvielfalt am Acker- oder Wegrain :-)

Wieder Zuhause sah ich an unserer Garageneinfahrt in Nachbars schöner Rose dort eine Grille, bewegungslos ruhte sie im Duft. Dieses Foto möchte ich Euch LeserInnen zum Abschluss auch noch zeigen.


Mittwoch, August 26, 2020

Nasses Wetter ist ok, Zecken aber nicht!


Dieser Sommer zeigte sich gemäß unserer Gemäßigten Klimazone gemäßigt ;-) Keine Superhitze und Trockenheit, sondern es regnete hinreichend.

Also zogen Clara und ich manchmal raus durch perlend nasse Wiesen und tropfende Wälder. Mein neues Handy machte wirklich gute Nahaufnahmen davon.

Ich wurde bis zu den Knien und Clara bis zum Kinn vom oft hohen Gras eingenässt. Aber uns machte das nichts aus :-)

Bild oben: Im kleinen Naturschutzgebiet der Westfälichen Galmeiveilchen wächst wegen des bleihaltigen Bodens kaum Gras, aber Flechten und einige angepasste Bodenblüher überleben dort bestens. Also ein gutes (und sehr schönes) Gelände, um schnell wieder annähernd trockene Füße zu bekommen :-)

Dieser Flecken und der Waldweg am Rande davon waren auch diesen Sommer wieder zeckenfrei. Ebenso unser heimischer Dorf-Höhenweg und noch ein paar andere :-)

Wir erlebten überall sonst um unser Dorf herum eine widerliche Zeckenplage; deshalb schränkten wir im Juli/August die Auswahl unserer täglichen kleinen Ausflugsziele ein. Auch unser geliebtes Menthal mieden wir weitgehend trotz der herrlichen Himbeeren. Aber wenn die dort so süßen Brombeeren reif sind, gibt es trotz Zecken kein Halten mehr :-)

Bild links: Diesen schönen Waldweg z.B. verließen wir nach zwei Minuten, denn es krabbelten da schon 4 Zecken in und auf ihren Fell herum!! Deshalb: auf zum Gartenlokal am Haxterberger Flugplatz. Stu verfiel dort gleich in seinem früheren Fluglehrer Status: "Landungfehler!" usw. Wir lachten, und Clara wartete unterm Tisch geduldig, allerdings nicht gerade bester Laune auf ihren Kuchenanteil :-) Sie hatte zwar Advantix Spot-on bekommen, es tötete die Zecken bei ihren Sauganstrengungen, aber ihre noch blutleeren Leichen blieben oft in Claras Haut stecken. Ekelig.

Zurück zum "NSG Bleikuhlen" in Blankenrode, unserem derzeitigem Lieblingsweg: Clara liebt ihn auch wegen seiner Begrenzungslatten: Sie trainiert hier - ganz aus sich selbst heraus - Slalomspringen :-)

Hier beherrschen Blau und Lila die Szene. Wunderschön.

In ihren Garten will Clara schon bei leichtem Nieselregen nicht raus. Sie hält in ihrer Liebligsecke so lange wie möglich ein. Draußen in Feld und Wald ist Nieseln dagegen noch hinnehmbar - da ist nämlich immer was los - und seien es nur neue Gerüch(t)e ;-)


Sonntag, August 23, 2020

Freuden abseits des Weges


Jetzt im Hochsommer entdeckte Clara, wie auch schon im vorigen Beitrag gezeigt, die speziellen Freuden eines weichen, trockenen Moos- oder Heubettes. Die letzteren macht sie sich zu meinem Erstaunen selbst!

Nun, Clara und ich explorierten einen neuen Weg an der abseits gelegenen Husener Annenkapelle vorbei. Diese liegt an einem Quellteich, der durch eine kleine Staumauer vor dem sommellichen Trockenfallen geschützt ist und so zu einem wunderbaren Brutgebiet für Gänse und andere Wasservögel sowie Laichgebiet für Kröten wurde. Es soll sich zu einem kleinen Moor entwickeln.

