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Archiv: Beiträge 2023

Clara


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Mittwoch, Februar 22, 2023

Hund (Man) sollte sich auf Gewohntes

nie so ganz verlassen


Die Tage zum Januarende hin fuhr ich nicht mehr auf Straßen mit dem Hinweisschild "Kein Winterdienst". Die Temperatur schwankte um den Gefrierpunkt herum, der nachts fallende Schnee war oft glatt und Wendeversuche brachten mich nur ins Rutschen.

Die Ränder der kleinen Straßen "Mit Winterdienst" waren vom geräumten und seitlich abgeworfenen Schnee verengt und deshalb auch meist ohne Parkmöglichkeiten an den abzweigenden Forstwegen. Also waren unsere Spaziermöglichkeiten zwar schneebegrenzt, aber auch wunderbar durch Schnee und Eis verschönt. Die Winterwelt strahlte hell, die Trübsinn fördernde Düsternis wie weggeblasen. Eingeschränktes Autofahren war ein sehr kleiner Preis dafür ;-)

Wir starteten einen unserer Schnee-Spaziergänge über den Totengrund-Forstweg ausnahmsweise am Dorfende direkt von der Hauptstraße aus, denn dort gab es auf festem Schnee eine Parkmöglichkeit. Zunächst führt der Weg hier an Viehweiden auf der flachen Hangseite vorbei, was Clara aber durchaus beachtenswert fand. Bald wird auch diese Talseite steiler und man wandert beidseitig durch Wald und eine relative Ursprünglichkeit.

Plötzlich querte ein Fuchs etwa 4 Meter vor Clara den Weg. Sie, ich ein paar Meter hinter ihr und der Fuchs blieben stocksteif auf der Stelle stehen. Clara und Fuchs starrten sich ein paar Sekunden lang forschend an - dann lief der Fuchs schnell weiter seinen Weg. Und Clara überdachte noch in Ruhe ihre erste Begegnung dieser Art :-)

Dieser Forstweg durch den Totengrund war nach ein paar Tagen für einen PKW mit guten Winterreifen wieder befahrbar. Wir fuhren also los zu unserer gewohnten Parkstelle einige Kilometer weiter am Picknickplatz.

Clara donnert sobald sie aus dem Auto gesprungen ist immer zuerst los, manchmal auch recht weit, um ihren Haufen rauszutreiben. So rannte sie auch diesmal auf dem Hauptweg vor. Aber ich ging nicht diesen, sondern nach langer Zeit einmal wieder den am Picknickplatz abzweigenden Hangweg weiter. Clara hatte das nicht mitbekommen, also rief ich sie einmal, zweimal. Dann sah ich sie weiter unten durch die einzelnen Baumstämme und Büsche hindurch auf dem Hauptweg: Sie rannte zurück - schmiß sich ohne Bremsung in Schräglage wie ein Motorrad durch die spitzwinklige Kurve den Hangweg hoch - machte eine Vollbremsung direkt neben mir - und legte umgehend den zweiten Teil ihres Haufens ab.

Wie zauberhaft ist denn das, strahlte ich sie verblüfft über so viel Gehorsam an! Nun, vielleicht war es Gehorsam gemischt mit Sorge, mich sonst aus den Augen zu verlieren :-)

Drei Tage danach: Clara hatte sich gemerkt, dass ich letztes Mal vom Picknickplatz aus einen anderen Weg als gewohnt gewählt hatte. Deshalb lief sie vom Auto aus gleich diesen anderen Weg hoch. Sie sah sich aber schon nach ein paar Metern um! Ich neckte sie, indem ich diesmal wieder den gewohnten Hauptweg wählte. Sie machte kehrt, rannte an mit vorbei und erledigte ihr Geschäft etwas später :-)

Naja, man sollte sich auf Gewohntes nie so ganz verlassen, lachten Stu und ich, als ich es ihm zuhause erzählte :-))


Donnerstag, Februar 16, 2023

Schneelaune :-)


Es schneite weiter! Am nächsten Morgens trödelte Clara - nun nicht mehr überrascht - über die Schneewiese zu ihrem Pottiplatz. Dann besah sie sich das leichte Schneetreiben von der trockenen Ecke unter der großen Tanne aus und beschloß noch nicht zurück ins Haus zu kommen.

Ich ging zu ihr - darauf hatte sie nur gewartet: sie jagte mich mit Füßefassen und ich schubste sie lachend wieder weg. Das ist unser Raufspiel - bloß selten schon am frühen Morgen :-)

Es gefiehl ihr draußen im Schneegarten!

Nachmittags schneite es nicht mehr, und so fuhr ich mit Clara zum Wanderweg auf dem Nordhang oberhalb unseres Dorfes. Die schmale Straße dort hoch war befahren genug gewesen, um jetzt ziemlich schneefrei zu sein. Die Luft oben auf dem Kammweg war feucht, der grau verhangene Himmel hing tief, es würde noch mehr schneien - oder regnen. Ich hörte weiter weg ein Wiehern, und bald darauf jagte etwas gespenstig ein Mädchen auf einem Schimmel über die einsamen Schneeflächen an uns vorbei. Vielleicht würde auch ein Sturm aufziehen, dachte ich unwillkürlich.

