Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde


1.) Archiv: Tyson

von Silvia Wolf


2.) Archiv: Jack und Little - von Johannes und Roswitha Stahl - siehe weiter unten

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Samstag, Dezember 2, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Reisen mit Tyson: Seefeld in Österreich


Tyson berichtet: Meine Lieblingsmenschen haben es gerade wieder getan. Ich beobachtete, wie gepackt wurde, auch meine große Hundetasche war dabei, und ich machte mich breit, - bereit, meine ich.

Wie immer saß ich in einer solchen Situation im Flur und allen vor den Füßen. Aber damit vergaß man mich auch nicht. Ist auch noch nie passiert, aber sicher ist sicher, meine ich.

Im Herbst sagt Frauchen meist, es wird wieder Zeit, dass wir ein paar Tage ins Kloster gehen. Das meint sie nicht wirklich so. Aber das Hotel, das wir dann beziehen, steht wirklich auf alten Klostermauern. Es hätte etwas einmalig Mystisches, vor allem, wenn am Abend unendlich viele Kerzen in den Gängen brennen, meint Frauchen. Mich beeindruckt das ja weniger.

Ich finde vor allem, dass sie hier alle sehr hundefreundlich sind. Ich darf mit zum Frühstück und zum Essen (anders ginge es mit meinen Lieblingsmenschen auch nicht), und es gibt "Moritz, den Hotelmanager". Manchmal hat der Typ sogar ein Geschirr an auf dem "Moritz - Hotelmanager" steht. - Angeber. -

Aber er ist ein ganz cooler Hundekumpel, distanziert, aber mit jedem Hund verträglich. Der läuft hier überall einfach so rum.

Ein Ober meinte übrigens zu meinen Lieblingsmenschen: "An Sie erinnere ich mich nicht mehr, aber an den Hund. Das ist doch der Tyson!"

Mein Frauchen strahlte nur so vor Begeisterung und vor Stolz. Fast hätte sie den Mann umarmt, - ts, ts, ts wie peinlich. Sie ist doch mein größter Fan, - ich ihrer aber auch.

Wenn wir hier unser Gartenzimmer verlassen, sind wir in der freien Natur, - viele Wiesen, herrliche Wege, eine beeindruckende Berglandschaft und der kleine Wildsee, der sich in einer Stunde gut umrunden lässt.

Morgens geht es immer hinauf auf den Klosterberg, ein Ort der viel Energie ausstrahlen soll. Nunja, die habe ich morgens nach dem Frühstück sowieso immer. Gehe da aber trotzdem sehr willig mit.

Seefeld liegt auf einem Sonnenplateau. Hier scheint tatsächlich oft die Sonne. Wir kennen es fast nicht anders und so wird viel gewandert.

Meine Lieblingsmenschen meinen, dass man sich einfach viel in dieser herrlichen Bergluft bewegen sollte. Und ich trabe bereitwillig mit, - meistens wenigstens. Manchmal wäre ich meinungsresistent, sagt mein Frauchen. Ich weiß wirklich nicht, was sie damit meint.

Wir fahren auch gerne nach Mittenwald. Das ist eine kleine, nette Stadt in der Nähe, in der fast alle Häuser bemalt sind, und die bekannt für den Geigenbau ist.

Hier traf ich dieses Jahr Edgar, einen lieben Bulli. Wir hatten echt viel Spaß.

Alles in allem waren es schöne Tage. Ich glaube meine Lieblingsmenschen haben für das kommende Jahr schon wieder reserviert. Es grüßt euch euer erholter und tiefenentspannter Tyson.


Freitag, Oktober 27, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tyson und sein Verhältnis zum Wasser


Tyson liebt Wasser über alle Maßen. Es darf nur nicht von oben kommen, sprich: er hasst den Regen. Dann niest er und schüttelt sich gewaltig, und man bekommt ihn nur mit Mühe vor das Haus. Aber nur um blitzschnell wieder ins Trockene umzukehren.

Werden wir unterwegs in der Stadt vom Regen überrascht, schleicht er wie eine begossene Bulldogge ganz eng an den Häusern entlang, in der Hoffnung nur wenig Regen abzubekommen.