Auch Clara fand das satte Gras in den angrenzenden Feuchtwiesen verführerisch ;-)

Die noch sehr schmale Altenau fließt in diesen Teich hinein, und sie verläßt ihn später gestärkt in einem deutlich breiteren Bett. Vermutlich war der Platz dieser Kapelle in vorchristlichen Zeiten ein heiliger Ort der Quell- und Fruchtbarkeitsgöttinnen. Dafür spricht u.A. der Kappellenname "Anna", er ist ein Name der Urmutter, der Ur-Ahnin.

Der sanft ansteigende Weg endete sehr bald, und das Feuchtwiesengebiet ebenso... wir standen vor - und dann IN - fast meterhohem, trockenem Gras, das sich entlang des Tales hinzieht: ein Stück stillgelegtes, einsames Weideland entlang des Baches.

Clara ging kurz in den Bach hinein - nur um eben mal einen Eindruck von seiner Beschaffenheit zu gewinnen, sozusagen ;-)

Es war Mittagszeit und trockenes Wetter, ich setzte mich am Waldrand auf das dicke Gras, um die Stille zu genießen. Clara war völlig ausgelassen und glücklich...

Das Ergebnis ihrer Freude war ein gemütliches Heubett für unsere Ruhepause :-)


Donnerstag, August 20, 2020

Wald und Fingerhüte


Clara liebt unsere Spaziergängen in Wald und Weide, Feld und Flur, sowie das Dösen und Stöbern in den Blüten und Blättern ihres Gartens :-) Immer wieder mal schätzt sie aber auch den Aufenthalt im Haus. Und das hat seinen Grund - es gibt da nämlich ein paar attraktive Freiheiten, meint sie ;-)

Jetzt im Sommer gehe ich gerne mit ihr vormittags ihr bekannte oder auch ihr noch unbekannte Waldwege, denn dort ist es schattig und kühler als im offenen Gelände.

Mein Lieblingswaldgebiet, in dem ich im letzten Jahr wunderschöne Fliegenpilze fand, ist seit Kurzem nur noch ein Kahlschlag. Traurig... Auf der Suche nach einer anderen so verzaubert schönen Stelle im Nadelwald fand ich keine Fliegenpilze, aber auch eine Farbenpracht: Fingerhüte, ein ganzer kahl geschlagene Lichtungsstreifen war davon dicht an dicht geschmückt, einige so groß wie ich selbst.

Ich konnte gar nicht aufhören diese Wunderwelt und meine sie erforschende Clara immer wieder zu fotografieren.

Clara war begeistert, sie rollte sich wie ein Baby mit allen Vieren in der Luft auf dem Moos zwischen den Fingerhüten glücklich herum :-)


Freitag, August 14, 2020

Eine unbedrohliche, große Schildkröte


im vorigen Beitrag erzählte ich, wie unheimlich Clara der unechter Riesenfrosch im Dorfpark ist. Stu und ich waren deshalb sehr gespannt auf ihr Verhalten, als wir neulich einen Ausflug zu Riesenschildkröten machten. Diese laufen im Papageienpark bei Beverungen frei herum.

Die Papageien interessierten Clara nicht. Deren Geschreie rundherum irritierte sie nur. Und fremden Menschen gegenüber verhält sie sich sowieso ausweichend. Aber die Riesenschildkröten! Toll! Ja! Faszinierend!

Ihre erste Schildkröte, noch nahe am Eingang, zu der zog sie nach kurzer Bedenkpause entschlossen an der Leine hin. Sie zeigte ihr Respekt, denn sie war auf Freundschaft aus.

Dann untersuchte sie dieses ihr so fremde Lebewesen fachhundisch mit der Nase: zuerst das Hinterteil. Die Gerüche dort signalisierten offensichtlich Harmlosigkeit! Pflanzenfresser! Jetzt wußte sie Wichtiges! Von hinten nach vorne roch Clara sich weiter vor Richtung Kopf. Die Schildkröte rührte sich gar nicht. Sie wartete ab.