Clara lief vor, sie behielt mich aber im Ohr. Wurde ihr mein Schritt im Schnee zu leise, das heißt war ich ihr zu weit zurück geblieben, dann kam sie immer wieder fröhlich zurück gerannt, um mich anzutreiben, zu ermuntern, oder einfach nur aus Zusammengehörigkeit.

Das Wetter hielt sich um de Gefrierpunkt herum. Und es schneite in den nächsten Nächten leicht in den Tag hinein. Ich fuhr mit Clara das gleiche Sträßchen zur Parkbucht hoch, da es glatteisfrei geblieben sein würde und es auch war: einige Trecker hatten das Eis auf dem Asphalt krumpelig und somit für Reifen griffig gefahren.


Montag, Februar 13, 2023

Der Winter kam zurück :-)


Mitte Januar wurde es wieder kalt und statt des traurigen Regenwetters fiel eines Nachts etwas Schnee. Die Wolken lockerten auf, die Sonne schien. Nicht nur ich, auch Clara freute sich darüber :-)

Schnee bleibt bei uns nie lange liegen, also zog ich mit Clara morgens gleich los in den höher gelegenen Wald am Dorfende.

Es begann auch schon wieder zu tauen. Von den Bäumen fielen dicke, schwere Wassertropfen immer wieder auf uns. Mein Haar wurde richtig naß davon. Auf dem Schnee sah man unter den Bäumen erstaunlich große Taulöcher dicht bei einander, geschlagen von jeweils einem Supertropfen.

Clara scherte sich nicht um diese Tropfen: offenbar macht sie einen Unterschied zwischen unregelmäßigem "PLATSCH" und stetigem "platschplatschplatsch".

In der nächsten Nacht sank die Temperatur auf -6 Grad und erreichte tagsüber auch nicht den Schmelzpunk. Ich fuhr mit Clara los, aber Schnee fanden wir nur noch auf den höhergelegenen Plateaus. In den Schluchten war am Vortag bis zum Abend nahezu alles weggetaut gewesen.

Auf der Waldhöhe Richtung Büren lag der Schnee auch noch auf den Ästen. Ein längerer Baumstumpf am Wegrand war mit Brombeergestrüpp so umwuchert, dass er eine fast wie ein Iglu für Kleintiere eine Winterwohnung bot.

Für Clara gab es auch Gutes: ein Stamm war so gebrochen, dass er für Clara sowas wie ein Trimm-Dich-Gerät hergab :-)

Mal sehen, wie lange unser "Winterurlaub zuhause" anhält ;-)


Freitag, Februar 10, 2023

Ein Menhir: die "Bühlheimer Großmutter"


Durch Rumstöbern im Internet über unsere Gegend, das heißt speziell das Eggegebirge, fand ich Mitte Januar den Hinweis, dass einer von insgesamt nur drei Menhiren in NRW hier bei uns in Kleinenberg steht, einem zu Lichtenau gehörendem Dorf. Er steht tatsächlich Luftlinie nur 13 km von unserem Haus entfernt. Am nächsten regenfreien Nachmittag also nichts wie hin.

Der Stein steht in einem zur Zeit schon vorfrühlingshaft durchnäßten Wald. Von einem Forstweg biegt ein Pfad aufwärts zu ihm ab, der mit einem "Magischen Tor" oder je nach Sichtweise "Magischem Wächter" - einer die Stimmung aufgreifende, schwebende Holzskulptur - beginnt.

Wikipedia: "Menhir ist eine aus dem Bretonischen entlehnte Bezeichnung für einen vorgeschichtlichen, hochragenden Steinblock, der auch als Hinkelstein bekannt ist. In der prähistorischen Archäologie bezeichnet das Wort einen länglichen Einzelstein (bretonisch maen „Stein“ und hir „lang“), der in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen aufrecht gestellt wurde." Der Zweck dieser Steinstellungen ist bis heute unklar, es werden aber allgemein kultische Gründe vermutet, die allerdings nicht mit Grablegungen in Zusammenhang stehen. Die bekanntesten Menhir-Aufstellungen sind das Menhirfeld von Carnac (Bretagne) und Stonehenge (England).

Es ist unklar, ob dieser Menhir ursprünglich hier stand oder im Mittelalter hierhin umgesetzt wurde, um ihn als Grenzstein zu nutzen. (Infotafel) Aber auch in diesem Fall dürfte er aus der näheren Umgebung stammen. Er wurde leider im Mittelalter "christianisiert", das heißt durch eingemeißelte christliche Symbole wie einem Bischhofsstab umgewidmet.

Der Sage nach verwandelte sich hier eine alte Frau aus Bühlheim (bei Kleinenberg) in einem kalten Winter in diesen Stein. Daher sein Name "Bühlheimer Großmutter".

