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Archiv: Beiträge 2024

Clara


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Donnerstag, August 1, 2024

Ein wildes Bachbett und ein Geschenk der

"Dicken Mutter Buche" :-)


Das kalte Juliwetter ergab sich nach einer Woche strahlendem Sommerwetter. Ich fuhr mit Clara ins Tal der Dicken Buche, von der aus wir dem zweiten Quellbach der Menn bachabwärts folgten. Sein Bett lag einige Meter tiefer als der Weg hinter Bäumen, Büschen und wildem Gestrüpp verborgen.

Gelegentlich sah man unten zwischen all dem Grün das weißsteinige Bachbett in der Sonne leuchten.

Nach einiger Zeit führte an einer etwas weniger steilen Stelle ein Wildwechsel hinunter in den Grund zum Bachbett. Ich traute mir zu den in weitgehend gebückter Haltung und mich hin und wider mit den Händen an Ästen festhaltend nehmen zu können.

Clara war sich nicht so sicher, ob das von mir vernünftg wäre. Sie lief sich häufig nach mir umsehend vor. Zuletzt sprang sie mir in hohem Bogen voraus ins steinerne Bachbett :-)

Das Dezemberhochwasser hatte alle Erde und Grasbüschel vom Grund weggespült. Wir gingen über sauber gewaschene Gesteinsbrocken, an Strudellöchern, Steinhuckeln und hohen Wurzelwänden vorbei. Clara staunte, ja überlegte gelegentlich - jedenfalls machte sie so ein Gesicht :-)

Zurück nach oben nahmen wir den selben Weg, das war einfacher als von unten eine neue Aufstiegsmöglichkeit auszuprobieren, ohne durch das Gebüsch hindurch den Weg oben erkennen zu können. Dann gingen wir auf dem Forstweg zurück zur Dicken Buche. Wir kamen an einem schon blühenden, wilden Geißblatt vorbei :-)

Wieder an der Dicken Buche angelangt, umrundeten wir sie in alter Bewunderung. Ich sah drei große Astlöcher in ihrem alten Stamm - hier werden Bäume mit solchen natürlichen Nisthöhlen "Eulenbäume" genannt.

Clara rannte den Hang hinter der Buche rauf und runter - das tut sie hier immer.

Ich saß auf der Bank unter der Buche und träumte so vor mich in, da sah ich neben mir rote Himbeeren! Ich mich gleich daneben hingekniet, die waren schon reif! Ich griff zur ersten Himbeere und stutzte, sah sie genau an - das war tatsächlich eine Walderdbeere!

Hier waren durch das Himbeergestrüpp hindurch Walderdbeertriebe hoch ins Licht gewachsen. Solch eine köstlich schmeckende Beerenmischung! Ich dankte der "Dicken Mutter Buche" für diesen Glücksfund :-)


Sonntag, Juli 28, 2024

Eine kalte Juliwoche


So wie der lila Fingerhut Anfang Juli bei uns die Stimmung in Waldlichtungen bestimmte, so das pinkfarbene Weideröschen in den Feld- und Wiesenrainen.

Ich mag Wind, er pustet Kopf und Seele frei :-) Also klar, Clara und ich spazierten mit der Nase im Wind auf dem Hochplateau gleich oberhalb unseres Dorfes an den von Blumen gesäumten, fast reifen Weizenfeldern vorbei.

Am Ende des Weges zwischen den Feldern hat eine Familie aus unserem Dorf ein Holzlager, und jetzt im Sommer spielen dort Ziegenmütter mit ihren Kids darauf herum.

Clara hält sich von Ziegen fern, seit eine sie in ihrer Welpenzeit mal mit ihrem Kopf leicht anboxte. Das war ein unfreundlicher Akt - nicht gesellschaftsfähig ;-)

Das Wetter blieb kühl, windig und wolkenverhangen. So konnten Clara und ich am nächsten Tag durch das idyllische obere Menntal gehen, ohne der heißen Sommersonne ausgesetzt zu sein.

An der bewaldeten Hangseite des Weges wuchs das sonnengelbe Johanniskraut; bislang hatte ich auf unseren Wegen immer nur das sehr ähnlich aussehende, aber giftige Kreuzkraut gesehen.

An wilden Kirschbäumen hingen kleine Früchte - wenn es nicht nur sonnig würde, sondern auch genug regnete, würden die Kirschen bald süß und saftig reif sein :-)

An der anderen Wegseite entlang verliefen rostige Stacheldrahtzäune, aber Kühe hatte ich auf diesen Weiden schon im letzten Jahr nicht gesehen. Nur eine Schafherde fraß sich hier gelegentlich in Etappen durch das Tal, siehe Beitrag vom 28.8.23.

Zu einer verfallenen Scheune hin war dieser Stacheldraht für ein paar Meter weggeräumt worden - die sah ich mir näher an: sie war früher mal ein Pferdestall gewesen.


Donnerstag, Juli 25, 2024

Ein Gewitter kühlt das Land für Tage ab


Die letzte Juninacht brachte Regen, Hagel, Gewittersturm. Nachmittags wurde der blaue Himmel dunstig grau und die stehende Luft war mit Wasser gesättigt. Ich fuhr mit Clara noch mal in den Eggewald. Wir spazierten dorthin, wo sie einige Tage zuvor vor Glück ausflippte: siehe Beitrag vom 13.7.24.

Ich schleppte mich in der Schwüle voran und setzte mich an ihrem Spiel- und Tobeplatz gleich auf einen Baumstumpf. Clara rannte dagegen gleich los, in großräumigen Runden umkreiste sie mich. So entstanden "Suchbilder", denn ihre Tarnung ist nahezu perfekt :-)

Nachdem sich so etwas ausgepowert hatte, schnüffelte um mich herum alles ab und began ein Baumwurzelloch näher zu untersuchen. Ich denke dort hatte sie eine Fuchs- oder Dachswitterung aufgenommen, denn sie untersuchte das Loch gewissenhaft :-)

Das Laub war staubtrocken und locker, ich war etwas erstaunt, dass sie sich diesmal nicht darin rumrollte. Feucht zusammengepappt war es ihr sympatischer gewesen. Wir fuhren bald zurück, den angekündigten Starkregen erwartend. In der Nacht ging es dann los - bei uns allerdings viel milder als erwartet. Mehr Wetterleuchten als Gewitter.

Der Regen hielt in Schauern die ersten Julitage an. Und es war zu meiner Freude kälter geworden: so um die 14 Grad mittags.

In den nächsten Tage nutzten wir die Regenpausen zu kleineren Spaziergängen. Ich hatte bei der Nässe und dem von Wolken dunkel verdeckten Himmel tagsüber nicht so die rechte Lust draussen zu sein: Clara glücklicherweise auch nicht.

Einmal spazierten wir im Schwarzen Bruch an den Moorteichen entlang. Die Blüten der Seerosen waren geschlossen bei diesem Wetter.

Trotz des reichlich gefallenen Regens sah ich dort nur einen einzigen, unscheinbaren Pilz am Waldrand. Die brauchen wohl noch Zeit... An einem dieser Julitage kam die Sonne wieder hervor - es ist erstaunlich wie Licht gleich die Stimmung hebt :-)

So können wir den Sommer herrlich genießen: sonnig, aber nicht heiß! Dann wurde es wieder wärmer und wir bevorzugten erneut zum Spazieren den hohen, schattigen und verwilderten Wald.


Freitag, Juli 19, 2024

Auf einmal liebt es Clara zu schwimmen!


An einem der heißen Tage Ende Juni fuhr ich mit Clara zur Altenau bei Husen. Hier ist ihre Badestelle! Wir spazierten zunächst den Weg am Bach entlang.

Der Bach rauschte laut, aber sehen konnte ich ihn durch einen dichten Vorhang aus Kletterplanzen zwischen den Bäumen und Büschen nur hin und wider. Das reichte aber um festzustellen, dass der zwar sehr gefallene Wasserstand immer noch tiefer war, als Claras Beine lang sind.

An ihrer Badestelle nahm ich sie an die Laufleine, denn das letzte Mal hatte sie hier unfreiwillig festgestellt, daß sie schwimmen kann: die Strömung hatte sie mitgezogen in für sie bodenlose Bereiche; sie schwamm instinktiv mit. (Siehe Beitrag vom 19.5.24)

Damit sie mir diesmal nicht einfach mit der Strömung weiter schwimmen würde, nahm ich sie an die lange Laufleine! Die Ufer gehen dort steil bis zu zwei Meter steil hoch. Ich hätte ihr dort nicht folgen können. Und im Bach wäre sie schwimmend schneller als ich zu Fuß.

Nun, sie nahm es mir nicht übel, dass ihr Schwimmvergnügen so kurz gehalten hatte. Sie freute sich einfach nur darüber.

Am nächstenTag, es war etwas weniger heißes Wetter, fuhr ich mit ihr zum Quellbach der Altenau. Der Weg führt zunächst durch Auwald, in dem stellenweise noch Laachen standen.

Dann öffnete sich das Tal zu flachen Wiesen, die Altenau meandriert hier stark. An einer Stelle berührte der Weg den Bach, Clara ging mit den Pfoten kurz ins schlammige Wasser hinein. Außer schmutzig zu werden konnte ihr hier nichts passieren ;-)

Hier sah ich die erste Glockenblume und auch die ersten strahlenden Königskerzen in diesem Jahr am Wegrand. Am dem das Tal begrenzenden und den Weg begleitenden Hang waren tote Fichtenforste gerodet worden. Dort hatten Fingerhüte ihre Lebenschancen erkannt: sie wuchsen dicht gedrängt wie ein lila Schleier den Hang hoch.

