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Archiv: Beiträge 2018

Kosmo


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Donnerstag, April 26, 2018

Der Staubsauger


Neulich fand Stu ein bezauberndes Video bei YouTube, in dem ein Bulldog seine sprichwörtliche unerschütterliche Sturheit zeigt. Kaum zu fassen :-)) LINK HIER

Dazu fällt mir Kosmo´s geändertes Verhältnis zum Staubsauger ein. Er wich dem Staubsauger immer aus, solange Frieda noch lebte - diese dagegen blieb ähnlich stur wie der Bulldog im Video liegen, bis sie höflich aufgefordert wurde Platz zu machen. Nach Friedas Tod blieb Kosmo so wie Frieda liegen, scherte sich nicht mehr um den Sauger. Wir wunderten uns.

Noch mehr wunderten wir uns allerdings vor circa 6 Wochen, als er wie früher dem Ding wieder auswich und das Zimmer verließ. Vielleicht war er nach Friedas Tod doch deprimierter, als wir zuerst annahmen, vielleicht war dieses "Egal" dem Staubsauger gegenüber ein gewisses Zeichen von Apathie gewesen, die sich beim Spazierengehen als Lustlosigkeit zeigte.

Man spricht bei Menschen von einem Trauerjahr, bei Kosmo dauerte es demnach ungefähr 8 Monate; das ist lange für einen Hund, der ja verglichen mit uns eine nur sehr kurze Gesamtlebenszeit hat, meine ich.


Samstag, April 14, 2018

Die Bedeutung von "Ja"


Wenn ich Kosmo ankündige "Kosmo kommt mit", dann schaut er meist aufgeregt hoch und mir direkt in die Augen. Er erwartet noch einmal eine Bestätigung, denn er kommt ja schließlich nicht immer mit - und ich sage dann "Jaaaaa".

Dieses "Jaaaaa" ist mein Ritual, was ich ich mit allen meinen Bulldogs pflegte, wenn es um etwas ihnen ganz Wichtiges ging. Bei Kosmo ist es das Mitkommen.

Neulich fragte ich Stu, ob er Lust auf Lammkoteletts hätte, ich würde sie dann abends braten. Er antwortete "ja", und ob er dann Wein dazu aus dem Keller holen solle. Nun sagte auch ich "ja" - Kosmo rannte sofort in die Küche, plazierte sich vor den Herd und wartete, dass ich endlich nachkomme. Er hatte irgendwie verstanden, dass es um Essen ging - und "Ja" meint "unverzüglich ja", wie er aus dem "ja" zum "Kosmo kommt mit" schießlich weiß.

Wir fanden es schlau von ihm, unser "Ja" verallgemeinert zu haben, es eben generell auf alle seine Wünsche zu beziehen. Ok, also machte ich mich ans Kochen, Appetit hatten wir schon. Kosmo bekommt immer ein Lammkotelett mit, er war zufrieden.

Als wir nach dem Essen den Tisch verließen, rannte er gleich zur Haustür und starrte auf seine Halsbänder, die daneben hängen. Jetzt mußte ich laut lachen: Unser "Ja" gilt schließlich nach wie vor in seinen Ohren insbesondere für "Kosmo kommt mit", und das erwartete er jetzt von seinen ehrlichen und ehrenhaften Menschen! Wir enttäuschten ihn nicht, wir fuhren mit ihm in den Wald.

Jetzt passe ich sehr auf mit einem "Ja", er nutzt es als Gutschein für einen ganzen Tag Wunscherfüllung :-))

Diese Episode mit Kosmo erinnerte mich an unsere Alma. Sie liebte es über alles neben uns auf dem Fahrrad herzurennen. 26 km/h war ihre Spitzengeschwindigkeit. Erreichten wir die nicht schnell genug, .... nun, Ihr könnt das im Beitrag "Monatsbild und - Unsere Alma Joy hatte eine Obsession: Fahrrad-Rennen" vom 4. September 2007 lesen. Bitte etwas herunter scrolen.

Warum ich jetzt daran denke: ... Das Wort "JaAAaaa!" wurde für sie zum Synonym für Fahrradrennen : für exessive Lebensfreude. Sagten wir es, dann begann sie zu zittern und zu fiebern, sie konnte es nicht abwarten, bis es losging! ...