Im Paderborner Raum gibt es die höchste Dichte von Großsteingräbern in NRW, bei uns Steinkistengräber genannt. Unser Dorf Henglarn hat z.B. eines und unsere direkten Nachbardörfer die Altenau bachauf- und abwärts haben auch jedes eins. Es wird angenommen, dass diese Bestattungsart sich vor circa 7000 Jahren in Europa auszubreiten begann, etwa zeitgleich mit der Aufstellung der ersten Menhire. Im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte insgesamt war unsere Gegend in prähistorischen Zeiten dicht bewohnt.

Clara und ich freuen uns darüber, dass wir heute in NRW hier mit am wenigsten dicht bevölkert sind. Es gibt immer noch etwas Naturlandschaft :-)


Dienstag, Februar 7, 2023

Auf der Suche nach dem Kleinenberger

Opferstein


Als Stu und ich jünger waren bereisten wir die Welt, heute als Alte sind wir mit kleinen Ausflügen zufrieden - aber irgend etwas Neues zu erkunden, dieser Abenteuergeist ist immer lebendig.

Eine Fundgrube ist für mich die Wander-App Komoot. So entdeckte ich einen Hinweis auf eine besondere Steinbildung - Opferstein genannt - in den Wäldern bei Kleinenberg unweit von unserem Zuhause. Es handelt sich - wie beim Opferstein von Willebadessen Beitrag 28.10.21" - um eine Steilwand mit einen platten oberen Ende, dem Opfertisch sozusagen.

Meinen ersten Versuch diese Felswand zu besuchen unternahm ich Mitte Januar an einem sonnigen Nachmittag vom weiter unterhalb entlang des Steilhanges führenden Waldweg aus. Ich scheiterte damit, denn ich fand den letzten Aufstiegspfad einfach nicht.

Das Hochkrackseln einfach so zu versuchen brach ich bald ab, da ich keine Ahnung hatte, ob ich wirklich bei der Opferstein-Felswand ankommen würde. Und das klatschnasse Laub machte den Boden zudem ziemlich rutschig. Aber Clara hatte dabei ihren Spaß gehabt :-)

Unseren zweiten Versuch den Opferstein zu finden starteten wir zwei Tage später von obenhalb statt von unterhalb der Felswand mit dem Opferstein-Oberende. Wir nahmen den schmalen Wanderpfad entlang der Höhenkante.

Dieser Weg bietet weite Aussichten. Und es gibt mehrere Hinweisschilder zum Opferstein und anderen "Mythischen Steinen" knapp unterhalb der Bruchkante des Plateaus.

Diese "Death End"- Abwärtspfade zu den Steinen wagte ich nicht alleine mit Clara zu gehen, denn sie sind beängstigend schmal und steil. Ich würde sie an der Leine halten müssen, einfach weil sie keine Bergziege mit Erfahrung in fast alpinem Gelände ist.

Ich brauche in steilem Gelände meine Hände frei, um mich an Ästen oder Steinen festhalten zu können. Wir werden zu diesem kleinen Abenteuer einmal meine Freundin Gaby mitnehmen. Sie hält in solchen Situationen Clara an der Leine auf dem Weg oben bei sich fest. Clara gehorcht meinem "Bleib!" aber nur unter Protest. Sie meint, ich unterschätze sie :-)

Es begann wieder zu regnen.... bei trockenerem Wetter werden wir diesen so schönen Pfad demnächst ein ganzes Ende weiter wandern.


Samstag, Februar 4, 2023

Pfadfinderin Clara Lee


Gegen Mitte Januar wurde es für ein paar Tage sonniger, trockener und etwas kühler. Wunderbar, Clara und ich fuhren zur "Kahlen Platte", im Volksmund auch "Himmel" genannt. Noch heute wird dort das Osterfeuer entzündet, vermutlich war hier ein altsächsischer Kultplatz.

Das Gelände ist wirklich eine Platte (Plateau) mit einer scharfen, bewaldeten Abbruchkante ins Altenautal, die unter Naturschutz steht. Es gibt mehrere Aufstiegspfade dorthin. Wir lieben den Pfad genau entlang dieser Kante.

Seit unserem letzten Besuch im Herbst war dieser Pfad von Baumbruch an einigen Stellen nur schwer passierbar geworden. Clara fand das großartig! Sie kennt dies Gelände genau und weiß, wie sie weiterkommt ohne abzustürzen oder abzurutschen. Ich überlasse ihr hier inzwischen die Führung.

Sie scheint auch zu berücksichtigen, durch welche Baumsperren ich besser durch- oder drüber komme. Als sie jung war entschied ich darüber eine Umgehung der Sperre oder ein Übersteigen zu versuchen. Meine Auswahlkriterien scheint sie übernommen zu haben. Ich meine, das ist eine große Lernleistung.

Clara ist in einer Hinsicht ein undomestizierter Hund: die sich selbst gestaltende Natur ist ihr Zuhause. Dem, was wir Zivilisation nennen, begegnet sie (außer in der Futterfrage ;-) mit Mißtrauen. Ich fühle mehr und mehr genau so.