Dann verließ der Weg das Altenautal und folgte einem kleineren Zufluß der Altenau in den zur Höhe aufsteigenden Wald hinein.

Dieser Zufluß war zunächst eine mehr eine mehr oder weniger schlammige Senke. Ich stieg über (wörtlich) Stock und Stein etwas höher: hier wurde der kleine Bach zu einem echten Wildwasser. Clara freute sich, sie war mir gefolgt und nun sprang Tropfen spritzend darin rum :-)

Das Gelände wurde ab hier für mich zu anstrengend, wir kehrten um und gingen über unseren Weg hinaus am Wasser entlang bachabwärts. Die Ufer waren hier sanfter, und das Wasser für Clara ein Bachwanderweg :-)

Leider schwirrten hier einige Schnaken rum. Nachdem ich zwei auf meinen Armen erschlagen hatte, wollte ich zurück gehen. Kein Paradies ist ohne den Kern seines Gegenteils. Naja, sonst wäre es auch langweilig ;-)


Dienstag, Juli 16, 2024

Stu spazierte ein Stückchen mit uns :-)


Gegen Ende Juni wurde das Wetter sogar hochsommerlich. Stu fühlte sich stabil genug, um ein Stückchen mit Clara und mir zu spazieren. Nachmittags liegt der Sauertalweg südlich von Grundsteinheim im Schatten: wir fuhren hin :-)

Eine der wilden Wiesen war in den letzten Tagen gemäht worden. Die inzwischen ausgetrocknete Riesenblätter wirkten wie Papierfetzten. Gut zum weiter zu zerfetzten, meinte Clara und lief hin. Stu und ich folgten ihr zu ihrer Freude :-)

An der T-Kreuzung, wo wir parkten, stand eine Bank im Schatten des Waldhangs. Stu und ich genossen noch eine kleine Weile die Atmosphäre des stillen Tales.

Der Rückweg aus dem Sauertal hinauf auf das Hochplateau führt auf halber Höhe bachaufwärts durch eine Furtsenke der Sauer.

An deren einer Seite war das Bachbett feucht genug, um darin Sumpfpflanzen üppig gedeihen zu lassen. Die andere Seite dagegen war zu meiner Überraschung knochentrocken. Im ersten Moment war ich verwirrt, aber klar: in einer Art Brunnen sammelt sich das Wasser bachabwärts.

Wir fuhren weiter nach Dalheim zu Frau Brands schönem Lokal in einer prächtigen Gartenanlage mit Skulpturen eines Kunstschmiedes. Wir genossen dort Kaffee und Kuchen. Clara partizipierte (natürlich) von der Sahne :-)

Im Laufe des Tages stieg die Temperatur auf 31 Grad. Hitze vertrage ich schlecht, deshalb blieb ich den Rest des Tages in den Baumschatten unseres Gartens in der Hängematte liegen. Clara streckte sich gelegentlich in der Sonne aus - ihr Fell islolierte sie offensichtlich eine Weile hinreichend.

Sie genoß die Gartenruhe bis - ja bis ein Trecker am Hang oben hinter dem Garten zu arbeiten begann: "Ruhestörende Nachbarn !" murrte sie und verzog sich ins Haus ;-)

Am späteren Abend machte ich mit ihr noch einen Sonnenuntergangs-Spaziergang auf der Anhöhe hinterm Haus. Der Himmel war wolkenfrei, er leuchtete in voller Glut.


Samstag, Juli 13, 2024

Clara im Glück :-)


Das Wetter wurde gegen Ende Juni sommerlich: das heißt es war wieder schattiger Wald angesagt. Ich fuhr mit Clara hoch auf die Egge. Am Rande vieler Buchenforste wurde dort oft ein Streifen uralter Buchenwildnis stehen gelassen. Für Clara sind diese Urwaldreste (je nach Wetter ;-) ein Hauch von Paradies.

Das alte Laub war feucht, es klumpte leicht zusammen. Für Clara wohl irgendwie ideal: nicht matschig nass, nicht staubig trocken; weich wie ein Daunenbett, das perfekt nach Wildnis duftete :-)

Sie tobte sich aus: rollend, hüpfend, rennend, buddelnd und mich anrempelnd. Sie forderte mich zum Schaukampf auf :-) !

Ich tat ihr eine Weile den Gefallen. Sie ist wendig wie eine Katze, schnell wie ein Mungo und stark wie ein Bär, aber sie dosiert ihre Talente menschenverträglich :-). Als ich mich wieder auf einem Baumstumpf setzte, widmete sich erneut dem Wald.

Aber nicht lange! Sie wollte wieder mit mir wilde Spiele veranstalten. Ihre Hartnäckigkeit überzeugte mich :-)

Ein paar Schrammen ihrer Krallen trug ich davon; ein kleiner Preis für so viel begeistertes Gegenwärtigsein.


Mittwoch, Juli 10, 2024

Kühe: Weiter durch das schöne Sauertal

südlich von Grundsteinheim


Am nächsten Tag war das Wetter morgens noch klar, also los! Wir fuhren auf einem anderen Weg von der Hochebene runter ins Sauertal zu der Stelle, an der wir tags zuvor umgekehrt waren.

Die Kühe mit ihren Kälbern empfingen uns gleich am Zaun so freundlich wie neugierig. Aber Clara blieb skeptisch: "Wer weiß wie die reagieren, wenn ich denen nah komme!"

Der Weg führte entlang des nördlichen Steilhangs des Kastentals. Der südliche Hang ragt gegenüber auch als Steilhang hoch. Beide sind dicht bewaldet und dunkel. Nur am lichtverwöhnten Waldrand blühte es.

Das Tal verengte sich. Wir wurden zunehmend zum Ziel von Schnaken. Die Kuhherden zogen sie an, und wir wurden sozusagen zum Kollateral-Opfer. Zecken gab es allerdings nur wenige. Ich nahm unterwegs Clara zweimal einen dieser Blutsauger vom Fell und auf meinem Arm versuchte nur eine (vergeblich) ihr Glück .

Unser Weg verließ das Tal an der engsten Stelle, er führte ab dort hoch auf die Ebene. Der Steilhang gegenüber ragte hier nur circa 80 Meter entfernt hoch. Das Bachbett war steinig und die Ufer wild bewachsen. Ich beschloß zurück zu gehen.

Eine Kuh begann anhaltend ein durch das Tal schallendes MUH zu brüllen. Ich wunderte mich - und dann konnte ich beobachten, wie alle anderen Kühe ihr auf einem Pfad zu einer anderen Weide folgten. Sie war die Anführerin!

Bisons sah ich in den Weiten des Nordwestens der USA auf ähnlicher Wanderschaft - daß unsere Kühe sich auch noch so verhalten, wenn sie die Möglichkeit haben, berührte mich.


Sonntag, Juli 7, 2024

Späte Sonnenuntergänge und das schöne

Sauertal südlich von Grundsteinheim


Mitte Juni, das Wetter war regnerisch und kühl. Ich ging mit Clara in diesen Tagen deshalb nur kurze Wege in Dorfnähe spazieren.

An den längsten Tagen des Jahres erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang auf dem Höhenweg direkt oberhalb unseres Zuhauses. Unter den Lindenbäumen dort hörten wir es laut und stetig summen - hunderte Bienen sammelten den Nektar ein :-)

An einem dieser Tage schien die Sonne jedoch morgens so schön, dass ich Clara ins Auto packte und mit ihr zum uns noch unbekannten Teil des schönen Sauertals südlich von Grundsteinheim fuhr. Von dort führt ein Weg entlang der Sauer bachabwärts.

Von Ebbinghausen aus hatten wir das Tal bachaufwärts schon bis halbwegs Grundsteinheim in den letzten Wochen erkundet. Am Ende der Talenge, wo die Viehweiden begannen, waren wir umgekehrt; siehe Beitrag vom 19. Juli 24. Dieser uns neue Weg verlief entlang der anderen Talseite. Zunächst öffnete sich das Tal weit, Wiesen und Felder wechselten sich ab. Die Hänge waren nicht allzu schroff.

Das leere Bachbett schlängelte sich durch das weite Tal. Manchmal war es nah am Bach, nach einem Bogen verlief es dann am gegenüber liegenden Hang weiter um später wieder zurück zu schwenken.

Der Waldhang wurde steiler und das Tal schmaler - ein typisches Kastental. Im wilden Kraut- und Brombeergestrüpp an der Hangkante entdeckte ich mitten in lila Blumen einen der geschützen Käfer namens "Echter Widderbock". Ich freute mich :-)

Der feste Weg endete an einer T-Kreuzung mit einem Pfad, der neben der Sauer im rechten Winkel in die Talenge führte, die wir ja vom anderen Ende her kannten. Entfernt sahen wir weidende Kühe. Wir wanderten zurück zum Auto.


Donnerstag, Juli 4, 2024

(Über)lebenskunst einer Esche und

die Puppe eines Harlekin-Marienkäfers


Im letzten August hatten Clara und ich in einem stillen Wiesental eine gespaltene Esche entdeckt. Die Bruchstelle wirkte relativ frisch, und der abgespaltene Stammteil lag den kleinen Abhang runter auf der Erde. Siehe Beitrag vom 16.9.23.

Seit dem waren wir nicht mehr dort gewesen. Ich war neugierig, wie diese Esche nun nach dem Winter aussah. Der abgebrochene Baumteil grünte und eine Schafherde weidete daneben. Eine kleine Schäferidylle :-)

Ich war erstaunt, dass der abgespaltete, liegende Stammteil grünte. Er mußte noch mit dem Wurzelwerk über genug Rinde verbunden sein, um weiterleben zu können.