Allerdings liebt Tyson das Wasser in gefrorenem Zustand, sprich den Schnee. Er ist süchtig danach, und somit ist der Winter fast seine liebste Jahreszeit. Dann machen wir die längsten Spaziergänge oder besser Schneewanderungen.

Er spielt dann mit Leidenschaft "Schneeschieber", - Schnauze nach unten in den Schnee und Gas geben.

An einem unserer Lieblingswaldwege gibt es eine Quelle, die eingefasst ist. Tyson weiß schon lange vorher, dass es am Ende des Weges Wasser gibt und man hier gut die Füße kühlen kann, weshalb er auch plötzlich unheimlich beschleunigt.

Tyson kann schwimmen. Als wir das feststellten, blieb uns fast das Herz stehen. Er folgte nämlich seiner Hundefreundin Holly, einer Border-Collie-Labrador-Hündin in den Neckar. An diesem Fluss leben wir, und der ist immerhin schiffbar.

Am liebsten ist Tyson jedoch am Meer. Wir fahren gerne nach Südfrankreich (das fanden wir auch dort :-), natürlich nicht im Hochsommer.

Der morgendliche Spaziergang am Meer ist auch für Tyson ein Genuss. So wartet er immer ganz gespannt auf die nächste Welle, - um dann vor ihr zu flüchten.

Ist er nicht schnell genug, und wird er von ihr getroffen, macht er sich wie eine begossene Bulldogge von dannen. Aber nur um ganz schnell wieder umzukehren und auf die nächste Welle zu warten.


Donnerstag, September 14, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tyson erzählt von seinen Reisen: 1. München


Ich spürte mal wieder die aufkommende Unruhe im Haus und positionierte mich schon mal im Flur. Obwohl es noch nie passierte, habe ich doch im tiefsten Innern immer die Angst, meine beiden Lieblingsmenschen könnten mich vergessen oder zurücklassen.

Öfters vernahm ich das Wort MÜNCHEN und damit wusste ich, wo es hingeht. Da war ich nämlich schon oft. Hier wohnt jemand, den meine Lieblingsmenschen auch sehr lieben, - ihren Sohn. Aber da bin ich nicht eifersüchtig, bin ich eigentlich sowieso nicht. MAX, so heißt er, ist auch immer lieb zu mir, weiß genau, wo er mich streicheln muss, damit es mir super gefällt, und ich liege ihm ja auch zu Füßen - und lecke sie ihm ab - und er lässt es immer lachend geschehen. Er ist echt auch mein Freund.

Und München mag ich auch sehr. Das hat seine Gründe:
1. Hier gibt es in der Stadt und am Stadtrand viele Parks und Hundewiesen mit einer Menge Hundekumpels.
2. Es gibt in und um diese Stadt Gewässer, in denen ich problemlos meine Füße tauchen, oder sogar schwimmen kann. Von Oktober bis Mai kann ich das problemlos fast überall.
3. Die Menschen sind meistens nett und nennen mich auch schon mal "liabes Zamperl". Eigentlich soll das der Münchner Ausdruck für einen Dackel sein, weil das früher die häufigste Hunderasse in München war. Zu mir hat man es auch schon häufig gesagt und mich gestreichelt. Dabei sehe ich ja nicht wie so ein krummbeiniges Hundchen aus. Ich bin ja eine stolze, souveräne Englische Bulldogge. "Der beste Hund der Welt", sagt mein Frauchen, "Teufelskerl" sagt mein Herrchen. Übrigens ist es hier fast eine Selbstverständlichkeit, dass ich in einem Gasthaus oder Biergarten Wasser bereitgestellt bekomme.
4. Außerdem gibt es hier besondere Spezialitäten: ein gutes Bier fürs Herrchen und Weißwürste für mich, und die habe ich zum Fressen gern.

Am Mittwoch (23. August) bekam ich gleich 2 Stück zum Frühstück, weil ich meinen 7. Geburtstag feierte. Da gab`s den ganzen Tag meine Lieblingsdinge zu fressen, sogar das geliebte Vanilleeis mit Schlagsahne. So ein Geburtstag ist einfach ein toller Tag!!

Ich verspreche euch in die Pfote: Mein Frauchen schreibt bestimmt bald den nächsten Beitrag. Es soll über mich und mein Verhältnis zum Wasser gehen!!