Mittwoch, Februar 1, 2023

Lustlose Regenstimmung


Anfang Januar stiegen die Temperaturen auf über 10 Grad an und es regnete, schauerte, nieselte ins verrottete Laub und füllte die Pfützen. Man konnte nicht von Sonnenstunden zwischendurch sprechen, sondern nur von auflichtenden Minuten.

Ich fuhr mit Clara an einem solchen Tag auf das Plateau oberhalb von Quellbach der Altenau. Dort gibt es laut Wanderkarten lange Wanderwege ganz durch Wald bis nach Hardehausen. Der Höhenunterschied zum Altenau- und Schwarzbachtal liegt um die 100 Meter (circa 300 m.ü.M. bis 400 m.ü.M.) und die Hänge gehen mancherorts fast senkrecht ab.

In diesem Waldteil waren wir noch nie gewesen, das heißt Clara stürmte nicht vor, sondern ging wie immer auf neuen Wegen besonnen voraus wie ein gewissenhafter Scout.

Fichtenkahlschlag wechselt sich dort oben mit Buchenwald ab, und es gibt dazwischen Naturschutzinseln. An einer einsamen Wegkreuzung trafen wir auf eine im Bau befindliche Wanderhütte im Loghouse-Stil. Die Wandervereine pflegen die Wege hier in der Egge wirklich gut - aber die Forstarbeiter verschlammen sie zur Zeit wieder mit ihren großem, weit hörbarem Gerät.

Von Winter war nichts zu spüren, es herrschte nasse Spätherbststimmung. Ich beschloß erst wieder bei (aus menschlicher Sicht) freundlicherem Wetter hier auf die Höhe zu fahren. Clara war meiner Meinung, wie sie durch eine gewisse Lustlosigkeit zeigte.

Am nächsten Tag fuhr ich mit ihr wegen dieses anhaltend grauen, wasserschwangeren Himmels nur zum Totental am Dorfende. Der namengebende alte Pferdefriedhof am Talende passte zur (auch politischen) Wetterlage : "trübe Aussichten".

Clara war noch lustloser, vielleicht lag das aber auch mit an mir, denn ich empfand diesen Spaziergang - ebenfalls aus Lustlosigkeit - mehr als Pflicht denn als Freude. Um ihre Stimmung aufzuhellen ging ich mit ihr an den Rand des leeren Bachbettes und forderte sie zweimal auf "Lauf runter". Schließlich liebt sie es sich so auszupowern. Einen dritten Versuch, sie so aufzumuntern, unterließ ich einsichtig.

Aber nein, sie gehorchte, mehr nicht. Also hat sie auch so ihre Stimmungen, das ist sympathisch menschlich ... ;-)


Samstag, Januar 28, 2023

Ein schöner Weg mit Hindernissen

und vorbei an Steilkanten


Der Januar begann bei trüben Himmel, aber die Waldbäche hatten begonnen sich durch den Regen zu füllen und plätscherten in die Täler. Ich beschloß mit Clara seit langer Zeit mal wieder den Hangweg entlang der Altenau hochzusteigen, der durch ein kleines Naturschutzgebiet führt.

Der Weg war noch wilder, als ich ihn in Erinnerung hatte: viele den Hang im Sturm entwurzelte und runter gestürzte Baumstämme mußten zu Clara´s Freude umrannt, unterwandert oder übersprungen werden.

Sie liebt solche Herausforderungen! Und sie zeigt das neben "Zooming" durch begeistertes Zupacken und Brechen von Ästen oder auch durch Vorwärtszerren an meinen Stiefeln; am liebsten würde sie mit mir einen wilden Tanz aufführen. So ganz schnell kann sie in solch "echter" Natur ihre leidenschaftliche Freude daran nicht mäßigen :-)

Unter dem Laub war der Weg etwas matschig; auch das mag Clara, denn das gibt Grip. Sie ist ein Kraftpaket und liebt es, dies zu sein :-)

Ich kann ihr aber nicht viele solcher aufgegebenen und jetzt verwilderten Forstwege in unserer Gegend bieten... Am nächsten Tag erkundeten wir in einer Sonnenstunde diesen schönen Waldweg vom selben Ausgangspunkt aus, diesmal aber in Richtung Süden bachaufwärts. Er führt auf halber Höhe des Abhanges entlang. Durch die kahlen Bäume hindurch wirkte der Quellbach der Altenau in den Wiesen wie ein vom Gras verdecktes Rinnsal.

Der horizontal gelagerte Kalkstein zeigt von hier aus sehr deutlich einige seiner steilen, nakten Bruchkanten. In einer weitläufigen und großflächigen Kurve fanden wir bei einem Gedenkstein vor "Ottos Eiche" einen Rastplatz.

