Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Archiv: Tyson

von Silvia Wolf


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Mittwoch, Mai 2, 2018

Heute berichtet Gastbloggerin Silvia Wolf

Sind Bulldoggen gute Wächter?


Als ich von Kosmos gutem Gehör und seiner Wachsamkeit las, ( Beitrag 25.2.2018: "Sonne macht Laune") fiel mir wieder eine "Tysongeschichte" ein, und damit eine Begebenheit, die ich eigentlich gerne verdränge.

Wie ich schon erwähnte, ist Tyson ein eher ruhiger und gelassener Hund. Auch wenn er von kleineren Hunden unterwegs angekläfft wird, läuft er meist gelassen weiter. So ist es auch, wenn es bei uns an der Gartentüre klingelt. Tyson springt dann auf und behält uns im Auge. Gehen wir freudig auf den Gast zu, freut sich Tyson mit, eilt an die Gartentüre und wieder zurück und holt mitunter auch sein Lieblingsspielzeug, um den Gast zu animieren, mit ihm zu spielen, - oft noch bevor er unsere Wohnung betritt.

Steht jemand an der Türe, den wir nicht kennen, bleibt Tyson gespannt stehen und lässt ihn nicht aus den Augen, uns auch nicht. Er wartet ab. Bei einem Tierarztbesuch, meinte ich einst gegenüber einer Tierärztin, dass ich nicht glaube, dass Tyson, mich je verteidigen würde, bzw. ein guter Wachhund wäre. Die Ärztin schmunzelte und meinte, diese Wette würde sie sicher gewinnen.

An einem Herbstabend einige Wochen später geschah etwas Merkwürdiges. Es war bereits dunkel, ich war alleine zuhause und hatte es mir gemütlich gemacht, Tyson lag zu meinen Füßen. Alles war ruhig. Plötzlich sprang Tyson auf, fing an zu bellen und zu knurren, rannte an die Terrassenfenster, die bis auf den Boden reichen, rannte durch das Haus an die Eingangstür. Er hatte Schaum vorm Maul und alle Haare gestellt. Er war wie von Sinnen. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Tyson war nicht zu beruhigen. Ich kannte meinen Hund nicht mehr.

Eine Katze oder ein Marder, Tiere, die vielleicht über die Terrasse gelaufen waren, konnten es nicht gewesen sein. Tyson hat mit anderen Tieren keine Probleme. Sie interessieren ihn schlichtweg nicht. Ich schaltete zitternd die Panikbeleuchtung an, konnte aber nichts erkennen.

Wir haben ein großes Grundstück, das z. T. mit Büschen und Bäumen bewachsen ist. Nach einiger Zeit beruhigte sich Tyson wieder und ich vergaß die Begebenheit. Nur kurze Zeit später wurden wir jäh daran erinnert. Als wir aus einem Kurzurlaub zurückkehrten, mussten wir feststellen, dass bei uns in unserer Abwesenheit eingebrochen worden war.

Nach Sachlage und Meinung der Polizei war unser Haus wohl genau ausgespäht worden. Ich lasse es mir nicht nehmen, dass Tysons außergewöhnliches Verhalten damit zusammenhing. Auch die Polizei schloss das nicht aus.


Sonntag, April 22, 2018

Heute erzählt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tyson im Frühlingsstress


Eberbach, 14. April 2018: Hallo, ich bin es mal wieder, der Tyson. Ich konnte mich nicht früher melden, - ich war im Stress.

Zuerst musste ich wieder in Urlaub fahren, und seit wir wieder daheim sind, arbeite ich regelmäßig im Garten oder betätige mich sportlich. Bei uns ist nämlich der Frühling eingekehrt.

Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich passionierter Fußballer bin, - allerdings mit meinen eigenen Regeln?

Mein Herrchen ist nach unseren Spielen immer total fertig, - seine Kondition halt. Der Gewinner und letztliche Ballbesitzer bin immer ich, der bullymäßige Fußballkönig. (Ich bin nicht eingebildet, nein, wirklich nicht!) Auch steigere ich meine Fitness nun wieder ausdauernder im Lieblingswald.