Wir kamen wegen des Elekrozauns um die Schafherde und die Baumgruppe nicht nah an die Bruchstelle heran. Also spazierten wir in einem weiten und großem Bogen über leere Rinderweiden auf die Höhe, um die Bruchstelle von oben sehen zu können.

Oben auf der Höhe hielt mich der Schafzaun aber auch ein paar Meter vom gespaltenen Stamm entfernt. Naja, da es dem angebrochenen Teilstamm auch aus seiner Sicht ;-) gut ging, mußte er durch Wurzeln und eine Restrinde ernährt werden. Ich gab mich zufrieden.

Am nächsten Tag hatte ich wenig Zeit und fuhr mit Clara nur zu unserem nahen Heggeweg. Zunächst geht es entlang an einem Weizenfeld und vielen Windrädern.

Dann beginnt der Wald und damit die geliebte, lebendige Stille.

An der einen Wegseite wächst dichtes, meist dorniges Unterholz in einem toten, teilweise gerodeten Fichtenforst. An der anderen Wegseite wächst ein junger Buchenforst. In den Wegrainen zeigten sich bescheidene Blümchen. Dort war es farbig. Ich entdeckte die ersten roten Beeren des Jahres und zu meinem Erstaunen die gelbe Puppe eines Harlekin Käfers.

Clara mag diesen Weg. Hier gehen oft Hundeleute mit großen und meist gleich zwei oder drei davon spazieren, die sie frei laufen lassen. Ich nehme Clara ja auch nicht an die Leine. Einmal habe ich hier auch Jagdhunde beim Training gesehen. Eine frei laufende Hundemeute vermeide ich, ich fahre mit Clara dann gleich weiter.

Jedenfalls ist es in mehrfacher Hinsicht ein interessantes Schnüffelgebiet für Clara.

Und ein Naturspielplatz ist es auch ;-)


Montag, Juli 1, 2024

Getreidefelder und Naturwiesen


Das Wetter war Mitte Juni gelegentlich sonnig, aber ziemlich kühl. Also ideal für Clara und mich auf den Hochebenen zwischen Getreidefeldern und wilden Wiesen zu spazieren. Waldschatten brauchten wir bei diesem Wetter nicht :-)

Die Felder vor unserem Lieblingsweg im bb_Wald_Clara_jun24.jpg">Puttenholz boten sich an. Unser Fahrweg führte an der herrlich in einem kleinen Tal gelegenen Haarener Wanderhütte vorbei. Dort hielten wir an um zu sehen, ob der Talbach etwas Wasser führte.

Er war leer und modrig. Wir spazierten am Steilufer entlang, bis dieses sich zum Bachgrund senkte. Clara ging rein, ich folgte ihr wegen des angetriebenen und dort hängen gebliebenen Gestrüpps aber nicht. Nun, alleine macht das keinen Sinn: Clara entschied dies Bachbett wieder zu verlassen.

Wir fuhren weiter zur Hochebene. Dort gibt es einige feste Wege zwischen Weizen- und Gerstenfeldern.

Die Ränder einiger Felder waren zu meiner Freude nicht chemisch gegen "Unkraut" behandelt worden - was übrigens verboten ist, aber viele Bauern halten sich leider nicht daran! Mohn und Kamille erfreuten deshalb nur hin und wider des Naturfreundes - und mein - Auge und Herz. Aber nicht nur! Neben solch einem natürlich belassenen Rain fiel mir auf, dass ein Vogel ununterbrochen "sang". Je weiter wir gingen, um so hektischer wurde sein Rufen. Dann verstand ich:

Dieser Vogel mußte ein Nest in dem Wiesenstreifen oder im nächsten Baum haben! Er versuchte alle Störenfriede aus der Nähe zu vertreiben.

Ok. Ich machte mit Clara kehrt, und nach vielleicht einer Minute stellte die Vogelmutter ihr Warn- und Schreckgeschrei ein. Etwas später bogen wir in einen Seitenweg ab.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara zu einem unter Naturschutz stehendem Teil des Sauertals, kurz nachdem diese reichlichen Wasserzufluß vom Odenheimerbach aus dem Moor des Schwarzen Bruch erhalten hat, einem der ergiebigeren Quellbäche der Sauer.

Ich freute mich riesig, dass wir hier einen von Windradanlagen freien Rundblick von 270 Grad hatten! Die Welt hier ist weit, offen und schön :-)

In diesem wilden Wiesental sah ich keinen einzigen Klatschmohn. Die Erklärung dafür fand ich bei NABU: "Wie die meisten Ackerkräuter ist der Klatschmohn nicht seit Urzeiten in Mitteleuropa heimisch. Die Art stammt aus dem wärmeren Mittelmeerraum und drang zusammen mit dem Getreide während der Jungsteinzeit nach Norden, also irgendwann zwischen 4500 und 3000 vor Christus." Er ist ein Ackerkraut geblieben.

Dieses Tal ist sehr still, keinerlei Motorengeräusche, nur Vogelstimmen. Der Weg ist eine Sackgasse, deshalb lockt er auch keine Fahrradfahrer an. Kurz hinter dem Bach endet er.

Als ich auf der Brücke stand überlegte Clara kurz ans Wasser hinunter zu klettern. Das Plätschern des Bachs klang verlockend. Aber es war ihr dann doch zu steil und zudem zugewuchert. Wir gingen die sanfte Brise genießend zurück.


Freitag, Juni 28, 2024

Fasziniernde Buchen und Fingerhüte


Weil um die Junimitte herum immer noch riesige Mähmaschinen auf den Wiesen unterwegs waren, fuhr ich mit Clara in den Wald. Im Urwaldstreifen nahe dem Eselsbett-Moor waren wir ein paar Wochen nicht mehr gewesen - also los.

Der Waldrand war ziemlich zugewuchert von Hollunder, Wildrosen, blühendem Himbeergebüsch und mehr. Die andere Wegseite zum offenen Land hin bezauberte mit wilden Wiesenblumen.

Ich fand einen einigermaßen dornenfreien Durchschlupf in den urigen Buchenwald hinein. Wir gingen aufmerksam den Boden checkend vorwärts, denn unter dem Grün und auch dem Laub sieht man die Stolperfallen aus Bruchholz manchmal nicht.

Manche Buchen waren wie Riesenbüsche gewachsen, andere wie Zwillinge, mache gebogen, und wir fanden wieder eine Buche, die über "Feenbrücken" in der Krone mit sich selbst verwachsen war.

Hinter dem Urwaldstreifen ist ein gerodetes und dahinter ein noch stehendes, totes Fichtenforstgebiet. Wir stapften durch das Unterhoz und die Farne zum und dann durch den herrlichen Fingerhutwald.

Die Fingerhüte hatten von dem lichtdurchfluteten Rodungsteil Besitz ergriffen. Clara folgte mir, aber so recht begeistert war sie nicht von diesem Unternehmen. Sie liebt, wie ich schon häufiger erwähnte, die freie Sicht.

Welche Lebenspracht, ja Lebenslust vor der Totenstarre dahinter! Ich war fasziniert. Clara schien eher an die Mühsal des Vorwärtskommens zu denken ;-)

Dann kamen wir zu einem gestürtzten Stamm, keinem gefällten. In seinem Wurzeltellergezweig hatte sich ein wilder Himbeerbusch hochgerankt. Er blühte in voller Fülle sozusahen vor Freude es so weit nach oben ins Licht geschafft zu haben :-))

Clara und ich beschlossen hier den Rückzug zum Wanderweg. Sie fröhlich voran!

Unsere Rückfahrt führte am Weg im Schwarzen Bruch vorbei, den wir vor ein paar Tagen trotz Sprengwarnung gegangen waren (siehe letzten Beitrag).

Das war zumindest für einen Kurzbeiner wie Clara nun nicht mehr möglich: ein großer Kastanienbaum war am Weganfang aus dem Boden gesprengt (?) worden und versperrte mit ihrer Krone den Zugang wirkungsvoll!


Dienstag, Juni 25, 2024

Heumahd und Wurzelsprengungen


Ich fuhr mit Clara wieder zum so prächtigen Mohn- und Kornblumenfeld bei Kleinenberg. Unsere gehbehinderte Freundin Hanni nahm ich einmal mit, sie sollte diese Pracht auch erleben können :-). Unter das Rot und Blau hatte sich inzwischen das Weiß der Kamillen- und der Fenchelblüten gemischt.

Auf einem dicken Grashalm entdeckte ich zwei Marienkäfer, die sich gerade satt an schwarzen kleinen Läusen fraßen.

Clara ist kein Fan von dicht zugewachsenen Feldern und Wiesen, in denen sie sozusagen versinkt. Sie folgt mir nicht hinein nach, sondern wartet brav am Rand. Die Heumahd hatte gerade begonnen, auf vielen Wiesen waren die Mäher unterwegs, die mit ihren ausladenden Aufwirbeler wie riesige Insekten aussahen. Clara hielt sie auch von weiter weg im Auge: man weiß ja nie.... ;-) Nur das Mohnfeld wurde noch nicht gemäht, es sollte alle Vorbeifahrenden weiter erfreuen :-)

Solange die Mahd andauerte würde ich mit ihr zu unseren Wäldern rund herum fahren. Das Wetter Anfang Juni war naß und kühl. Das heißt unsere Spaziergänge waren wegen der knappen Regenpausen oft kurz, dafür aber häufiger.