Hier spielte ich mit Clara "Hölzer werfen, Hölzer schnappen". Sie hatte sich auf diesem ihr bislang fremden Teil des Altenautalweges nämlich nicht ausgetobt. Sowas tut sie nur in ihr bekanntem oder weit übersichtlichem Gelände. Kluges Verhalten, finde ich :-)


Mittwoch, Januar 25, 2023

Nasses Wechselwetter...


Die Tage "zwischen den Jahren" wurden zunächst von Dauerregen und dann von Schauern beherrscht. Für Clara hieß das, einige Tage zuhause zu bleiben. Sie war sehr damit einverstanden, wollte sogar erst dann in den Garten raus, wenn einzuhalten nicht mehr möglich war!

Aber sie freute sich auch bei Regen, wenn wir ABENDS sagten "Clara kommt mit", denn sie weiß, um diese Tageszeit geht es in ein Restaurant. Und das wiederum bedeutet "Clara BEkommt mit" :-)

Das trübe Weihnachtswetter machte mich mehr trübsinnig als sie! Als sich irgendwann Regenpausen bildeten war die Devise "Komm, raus aus dem Haus!". Claras gute Laune steckte mich draußen sofort an!

Die altbekannten Wege lockten mich in diesen nassen Wintertagen wenig. Wir fanden zu meiner Freude neue Wege im nahe gelegenen Waldgebiet "Marschallhagen".

Zu meinem Erstaunen gab es dort neben Kahlschlagflächen auch einige gesunde Fichten-Monokulturen; vielleicht hatten diese Fichten der Borkenkäferepidemie widerstanden, weil sie noch relativ jung waren, das heißt sie reichten höchstens um die 6/7 Meter hoch.

Vom Wanderparkplatz aus gehen 6 Wege ab. Am nächsten Tag spazierten wir in einer regenfreien Stunde den Weg zu einem "Baumpark" bei einer Waldhütte mit Spielplatz.

Der "Baumpark" wurde angelegt als Dokumentation der heimischen Baumarten: seit 1989 wird jedes Jahr der "Baum des Jahres" dazu gepflanzt und das abgegrenzte Areal als kleiner Erholungspark gepflegt. Eine gute Idee!

Öde wurde es, als wir den Weg weiter gingen. Frischer Kahlschlag weit und breit. Mit schweren Baggern waren alle Wurzelteller rausgerissen und sorgfältig in ordentlichen Reihen aufgeworfen worden. Wir kehrten um!

An Silvester regnete es nicht. Wir fuhren nach langer Zeit mal wieder in den Borchener Buchenforst, den wir wegen seiner Zeckenkolonien von Frühling bis Herbst strikt meiden.

Hier war in den letzten Jahren kein Baum gefällt worden, das heißt: weder der Waldboden noch die Wege waren von schwerem Gerät durchfurcht und auch nicht von Stammstapeln gesäumt. Es handelt sich hier um keinen Wald, sondern um einen Forst, dem typischerweise Gestrüpp und Unterholz fehlt. Die Buchen stehen eng in Reih und Glied, sie sind noch zu jung und dünn, um mit Gewinn geerntet zu werden... Ich finde solche gleichförmigen Forste wenig anregend.

Nun, aber Clara hatte großen Spaß im getrocknetem Laub rumzurennen. Vor guter Laune versuchte sie mich zum Mitrennen zu animieren - indem sie mich (erfolglos) an den Stiefelschnürriemen (wie an einer Leine) vorwärts zu ziehen versuchte :-)


Donnerstag, Januar 19, 2023

(Vorläufiges ?) Winterende


Vierter Adventsonntag: Laut Wettervorhersage sollte dies der letzte Schneetag sein. Der Himmel war schon wolkig und der Wind zeigte erste Böen, die den Schnee wie Puder von den Ästen fegten. Eine Warmfront zog auf.

Ich fuhr mit Clara zum Wanderweg durch´s Schwarzbachtal. Der Wald dort wird weitgehend von alten Eichen geprägt - und das bedeutet für Clara es gibt unter denen Platz zum Rumrennen.

Clara schoß unten den majestätischen Eichen wie eine Gewehrkugel los durch´s mit Schnee nur bestäubte Laub. Als ich sie fast nicht mehr sehen konnte machte sie im gleichen Tempo kehrt, stellte kurz fest, dass ich einverstanden mit ihrer Aktion war - und erneut ab ins Weite!

Als das Tauwetter in der Nacht und in den folgenden Tagen in solides Regenwetter überging und die Wanderwege zu Wasserpfaden geworden waren, neigte sich Claras Outdoor-Begeisterung einem deutlich niederen Level zu. Nun, die breiteren Forst- und Feldwege sind meist als Dammwege angelegt. Also ging´s in Regenpausen raus!

Jäger waren im Gelände um unsere Dörfer herum unterwegs. Ein lauter Knall aus einem großkalibrigen Gewehr ließ Clara beim Spaziergang verschreckt hochspringen. Sie sah mich fragend an, ich antwortete ihr: "Das ist weiter weg, keine Sorge!" Bein nächsten Schuß streckte sie nur noch ihren Kopf hoch.