Mittwoch, April 4, 2018

Die Geschwister Kosmo und Chilli feierten

ihren 11. Geburtstag


Am 2. April, Ostermontag, feierten unser Kosmo und Ina Teloudis´ Chilli, sie sind Wurfgeschwister, ihren 11. Geburtstag. Welche große Herzensfreude, denn beide sind gesund und munter :-)

Ja, lieber Kosmo, du bist überaus wichtig für uns - und du weißt das auch. Du hältst uns auf Trab und erzählst uns jeden Tag, wie schön das Leben ist :-) Und wenn du uns als immer noch wilder Kerl zum Schmusen oder Spielen überfällst, dann sind wir glücklich :-) Happy Birthday - und guten Appetit!

Happy Birthday, liebste Chilli

Ich muß dich und die Deinen bald wieder einmal besuchen. Das ist eine Herzenssache :-)


Sonntag, April 1, 2018

Frohe Ostern !


Verrückte Zeit: Bulldogfan Conny Ebert schickte gerade diesen Schneeosterhasen. Bei ihr in Lübeck liegen 30 cm Schnee und es schneit immer noch!

Freude und baldige Frühlingssonne wünscht Euch Kosmo :-)

Seine Oster-Leckerli bekam Kosmo im Haus, draußen war alles matschig und ungemütlich. Dieses Jahr kommt der Frühling sehr spät, um ihn anzulocken zogen wir Kosmo sein Ostereierhalsband ein :-)

Danach träumte er in seiner Lieblingsecke vom Frühling :-)


Freitag, März 29, 2018

Bei Sturm nach Spiekeroog


Wir hatten Tickets für einen Tagesausflug von Neuharlingersiel zur Insel Spiekeroog gekauft. Aber das Wetter schlug um: Sonne bei Minusgraden! Als wir morgens unser Ferienbungalow verließen, umwirbelten uns feine Schneegraupel, die nachts gefallen waren.

Die Fähren durchs Wattenmeer zu den Inseln fahren tiden- und windabhängig, ein Sturm von eisbringendem Ostwind war angekündigt mit Böen bis zu 90 h/kmh. Ein Abenteuer kündigte sich an. Der Wassersrand war durch den Sturm auf 1 m niedriger als normal gedrückt, aber die Fähre fuhr. Die Brandung an der Fahrtrinnenmole war über Nacht vereist, ein herrliches Bild!

Der Wasserspiegel im Wattenmeer ist in der Regel glatt wie in einer Badewanne, aber an diesem Tag gingen die Wellen 1 Meter hoch und wir schaukelten leicht. Ich mag ja solches Wetter, Stu und Kosmo blieben dagegen lieber im Fahrgastraum :-)

Auf dem baumfreien Gelände am Hafen von Spiekeroog hatten wir Mühe gegen den Wind vorwärts zu kommen. Kosmo stemmt sich mit schützend zugekniffenen Augen ruhig entschlossen dagegen.

Im Dorf selbst war es nur noch leicht windig, wir gingen in eines der alten Friesenhäuser Kaffee&Tee trinken und zum Aufwärmen. Kosmo bekam dort nicht nur Wasser, nein, es wurden auf dem Tisch Leckerli für ihn serviert. Großartig :-)

Spiekeroog ist die einzige der Ostfriesischen Inseln, die keinen Flugplatz hat, Autos gibt es auch keine, dafür aber eine alte Pferdeeisenbahn. Sie ist mit ihren fast unendlichen Sandstränden und ihrem vielem Grün ganz besonders schön. Der Ort Spiekerdorf ist eine Idylle mit Friesenhäusern noch aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.

Auch auf der Insel waren viele Hunde, wie auch schon auf der Fähre. Dort hatten einige Kosmo angekläfft, aber Kosmo reagiert auf solche Anmache gar nicht, er sieht nicht mal hin. Das brachte ihm die Sympathie der anderen Passagiere ein: "Welch souveräner Hund!" "So ein lieber Kerl!" "Mein Sohn möchte ihn streicheln." "Na, den bläst keiner um!" Wir waren stolz auf ihn :-) Auf der Insel kam ihm allerdings ein Jagdhund zu nah, den scheuchte er allein schon mit einem bösen Gesicht weg - er liebt es Abstand zu halten und seine Ruhe zu haben :-)