An den zwei folgenden richtig nassen Tagen spazierte ich mit ihr nur durch den Waldstreifen fast direkt hinter unserem Haus. Sie findet es angemessen, dann auch mal nur 10 Minuten unterwegs zu sein ;-)

Dann wurde das Wetter sonniger und wärmer. Ich fuhr mit Clara ins Schwarze Bruch zu einem uns noch unbekannten Wanderweg. Am Parkplatz war eine Sprengwarnung angebracht.

Nun, gesprengt werden große Wurzelballen. An diesem Weg zwischen Bruchwald und Weidewiesen gab es nichts zu sprengen. Einen Sprengwumms hörten wir, er unterschied sich deutlich von einem Schußknall. Clara war nicht alarmiert - der war zu weit weg, um relevant zu sein :-)

Am Wegesrand blühte es auch hier in Lila, Gelb und Weiß. Das sind vermutlich die Farben, die von Insekten bevorzugt angeflogen werden.

Unser Weg führte durch dichtes Unterholz, Dornengestrüpp und wilde Blumen. Eine grüne Undurchdringlichkeit, es sei denn man ist ein Wolf, Wisent oder Soldat.... Der tote Fichtenwald war hier vor ein paar Jahren schon gerodet worden, die neue Lichtfülle brachte all dies zum Wachsen.

Zum Much, einen Tal bei Husen, fuhren wir am nächsten Nachmittag auch einmal wieder. Hier war die Mahd vorbei - das bringt auch den Vorteil, dass mit dem Heu die meisten Zecken abtransportiert wurden! Nur eine einzige mußte ich von ihr entfernen.

Zu Stu´s 80. Geburtstag am 8. Juni schien die Sonne den ganzen Tag, und zur Feier am nächsten Tag, einem Sonntag, auch noch :-)


Samstag, Juni 22, 2024

Vier Wettervarianten an einem Tag


Der Juni begann mit sehr wechselhaftem Wetter: es reichte von Sonnenschein bis zu Unwetter. An einem Tag hatten wir 4 verschiedene Wetterphasen: vormittags dichter Nebel, dann Starkregen, nachmittags heiter-bis-wolkig mit anschließendem, auch kleine Hagelkörner regnendem Gewitter.

Am späten Vormittag ging ich auf dem Hochplateau der Hegge mit Clara durch den Nebelwald. Er wirkte so von Nebel durchschleiert fast märchenträchtig gespensterhaft.

Nachmittags klarte das Wetter nach einem Starkregen auf. Wir fuhren hoch auf die Egge bei Blankenrode um dort zu spazieren. In den Waldlichtungen hatten sich die ersten Blüten vieler Fingerhutpflanzen geöffnet. Und entlang der Wegränder strahlten die weißen Blüten des Wiesenkerbels.

Vor einigen Jahren war rechts und links dieses Weges viel abgeholzt und gelagert worden. Die meisten Stämme sind jetzt abtransportiert und sowohl ihre Lagerplätze als auch viele er damaligen Transportwege sind inzwischen zu Wiesen geworden.

Hier findet man jetzt hin und wider bizarre, die Phantasie anregende Baumskulpturen.

Dieser Weg trifft bald auf den großen Waldwanderweg von Blankenrode bis Hardehausen. Dort ist die neue Wanderhütte nach zwei Jahren nun fertig gestellt! Der Wagen der Bauarbeiter stand noch daneben.

Wir sahen uns die Hütte mit dem wohl durchdachten Vorplatz von allen Seiten an. Sogar die Fahrradständer waren aus einem Stamm gefertigt! Und innen gab nicht nur Bänke, sondern auch Tische zum Picknicken.

Die Sonne schien noch herrlich, aber Clara strebte zum Weg zurück zum Auto.

Nach kurzer Zeit hörte ich einen Donner hinter mir... der Himmel wurde ganz plötzlich dunkel. Clara hatte das wohl erwartet, warum sonst strebte sie energisch von der Hütte aus zurück?

Wir erreichten unser Auto ein paar Minuten bevor der Regen losbrach. Sogar kleine Hagelkörner prasselten wenig später gegen unsere Windschutzscheibe!


Mittwoch, Juni 19, 2024

Das herrliche Sauertal

nördlich von Ebbinghausen, Teil II


Ende Mai, es war ein sonniger aber eher kühler Frühlingstag, fuhr ich mit Clara wieder zum Wanderweg durch´s Sauertals zwischen Ebbinghausen und Grundsteinheim. Den Wegabschnitt durch den weit sich öffnenden Talbereich beschrieb ich im Beitrag vom 22. Mai 24 weiter unten.

Das frische Grün der Gerstenfelder war inzwischen schon etwas gelblicher geworden. Die Gerste reifte langsam. Wir wollten diesmal weiter bachaufwärts den ganz schmalen Talabschnitt erkunden.

Die Sauer war inzwischen komplett trocken gefallen. Das Geröll lag bloß, weil hier die Strömung mehr Gefälle hatte und die Erde wegspülte.

Der Geruch von Knoblauch beherrschte das Tal. Die herrliche, weiße Sternenblüte des Bärlauchs war vorbei, erste vergilbte Blätter zeigten sich oberhalb von den Abhängen. Der Verwelkungsprozess steigert die Geruchsbildung. Am flachen Waldufer strahlten uns statt seiner der Wiesenfenschel in Weiß und die Lichtnelke in Pink entgegen.

Als der Pfad den Talgrund erreichte, mußte das Bachbett feucht und erdig sein, denn es war überwuchert von Schildblattpflanzen. Bald veränderte sich die Vegetation im Bachbett wieder: das noch mehr Wasser beanspruchende Sumpfgras dominierte. Es zeugt von sumpfigen Grund. Je enger das Tal wurde, das heißt je näher der Wald auch auf der gegenüberliegenden Talseite dem Bachbett kam, um so nasser wurde sein Grund.

Hier erlebte ich ein anschauliches Beispiel, wie Wald im Boden Wasser zurück hält. Im breiten Talabschnitt hinter Ebbinghausen, wo der Bach durch weite Getreidefelder oder Weiden gesäumt wird, war der Bachgrund völlig trocken gefallen.

Der Weg stieg dann wieder an und das Tal verbreiterte sich. Entsprechend wurde im Tal Landwirtschaft betrieben und Kühe weideten im Grund. Wir gingen zurück und genossen den wilden Teil des Pfades erneut :-)


Sonntag, Juni 16, 2024

Wald und Wiesen auf den Höhen um

Henglarn und seine Nachbardörfer herum


Der verträumte Grenzpfad zwischen Feldern und dem Puttenholz ist mein Lieblingsweg. Ihn gehe ich auch dann noch, wenn nasses Wetter oder Rückenschmerzen nicht nach draußen locken. Wegen der ursprünglichen Vielfalt, durch die er führt, liebt Clara ihn auch.

Und mich inspiriert diese menschliche Normen sprengende Vielfalt immer wieder mal zu Haikus :-)

Auf den Höhen bei Husen entdeckten wir in Waldlichtungen einige wilde Wiesen. Der wundervolle Duft von Hollunderblüten umwehte uns.

Die vielen filigranen, so verschiedenen Grashalme, manche mannshoch, bezauberten mich. Clara versuchte erst gar nicht den komplett dicht bewachsenen Wiesenboden zu untersuchen. Sie beschränkte ihre Schnüffelei auf den Wegrand.

An einem anderen Tag, es herrschte weiter wechselhaftes Wetter, spazierten wir auf der Kahlen Platte oberhalb von Atteln, bei den Einheimischen auch Himmel genannt.

Der steile Abhang runter zur Altenau bei Atteln ist dicht bewaldet, aber die Hochebene ist "kahl", das heißt es gibt dort nur Felder, Wiesen und Windräder.

Clara fraß auf der Wiese am Picknickplatz kaum Gras - entweder hier wuchs wenig Quecke, oder sie war von einer Tierspur fasziniert. Sie war auf Pirsch!

Unweit der Kahlen Platte oberhalb von Husen entdeckte ich ein Gerstenfeld, in dem in einem Streifen entlang des Wegrandes der Mohn blüte. Es sah aus, als wäre diese Streifen beim Verteilen von "Unkraut"-Vertilgern übersehen worden. Wie schön!

An einem der nächsten Nachmittage gingen Clara und ich in einer Regenpause auf der nördlichen Höhe oberhalb unseres Zuhauses spazieren. Ich wollte einmal wieder die Weite des Landes erfahren - trotz der Windräder überall rundum.

Die Wege führten durch Weizen- und Gerstenfelder - aber sobald der Abhang ins Altenautal begann, waren wir von naturbelassenen Wiesen umgeben. Und die Wege waren nicht mehr heckenfrei landwirtschaftlich-funktional, sondern zur Freude von Vögeln, Kaninchen, Igeln und anderen Kleintieren (und mir) von Rosen- und Hollundersträuchern gesäumt.

Wollen wir wenigstens einen Teil des Horizontes ohne Windräder erleben, müssen wir mindestens 25 Kilometer ins Eggegebirge oder Sauerland fahren. Was wir ja auch oft tun.


Donnerstag, Juni 13, 2024

Ein neues Bistro, eine einsame Kirche, ein

Feld wie früher und eine Vogelmutter


Stu und ich sind früher immer mal gerne in den Restaurants in unserer Nähe essen gegangen. Die haben aber jetzt nur noch am Wochenende auf. Wir freuten uns, dass es seit Kurzem im Nachbardorf Haaren ein Bistro gibt, dass umgekehrt nur an Wochentagen geöffnet ist. Wir also mit Clara zu einem üppigen Frühstück hin.