Lieber Tyson, zu deinem 7. Geburtstag gratulieren wir alle dir von Herzen. Mögen die Weißwürstchen mit Eis und Sahne nie für dich augehen :-) Deine begeisterten Blog-LeserInnen


Sonntag, August 27, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tierheimgeschichte Teil II: Tyson schreibt


Das war vielleicht ein aufregender Tag, aber es siegte quasi die Liebe auf den ersten Blick. Nach einigen Turbulenzen, das hat mein Frauchen ja schon erzählt (Beitrag unten), bekamen sie den Zuschlag, - nämlich mich.

Mein neues Frauchen machte mit der Tierheimchefin einen Vertrag, und ich durfte nach 3 Tagen bei meiner neuen Familie einziehen. Zwischenzeitlich wurde ich noch untersucht, geimpft und entwurmt. Ich kann euch sagen, das war nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber ein Bully wie ich ist ja meistens tapfer. Ich habe ein Kämpferherz, meine Vorfahren haben ja schließlich gegen Bullen gekämpft und ganz oft gewonnen.

Meine Reise ins neue Zuhause

Was soll ich euch sagen? Ich wurde tatsächlich nach drei Tagen abgeholt, und meine zwei neuen Leute fuhren mit mir in mein neues Zuhause. Frauchen saß mit mir auf dem Rücksitz und streichelte mich mindestens 40 km lang, schätze ich, und dann ging`s in ein richtig großes Geschäft, einfach wunderbar.

Hier gab es natürlich Leinen, Futter, Fressnäpfe, aber auch so was von leckeren Leckerlies und vielen anderen Dingen, von denen meine Leute meinten, dass ich sie unbedingt brauchen würde. Die waren richtig im Kaufrausch. Mir waren vor allem die Leckerlies wichtig und was glaubt ihr, die kauften richtig viele Sorten für mich. Ich bekam natürlich auch ein Hundebett, knochenschonend. Dies wurde in meinem neuen Zuhause ins Esszimmer gestellt. Dieser Platz gefiel mir nur bedingt. Ich fand bald eine andere Lösung!!

Meine neuen Lieblingsmenschen

Zwei ganz besondere Hobbys haben ja meine zwei besten Freunde: Essen gehen und reisen. Traumjobs von Frauchen wäre wohl Restauranttesterin und Reiseleiterin, aber sie hat einen ganz anderen Beruf. Dennoch sind die beiden sehr unternehmungslustig, und wenn es bei uns unruhig wird, nach den richtigen Klamotten gesucht wird oder noch schlimmer, mit Koffern durch das Haus gestolpert wird, dann setze ich mich vorsichtshalber in den Flur. Damit man mich nicht vergisst.

Ich bin ja ein ganzer Bullymann, aber alleine bleibe ich nicht gerne. Ich benehme mich zwar dann auch, - bis auf wenige Ausnahmen. Einmal, ganz am Anfang in meinem neuen Heim, zernagte ich die Fernbedienung für den Fernseher, einige Teile verschluckte ich auch, aber es blieb ohne Folgen. Frauchen meinte, ich hätte damals einen sehr intensiven chemischen Mundgeruch gehabt.

Ein anderes Mal las ich eine Fernsehzeitschrift ganz genau und intensiv. Beides kam bei meinen Lieblingsmenschen nicht gut an. Natürlich zerstöre ich nichts mehr, aber mir wird immer so langweilig, wenn ich alleine bin. Folglich gehe ich überall mit hin.

Überall heißt überall. Frauchen meint überzeugend: "Wer uns mit Hund nicht mag, der bekommt uns gar nicht". Ich bin absolut restaurant- und hoteltauglich, benehme mich vorbildlich. Deshalb habe ich diesbezüglich viel gesehen und erlebt.

Wir leben in der Metropolregion Rhein-Neckar, in der schönen Kurpfalz bei Heidelberg, in einer Kleinstadt. Mein Revier ist hier vor allem der schöne, waldreiche Odenwald, aber ich war auch schon oft am Meer und im Gebirge. Ich werde noch davon erzählen.


Montag, Juli 31, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Eine Tierheimgeschichte: Tyson


Hallo Cornelia, ich habe mir lange überlegt, was ich über Tyson schreiben könnte. Vieles fiel mir ein. Aber ich werde erzählen, wie wir auf den Hund, sprich auf Tyson kamen. Es war ein einmaliger Glücksfall.