An den Strand gingen wir wegen des Sturmes nicht, der Flugsand hätte Kosmo´s Augen wie ein Sandstrahlgebläse getroffen. Wir fahren vielleicht irgendwann noch einmal hin :-)


Dienstag, März 27, 2018

An den Ostfriesischen Sielen


Nachmittags kamen wir an unserer Ferienwohnung in Carolinensiel an. Wir wollten alle diese alten Hafenstädchen, die "Siele" mit ihren Krabbenfischerbooten und Segelschiffen einmal kennenlernen, denn früher waren wir immer nur auf den Inseln gegenüber - meistens auf Juist - gewesen.

Greetsiel, das westlichste der Siele, ist ganz besonders bezaubernd. Man kann wunderbar am alten Hafen herumspazieren. Überhaupt gab es in allen dieser Hafenstädtchen richtig viele Hundespaziergänger. Überall konnte man sich Tüten ziehen und entsprechende Hunde-Hinterlassenschafts-Abfallbehälter gab es reichlich. Die Hunde-Menschen hielten sich auch daran, alle Wege waren sauber.

Wir entdeckten Zum Teil schöne Skulpturen, aber Kosmo interessierten die Kneipen und die vielen Gerüche an den Straßenecken am meisten! Die Gallionsfigur (Mitte) zierte in unserer Lieblings-Hafenkneipe "Dattein" in Neuharlingersiel die Theke. Kosmo bekam hier vom Kellner immer eine Handvoll von getrocknetem Lachs unterm Tisch zugesteckt :-)

Dieser riesige Bulldog im Stil von Piet Mondrian´s kubistischer Phase stand bei einem "Kampfbereiten;-)" Ladenbesitzer in Carolinensiel auf dem Garagendach. Irre!

Wir Drei erlebten ein paar schöne Tage dort. Über unseren Tagesausflug nach Spiekeroog erzähle ich noch im nächsten Beitrag.


Samstag, März 24, 2018

Ein Ozeanriese im Emsland


Mitte März wurde ein Ozeanriese (Norwegian Bliss, 4000 Passagiere, 1500 Mann Besatzung) von der weltberühmten Meyerwerft in Papenburg über die wirklich nicht breite Ems rückwärts in die Nordsee geschifft. Eine technische Meisterleistung, die Stu sich einmal ansehen wollte.

Wir brachen früh vom Hotel im Hünengräberland aus auf, um dieses Manöver an der engen Passage des Emssperrwerkes beobachten zu können. Dort war unter dem Schiffsrumpf nur noch eine Wasserspielraum von 30 cm!

Es sah völlig irrational aus, dies Riesenschiff hinter dem Dörfchen mitten im Land.

Das Schiff wurde langsamer gezogen als die Menschen auf dem Damm mit spazierten. Es hatte "Kosmo-Trottgeschwindigkeit" drauf. Kosmo ging unermüdlich neben uns her, Fuß vor Fuß, langsam aber stetig. Der doch starke Wind machte ihm nichts aus. Eine ältere Dame sah ihn an und meinte. "Wenn man ihn ansieht, muß man lachen. Herrlicher Kerl" und sie lachte, worauf Kosmo zurücklachte, das heißt wackelte :-).

Polizisten sorgten für die Sicherheit, und der Polizeifotograf mochte unsern Kosmo; stark und friedlich, wem gefällt das nicht? :-)

Anschließend fuhren wir zum Mittagessen in das nahe gelegene Leer. Eine ganz zauberhafte Altstadt mit einem Gourmet-Restaurant in der alten "Waage" am Hafen. Kosmo genoß dort meine raffiniert zubereiteten "Schweine-Bäckchen", klar, genüßlich mit ;-) Nach einem Bummel durch die Altstadt erfreuten wir uns noch an Tee&Kaffee in einem witzigen "Krimi-Cafe". Dort besorgten wir uns noch Urlaubslektüre im Lokalkolorit - es gab NUR Krimis dort :-). Dann ging es weiter an die Nordsee.


Mittwoch, März 21, 2018

Auf der Straße der Megalithkultur


Wir hatten Sehnsucht nach Meer - also beschlossen wir einen Kurzurlaub an unserer oft wilden Nordsee zu machen. WIE wild es wurde, darüber im übernächsten Beitrag. Zunächst wollten wir auf dem Weg dorthin an der "Straße der Megalithkultur" die Steinriesen bewundern.