Darüber hinaus bin ich leidenschaftlicher Gärtner. Meine Spezialität ist das Umgraben. Aber ich assistiere treu bei jeglicher Gartenarbeit.

Versteht ihr, dass mein Frauchen meine so hoch motivierte Mitarbeit nicht immer schätzt? Ich kann es ihr einfach nicht recht machen. Das ist mein Schicksal, seufz.

Euch allen eine schöne Frühlingszeit. Ich melde mich wieder, wenn der Stress nachlässt. Euer Tyson


Donnerstag, Februar 1, 2018

Heute schickt Gastbloggerin Silvia Wolf

Verspätete Neujahrsgrüße von Tyson


Eberbach, 16. Januar 2018: Es ist zwar schon ein bisschen spät, aber ich will doch noch allen Bullys und ihren Lieblingsmenschen ein gutes und gesundes neues Jahr wünschen.

Mögen eure Schutzengel 24 Stunden Dienst tun, und möget ihr so viele fröhliche Momente im neuen Jahr erleben, dass ihr sie gar nicht zählen könnt.

Ich war über Weihnachten und Neujahr wieder in Südfrankreich. Nachdem hier die Sonne kaum geschienen hat, beschlossen meine Lieblingsmenschen dem Grau und der Nässe den Rücken zu kehren. Sie wollten das Licht der Provence genießen. Es war nur schön. An zwei Nachmittagen regnete es mal kurz, das war alles.

Ansonsten schien die Sonne und wir waren viel am Meer, natürlich auch an meinem Lieblingsstrand. Aber was denkt ihr, Frauchen ließ mich nicht von der Leine. Sie hatte Angst, ich könnte ins 15 Grad kalte Wasser springen.

Ehrlich gesagt und unter uns, die Angst wäre berechtigt gewesen. Ich bin zwar besterzogen, aber manchmal gehorche ich nicht, sondern entscheide. Aber daran bin ich ja nicht schuld, das ist genetisch bedingt. Und gegen die Gene kann man ja nichts machen, oder?

Die hundeverrückten, charmanten Franzosen riefen bei meinem Anblick oft "oh, un beau" oder "un bel anglais" und ich wurde wieder viel fremdgestreichelt, was ich sehr genieße. Ich stelle mich auch schon immer in die richtige Position. --- Eine Geschichte muss ich euch noch erzählen:

Wenn Frauchen zuhause ihre alte Basttasche nimmt, geht sie auf den Markt. Ich darf da nicht mit, weil der Markt bei uns für Hunde verboten ist. Auf dem großen Obst- und Gemüsemarkt in Cannes` Altstadt ist das anders. Hier gibt es kein Verbotsschild. Frauchen fragte einen Gemüsehändler danach, und der schmunzelte und meinte:

"Leute, die mit ihren Hunden auf den Markt kämen, hätten in der Regel gut erzogene Tiere. Die würden nicht auf sein Obst und Gemüse niesen oder husten und stehlen würden sie auch nichts, was man von Menschen nicht immer sagen könne." Und als er hörte, dass ich so gerne Äpfel esse, bekamen wir noch einen geschenkt. Ich ging dann immer mit auf den Markt!

Bis bald, Euer Tyson (gern auf Reisen!)


Mittwoch, Dezember 20, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Weihnachtszeit mit Tyson


Mein Frauchen hat wieder Kisten geschleppt. Wenn sie die Zugtreppe runterlässt, weiß ich ja was los ist. Es weihnachtet. Dort oben lagert sie alles, was sie braucht, um aus unserer Wohnung ein Weihnachtswunderland zu machen. Ich mag diese Zeit.

In diesen herrlichen Tagen liegt auch der Nikolaustag. Zu uns kommt er ja nicht immer. Aber dieses Jahr hieß es, habe er etwas Besonderes auf der Terrasse abgelegt. Ich sollte suchen. Was glaubt ihr, was ich fand?