Schließlich war kein knallendes Ungeheuer auf uns zu gekommen. Außerdem glaubt sie mir in der Regel, es sei denn sie weiß - was auch immer - durch ihre Nase und Ohren besser. Wenn sie warnt, dann glaube ich ihr :-)


Montag, Januar 16, 2023

Tiefgefrorener Schnee


Mitte Dezember: Neuschnee war nicht mehr gefallen, die auf den Ästen und auf dem Grund liegenden Schneeflocken hatten sich in den letzten Tagen in der Kälte zu wunderschönen Eiskristallen verdichtet. Auf der nackten Höhe hinter unserem Dorf waren sie Wind und Wetter ausgesetzt und knubbelig geformt.

Es wehte ein kalter Wind, und als uns dann auch noch zweimal ein Trecker entgegen kam, beschloß ich in den Wald Richtung Blankenrode zu fahren und dort weiter zu spazieren.

Dort, im windgeschützten Tal der erst 5 Kilometer alten Altenau zeigte der tiefgefrorene "Altschnee" Ähnlichkeit mit feinem Gefieder oder auch rauhem Fell. Es wunderte mich nicht, dass die Eskimos acht verschiedene Worte für acht verschiedene Formen von Schnee nutzen.

Der Himmel strahlte den ganzen Tag tiefblau, und der Schnee reflektierte sein Licht in Gletscherblau. Stille lag über dem Land, nur der Schnee knirschte unter unseren Schritten.

Der Schnee bildete mit den Zweigen von Sträuchern als Gebälk warme Höhlen für kleinere Wildtiere. Clara schnupperte dort oft besonders intensiv vorsichtig hinein. Sie ist neugierig, aber nicht am Jagen interessiert - eher an freudlicher Kontaktaufnahme, was ihr aber bislang nur eingeschränkt bei einem Igel gelang, denn der rannte wenigstens nicht weg. Sie stupste ihn vorsichtig mit der Pfote an seinem Stachelrücken an, als er darauf nicht reagierte ging sie enttäuscht weiter ;-)

Die Bachwiesen sind hier voller Sumpflöcher, aber die waren komplett fest zugefroren. Clara stapfte viel vorsichtiger als ich zum kleinen Quellbach hindurch - nun, sie hat auch kürzere Beine als ich und die vereisten Löcher waren unter dem Schnee nicht zu erkennen. Ihren Bauch hält sie nämlich gerne trocken und somit warm - und deshalb aus allem Schnee heraus.

Clara ist eine vernünftige, tierliebende, sozusagen kultivierte Bulldogge ;-)


Freitag, Januar 13, 2023

Im Tierpark Hardehausen


Schnee und Frost blieben über eine Woche bis in die Täler hinein bei uns! Ich fuhr mit Clara über die schöne Hochstraße zum Hardehausener Tierpark um die Bisons, Wildpferde und Wildschweine einmal im Schnee zu erleben. Der Tierpark liegt im Hammerbachtal, ein wenig Schnee lag bis zum Grund am Bachufer.

Der vom Bach abgeleitete Fischteich war komplett zugefroren.

Der Wanderweg führt nach einer Weile an den Weidegründen der Tarpane (Wildpferde) vorbei. Die meisten hatten sich um das Heu am Stall geschart, sie beachteten das Geschehen auf dem Weg garnicht. Clara ihrerseits schenkte ihnen auch kein Interesse :-)

Anders die Wildschweine: sie sind neugierig, die Jährlinge kamen bis knapp an den Elektrozaun heran. Clara reagierte zunächst mißtrauisch, aber nach einer kleinen Weile sprang sie spielerisch auf sie zu und zurück, und dann wiede das Gleiche. Leider gelang mir kein scharfes Bild davon.

Wir begegneten vielen Menschen im Park - aber keiner hatte einen Hund dabei. Ein Paar meinte zu mir "unserem Kleinen ist der Weg zu kalt für seine Pfoten." Naja, eine Bulldogge ist eben robust :-)

Claras Verhalten fremden Menschen gegenüber hat sich über die Jahre geändert. Früher machte sie einen Bogen um Leute, wirkte unsicher, in jedem Fall möglichen Stress vermeidend. Inzwischen umkreist sie Fremde unterwegs, beobachtet sie - auf diese Art testend - genau: "Bist du rudelgeeignet, willst du mit uns gehen?" Der Kommentar der Leute früher war oft: "Ist sie ängstlich?" Jetzt wird gestaunt und oft gelacht: "Die ist neugierig!" Auch eine alte Dame mit zwei Wanderstöcken begenete uns, die Angst vor Clara zeigte: "Diese Rasse kann man leicht scharf machen, nicht wahr?" Ich antwortete: "Wenn Sie mit ihren Stöcken auf mich einschlagen und ich schreie, dann hoffe ich dass sie scharf ist ;-)" Die Dame lachte los: "Das hoffe ich für Sie auch!"