Clara war sehr behutsam und konzenziert, wie ihr langsames Sichvortasten und ihre Schwanzhaltung zeigt. Stu zog sie weg, als sie dem Kopf nahe kam, denn Schildkröten können gefährlich zuschnappen.

Wir gingen weiter durch den kleinen Park: die nächste Schildkröte lag nicht weit weg, aber diese fand Clara nicht sehr vertrauenerweckend und zog auf ihre gemächliche Art ab.

Dann begegneten wir der gößten dieser Schildkröten, sie war das mindestens Doppelte von Clara, möchte ich sagen. Und diese Oma war freundlich interessiert: sie wandte Clara neugierig den Kopf zu :-)

Nach dieser schönen Erfahrung fuhren wir weiter zur Trendelburg. Ein schöner Tag war das mit einer spannenden Tier-Begegnung für Clara :-)

Das letzte Mal waren wir an Friedas Todestag mit Kosmo dort gewesen. (Siehe Beitrag vom 13. Juli 2017) Wehmut und Freude, beides fühlte ich hier. Aber die Gegenwart mit ihrer Freude an Clara gab der Erinnerung an Frieda und Kosmo einen zärtlichen Glanz :-)


Dienstag, August 11, 2020

Ein bedrohlicher, großer Frosch ;-)


Unser im letzten Jahr renaturierter Dorfpark wird regelmäßig von Angestellten der Stadt Lichtenau gepflegt und gehegt. Er ist eine Augenweide und ein Duftparadies.

Ein im Sommer versumpfender Quellteich, Paddelteich (=Krötenteich) genannt, bildet sein Zentrum; Enten, Blesshühner und Gänse leben dort. Vor Kurzem bekam er einen neuen Bewohner: einen steinernen Riesenfrosch!

Clara mißfiel der auf den ersten Blick! Sie traut dem "Ding" nicht über den Weg: Biegen wir auf den Weg an ihm vorbei ein, macht sie immer einen Riesenbogen um ihn herum.

Ich glaube wäre er ein lebender Riesenfrosch, würde sie dagegen Neugierde zeigen und mit ihm Kontakt aufzunehmen versuchen! Sie mag Tiere.


Samstag, August 8, 2020

Beim Steinkistengrab


Neulich fuhr Stu einmal mit zum 4000 Jahre alten Steinkistengrab in der Nähe. Clara kennt und liebt es als Spielplatz :-)

Wir stellten uns jeder an ein Ende das Grabes in Längsrichtung und ließen sie zwischen uns hin- und her rennen. Das begeisterte sie :-)

Um ihr Adrenalin wieder runter zu fahren, machte Stu eine Sitzübung mit ihr - und mit einem Drehschwung gehorchte sie sogleich :-)

Das Hin-und-her-Spiel hatte ihr so viel Spaß gemacht, dass sie es nun modifiziert weiterführte: nach dem längs Durchrennen startete sie das Querrennen. Sie schoß dabei genau zwichen den Steinblöcken immer wieder - hin und zurück - durch. Ich lachte vor Freude, das verstand sie als Lob und steigerte ihr Tempo noch einmal :-)

Nach einer Weile dann meinte sie dann, jetzt könne sie das Gebüsch hinten am Grab ja mal gemauer untersuchen.

Wir setzten uns auf die Bank und ließen Clara Zeit die wildstruppige Ecke auf ihre gründliche Art zu erschnuppern :-)

Clara kommt immer gleich zu uns zurück, wenn wir sie rufen. Wir wollten wieder nach Hause. Ihr Rudel ist ihr das Wichtigste. Wunderbar :-)


Sonntag, August 2, 2020

Eine besonders stille Gartenecke


An schönen Tagen verbringen wir den größten Teil des Tages im Garten. Es gibt dort umpflanzte Sitz- und Liege-Nischen, Blumeninseln und große Bäume, so dass wir mit dem täglichen Sonnenlauf von Ost nach West zu jeweils anderen Schatten-(oder Sonnen)ecken umziehen können.