Dort lag ein Riesenrinderknochen. Ob das das normale Geschenk für einen besonderen Hund wie mich ist (ich bin ja nicht von mir eingenommen, nein), weiß ich nicht. Ich habe mir auch keine Gedanken darüber gemacht, sondern war Tage beschäftigt, dieses Teil zu zerkleinern.

Jetzt machen wir auch meine geliebten Schneespaziergänge. Ich fange Schneeflocken und spiele Schneeschieber, einfach herrlich.

Vor allem gibt es jetzt auch Plätzchen. Mein Frauchen bäckt sie und Herrchen testet. Und wisst ihr was, sie bäckt auch Plätzchen für mich. Mmm superlecker, und weil mein Frauchen ein praktisch denkender Mensch ist, bäckt sie manchmal ein Rezept, das für uns beide gesund und genießbar ist. So stapfen wir manchmal Plätzchen kauend durch die Schneelandschaft. Einfach schön.

Magerquarkröllchen, Rezept:

200 gr Haferflocken - 150 gr Magerquark oder körnigen Frischkäse - 1 Eigelb - 3 El Milch - 3 El Olivenöl
Alle Zutaten mit dem Knethaken verrühren, aus dem Teig fingerlange Röllchen formen. Im Backofen bei 150°C ca. 20-25 Minuten backen und gut auskühlen lassen. Sie sind ganz zart und auch für Menschen geeignet.

-

Auf einem Weihnachtsmarkt waren wir auch schon. Frauchen band mir das rote Weihnachtsnickituch um den Hals.

Es muss mir wirklich sehr gut stehen. Ich wurde fremdgeknuddelt, fremdgeküsst und fotografiert. Leute, das war richtig anstrengend. Ja, und dann kommt das Weihnachtsfest.

Stellt euch vor, was ich letztes Jahr bekam. Ich war nicht amused, um es britisch auszudrücken. Ein Intelligenzspiel für Hunde stand für mich unter dem Baum, - ja bin ich denn doof?

Ich sollte unter bestimmten Gefäßen nach Leckerlis suchen. Schnell habe ich mit meinem ausgeprägten Riechorgan erkannt, wo diese waren, habe die Becher mit meinen Pfoten umgeworfen und die Leckerlis genossen. Als ich das zum vierten Mal machen sollte, streikte ich. Gemäß meinem Motto: Eine englische Bulldogge gehorcht nicht, sie entscheidet. Ich entschied mich, gegen das Intelligenzspiel, da ich ja sowieso erwiesenermaßen clever bin (fragt meine Fangemeinde!), und für meine Leckerlischublade, - ohne Suchspiel.

Hoffentlich bekomme ich dieses Jahr etwas Anständiges und weniger Anstrengendes, lukullisch darf es natürlich sein.

Dieses Weihnachtsfest wollen meine Lieblingsmenschen nicht zu Hause feiern, weil es durch Schicksalsschläge kein großes Familienfest mehr geben kann, und unser Fest vielleicht traurig werden könnte. Deshalb feiern wir fern der Heimat. Ich verspreche euch in meine dicken Pfoten, dass ich bestimmt davon berichten werde.

In diesem Sinne wünsche ich allen Bullyfreunden mit ihren Bullys ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Übrigens erschreckt nicht zu sehr in der Sylvesternacht, mir macht sie nämlich gar nichts aus! Ich bleib da ganz cool. Es grüßt euch euer weiterhin tiefenentspannter Tyson


Samstag, Dezember 2, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Reisen mit Tyson: Seefeld in Österreich


Tyson berichtet: Meine Lieblingsmenschen haben es gerade wieder getan. Ich beobachtete, wie gepackt wurde, auch meine große Hundetasche war dabei, und ich machte mich breit, - bereit, meine ich.