Der Weg führt durch den Totengrund. Stu hielt dort an, damit ich zuerst mit Clara zu ihrem "Big Business" in den Wald gehen konnte. Sie erledigte ihre "Pflicht" sofort und rannte zu Stu zurück nach der Devise: "Bloß nichts verpassen!"

Clara hat keine Ruhe spazieren zu gehen, wenn Stu im Auto oder auf einer Bank auf uns wartet. Ihr Rudel muß unbedingt zusammen bleiben. Familiensinn sozusagen :-)

Ich ging nachmittags mit ihr spazieren. Sie weiß - wie auch immer - sofort, wann ich den konkreten Entschluß dazu fasse. Ich höre sie dann oben von ihrem Lieblingssofa im Arbeitszimmer runter springen und die Treppe runter jagen. Dann springt sie zuerst zu Stu auf´s Chaiselongue. Er muß über dieses freudige Vorhaben als allerserstes informiert werden! Vielleicht will sie ihn auch animieren mitzukommen. Nun, an diesem Tag saß Stu ausnahmsweise nicht dort... sie stutze und suchte ihn! Er lag auf der Fernsehliege in einem anderen Zimmer. Erst nachdem sie ihn im Freudenrausch betanzt hatte, kam sie zu mir, um sich das Halsband anlegen zu lassen. Das ist rührend ;.)

Ich fuhr mit ihr zu den teils noch wilden Wäldern zwischen Kleinenberg und Hardehausen. Dort entdeckte ich zum ersten Mal die winzigen "Blutmilchpilze". Die Fingerhüte begannen zu blühen und Vergißmeinicht grüßten.

Auf dem Waldweg neben dem Bachlauf im tiefen Grund des Hardehausener Felsenmeers begegnete uns ein Jogger. Er blieb stehen und sagte spontan "Den (Clara) nehm ich mit!" "Nein, das ist mein Herzenshund" lachte ich zurück. Seine ebenso lachende Antwort: "Ja, ich liebe diese Hunde auch :-)".

Am Ende des Waldweges stand eine kleine, renovierte Wehrkirche in blühenden Talwiesen. Ich mag solche abgelegenen, stillen und schönen Plätze. Stehen Kapellen darauf, so kann man davon ausgehen, dass sie schon heidnische heilige Stätten waren. Sie verführen zur Besinnung auf Himmel, Erde und Herz. Clara findet sie eher langweilig, sie lebt sowieso aus ihrer Seele heraus :-)

Auf unserer Rückfahrt kamen wir zu meiner Riesenfreude an einem Feld voller Mohn- und Kornblumen vorbei. Der Zauber von Fülle und gleichzeitiger Pracht - ein endgültig vergangen geglaubter Anblick!

Wir waren auf einer Bundesstraße und ich sah keinen Weg, um direkt an das Feld heran zu kommen.

Am nächsten Tag zeigten wir Gaby dieses weite Feld und wir fanden einen Feldweg, der direkt daneben verlief. Ein paar Meter gingen wir hinein, um darin zu "baden" und um Nahaufnahmen der Blüten zu machen.

Evelyn Riesen aus Bingen am Rhein und ich schicken uns bei unseren Hundespaziergängen oft Fotos von irgend etwas Besonderem, das wir jeweils entdecken.

Am gleichen Tag hatte sie auch ihr erstes wildes Mohnfeld entdeckt. Aber eine Vogelbegegnung stellte das noch in den Schatten!

Die Vogelmutter im Nest gab ihr mit lautem und heftigem "Singen" (Link zum Video) zu verstehen, daß sie bitte weitergehen solle. Was sie auch tat :-)


Montag, Juni 10, 2024

Kühe und andere Herdentiere


Bis Ende Mai waren manche der Weiden um unsere Dörfer herum wieder von Rindern, Kühen und Kälbern bewohnt. Viele aber blieben leer, die extensive Viehhaltung - oder wohl eher die Viehhaltung allgemein - gehen hier zurück.

Ich mag Kühe, bin ja auch eine Milchtrinkerin. Clara ist eher zurückhaltend. Mit großen Tieren muß man nicht gleich Freund sein ;-)

Im Altenautal hinter unserer Quelle unter der großen Eiche faulenzte eine Herde.

Alle Generationen waren darin vertreten, nur der Bulle fehlte. Die verspielten Kälber mit ihren Muttern als Begleitschutz liefen auf Clara (und mich) zu. Für Clara waren das zu viele, Massenveranstaltungen sind nicht ihr Fall! Sie zog sich an die gegenüber liegende Wegseite zurück.

Das Tal verengte sich so sehr, dass die Weiden endeten. Die Altenau schlängelte sich durch fast mannshohes Brennessel- und anders Gestrüpp. Eine kurze Schauer zog über uns hinweg. Auf unserem Rückweg ignorierte Clara die Herde und die Kälber beschlossen das zu akzeptieren :-).

Bei uns sind Rehe selten geworden. Sie werden stark bejagt, überall hier werden zur Zeit zudem noch neue Jagdkanzeln errichtet. In diesem Jahr begegnete uns nur dreimal eines im Wald. Anders bei Evelyn Riesen aus Bingen am Rhein: ständig sieht sie Rehe im Feld. Ihre Alice muß deshalb an die Leine, sie kennt leider Jagdgelüste :-)

Also fuhr ich mit Clara einmal wieder zum Wildpark nach Willebadessen um kleine Bambis zu bewundern :-)

Nun, Bambis sah ich in diesem riesigen Gehege nicht. Auch Hirsche konnte ich auf die Weite nicht ausmachen. Clara hielt sich fern vom Zaun, sie war mehr an Weiterwandern interessiert. Also spazierten wir weiter zu den Fischteichen.

Unsere Runde führte uns dann zu den Wildschafen. Die waren von völlig anderem Temperament als das Rotwild: nicht auf Flucht, sondern auf Verteidigung gepolt. Einschließlich des Leithammels lief die kleine Herde auf uns zu.

Clara hielt Abstand, da im Herbst 2020 ein Hammel sie hier einmal völlig überraschend mit seinem Gehörn angriff und den Zaun dabei gewaltig ausbeulte, siehe Beitrag 4.12.2020.

Auf der Rückfahrt sah ich kurz hinter dem Tierpark aus dem Augenwinkel riesige dunkle Leiber im Schatten liegen. Im ersten Überraschungsmoment dachte ich an Hippos!

Ich hielt an. Es waren schwarze Kühe am dunklen Bachrand. Sie wollten wohl ans Wasser, kamen aber wegen eines Stacheldrahtzauns nicht dran. Traurig für sie.

Clara freute sich über die Unterbrechung: die Kühe waren egal, aber noch mal kurz in den Wald diesem Bach dort zu folgen war eine gute Idee :-)


Freitag, Juni 7, 2024

Im Wald am Sintfeld Höhenweg


Das Sintfeld ist ein Hochplateau südlich von Paderborn. Sein Karstgestein ist durchzogen von Kastentälern und die Bäche darin verschwinden immer wieder mal in unterirdischen Höhlen und Gängen.

Der Sintfeldhöhenweg umrundet dieses Gebiet, er führt in Schleifen und Falten an seinen schönsten Stellen vorbei. Wir wohnen im Tal an der Altenau, einer dieser schönsten Wegstellen. Der Heggekamm oberhalb unserer Dörfer ist bewaldet. Hier erinnern noch einige tote Fichtenforste an die Sünden der Waldwirtschaft. Sie werden nach und nach durch nicht mehr extrem dicht gepflanzte Buchenforste ersetzt. Auf den Feldern rundherum stehen riesige Windräder mit der Folge, dass ich hier seit vielleicht zwei Jahren keine der seltenen Rotmilane mehr beobachte. Hätten wir noch die Kernkraft, würden nicht durch Windräder Ökosysteme zerstört und weitere Tierarten ausgerottet.

Der Sintfeldhöhenweg führt inzwischen auch lange Strecken durch in Windrad-Industriekomplexe verwandelte Felder. Im Wald sehe ich diese unterkomplex durchdachte "Weltrettungsmaßnahme" nicht...

Zu meiner großen Freude entdecke ich immer wieder wunderschöne Inseln echten, natürlichen Waldes in den Forsten. Und Platz zum Rumtollen findet sich für Clara auch in manchen Forsten.

Rennrunden dreht Clara am liebsten im Wald. Sie ist noch nie über rumliegendes Gehölz gestolpert - im Gegensatz zu mir ;-)

Es erstaunt mich immer wieder, wie sicher und souverain sie sich in der Natur bewegt, und wie unsicher in Städten oder fremden Gebäuden. Sie ist ein wenig wie ein wildes Tier, das frisch gezähmt wurde. Zu meinem Glück fehlt ihr wunderbarerweise dabei jeder Jagdtrieb.

Besonders reizvoll erlebe ich die Wege, die am Waldrand entlang von Feldern oder Wiesen verlaufen. Hier finde ich am Wegrain oft Blumen und Beeren.

Oberhalb von Atteln führt der Sintfeldhöhenweg entlang einer urwüchsig bewaldeten Abbruchkante ins Tal. Wilde Rosenbüsche, manche groß wie Bäume und den Weg überrankend säumen diesen Wegabschnitt auf beiden Seite. Dazwischen wächst Hollunder. Duft erfüllt den Weg.

Das Gras auf dem Weg weiter in Richtung Hochland war noch nicht gemäht worden: Clara versank darin. Sie liebt es nicht keine Sicht zu haben. Wäre auch nicht mein Fall. Also gingen wir den gemähten Weg Richtung Dorf weiter.