Der Gartenteil mit den Gräbern unserer geliebten verstorbenen Bulldogs liegt nachmittags im Schatten. Ich liege dann gerne dort und lese oder handarbeite.

Clara besucht die Gräber häufiger, sie hat sich dahinter unter einer Pfingstrose eine flache Schattenkuhle angelegt. Was sie wohl fühlen mag, wenn sie über die Steinbulldogs auf den Gräbern so unbewegt hinsieht?


Donnerstag, Juli 30, 2020

Clara: "ich will zu den Enten!"


Im vorigen Beitrag erzählte ich, dass Clara Wasser nur so zum Plantschen nicht attraktiv findet. Beim unserem letzten Besuch der Almequellen zeigte sie, dass Tiere im Wasser sie dieses ganz anders erleben lassen :-)

Bislang hatten wir die Uferstelle des Alme-Quellteichs, an denen Gänse und Enten ans Land spazieren, immer gemieden. Wir wollten diese nicht erschrecken. Diesmal aber gingen wir hin, denn dort stand schon ein Hund mit seinen Menschen, und die Enten und Nonnengänse störten sich nicht daran. Die Gänse tantzen sogar in aller Gelassenheit ihr Ballett "Schwänzchen in die Höh´" weiter.

Zunächst freute sich Clara über die Hundebegegnung und flirtete den großen schwarzen Rüden an. Die Leute zogen aber bald mit ihm weiter und Clara widmete jetzt den Gänsen und Enten ihre Aufmerksamkeit.... nach einer Weile zogen die Gänse sich zurück vom Ufer...

Clara war in der Zwischenzeit zu der Erkenntnis gekommen, dass mit den Enten in jedem Fall zu spielen sei, denn diese hatten auch sie ganz in Ruhe beobachtet und sich nicht wie die Gänse nur mit Fressen beschäftigt, um dann zu verschwinden....

Ja, die Enten mochten Clara: um sie zu necken!

Sie ließen Clara bis zu vielleicht drei Meter Abstand an sich heran, dann drehten sie genüsslich einen Halbkreis und schwammen ihren Weg zurück.... und das immer wieder :-) Clara machte dies Verfolgungsspiel entschlossen mit :-)

Der Teich hier ist kein dreckiger Pfuhl, er speist sich aus kristallklarem Quellwasser, das aus seinem flachen Grund sprudelnd hoch strömt. Sonst hätte ich Clara auch nicht hinein gelassen.


Montag, Juli 27, 2020

Sommertags - Clara:

"ist es schön auch ohne Wasserspaß"


Im Sommer gehe ich besonders gerne (Ihr alle wohl auch) mit meinem Bulldog dorthin, wo auch Wasser ist.

Einen völlig sauberen, abgelegenen Zufluß zur Altenau liebe ich besonders. Es ist erfrischend für Seele und Kreislauf dort im Sommer entlang des sanften Wasserrauschens zu spazieren. Die Blumen und die Hollunderblüten dort verzaubern hier lange mit ihrem Feenduft.

Ich denke auch für Clara als Bulldogge müßte das Bachwasser eigentlich eine angenehme Abkühlung sein, aber sie sucht diese nicht. Es werden darin, wenn überhaupt, nur die Füße gekühlt! Wasserspiele sind NUR angesagt - WENN ich mit ihr hinein gehe (so wie im der Hitze letztes Jahr :-)