Nachdem ich vor Jahren unseren Boxer wegen eines schweren Krebsleidens einschläfern lassen musste, wollte ich keinen Hund mehr. Aber im tiefsten Innern spürte ich doch bald, dass mir so ein lieber Kamerad fehlte.

In meinem Leben war eigentlich gerade nicht die Zeit, mir wieder einen Hund zuzulegen. Meine Eltern waren hochbetagt und Pflegefälle und ich beruflich sehr eingespannt: morgens eilte ich zur Arbeit, mittags war ich in die Pflege meiner Eltern eingebunden. Gott sei Dank hatte aber mein Mann viel Zeit. Ich träumte von einem Hund, ein Molosser sollte es wieder sein, am besten eine Englische Bulldogge. Viel hatte ich über diese Rasse gelesen und mich in sie verliebt.

In einem Tierheim 40 km von uns entfernt, stieß ich im Internet auf einen Mischling, und den wollten wir eigentlich kennenlernen, vereinbarten einen Termin mit der Tierheimchefin. Am Tag vor diesem besagten Termin checkte ich nochmals die Homepage des Tierheims und siehe da, sie hatten eine junge Bulldogge, einen Scheidungshund, - unseren Tyson.

Als wir im Tierheim eintrafen, mussten wir eine eingezäunte Wiese überqueren. Hier spielten alle verträglichen Hunde miteinander. Wir öffneten die Holztüre und genau hinter dieser Türe saß Tyson und schaute uns mit einem Blick an, der in etwa folgendes sagte: "Wo kommt ihr denn her? Ich warte schon so lange auf euch."

Ich streichelte den hübschen Kerl, und er wich nicht mehr von unserer Seite. Die Tierheimchefin teilte uns jedoch mit, dass sie uns genau diesen Hund nicht verkaufen könne, da eine Familie wegen dieses Hundes von weither kommen würde. Vor allem für mich war aber ganz klar, dass ich genau diesen Hund haben musste. Es war Liebe auf den ersten Blick - für Tyson wohl auch.

Tyson sitzt auch heute noch gerne auf Stühlen. Und so saßen wir nun, mein Mann und ich, Tyson in der Mitte, auf roten Stühlen im Tierheim und hofften, dass die Familie doch nicht kommen würde. Aber sie kam. Und nun passierte das Außerordentliche. Die Frau schaute sich das Bild, das sich ihr bot, genau an und sagte folgenden denkwürdigen Satz: "Und da drängen wir uns nicht mehr dazwischen!"

Ich habe sie umarmt. Ich wusste, dass mit Tyson bei uns ein besonderes Wesen einziehen würde, und dem war auch so. Tyson ist nun 51/2 Jahre bei uns, bereichert unser Leben, macht uns so viel Freude, lässt uns jeden Tag lachen.

Für meine alten Eltern war er ein lieber zärtlicher, empathischer Freund, und meine Mutter wies mich an einem ihrer letzten Lebenstage an, ich solle doch ja immer gut auf Tyson aufpassen, und das tun wir täglich aus ganzem Herzen und werden dafür tausendfach belohnt.

Liebe Cornelia, ich hoffe, Sie können etwas mit dieser Geschichte anfangen. Natürlich kann ich auch etwas Kurzes aufs "Papier" bringen. Es gibt ja dauernd etwas Bemerkenswertes mit diesen liebenswerten Burschen. Bilder schicke ich Ihnen alsbald. Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Wochenende und knuddeln Sie Kosmo. Liebe Grüße Silvia







Archiv: Jack und Little

von Johannes und Roswitha Stahl


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Montag, Oktober 16, 2017

Little - gar nicht mehr so klein :-)


Nach Jack´s Tod veränderte sich Little. Johannes und Roswitha sagten, zu ihrer Freude sei er jetzt viel ausgeglichener, so sanft und noch viel anhäglicher geworden. Er strahle entspannte Zufriedenheit mit sich und seinem Leben aus, laufe nicht mehr aufgeregt herum, um nur ja hinter dem großen Jack beachtet zu werden.