Wie immer saß ich in einer solchen Situation im Flur und allen vor den Füßen. Aber damit vergaß man mich auch nicht. Ist auch noch nie passiert, aber sicher ist sicher, meine ich.

Im Herbst sagt Frauchen meist, es wird wieder Zeit, dass wir ein paar Tage ins Kloster gehen. Das meint sie nicht wirklich so. Aber das Hotel, das wir dann beziehen, steht wirklich auf alten Klostermauern. Es hätte etwas einmalig Mystisches, vor allem, wenn am Abend unendlich viele Kerzen in den Gängen brennen, meint Frauchen. Mich beeindruckt das ja weniger.

Ich finde vor allem, dass sie hier alle sehr hundefreundlich sind. Ich darf mit zum Frühstück und zum Essen (anders ginge es mit meinen Lieblingsmenschen auch nicht), und es gibt "Moritz, den Hotelmanager". Manchmal hat der Typ sogar ein Geschirr an auf dem "Moritz - Hotelmanager" steht. - Angeber. -

Aber er ist ein ganz cooler Hundekumpel, distanziert, aber mit jedem Hund verträglich. Der läuft hier überall einfach so rum.

Ein Ober meinte übrigens zu meinen Lieblingsmenschen: "An Sie erinnere ich mich nicht mehr, aber an den Hund. Das ist doch der Tyson!"

Mein Frauchen strahlte nur so vor Begeisterung und vor Stolz. Fast hätte sie den Mann umarmt, - ts, ts, ts wie peinlich. Sie ist doch mein größter Fan, - ich ihrer aber auch.

Wenn wir hier unser Gartenzimmer verlassen, sind wir in der freien Natur, - viele Wiesen, herrliche Wege, eine beeindruckende Berglandschaft und der kleine Wildsee, der sich in einer Stunde gut umrunden lässt.

Morgens geht es immer hinauf auf den Klosterberg, ein Ort der viel Energie ausstrahlen soll. Nunja, die habe ich morgens nach dem Frühstück sowieso immer. Gehe da aber trotzdem sehr willig mit.

Seefeld liegt auf einem Sonnenplateau. Hier scheint tatsächlich oft die Sonne. Wir kennen es fast nicht anders und so wird viel gewandert.

Meine Lieblingsmenschen meinen, dass man sich einfach viel in dieser herrlichen Bergluft bewegen sollte. Und ich trabe bereitwillig mit, - meistens wenigstens. Manchmal wäre ich meinungsresistent, sagt mein Frauchen. Ich weiß wirklich nicht, was sie damit meint.

Wir fahren auch gerne nach Mittenwald. Das ist eine kleine, nette Stadt in der Nähe, in der fast alle Häuser bemalt sind, und die bekannt für den Geigenbau ist.

Hier traf ich dieses Jahr Edgar, einen lieben Bulli. Wir hatten echt viel Spaß.

Alles in allem waren es schöne Tage. Ich glaube meine Lieblingsmenschen haben für das kommende Jahr schon wieder reserviert. Es grüßt euch euer erholter und tiefenentspannter Tyson.


Freitag, Oktober 27, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tyson und sein Verhältnis zum Wasser


Tyson liebt Wasser über alle Maßen. Es darf nur nicht von oben kommen, sprich: er hasst den Regen. Dann niest er und schüttelt sich gewaltig, und man bekommt ihn nur mit Mühe vor das Haus. Aber nur um blitzschnell wieder ins Trockene umzukehren.

Werden wir unterwegs in der Stadt vom Regen überrascht, schleicht er wie eine begossene Bulldogge ganz eng an den Häusern entlang, in der Hoffnung nur wenig Regen abzubekommen.

Allerdings liebt Tyson das Wasser in gefrorenem Zustand, sprich den Schnee. Er ist süchtig danach, und somit ist der Winter fast seine liebste Jahreszeit. Dann machen wir die längsten Spaziergänge oder besser Schneewanderungen.