Jetzt denke ich an unsere Alma (1981 - 1994), sie hatte ein ganz besonderes Verhältnis zu Bächen: sie sammelte Unterwasser-Steine daraus und schenkte sie uns stolz! Erstaunlicherweise waren Steine tatsächlich nur interessant für sie, wenn sie zuerst aus dem Wasser geborgen werden mußten. Einmal schleppte sie, als sie nur mit Stu an der Altenau im Dorf spazieren war, einen ertauchten Stein von dort bis zu mir nach Hause. Kaum zu fassen: mit ihrem Eckzahn hatte sie durch ihr Festhalten ein großes A eingeritzt... Ich habe diesen Stein heute noch und sehe ich ihn an, bin ich von Liebe erfüllt. (Siehe auch Beitrag vom 7.8.2017)
Unsere Clara ist wirklich für eine Bulldogge ungewöhnlich hitzeunempfindlich.

Das liegt auch an ihrer auf ein etwas längeres Maß zurückgezüchteten Nase. Sie trinkt sehr selten aus Bächen, eigentlich nur, wenn wir einmal ausnahmsweise an einem Nachmittag unterwegs sind und sie sich glücklich rumtollend ausgepowert hat.

Pfützen umrundet sie grundsätzlich - obwohl sie (klares!) Regenwasser mag: wenn die Gartentür offen steht, dann sucht sie nach dem Futtern von zusätzlichen trockenen Leckerli den dortigen Wassertopf auf - die Töpfe mit Leitungswasser im Haus sind nur zweite Wahl.

Ansonsten: sie meint, ein Vollbad brauche sie nie und nimmer, sie dufte und stinke schließlich nicht ;-) Recht hat sie!

Auch in die Minieralquelle im Wildtierpark in Willebadessen geht sie selten rein, in diesem eher kühlen Sommer noch gar nicht. Gras & Co ist interessanter, wohl auch wegen der Gerüche dort um die Quelle herum, vermute ich.

Sie durchstöbert mit Ausdauer und Gründlichkeit hier stets das satte Gras am Rande der Quelle und ihres kleinen Bachlaufes :-)

Und die Fischteiche im weiträumigen Wildparkgelände sind für sie nur geruchsmäßig, jedenfalls nicht aus Gründen des Wasserspaßes interessant - der darüber wehende Wind wird immer wieder intentiv von ihr in die schnuppernde Nase eingesogen - sie liebt Fischmalzeiten :-)

Einmal trafen wir morgens dort auf einen einsamen Angler. Er warf zu Claras Beunruhigung eine wirklich riesig lange Angelrute aus... "Der ist zweifellos nicht vertrauenswürdig", machte sie mir klar ;-)

Überhaupt liebt Clara Weiden und sattes Gras. Als erste meiner Bulldoggen erbricht sie es nicht, also lasse ich sie grasen wie sie will:-)

So wie sie sich im Gebüsch mit der Nase orientiert und informiert, so liebt sie es im freien Feld auch den Weit- oder besser gesagt Überblick zu haben.

Die kühleren Tage Anfang Juli genossen wir auf solchen Feldwegen, manchmal entlang von zur Zeit leeren Pferdeweiden. Die Natur freute sich über den gelegentlichen Regen: Raps, wilde Blumen und Weizen können so gut gedeihen...

Und wir und unsere Bulldoggen können bei Wetter von "heiter bis wolkig" bestens das Leben genießen :-)

Dank des Corona-Rückzugs konnte auch wieder außer Haus geschlemmt werden (meint Clara auch :-) Aber unsere Spaziergänge zieht sie vor!

Wald und Wiesen sind für Clara und mich nie langweilig. Es gibt dort Erstaunliches!