Kosmo, Lady von Evelyn Riesen, und noch andere Bulldogs erlebten ihre neue Rolle als Einzelhund ähnlich. Und Isabelle Borgert erzählte mir nach Emmy´s Tod, sie könne nur sagen, dass Dicki deutlich froh sei, diese starke Person los zu sein.

Das heißt nicht, diese Bulldogs würden ihre alten Gefährten nicht vermissen, zum Beispiel zum Spielen und Balgen, es heißt nur, dass sie zwiespältige Gefühle haben - ein "Sowohl-als-Auch" - wie Menschen das auch kennen.

In einem alten Artikel des "Stern" über den English Bulldog stand geschrieben, er sei die einzige Hunderasse, die Menschen der eigenen Spezies vorzögen. Ja, das können viele von uns bestätigen.

Roswitha erzählt: "Früher nahm Little ruhig zur Kenntnis, dass ich das Haus verließ, heute heult er traurig in den höchsten Variationen los, wenn ich gehe."

Musikalisch war Little, anders als Jack, schon immer. Wenn Johannes Trompete spielt, heult er dazu mit, ja er trainiert sich in kleinen Tonfolgen, versucht mit zu "singen" :-) LINK ZUM VIDEO

Auch ansonsten ist Little nicht schweigsam: er schnarcht zum Engelerwecken.

Lustig ist das in Roswithas Praxis. Sein Zimmer liegt neben dem Wartezimmer, und durch die Wand können ihn die Patienten hören. Neulich sagte ein kleines Kind seiner Mutter dort: "Der ist soooo müde."


Donnerstag, Oktober 12, 2017

Erinnerungen: Jack bekommt einen Little :-)


Im Beitrag vom 24. Juni 2017, schrieb ich über Jacks Tod und der großen Trauer von Johannes und Roswitha Stahl darüber. Solche Zeiten spülen Erinnerungen hoch, die besonders bewegenden, die freudigen, solche die trösten können.

Jack war ja sehr krank gewesen, er litt besonders an immer wieder sich neu bildenden Blasensteinen.

Roswitha ist Frauenärztin, und sie nahm Jack täglich mit in ihre Praxis. Ihr Ultraschallgerät kannte Jack bald sehr gut; es hat mich sehr beeindruckt, dass Jack, wenn er wieder Schmerzen hatte, von sich aus zu diesem Gerät hinging und klar machte, dass es wieder mit den Steinen kritisch wurde und er eine Untersuchung mit anschließender Hilfe brauche.

Jack war ein Seelenhund; sanft, einfühlsam und voller sich zuwendender Liebe. Er liebte Johannes sehr, aber ein wenig mehr war er Roswithas Hund, auch weil sie ihn hingebungsvoll pflegte - besonders nach seiner Fistel-Operation (künstlicher Blasenausgang). Er schlief an ihrer Bettseite und suchte auch sonst immer ihre Nähe.

Johannes wünschte sich irgendwann einen zweiten Bulldog dazu. Als Jack 7 Jahre alt war, hatte er Roswitha endlich :-) dazu überredet. So kam Little ins Haus. Er war der kleinste in seinem Wurf gewesen, daher sein Name. Jack liebte ihn von Anfang an.

Wie Johannes und Roswitha mir erzählten, war Little ein ganz anderer Charakter als Jack, eben unbehindert, quicklebendig - und immer besorgt, dass er nicht benachteiligt wurde. Deshalb beobachtete er Jack stets aufmerksam, er orientierte sich an ihm und passte auf, ja strengte sich richtig an, dass er nur ja gleich gut belohnt und behandelt wurde.

Und gleich viel Aufmerksamkeit zu bekommen - das war ihm auch sehr wichtig, besonders wenn z.B. Besuch kam :-) Als seinen Bettplatz wählte er - im Sinne von Gleichberechtigung - Johannes´ Bettseite. Dort schläft er auch heute noch :-)

Roswitha erzählt eine erstaunliche Episode:

"Jack saß gern vor mir und hob seine Pfote, er wußte, dann gab es Leckerli. Klein-Little setzte sich neben ihn in der Erwartung, auch ein Leckerli zu bekommen. Das mit dem Pfötchengeben klappte aber noch nicht, er mußte es erst lernen. Ich zeigte Little, um was es ging, aber Jack ging dies Lernen und Lehren zu langsam, mußte er doch deswegen auf sein Leckerli noch warten. Also legte er sein Vorderbein über Klein-Little´s Hals herum auf dessen Schulter und klopfte enerisch darauf... Little begriff, Leckerli für Beide :-)"

Jack war wunderbar liebevoll zu Little, er war sein kluger Lehrer, Vorbild, geliebter Großer - er war wirklich viel größer, wog um die 31 kg, und Little brachte es auf sportliche 23 kg. Heute, nach 3 Jahren, hat er es auf 25 kg gebracht.