Wir empfehlen Euch diese Tour, es ist wirklich sehr beeindruckend wie die Menschen vor 5000 bis 4000 Jahren hier gelebt und gewirkt haben. Die Infotafeln an den Hünengräbern erklären diese ganz gut. Mehr Infos über die Jungsteinzeit in Niederdeutschland könnt Ihr auf diesen verlinkten Seiten lesen.

Ein wichtiger Hinweis: diese Hünengräber liegen manchmal abgelegen im Gelände und sind schlecht ausgeschildert, deshalb empfiehlt es sich unbedingt sich die Koordinaten herunter zu laden und ins Navi einzugeben. Ohne dies hätten wir so einige nie gefunden. LINK HIER


Samstag, März 3, 2018

Kosmo´s wiedererwachtes Interesse

an Feld und Wald


Schon neulich schrieb ich, dass Kosmo freudenvoo in Schnee und Sonne rumlief. Wir hielten das für eine "Gut-Wetter-Laune". Jetzt glauben wir, es war mehr.

Sonst beschränkte er sich auf die Erledigung seiner Geschäfte, aber diesmal nicht! Er verließ den Weg um im Feld rumzuschnuppern, lief nicht hinterher, sondern vorneweg - und wollte nicht zurück! Er lief schnurstraks auf dem Rückweg am Auto vorbei, tat so, als sähe er es überhaupt nicht! Er wollte weiter! Natürlich gingen wir mit :-)

Wir glauben, er hat seine akute Trauer um Frieda überwunden, die er ja immer nur draußen in der Natur durch Desinteresse und hängendem Kopf zeigte. Im Haus genoß er eher seine neue Einzelstellung - er hat eben gemischte Gefühle, wie Menschen das auch kennen.

Am Nächsten Tag gingen wir wieder einmal mit ihm in den Wald. Der Sturm hatte noch viele Spuren hinterlassen: in einigen der hohen Buchen hingen hoch oben noch halbe Fichten fest.

Kosmo markierte wieder eifrig, jede kleine Erhebung mußte dran glauben - auch das hatte ihn seit Friedas Tod kaum noch interessiert.

Ich wollte ihn einen Abhang hochlocken, auch um dort Fotos von ihm vor den riesigen, beeindruckenden Wurzeltellern der Nadelhölzer zu machen. Ich warf ein paar Leckerli hoch, und er stürmte rauf zu ihnen wie ein Jungspunt kletternd nach :-)

Wunderbar, wie Kosmo sich wieder in Feld und Wald freuen kann :-))


Mittwoch, Februar 28, 2018

Pinoccio und die Bulldogge


Per Zufall bekam ich neulich das Kinderbuch "Piniccio" (Carlo Collode) in die Hand. Die Geschichte dieses Spielzeug-Hampelmannes, der eine lebendiger Junge werden wollte, war schon zu meiner Kingerzeit populär, aber ich hatte außer der langen Holznase alles vergessen. Also blätterte ich durch und blieb bei dem Wort "Bulldogge" hängen.

Eines von Pinoccio Abenteuern: Er hatte eine Rauferei mit anderen Jungen, und ein Politist mit seiner seiner Bulldogge kam angelaufen um ihn zu packen. Er lief weg, die Bulldogge hinter ihm her. In seiner Not sprang er ins Meer. "Aber oh Schreck, die Bulldogge sprang ihm hinterher. Pinoccio begann wild zu paddeln. Da er aus Holz war trug ihn das Wasser gut. Die schwere Bulldogge jedoch drohte unterzugehen. Als Pinoccio merkte, dass er nicht mehr verfolgt wurde, wandte er sich um um und sah, wie verzeifelt sie sich über Wasser zu halten versuchte."

"Da bekam Pinoccio Mitleid mit ihr. Er schwamm zu dem Hund hin und zog ihn mit aller Kraft an den Strand. 'Ich danke dir', sagte die Bulldogge und streckte erschöpft alle Viere von sich. 'Du bist mutig und hast ein gutes Herz.'"