Nun, leider waren weder die kleineren Waldbisons noch die großen Flachlandbisons vom Weg aus zu sehen.... sie haben jeweils weite Gelände zur Verfügung, die sie eben gerne durchstreifen. Also fuhr ich mit Clara am nächsten Tag wieder hin. Wir hatten Glück!

Während ich viele Fotos dieser gewaltigen Freunde machte, beobachtete Clara etwas unterhalb den Weg und unterhielt ein paar Vorbeigehende mit ihrem zurückhaltenden "Anflirten" ;-) Berühren läßt sie sich allerdings nie. Solchen Versuchen weicht sie durch sofortigen Rückzug aus. Auch Leckerli nimmt sie von Fremden erst mal nicht an.

Zufrieden wanderten wir zum Parkplatz zurück. Ich hatte meine Freude an den Tieren, und Clara an den Menschen gehabt :-)


Dienstag, Januar 10, 2023

Schöner geht fast nicht :-)


Mitte Dezember - und noch immer lag Schnee! Und es wurde richtig kalt! Entlang der Altenau war die weiße Decke in den Dörfern sehr dünn. Aber der Bach selbst in der Dorfmitte, wo er nicht in Kalhhöhlen versickert war, trug feine Inseln von Eis mit herrlichen Kristallborden an den Rändern.

Aber der Altenautalweg war nicht so attraktiv wie der Kammweg der Hegge oberhalb unserer Dörfer. Ich fuhr mit Clara dorthin hoch, weil sie dort frei im Gelände laufen kann und ich den winterliche Waldzauber so liebe.

Die Sonne stieg die ganze Woche lang jeden Mittag aus dem Frühdunst empor, alles strahlte unter ihr und der tiefblaue Himmel ließ den Schnee noch gleißender scheinen. Am späteneren Nachmittag versank sie vor ihrem Untergang wieder sanft in weißem Dunst.

Schneeballwerfen spiele ich nicht mit Clara, weil sie es nicht sonderlich mag. Ich traf sie als Welpen mal mit einem weich-nassen Schneelball - sie sah mich an, als hätte ich sie mit Regen beworfen.... ;-)

Aber "Neli suchen" ist ein Lieblingsspiel. Einmal hatte ich mich, während sie genüßlich Gras fraß, hinter einem Brombeerstrauch klein gemacht, sie sah mich nicht gleich, auch mit lang gestrecktem Hals nicht - und rannte nach einer Denkpause entschlossen Richtung Auto. Sie dachte richtig, dass ich dort schon wieder früher oder später auftauchen würde. Das Auto war noch weit weg, deshalb lief ich sofort zum Weg zurück und sie begeistert auf mich zu. Sie freute sich, mich aus meinem Versteck rausgetrieben zu haben. Das ist ein "mit Trick finden" ;-)

Die Temperaturen sanken auf tagsüber -8 Grad, das macht die Luft trockener und die Kälte ist dadurch nicht mehr unangenehm. Clara rennt rum, als Bulldogge macht ihr bekannterweise nur Hitze was aus. So gesehen gehöre ich zu ihrer Spezies ;-)


Samstag, Januar 7, 2023

Der Winter blieb eine Weile bei uns :-)


Die Schneedecke von Anfang Dezember hielt einige Tage, dann wieder ein kurzes Tauwetter-Intermezzo mit viel Nebel und nassen Pfoten.

Clara vermied die Wegpfützen, indem sie auf den schneebedeckten Wegrändern lief, rannte, lachte und hüpfte :-)

Kaum zu glauben nach all den warmen Wintern, der Schnee kam schon nachts am selben Tag mit Väterchen Frost als seinem Unterstützer zurück!

Ich fuhr mit Clara zum renaturierten Teil der Altenau bei Husen, auf die Höhen brauchte ich gar nicht zu fahren, schon hier war jeder Baum und jedes Ästchen bis in seine Spitzen weiß und glitzernd ummantelt. Die schmelzenden Schneekristalle waren an den Ästen wie zu Glas gefroren. Eine Verzauberung, die in solcher Pracht auch in schneesicheren Gebieten nicht Alltag ist.

Wir spazierten bachaufwärts. Dies ist eine beliebte Wanderstrecke, aber uns begegnete, obwohl es Freitagnachmittag war, nur ein alter Mann mit seinem Jagdhund.

Wir wanderten entlang der sich wieder durch das Tal schlängelnde Altenau auf einer ehemaligen Straße am Rande der Talwand. Um den Bach selbst herum beginnt ein Auwald sich stellenweise in feuchten Mulden neu zu entwickeln. Das Tal wird wieder schön!

Meistens ärgert sich Clara hier über den Stacheldraht zum Bach hin, weil ich das Explorieren dort nicht erlaube - zumal in den anderen Jahreszeiten vereinzelt kleine Herden urig aussehender Rinder dort rumstreifen.