Ich habe mir noch nie gezielt Teilstrecken des Sintfeldhöhenweges zum Spazieren ausgesucht. Ich lande nur immer wieder darauf, einfach weil ich nach reizvollen Wegen Ausschau halte oder in der Komoot WanderApp solche suche.


Samstag, Juni 1, 2024

Clara´s 6ter Geburtstag :-)


Am 14. Mai wurde Clara 6 Jahre alt. Wie schnell die Zeit vergeht, staunte ich einmal wieder. Sie ist in der Zeit ihrer besten Jahren.

Ich wanderte mit ihr über den schönen, von Buchen gesäumten Weg durch das Tal der jungen Altenau bis zu einem Zufluß in einem Bärlauch-Feuchtgebiet. Dies ist einer ihrer Lieblingswege, zuletzt gibt es dort aber nicht mal mehr einen Pfad, man muß sich bis zum Bach durchschlagen. Deshalb waren wir ihn vielleicht zwei Jahre nicht mehr gegangen. Ich stolperte auch prompt über einen übergrünten Ast, fiel aber nur auf die Knie. Jedenfalls gibt es dort kein Brombeergestrüpp und keine Sumpflöcher! Sie hielt mich im Blick bis ich wieder auf den Beinen stand :-)

Es war ein sehr warmer Tag. Clara ist allerdings kaum (jedenfalls weniger als ich) hitzeempfindlich. Aber als der Wald zum Auwald wurde die feuchten Bärlauchwiesen begannen, da rannte sie los und verschwand aus meinen Augen - wie ich hörten konnte im Bach. Sie war außer Rand und Band, vielleicht auch weil sie zwei Tage keinen Auslauf gehabt hatte.

Nach ein paar Minuten kamm sie klatschnaß zurück, um mich ans Wasser zu holen. Zurück am Bach ging sie diesmal gemäßigt hinein. Pfoten reichten. Sie war abgekühlt genug :-)

Sie watete ein wenig im Bach herum, auch in einen schlammigen Teil - ein Vollbad nahm sie dort nicht. Nunja, bis zurück zum Parkplatz wäre sie getrocknet und der Schlamm als Puder von ihr abgefallen :-). Ich wartete auf einem Baumstamm sitzend, bis sie genug vom Wasser hatte und weiter wollte.

Es ging zurück, leider ich hatte mir nicht genau gemerkt, zwischen welchen Bäumen wir zum Bach gelangt waren. Clara übernahm souverän die Führung, als sie meinte ich wähle eine leicht falsche Richtung. Sie hatte Recht :-)

Für den nächsten Samstag hatte Clara ihre Wanderfreundin Gaby zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Gaby brachte eine große Überraschung mit:

Sie hatte für Mensch und Hund schmackhafte Bulldog-Plätzchen gebacken!

Mit dunkler Lebensmittelfarbe (keine Schokolade!) hatte sie eine Schnauze darauf gemalt, die an ein Herz erinnerte :-))) Die großen Bulldogaugen strahlten uns an und der Kopf züngelte ein wenig vor Aufregung oder auch Appetit :-). Irgendwie ließen die Plätzchen mich aber auch an Schmetterlinge denken, ein Symbol für Lebensfreude. Die Ohren waren aus Papier und deuten an, wie Clara`s feine Ohren bei Tempo stets im Winde fliegen.

Die Plätzchen schmeckten ihr und uns sehr gut! Nicht nur sie ließ keinen Krümel übrig :-). Danke Gaby!


Dienstag, Mai 28, 2024

Schatten im Wald und im Auwald

noch Wasser dazu


Gegen Mitte Mai schien tagelang die Sonne, es wurde sommerlich warm. Das bedeutete für Clara und mich nur im Waldschatten zu spazieren... wir lieben coolness ;-)

Wir fuhren zur Haarener Wanderhütte, denn dort fließt ein kleiner Bach, in dem Clara schon vor ein paar Wochen geplanscht hatte. Die Hütte in diesem schönen Tal hatte aber auch viele Biker aus dem Ruhrpott angelockt: mit Zelten waren sie angereist. Würstchenbude und Eisbus fehlten nicht. Es war Samstag, naja, auch Biker brauchen Natur :-)

Clara ging kurz ins Wasser. Es nässte ihr gerade die Pfoten, mehr war außer Schlamm nicht drin. Um ihre Pfoten herum war er haften geblieben. Es sah lustig aus, wie schwarze Samtschuhe. Wir fuhren weiter ins nahe gelegene Puttenholz.

Es fasziniert mich, wie aus Baumstümpfen ein einzelner Trieb erwächst, der bald als Baum den Platz des alten einnimmt und sich zu einem neuen Riesen entwickelt. Er ernährt sich sogar durch dessen Wurzeln. Es dauert nur ein paar Jahre, dann ist vom Stumpf seines Vorfahrbaumes nichts mehr zu sehen. Genetisch gesehen ist es nicht einmal sein Vorfahre, es ist er selbst.

Immer wieder freut es uns dort neben den Baum-Waldpersönlichkeiten entlang zu gehen. Ach ja, Claras Schlammpfoten waren in Kürze sauber getrocknet.

Am nächsten Tag fuhr ich mit ihr zum Auwaldgebiet der jungen Altenau bei Blankenrode.

Ich erwartete diese noch Wasser führend, aber den Wald entlang ihres Bachbettes weitgehend trocken. Clara würde wieder ihre Pfoten kühlen können.

Aber Clara gefiel das Gelände nicht! Aus purem Gehorsam ging sie zwei Meter in den nassen Wald, aber das Schilf und Unterholz versperrte ihr jede Sicht. Sie stapfte zurück auf den festen Forstweg.

Sie unterbrach ihr Grasfressen um immer wieder mal aufzuschauen, ob ich so langsam zu ihr zurück kommen würde. Natürlich tat ich das sehr bald ;-)

Mitte Mai erwischte Stu und dann mich das Novo-Virus, Gottseidank lagen wir nicht gleichzeitig danieder. Das bedeutete für Clara, drei Tage nicht in Wald und Flur raus zu kommen. Danach war ich war noch so schlapp, dass wir nur abends einen kurzen Weg bei Sonnenuntergang machten.

Aber am dann folgenden Tag fühlte ich mich wieder fit und es zog mich zu unserem Lieblingsweg durch den Frühlingswald :-)

Ich pflückte uns ein blühendes Waldmeistersträußchen. Zuhause würde ich es zum Trocknen in eine Schale legen und mit seinem Duft das Wohnzimmer zum Waldzimmer verwandeln :-)


Samstag, Mai 25, 2024

Zeckenverseuchte und zeckenfreie Wege


Zecken sind DIE Plage für Hunde und auch Menschen. Ich gebe Clara im Sommer alle 5 Wochen eine Tablette Simparica, da Kokosöl bei keinem meiner Hunde die Zecken wirklich abschreckte und die Spot-on Mittel bei ihnen Hautreizungen hervorriefen. Diese Pillen zeigten keine bemerkbaren Nebenwirkungen. Die Zecken vertrocknen unmittelbar nach ihrem Biß in ihrer Chitinhülle.

Die Hündin von Freunden verstarb vor ein paar Jahren elendig an Borreliose, das will ich nicht riskieren. Meine Schwester wurde letzten Sommer auch gebissen. Ihr Arzt schickte die Zecke zur Untersuchzng ein, sie trug 4 verschiedene Borreliensorten in sich - Antibiotika waren zwingend angesagt.

Bis Anfang Mai hatte ich auf Clara keine Zecke bemerkt. Deshalb spazierte ich mit ihr noch auf dem Brombeerweg, obwohl der im Sommer voller Zeckenkolonien ist.

Als wir wieder beim Auto ankamen sah ich schwarze Punkte auf ihr, die Zecken waren also wieder da! Ich sammelte an die 10 aus ihrem Fell heraus. Als sie zuhause ausstieg, sah ich noch mal so viele auf ihr rumkrabbeln, um die beste Zubeißstelle zu finden. Es waren mehr als 20. Sie sind ekelhaft, wenn auch durch die Tabletten nicht mehr gefährlich für sie, wohl aber für mich. Vor November werden wir diesen und einige andere zeckenverseuchte Wege nicht mehr nehmen!

Den nächsten Spaziergang machten wir im NSG Bleikuhlen und dem anschließenden Wald.

Auf den bleihaltigen Böden hat als daran angepasste Pflanze das weltweit nur hier wachsende violette Galmeiveilchen sich entwickelt.

Die bleihaltigen Gesteinsschichten befinden sich hier nur in einem kleineren Gebiet an der Erdoberfläche. Die Felder und Wälder drum herum sind ungiftig und fruchtbar.

Nur eine einzige Zecke saß nach einer Stunde Rumlaufen auf Clara drauf.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Clara ins wunderschöne Sauertal am Alten Postweg in Lichtenau. Dort siedeln auch keine Zeckenkolonien, wie wir aus Erfahrung wissen.

Im Bachbett stand das Wasser manchmal noch einen halben Meter hoch. Die Furt bildete eine Wassersperre. Ob sie hineingehen will oder nicht, das überlegte Clara davor stehend. Auf meinen Ruf "Vorsicht" entschied sie es nicht zu wollen :-)


Mittwoch, Mai 22, 2024

Das herrliche Sauertal

nördlich von Ebbinghausen, Teil I


Durch das Sauertal ab Ebbinghausen bachaufwärts waren Clara und ich bis zur Furt schön häufiger spaziert. Es ist im Frühjahr ein Bärlauchparadies: vom Bachrand bis zur Höhe der steilen Uferkante ist der auch dort oben feuchte Boden mit seinen weißen Sternblüten bedeckt. Und bei Windstille kann man sich an seinem Geruch gesund atmen :-)

Dieses Ereignis wollte ich auch in diesem Mai nicht verpassen. Als wir ein paar Tage später diesen Spaziergang wiederholten, nahmen wir Freundin Gaby mit. Sie staunte nicht schlecht über diesen Vorhang aus weißen Sternen über den Hängen!