Nach Jack´s Tod hat Little sich verändert. Darüber mehr im nächsten Beitrag.


Samstag, Juni 24, 2017

Trauer auch um Jack


Wir bekamen sehr mitfühlende, herzliche Beileidsmails - auch von "stillen" Blogleser. Euch allen ganz vielen Dank für Euer uns gezeigtes Mitgefühl.

Die Mails von Johannes und Roswitha Stahl aus Oberbayern möchte ich hier gerne wiedergeben, denn sie haben auch gerade ihren Bulldog, Jack, verloren. Wie taurig, wie schmerzvoll. Wir sind bei Euch, lieber Johannes und liebe Roswitha.

Weilheim, 11. Juni 17: Liebe Familie Savory, Gerade habe ich gelesen, daß Ihre Frieda gestorben ist. Wir möchten Ihnen ganz viel Kraft wünschen! Seit mehr als 10 Jahren lesen wir Ihren Blog.

Heute vor 4 Wochen ist unser Jack mit 10 1/2 Jahren gestorben. Er war für uns die liebste und beste Bulldogge auf der Welt. Es tut so unendlich weh, man kann es gar nicht in Worte fassen.

Wir denken an Sie, Viele liebe Grüße, Johannes und Roswitha

Weilheim, 13. Juni 17: Liebe Cornelia, lieber Stu, vielen herzlichen Dank für Ihre lieben Zeilen. Wir schicken Ihnen ein paar Bilder von Jack und von Little (er ist 3 Jahre alt). Ohne Little wäre es jetzt ganz einsam.

Das Bild mit den Blumen ist sein Totenbett auf "seiner Couch". Leider konnte er nicht selber einschlafen und wir mußten am Sonntagabend den Tierarzt hohlen. Am Montagabend haben wir ihn dann in unserem Garten beerdigt.

Wenn Sie einverstanden sind, könnten wir ja mal telefonieren. Das wäre vielleicht einfacher. Viele liebe Grüße aus Weilheim Johannes und Roswitha

Johannes und ich telefonierten dann miteinander. Es tröstet Erinnerungen aus dem Leben seines toten Bulldogs zu erzählen. Damit wird er im Herzen wieder jung und lebendig.

Johannes erzählte, dass Jack viel krank war. Als Welpe hatte er schon eine Lungenentzündung. Später entwickelten sich bei ihm Blasensteine, die operativ nicht alle entfernt werden konnten. Eine Fistel (künstlicher Ausgang) wurde gelegt. In Laufe der Jahre bekam er immer häufiger heftige Blasenentzündungen. Seine Lunge zeigte auch Schädigungen, vermutlich hing das mit der frühen Lungenentzündung zusammen. Als Konsequenz mußte sein Herz sich stetig überaus anstrengen, um den Körper mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Bis es dann dieses Übermaß an Arbeit nicht mehr voll leisten konnte, und das führte zu Wasseransammlung im Bauch. Johannes und Roswitha sind beide Ärzte, und Roswitha machte die nötigen Bauchpunktionen selbst bei ihm.

Johannes und Roswitha machen häufig Urlaub in Italien. Natürlich kam Jack mit. Dort bekam er wegen seines so überwältigend lieben Wesens den Spitznamen - oder besser gesagt den Ehrennamen - "Il Santo" (der Heilige :-)

Jack war ein sehr geduldiger und seelenvoller Bulldog. Ein Herzenshund. Dass er bei seinen Krankheiten so alt wurde, zeugt von der Liebe, die er bekam und gab. Wie schön, so etwas erlebt zu haben. Es prägt uns und unser Leben, und es bleibt uns unauslöschlich erhalten.


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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Update: 21. 3. 2008

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Cornelia Savory-Deermann


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