Freitag, Juli 24, 2020

Lilablaue Pracht:

Bei den westfälischen Galmeiveilchen


Bei uns im Lichtenauer Dorf Blankenrode gibt es eine botanische Einzigartigkeit:

Wikipedia: "das Violette Galmei-Stiefmütterchen (Viola guestphalica), auch Blaues oder Westfälisches Galmeiveilchen bzw. allgemeiner Zinkveilchen, ist eine äußerst seltene Art aus der Gattung der Veilchen (Viola) in der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Ihren botanischen Namen hat sie vom Standort der Pflanze in Westfalen (=guestphalica)." Und: "Das Violette Galmei-Stiefmütterchen kommt weltweit ausschließlich an einem Wuchsort im Grenzgebiet der Kreise Paderborn, Höxter und Hochsauerlandkreis vor, es ist somit endemisch für Westfalen." " Die Art wächst dort in offenem, extrem stickstoffarmem und von Natur aus mit Schwermetallen kontaminierten Grasland auf Trocken- und Halbtrockenrasen an halbschattigen bis sonnigen Plätzen (Schwermetallrasen)." Mehr darüber HIER !

Ich liebe es durch und um diese Pracht herum zu spazieren. Dass ein lebensfeindlicher Bleiboden solche Farb- und Schönheitswunder wachsen läßt, ja dass genau diese für Menschen tödlich hohe Giftdosis solches bewirkt, das macht einmal mehr deutlich, wie einschränkend auf Schwarzweiß oder Nützlichkeit reduziertes Denken doch ist. Das Gleiche legt ein auf eine Keramikscherbe gemalter Sinnspruch nahe, den wir am Waldrand um diese Bleikuhlen herum fanden.

Clara liebt diesen Weg durch und rundherum um dieses stille, einsame Naturschutzgebiet auch sehr - sie hat hier für sich ein Slalomspiel entdeckt :-)! Unser Applaus gefiel ihr sichtlich :-))

Corona verändert viel. Auch in den Menschen. Und auch ganz privat: Ich z.B. lasse meine Haare nicht mehr färben, nachdem sie mir ihr strahlendes Weiß durch Friseurverbot zeigen konnten. Und Stu läßt sich, auch durch "Barbier"-Verbot ausgelöst, einen Schnurrbart wachsen. Es macht Spaß, sich neu zu erfinden ;-)

Und durch Corona-Reiseeinschränkungen bedingt haben wir uns neugierig den unspektakulären, eher unauffälligen Schönheiten der ganz nahen Umgebung zugewandt - und sind überrascht, begeistert und glücklich dabei.


Dienstag, Juli 21, 2020

Lieber Familienbesuch: Gunda


Mitte Juni besuchte uns meine Schwester Gunda - wegen Corona war dieser Besuch lange verschoben worden. Clara erinnerte sich schwanzwackelnd an Gunda als ihre begeisterte Wanderfreundin. Ganz taute sie aber erst mit dem ersten Spaziergang mit ihr wieder auf.

Claras Weltbild: wer mitspaziert gehört zum Rudel. Und sein Rudel hält jeder gute Hund zusammen! Gunda bekam das sogar mit Füßebeißen zu spüren, wenn sie einer guter Fotoperspektive wegen mal wieder etwas zurückging. Ein Rudel muß zusammen bleiben :-)

Clara und ich gehen im Wald spazieren, aber Gunda wandert ganze Tage durch und macht wunderbare Fotos unterwegs. Wir begleiteten sie immer ein Stück weit, dann zog sie allein jeden Tag bis in den Abend hinein mit ihrer Kamera weiter. Clara begrüßte sie abends begeistert; ihr Schwänzchen wurde zum Propeller ;-)

An unserer Gegend schätzt Gunda neben den Wäldern und Höhenwegen besonders die vielen ziemlich weiträumig sich ausbreitenden Feuchtwiesen, deren Gräser und sonstigen Gewächse (besonders aus Claras Sicht) dicht, satt und stark hochwuchern. Am schattigen Bächlein, das diese Wiesen tränkt, wächst flächendeckend die Knoblauchrauke und der Bärlauch. Es duftet hier gewaltig danach, am Waldrand dagegen nach Hollunder, Waldmeister und mir nicht Bestimm- oder Beschreibbarem.

Ich versuche manchmal bewußt die Natur wie Clara durch ihre Gerüche wahrzunehmen. Das ist eine betörend intensive, zugleich fremdartige Erfahrung, sich so zu orientieren: wie in einer anderen Welt.