An manchen Stellen wurden die weißen Bärlauchblüten von Weißdornbüschen verdeckt - das prächtige, feinblättrige Blütenweiß boten statt dessen nun diese an. Nach der Furt - sie stand nur noch sohlenhoch unter Wasser - hört der Uferwald am Weg auf, und damit auch die Blütenpracht.

Der Weg führt weiter durch weite Wiesen, in denen sich die Sauer schlängelt. Sie war aber weitgehend wieder trocken gefallen, das heißt sie fließt unterirdisch durch Kalkhöhlen weiter, sofern keine Trockenzeit herrscht.

In diesem Wiesen- und Feldbereich des Sauertales waren vorher noch nicht gewesen. Beim zur Zeit nicht wirklich warmen Wetter wollte ich es weiter erkunden. Wir machten das gleich am nächsten Tag.

Insbesondere vor und auf der Brücke konnten wir sehr deutlich sehen, wie hoch das Winterhochwasser der Sauer hier gestiegen war. Jetzt bestand sie nur noch aus kleineren und größeren Lachen in den tieferen Stellen des Bachbettes.

Wir gingen bei der Brücke ans Ufer, Clara witterte mit vibrierender Nasenspitze, entschied dann diesem trüben Wasser fern zu bleiben. Sie schätzt zu meiner Erleichterung - jedenfalls in der Regel - nur frisches Wasser :-)

Nach der Sauerbrücke stieg das Gelände zur anderen Talseite leicht an. Der Landwirtschaftsweg endete, wo der Wald - und der Bärlauch/Knofiduft wieder begann.

Den schmalen Pfad durch den Wald weiter bachaufwärts würden Clara und ich ein anderes Mal erobern, jetzt ging es erst einmal wieder zurück zum Auto.

Ich freute mich über dies stille Tal. Kein Auto war zu hören, und das mechanische Rauschen der Windräder nur gelegentlich ganz leise. Clara widmete sich wieder in mehrfacher Hinsicht dem Gras - sie sprühte vor guter Laune :-))


Sonntag, Mai 19, 2024

Wasserabenteuer: Man kann, was nötig ist.


Passend zum 1. Mai wurde das Wetter trocken und sehr warm. Clara und auch ich hechelten unterwegs sogar ein wenig. Im Totengrund waren die Regenwasserbäche pfützenfrei ausgetrocknet. An den frei gewaschenen Wurzeln der Bäume auf den hohen Uferkanten konnte man erkennen, wie viel Erde die Winterüberschwemmung weggewaschen hatte.

Die Altenau dagegen führte nach wie vor ziemlich viel Wasser mit starker Strömung an den engeren Stellen.

Ich spazierte mit Clara den Weg am meist zugewachenen Ufer entlang zu ihrer Badestelle bei Husen. Die Strömung war erheblich und das Rauschen des Wassers laut. Ich bemerkte ich an mir selbst mit Lachen, dass allein schon dieses Rauschen mental abkühlte :-)

An ihrer gewohnten Badestelle stieg sie gleich runter an den Bach. Sie blieb mit den Beinen im flachen Uferwasser stehen, alles gut so, dachte ich und nahm an, sie würde wie noch im letzten Sommer nicht weiter hineingehen, wenn ihr das Wasser dann bis zum Hals reichen könnte. Deshalb blieb ich oben an der Uferkante stehen.

Aber sie ging ahnungslos ins Tiefe! Und schwamm notgedrungen - zum ersten Mal in ihrem Leben! Sie wollte zum Ufer drehen, aber die Strömung zog sie weiter. Ich brüllte "Zurück!!!" Gerade als ich ins Wasser laufen wollte um sie am Halsband zu packen, gelang ihr die Kurve gegen die Strömung und sie stieg an Land. Zu meinem nächsten Erstaunen war sie ganz gelassen, so als dächte sie: "Die Natur ist eben so. Alles gut!"

Lernen duch Erfahrung, stellte ich fest. Oder besser: man kann, was nötig ist. In der Natur hat sie tatsächlich nie Angst - nur vor fremden Leuten und größeren "Geräten" (von Kinderwagen bis Trecker) hütet sie sich. Dieses erste Schwimmerlebnis scheint ihr sogar Spaß gemacht zu haben, denn sie liebt es ihre Kraft zu fühlen. Sie wollte erneut ins Wasser! Ich wollte das aber nicht! Wir verließen ihre Badestelle.

Am nächsten Tag spazierten Clara und ich am Holtheimer Bach entlang. Das Ufer ist meist zu steil um ans Wasser zu gelangen, nur an einer Stelle war das dort möglich.

Nach ihrer Erfahrung vom Vortag ging Clara bedachtsam vor. Sie besah sich die Strömung in der Bachkurve, an der wir standen.

Das Wetter war kühler als am Vortag. Erste Regentropfen fielen und wir gingen zurück zum Parkplatz. Clara sorgte für Tempo, um ins Trockene zu gelangen. Ich glaube Regennässe ist für sie etwas völlig Anderes als Badenässe - eigentlich auch für mich ;-)


Montag, Mai 13, 2024

Hain, Himmel und leuchtende Rapsfelder


In den letzten Apriltagen wurde das Wetter frühlingshafter. Es klarte auf, die Sicht reichte weit. Wir fuhren etwa 25 Kilometer nach Altenheerse zum Himmelsberg. In dem ganzen Gebiet sind Clara und ich bislang noch nie spaziert.

Der Himmelsberg liegt am Rand vom Heinholz. Das "Heinholz" verrät durch seinen Namen, dass es ursprünglich bei den Altsächsischen Einheimischen ein Hain war. In diesen meist lichten Buchenwäldern wurden der Überlieferung nach heidnische Kulte gepflegt. Diese Kulte dienten den Natur- Kriegs- und Fruchtbarkeitsgöttern und Göttinnen. Dass der größte Hügel beim Heinholz "Himmelsberg" heißt und dem Christlichen Gott umgewidmet wurde, bestätigt mir seine uralte kultische Bedeutung. Bei Atteln, Luftlinie nur 18 Kilometer entfernt, gibt es auch einen "Himmel" auf der Höhe eines "Hain"berges. (Siehe Beitrag 25. Juni 21)

Die heutige Kapelle auf dem Himmelsberg ist ein Nachkriegsbau von 1948. Sie wurde im Gedenken an die Soldaten der Großen Mutter im Kleid der Maria gewidmet.

Die mit Hecken geschützte Kapelle auf der runden Hügelspitze mit Blick in die Ferne wirkte sehr idyllisch, ja in ihrer sanften Ruhe sogar meditativ. Auch ich gedachte hier der Kriegstoten, besonders derjenigen unserer Zeit.

Die Vermutung liegt nahe, dass in dieser Gegend in alten Zeiten viele Dörfer ihren "Himmel" gehabt zu haben. Vielleicht finde ich noch weitere davon in Geländekarten.

Seltsame Vorstellung: jedes Dorf mit seinem eigenen Himmel und damit sicherlich auch seiner eigenen Hölle. Heute sagt man, jeder Einzelne hat seine eigenen Himmel & Hölle. Die zunehmende Individualisierung - ich kann auch sagen Selbstverantwortung - der Menschen zeigt sich in gewisser Weise auch so.

So wie beim Himmelsberg reflektierten auch bei uns Zuhause um Henglarn herum viele Rapsfelder das Sonnenlicht. Insbesondere aus der Höhe betrachtet schufen sie so eine ungewohnte visuelle Tiefe und Weite.

Die über die scharfen Kanten der schroffen Schluchten hinausragenden Baumkronen verbanden sich für das Auge nicht wie sonst mit dem Wiesengrün auf den Höhen. Das Gelb grenzte sie ab.

Im Wald hatte ich manchmal den Eindruck, er wachse als Insel aus einem grün/gelben Pflanzenmosaik heraus. Gelber Löwenzahn säumte oft den Weg, und die einsame Tulpe, die ich fand, war "natürlich" eine gelbe :-)

In all dem Gelb war es eine Freude, ein türkisfarbenes Vogelei und eine purpurne Orchidee, das Knabenkraut, zu entdecken. Clara nimmt Farben nicht so wichtig, aber Gerüche. Dieser April bedeutet wohl für sie eher "Immer wieder mal Knofi-Geruch" ;-)


Freitag, Mai 10, 2024

Inmitten von Wiesen: große junge

Buchenwälder und kleine Reste alter Haine


Die Wiesen wuchsen in diesem nasskalten Aprilwetter kräftig hoch. Clara stapfte weltvergessen grasend hindurch. Aber ich erlebte es erstmalig, dass sie nach vielleicht 5 Minuten genug davon hatte und auf dem Weg weiter Richtung Wald ging.

Vielleicht lag das aber auch an Gerüchen in der Wiese: wenige Tage zuvor war eine Bekannte, als sie auf einem dieser Wege im Attelner Riependahl joggte, zwei Bachen mit Frischlingen begegnet. Und Clara hält, wenn sie kann, von Mensch wie Tier gleichermaßen Abstand.