Diesmal aber versuchte sie erst gar nicht unter dem Zaun durchzuhuschen - dort schien es ihr offensichtlich etwas unwegsam - und am Wegrand gab es genug neue Infos zu erschnuppern ;-)

Zum vollkommenen Bilderbuchwinter fehlt nur eine strahlende Sonne und etwas mehr Kälte, damit der so zarte, kristallene Baumschmuck unter ihr nicht taut. Nun, diese Hoffnung sollte sich auch noch erfüllen :-)


Mittwoch, Januar 4, 2023

Schneien ist fast wie Regnen :-)


Anfang Dezember: Nur für einen Tag hatte sich Tauwetter durchgesetzt, dann wurde es wieder kälter. Ich jubelte, als ich frühmorgens in den Garten sah: völlig unerwartet war er dick in Weiß gepackt. Clara lag noch bei Stu auf dem Bett :-)

Als die Beiden später herunter kamen und ich Clara in den Garten rausließ, da zeigte sie wenig Lust sich beschneien zu lassen. Sie ging schnurstraks zu ihrem meist trockenen Pippi-Platz unter den Tannen.

Ihr bevorzugter Potti-Platz liegt im hintersten Gartenwinkel. Den Weg dorthin brach sie ab, zu ungemütlich!

Sie ging zurück zur schneefreien Stelle in der anderen Gartenhälfte und beschnupperte einen Apfel. Also war Wurfspielen mit Äpfeln angesagt! Der Baum trug noch reichlich Vorrat :-)

Ich warf ihr einen Apfel zu, aber als der unsichbar für sie im Schnee verschwand, blieb sie verdutzt regungslos stehen. Sie dachte wohl nach, denn beim zweiten Apfel verstand sie was los war, lief hin und scharrte ihn frei :-)

Es schneite bis in den Nachmittag weiter. Autofahren wollte ich nicht, vormittags hatten schon drei LKW im Dorf quer auf der Straße gestanden.... Als es kaum noch schneite ging ich deshalb mit Clara nur runter in unseren Dorfpark an die zur Zeit wasserlose, dafür mit Schnee gefüllte Altenau.

Am nächsten Tag begann die Pracht langsam zu schmelzen, aber so viel Schnee taut nicht in drei Tagen auf :-)


Sonntag, Januar 1, 2023

Und wieder Schnee :-)


Zu unserer großen Überraschung wurde es Anfang Dezember richtig kalt; wir hatten Schnee, zunächst nur für einen Tag, aber dann beschloß der Winter seinen Besuch bei uns doch nicht so abrupt abzubrechen!

Ich fuhr am ersten Schneetag mit Clara zum Höhenkamm des Eggegebirges hinter Kleinenberg und meine Hoffnung erfüllte sich, ein paar schöne, beschneite Nadelbäume, sozusagen Weihnachtsbäume zu finden, die die Borkenkäferseuche überlebt haben. Sie stehen an den Weg- Wiesen- und Kahlschlagrändern, denn hier wird ihnen Licht und Raum zum Leben gelassen.

In diesem Gebiet waren große Fichten-Monokulturforste gepflanzt worden, welche die Verbreitung der Seuche überhaupt erst ermöglichten. Der dann nötige Kahlschlag weit und breit machte mich traurig und auch wütend, deshalb war ich seit Sommer 2021 (Beitrag 16.10.21) nicht mehr dort gewesen. Immer noch gibt es einige Flächen voller toter Fichten; doch mit dem feinem Pulverschnee auf den toten Zweigen wirkten sie nicht mehr erschreckend, sondern zart, sogar schön. Dieser Wandel in meiner Wahrnehmung überraschte mich selbst.

Clara hatte andere Gedanken im Kopf als ich; Nasen erzählen schließlich andere Geschichten als Augen ;-)

Clara rannte viel herum, vorzugsweise auf Wildwechseln in den Wald hinein. Sie kam, was sie selten macht, auf Zuruf zweimal nicht zurück!

Ich dachte sie macht sich über Aas her.... lebenden Tieren folgt sie nämlich nicht (Ausnahme: in ihrem Garten verjagt sie alle). Ich war gezwungen ihr gebückt in den Busch zu folgen... es war kein Aas, es war Losung von Rotwild! Nur mit harter Stimme und bösem Blick brachte ich sie dazu, davon abzulassen.

Eine Winterdecke wollte Clara als Junghund um Nichts tragen, sie hielt die für sowas wie eine Zwangsjacke. Danach versuchte ich auch nicht mehr ihr diese anzuziehen. Also mußte sie sich viel bewegen, um warm zu bleiben. Um sie nicht an der Leine im langsamen Gang neben mir frieren zu lassen, oder sie Kot & Co suchen zu lassen, spielte ich mit ihr auf dem Rückweg zur Ablenkung von den Wildwechseln "lauf" und "komm". Eine beidseitige Freude :-)

Für Clara und mich bedeutete dies einen Freudentag - am nächsten Tag würde es laut Wetterbericht wieder heißen, in Nässe unterwegs zu sein. Naja, sie lebt die Weisheit "es ist wie es ist".


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

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