Sonntag, Februar 25, 2018

Sonne macht Laune


Kosmo ist, wie ich schon häufiger erzählte, kein Wanderfreund, er liebt "Vollkörperkontakt im Raufen" entschieden mehr. Diesen Winter war er draußen noch lustloser als sonst. Einmal fehlte ihm Frieda dabei, und zum Anderen die Sonne. Trübes Wetter, trübe Laune... Man sieht es ihm an!

An einem weniger grauem Tag, so "wolkig bis heiter", bewegte er sich etwas interessierter durch die Landschaft. Von den Socken haute es ihn aber auch nicht...

Auf unseren Spaziergängen fehlt ihm Frieda deutlich. Sie war die Pfadfinderin, neugierig, aufmerksam, immer vorne weg. Und er ihr immer hinter ihr her, um ja nichts zu verpassen. Stu und ich bildeten die Nachhut. Seit ihrem Tod trottet er als Nachhut hinter Stu und mir her. Er wirkt traurig. Wir sind eben draußen nicht solche erfahrenen Leitwölfe wie unsere Frieda es war...

Dann änderte sich das Wetter, Schnee, Sonne, klare Nächte, Frost, Eiskristalle.

Kosmo und ich blühten auf :-) Los und auf zu unserem Lieblingstal !!

So flott hatte ich Kosmo - und mich selbst - lange nicht mehr erlebt!

Ich habe ihn mit Schneebällen beworfen, das fand er provokativ, aber auch anregend herausfordernd. Er rannte endlich mal wieder vor Lebenslust in der Natur herum. Die strahlende Sonne machte aber auch aus mir wieder ein Kind im Schnee :-)

Wir haben mit Kosmo´s Gesundheit wirklich Glück. In vier Wochen wird er 11. Seine Gelenke, das heißt ein Ellenbogen macht ihm erst auf längeren Wegen Beschwerden, und die unternehmen wir sowieso nicht mehr mit ihm.

Was uns besonders erstaunt ist sein immer noch so feines Gehör. Gestern Abend, der Fernseher lief, bellte er plötzlich los und rannte zur Haustür. Stu hinterher, denn das war ungewöhnlich. Stu machte die Haustür auf, ein Mann kam gerade auf dem Bürgersteig an unserem Vorgarten vorbei. Kosmo mußte die Schritte gehört haben. Stu und ich sahen uns an - wir hatten überhaupt nichts gehört! "Guuuter Kosmo", "soo ein guuuter Kosmo" lobten wir ihn.

Kosmo ist zwar kein Wandervogel, war er auch nie, aber ein hochverantwortlicher Wächterwolf! Und er gehorcht neuerdings schon auf einen Fingerzeig - aus sich alleine heraus. So zeigt er seine Liebe :-)


Sonntag, Februar 4, 2018

Kosmo ist gewieft ;-)


Neulich brachte ich Kosmo´s häusliche Rituale durcheinander - und das mißfiel ihm! Aber der Kerl wurde kreativ und erreichte was er wolte :-)

Hier einiges zu seinen Gewohnheiten - und damit auch zu seinen Erwartungen:

Zum Beispiel Fernsehen: Das Gerät steht in einem eigenen Zimmer, dort liegen Kosmo und ich dann gemütlich auf der großen Bettliege, er meist in seine Ecke eingekuschelt. Zwischendurch kommt er immer wieder mal an und drückt sich an meine Beine. Bei Tierfilmen bleibt er auch häufiger dort liegen und sieht mit zu, bei Bären ist er sogar kurz aufgeregt.

Stu sieht wenig fern, aber wenn, dann drückt sich Kosmo oft mit dem Po an mein Bein und legt seine Pfote auf Stus´s Bein, der am anderen Liegenende sitzt. So liebt er es: das Rudel ist beisammen - das ist Kosmo´s Kosmos :-).....

(Und sind wir im Bad, so drückt er sich, bis wir fertig sind, an die Dusche oder die Wanne :-)

Ist Lesen statt Fernsehen angesagt, dann geht es ins Wohnzimmer. Stu oder ich sitzen dann auf dem Sofa, und der jeweils andere auf dem Chaiselongue, ein altes Familienerbstück, neben dem Kamin. Kosmo liegt seit eh und je entweder mit auf dem Sofa, dem Chaiselongue oder auf dem Teppich dazwischen; das Letztere hat den Vorteil, er kann auch den Garten beobachten.