Clara blieb unterwegs meist um Gundi herum - endlich mal ein echter Wandermensch, einer mit "Lupus(lauf)-Blut", das dachte sie vielleicht. Naja, mich hat sie stets bei sich. Und ein Rudel, das besteht ja auch eigentlich aus mehr als 2 Mitgliedern, nämlich aus mehr als einem einzelnen Mensch/Hund-Paar. Wobei in Claras Fall dieser Mensch gelegentlich auch noch Rückenprobleme beim Wandern hat.

In diesem Zusammenhang ein Schild im Meerhofer Wald: zum Schunzeln ist es auch :-)).

Ganz begeistert, ja aufgeregt vor Freude war Gunda nach dem Durchqueren des NSG bei Blankenrode, wo die einzige in Westfalen endemische Pflanze wächst, das "Westfälische Galmeiveilchen". Über dieses erstaunliche Blümchen schreibe ich im nächsten Beitrag :-)


Mittwoch, Juli 15, 2020

Wie eine Ranch in Montana


Eines unserer früheren Lieblingstäler besuchten wir einige Jahre gar nicht mehr, weil Waldarbeiter dort den Weg mehr oder weniger durch Gerät und Stammstapel belagerten und das Tal seine Romantik dadurch verloren hatte.

Neulich fuhr ich mit Clara aber doch einmal wieder hin zu diesem schönen Tal - und staunte nach vielleicht 300 Metern hinter der Straße nur noch...

Früher standen hier ein paar Kühe auf auf einem kleinen, von verrottetem Stacheldraht abgeteilten Wiesenstück herum, der Rest des Tals war verwildert - und heute ist das ganze Tal Weidegrund für eine Herde, als gehöre es zu einer Ranch in Montana! Ich zählte 41 Rinder: Kühe, Kälber, Jungrinder und ein Bulle, dessen Hörner riesig und dessen Hoden noch riesiger waren!

Am dem dem Talweg gegenüber liegendem Talrand verläuft ein Bach hinter Bäumen und eine lila blühende Sumpfwiese liegt in der Talmitte, alles frei für die Herde zugängig. Welch angemessene Umgebung für diese Tiere! Ich staunte, solch eine extensive Viehhaltung wieder hier bei uns zu finden! Es handelt sich vermutlich um einen großen Bio-Unternehmer; der "Massentierhaltung" als Freude für Mensch UND Tier gestaltet.

Ein Teil der Herde lang gemütlich im Schatten einer großen Eiche direkt am Wegrand um den großen, starken Bullen herum. Viele andere grasten weiter weg in der Sonne. Die Viehhaltung ließ das für Rinder normale (Familien-) Herdenleben zu. Die Kälber und Jungrinder fühlten sich sicher mit den Müttern im Hintergrund, sie kamen neugierig auf unsere still abwartend stehende Clara zu.

Als Clara nach ein paar Minuten Betrachtung von der Wegmitte aus die zwei Schritte zum Eichenstamm ging, um "Nasenkontakt" mit den jetzt daneben stehenden Jungtieren aufzunehmen, stieben diese - und als instinktive Kettenreaktion die dahinter in der Sonne grasenden auch - sogar etwas staubaufwirbelnd vielleicht 20 Meter davon. Dann siegte ihre Neugier, sie hielten an - und kehrten zurück. Clara hatte sie nicht verfolgt, daraus zogen sie den richtigen Schlusss, dass Clara ein Freund ist :-)

Einem Kälbchen gefiel sie besonders, als wir weiter gingen suchte es vorsichtig Kontakt mit Clara auch noch etwas abseits seiner Herde :-)

Auf unserem Rückweg zum Auto, wieder an der Herde vorbei, kannte man sich schon. Man nickte sich sozusagen per Blick freundlich zu :-)


Fortsetzung HIER!

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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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