Clara liebt Wälder. Sie bieten den Sinnen viel Untersuchenswertes, zudem in unserer Gegend auch immer wieder mal abenteuerliches Gelände. Außerdem bieten sie einen kleinen Regen- und einen großen Sonnenschutz. Im Fersel, dem Nachbartal vom Riependahl, erfüllt der meist leere Regenbach mitten im jungen Buchenwald solche Wünsche :-)

An einer Stelle kommt man gut an die Bachrinne heran. Sie sprang rein, nur um sich an der anderen Seite wieder hoch zu hieven. Und zurück. Sie liebt diesen Spaß. Ich folgte ihr vorsichtig ins Bachbett - habe ja nur zwei Beine :-)

Vor einem Gesteinsloch im Bachbett kletterten wir wieder hoch. Clara zögerte - und sprang dann wieder runter! Sie spielte unten mit einem Ästchen, Ausdruck großer Lebensfreude :-)

Als dann eine Folge ausgeschemmter und abgeholzter Baumstämme Barrieren bildeten, stiegen wir den Hang zum Waldweg zurück. Clara trottete zuerst deutlich weniger fröhlich neben mir her, dann aber schnupperte sie wieder neugierig am Wegrand rum. Sie lebt im Hier und Jetzt.

Ich hielt die Wegränder im Auge, weil sich da oft Besonderes versteckt. So auch diesmal:

An einem Seitenpfad des Forstweges wuchsen viele der hier selten gewordenen Walderdbeerpfanzen. Sie blüten alle, das wird bald ein Lecker-Erlebnis geben :-)

Am nächsten Tag fuhren wir wieder ins Schwarze Bruch. Dort stehen noch manche alte Buchen beisammen, wirkliche Waldpersönlichkeiten. Sie sind die Überlebenden einer vergangenen Zeit. Sie durften (und dürfen in Naturschtzgebieten) sich frei von forstwirtschaftlichem Denken entfalten.

Ich freue mich immer sehr solchen Gestalten, solcher Vielfalt zu begegnen.


Dienstag, Mai 7, 2024

Kaltes Wetter, Bärlauch und

Knoblauchrauke, Märchenbilder im Holz


Ende April war das Wetter kalt. Alle jungen Triebe unseres Walnußbaumes waren in einer Nacht erfroren. In den Wäldern aber fand ich keine Frostspuren. Die hohen Kronen der alten Buchen grünten nun auch.

Soviel Grün, ich staunte so wie jeden Frühling über diesen gewaltigen, atemberaubend schnellen Wandel in der Natur, ganz besonders im Wald.

Im Bündelwald lagen einige gefällte Stämme alter, mächtiger Buchen am Wegesrand. Erstaunlich, was für Bilder bei der Arbeit mit einer Motorsäge entstehen können!

Es war Vollmond. Schwarze Wolken zogen wie Kriegsschiffe über den Himmel. Eigentlich ist der April der Regenbogenmonat, da Sonnenschein und Regenschauern so oft abwechseln. In diesem April aber hatte ich hier bei uns noch keinen erlebt.

An meinem Geburtstag war an Kaffee & Kuchen im Garten nicht zu denken. Es war zu kalt.

Stu, ich und Clara fuhren mittags in das sehr schöne Restaurant "Fischerhütte" zum Forellenessen. Clara bekam natürlich dezent davon ab. Sie liebt Fisch. Ein anschließender Spaziergang um die in Wald eingebettete Teichanlage fiel diesmal wegen Regen leider aus.

Clara kann endlos schlafen. Fällt irgendwann der Zauberspruch "Clara kommt mit", dann ist sie von 0 auf Nichts im Modus Freudentanz :-)


Samstag, Mai 4, 2024

Ein Baumhaus, eine Doline,

Hagel und Schnee


Die Tage um Mitte April waren sehr regnerisch. Ein einziger Tag dieser Woche versprach wenigstens stundenweide Sonnenschein. Clara und ich nahmen Freundin Gaby mit nach Neuenbeken etwas nordöstlich von uns in der Egge. Wir spazierten den Höhenweg oberhalb des Beketalabhanges, weil dort ein Baumhaus als keines Naturmuseum teilweise "in den Bäumen hängt".

Leider wurde das Baumhaus gerade renoviert. Zimmermannsleute sägten bei lauter Schlagermusik gleich daneben dicke Balken zurecht. Clara war "not amused"! Sie wollte partout nicht mit runter zum Baumhaus steigen. Ich blieb also bei ihr und nur Gaby sah stieg den steinen Hang runter, um es sich wenigstens näher von außen anzusehen.

Wir spazierten trotz einsetzendem Nieselregen als nächstes zu einer Doline, dem "Weringer Pohl". Klar, man weiß sofort, daß der Grund des Erdeinbruchs ein "Pool" ist.

Sie hat tatsächlich einen sehr viel größeren Durchmesser als die anderen Dolinen, die wir in unserer Gegend kennen: ein umgekehrter Kegel, weitrandig, aber nicht tief. Im Grund liegt ein schlammumrundeter Teich. Clara pirschte gleich runter.

Etwas weiter würden wir ein noch viel beeindruckenderes "Loch" finden, das wußte ich aus meiner WanderApp. Aber es begann starker zu regnen und der Weg dorthin war ohnehin schon eine Matschpiste. Wir beschlossen diesen Weg einmal im Sommer bei trockenem Wetter zu gehen.

Als wir wieder am Auto ankamen, da begann eine heftige Hagelschauer. Naja, Aprilwetter! Wir fuhren Richtung Zuhause. Als wir am Ellerbach vorbei kamen brach plötzlich die Sonne durch und der halbe Himmel strahlte in Blau.

Wir hielten an und spazierten hier im warmen Sonnenschein. Nach einer Weile regnete es wieder aus einer schwarzen dicken Wolke. Was soll´s, wir fuhren gut gelaunt nach Hause.

Am nächsten Morgen lag zu meiner Überraschung Schnee im Garten! Der war aber so naß, dass er von den jungen Blättern schon wieder in dicken Tropfen herunter fiel.

Clara hatte keine Lust in diese Schneenässe raus zu gehn.... sie wartete bis Mittag, als alles Tauwasser von den Bäumen abgetropft war ;-). Die vielen Blüten an unserem Apfelbaum hatten keinen Frostschaden erlitten.

Schon 100 Meter höher in der Egge sah es anders aus: unsere Freundin Udalrike schickte morgens ein Foto vom Blick über Neuenherse. Die Schneelast war so hoch, dass ihr Pflaumenbaum in Garten gebrochen war.

Ich spazierte nachmittags mit Clara am Quellbach der Altenau entlang, aber bald wurde der Boden uns beiden dort im Tauwasser zu nass.

Deshalb fuhr ich mit ihr noch zu unserem Lieblingspfad hoch ins Puttenholz. Dieser war gerade mit frischen Holzspähnchen trocken gelegt worden. Kleine Schneereste lagen - so gar nicht ins Grün rundherum passend - noch in schattigen Winkeln.

Bei einem stutzte ich, er inspirierte mich spontan zu einem Haiku.

Abends wurde es dann so schön, dass wir rausgingen um den Sonnenuntergang über einem voll erblüten, weithin duftenden Rapsfeld zu genießen. Variationen in Gelb und Gold :-)


Mittwoch, Mai 1, 2024

In nur wenigen Tagen ergrünte der Wald

und erblühten die Wiesen


Gegen Mitte April explodierte im Wald das Blattwachstum und die Apfelbäume an den Wegrändern blühten. Nach nur drei sonnigen Tagen glänzte überall frisches Grün.

Wir fuhren zu unserem Lieblingspfad im Puttenholz. Unter den grünen Buschblättern strahlten die letzten buttergelben Blüten des Scharbockskrauts. Sie bildeten einen auffallenden Farbkontrast zu den vielen Waldveilchen. Das ungewohnt warme Wetter kam mir heiß vor. Auch Clara empfand das so, ihr tropfte es ab und zu aus den Lefzen.

In diesem Sonnenwetter verwandelten sich die Wiesen um unsere Dörfer herum in Löwenzahnweiden :-)

Im Odenbachtal bei Lichtenau entdeckten wir eine phänomenale Buche! Solch einen zerklüfteten, erstaunlich kurzen wie dicken Stamm hatte ich vorher noch nirgendwo in der Welt gesehen!

Sie steht auf einem kleinen Hügel im sanften Tal des Odenheimer Baches, eines Zuflusses zur Sauer. Auf diesem Hügel stand eine frühmittelalterliche Burgkirche, die im 14. Jahrhundert wegen der durch viele Fehden bedingten Landflucht zur Wüstung verfiel. Mehr über diese "Wüstung Kerkdorp" im Blog der LWL-Archäologie.

Clara und ich folgten einem schönen Pfad durch die Feuchtwiesen des Tales.

Der Bach führte noch erstaunlich viel Wasser. Im Winter war er übervoll gewesen, wie man am vertrockneten Gras-Treibgut in den unteren Baumästen erkennen konnte.

Am Wegrand stand das Wiesenschaumkraut in Blüte. Ich pflückte eine Handvoll und freute mich riesig, es in die Salatsauce zu tun. Es schmeckt leicht scharf und würzig, erinnert entfernt an Senf. Und die Blüten geben einen Hauch von Nektarsüße dazu.


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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen mehr als 50 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (1980-2009)"

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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"Clara Lee Savory"
2018 -




















Cornelia´s Bulldogs aus Künstler-Sicht





English Bulldog
Welpen

Wichtige Hinweise zur Welpensuche
und von Zeit zu Zeit Vorstellung guter Würfe:

Update: 21. 3. 2008

Allgemeiner Hinweis:
Betrugswarnung



Rechtsberatung Tierrecht

Kanzlei Fries



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Cornelia Savory-Deermann


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