Nun, neulich wollte ich mir einen Film auf meinem neuen Tablet ansehen und setzte mich dazu ausnahmsweise auf den bequemen, weil verstellbaren "Lümmelsessel" im hinteren, abgelegenen Wohnzimmerteil. (Dieser Sessel war Almas Lieblingsplatz im hohen Alter gewesen. Dort hatte sie - abseits vom häuslichem Geschehen - ihre Ruhe.)

Kosmo mag nicht besonders, wenn ich auf diesem Sessel sitze, denn er passt nicht mit drauf! Als Frieda noch lebte, legte er sich in dieser Situation mit ihr eine Weile daneben auf den Teppich, dann wurde es ihnen langweilig und sie gingen zu Stu. Aber jetzt war ihm anders zumute: "das wollen wir doch mal sehen..."

Er sprang nach vielleicht 10 Minuten, die er mich auf dem Teppich sitzend bewegungslos angestarrt hatte, auf mich drauf, das Tablet konnte ich gerade noch vor ihm retten. Er startete sein Kuss-Ritual, aber das war diesmal kein Schmusen, dazu war es zu wild; ein unterer Eckzahl zog mir ein Nasenloch lang, und seine krallenbewehrte Pfote hielt mich am Ohr fest - er wollte was! Mir war klar, ich sollte aus diesem Sessel, aus dieser "abgelegenen" Zimmerecke raus! Das war nicht im Sinne "anständigen Rudelverhaltens", meinte er :-) Aber ich rührte mich nicht weg!

Was nun? Er legte sich erst einmal auf den Teppich zwischen mir und dem Sofa, auf dem Stu saß - stand aber kurz darauf wieder auf: strategisch ungünstiger Platz: weder Stu noch mich in direktem Augenkontakt! Also erneut: was nun? Kreativität war gefragt ;-)

Er kam wieder zu mir und betrachtete meine Füße, die etwas über den Fußteil des Sessels hingen. Vorsichtig nahm er zu meiner Überraschung einen meiner Füße sanft zwischen seine Zähne und knabberte dann völlig zart an meinen Zehen herum, oh Gott - er kitzelte mir die Füße!!!!

Ich mußte lachen und lachen, und das ermunterte ihn natürlich erst recht! Er ist selbst an den Zehen kitzelig, streichel ich von unten über die Härchenenden zwischen seinen Zehen, dann zieht er genervt seinen Fuß weg. Er hatte sehr richtig von sich auf mich geschlossen! Ich zog auch meinen Fuß weg - meine Socke blieb dabei zwischen seinen Zähnen - und er machte sich gleich an die andere ran. Ich stand auf - er hatte mich überzeugt den Sessel zu verlassen ;-)

Vor Freude über meine Einsicht tanzte er glücklich um mich herum - und ich balgte mit ihm ein wenig auf dem Teppich. Nun war er zufrieden, und er störte mich nicht mehr beim Filmsehen auf dem Tablet. Allerdings hatte ich den Platz gewechselt und saß jetzt auf dem Sofa neben ihm ;-)

Körperliche Nähe ist Wölfen und Hunden wichtig. Und uns? Neulich las ich, dass das Kuscheln mit Hunden für Menschen gesundheitsförderlich und lebensverlängernd ist: unter Anderem sinkt sofort der Blutdruck!

Also verlasse ich jetzt den Rechner und schmuse mit dem gewieftem Kerl :-)


Dienstag, Januar 2, 2018

Zum Jahreswechsel


Jahreswechsel lassen uns Menschen meist das Vergangene reflektieren und das Kommende bedenken. Unsere Frieda starb im letzten Juni, und neulich konnte ich erstmalig nicht ausschließlich in Trauer, sondern auch wieder mit Freude an sie denken. So viel Respekt, Lachen, Staunen und Schmunzeln, so viel Liebe verbindet sich für uns mit ihr.

Wir sind sehr froh, mit ihr 2007 einen Wurf gemacht zu haben. Es war eine zwar anstrengende, aber zuerst einmal tief beglückende Erfahrung. (Mehr im Archiv über diese Zeit.) Und ihr Sohn, unser Kosmo, dankt es uns täglich durch Schmuseüberfälle :-)

Weihnachten bescherten uns die Erinnerungen an sie stille Gefühle voller Liebe. Ohne diesen Schatz an Erinnerungen wäre unser Leben ärmer und kälter.

Wir feierten mit Kosmo. Er zerriß wieder erregt das Papier, um an die traditionelle Weihnachtswurst darin zu kommen, und dann tobte er herum. Zu den Weihnachtsliedern wollte er tanzen! Er hat das Zeug 14 Jahre alt zu werden :-)

In früheren Jahren ging ich zum Jahreswechsel auch auf die Situation der Bulldogzucht ein. Dieses Mal nur so viel dazu:

Ausbeuterische, einem die Tränen in die Augen treibende Massenvermehrung gibt es nach wie vor; aber der aktive Tier- und Naturschutz breitet sich, wie uns berichtet wird, auch in den traditionell Tieren (und Frauen) gegenüber gefühlsärmeren Kulturen weiter aus. Solche Wandlungsprozesse entwickeln sich eben langsam.

Insgesamt hat sich die Wertschätzung der Tiere und damit einhergehend die Ächtung solcher ausbeuterischen Lebensmißachtung verstärkt. Die stetigt wachsende Anzahl der Vegetarier allein ist schon ein Indiz dafür.

Mitgefühl, Hilfsbereitschaft auch Tieren gegenüber sowie Naturbezogenheit erfährt eine wachsende Bedeutung, kurzzeitige Rückschläge gehören eben zu jeder Entwicklung dazu. Ich bin überzeugt, dieser Prozess wird sich weiter fortsetzten - aller Gier und allen Egoismen zum Trotz.

Die Bulldogzucht unterliegt auch diesem Wandlungsprozess, Tiere als fühlende Wesen zu respektieren, sie nicht mehr bloß "als Sache" zu nutzen, ja zu quälen. Ein Merkmal dieser Entwicklung ist unserer Einschätzung nach der Bedeutungsverlust der Zuchtvereine, die Zucht wird immer mehr individuell verantwortet.

Nach den Erfahrungen speziell mit dem markt- und gewinnorientiertem Großverband VDH werte ich das als gute Entwicklung. Die vereinstypische Fixierung auf "Linieninzucht" und die damit verbundene "Championzucht" werden längst nicht mehr von jedem Hundefreund als Qualitätsmerkmal verstanden, sondern oft sogar richtigerweise gegenteilig bewertet, nämlich als die Rasse genetisch schädigend und den einzelnen Hund krankmachend.

Liest man die Anzeigen im Internet, so erscheint der Bulldog keine Rasse mehr zu sein, sondern eine Rassengruppe.

Viele Züchter bemühen sich durch unterschiedlichste Kreuzungen mit anderen Rassen ihre Welpen wieder lebenstüchtiger, ja lebenstauglicher werden zu lassen. Sie verkaufen diese Kreuzungen unter den unterschiedlichsten "Bulldog"-Bezeichnungen. Dadurch werden die Züchter des FCI-Standard-Bulldogs weiterhin unter Druck gesetzt, die Gesundheit ihrer "Produkte" zu beachten und endlich genetische Erkenntnisse über die langfristigen Folgen ihrer tradtionell zu schmal gewählten Zuchtbasis zu akzeptieren und massiv innerhalb der Rasse selbst auszukreuzen.

Dieser Trend zu vielen verschiedenen Bulldogartigen verlangt vom Käufer sich intensiv über den Englischen Bulldog zu informieren, um sich so eine gute Entscheidungsbasis zu verschaffen - und nicht auf Werbung herein zu fallen.

Der Welpensucher sollte sich ein breites Bild über die Züchter des Standard-Bulldogs machen und nicht blind "FCI-Papieren" vertrauen. Zudem werden viele Welpen (meist aus Osteuropa) als Standard-Bulldogs angeboten, ohne es zu sein. Große Enttäuschung ist damit vorprogrammiert. Wenn man nicht unglücklich werden will, muß man sich weiträumig umsehen und sich Zeit lassen.

Ich schließe noch die Bitte an, sich auch immer zu überlegen, ob man durch "Adoption" einen Notbulldog glücklich machen will. Er/Sie dankt es unendlich!


Fortsetzung HIER!

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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Tier-Gesundheitszentrum Peter Söhl
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Update: 21. 3. 2008

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