Er spielt dann mit Leidenschaft "Schneeschieber", - Schnauze nach unten in den Schnee und Gas geben.

An einem unserer Lieblingswaldwege gibt es eine Quelle, die eingefasst ist. Tyson weiß schon lange vorher, dass es am Ende des Weges Wasser gibt und man hier gut die Füße kühlen kann, weshalb er auch plötzlich unheimlich beschleunigt.

Tyson kann schwimmen. Als wir das feststellten, blieb uns fast das Herz stehen. Er folgte nämlich seiner Hundefreundin Holly, einer Border-Collie-Labrador-Hündin in den Neckar. An diesem Fluss leben wir, und der ist immerhin schiffbar.

Am liebsten ist Tyson jedoch am Meer. Wir fahren gerne nach Südfrankreich (das fanden wir auch dort :-), natürlich nicht im Hochsommer.

Der morgendliche Spaziergang am Meer ist auch für Tyson ein Genuss. So wartet er immer ganz gespannt auf die nächste Welle, - um dann vor ihr zu flüchten.

Ist er nicht schnell genug, und wird er von ihr getroffen, macht er sich wie eine begossene Bulldogge von dannen. Aber nur um ganz schnell wieder umzukehren und auf die nächste Welle zu warten.


Donnerstag, September 14, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tyson erzählt von seinen Reisen: 1. München


Ich spürte mal wieder die aufkommende Unruhe im Haus und positionierte mich schon mal im Flur. Obwohl es noch nie passierte, habe ich doch im tiefsten Innern immer die Angst, meine beiden Lieblingsmenschen könnten mich vergessen oder zurücklassen.

Öfters vernahm ich das Wort MÜNCHEN und damit wusste ich, wo es hingeht. Da war ich nämlich schon oft. Hier wohnt jemand, den meine Lieblingsmenschen auch sehr lieben, - ihren Sohn. Aber da bin ich nicht eifersüchtig, bin ich eigentlich sowieso nicht. MAX, so heißt er, ist auch immer lieb zu mir, weiß genau, wo er mich streicheln muss, damit es mir super gefällt, und ich liege ihm ja auch zu Füßen - und lecke sie ihm ab - und er lässt es immer lachend geschehen. Er ist echt auch mein Freund.

Und München mag ich auch sehr. Das hat seine Gründe:
1. Hier gibt es in der Stadt und am Stadtrand viele Parks und Hundewiesen mit einer Menge Hundekumpels.
2. Es gibt in und um diese Stadt Gewässer, in denen ich problemlos meine Füße tauchen, oder sogar schwimmen kann. Von Oktober bis Mai kann ich das problemlos fast überall.
3. Die Menschen sind meistens nett und nennen mich auch schon mal "liabes Zamperl". Eigentlich soll das der Münchner Ausdruck für einen Dackel sein, weil das früher die häufigste Hunderasse in München war. Zu mir hat man es auch schon häufig gesagt und mich gestreichelt. Dabei sehe ich ja nicht wie so ein krummbeiniges Hundchen aus. Ich bin ja eine stolze, souveräne Englische Bulldogge. "Der beste Hund der Welt", sagt mein Frauchen, "Teufelskerl" sagt mein Herrchen. Übrigens ist es hier fast eine Selbstverständlichkeit, dass ich in einem Gasthaus oder Biergarten Wasser bereitgestellt bekomme.
4. Außerdem gibt es hier besondere Spezialitäten: ein gutes Bier fürs Herrchen und Weißwürste für mich, und die habe ich zum Fressen gern.

Am Mittwoch (23. August) bekam ich gleich 2 Stück zum Frühstück, weil ich meinen 7. Geburtstag feierte. Da gab`s den ganzen Tag meine Lieblingsdinge zu fressen, sogar das geliebte Vanilleeis mit Schlagsahne. So ein Geburtstag ist einfach ein toller Tag!!

Ich verspreche euch in die Pfote: Mein Frauchen schreibt bestimmt bald den nächsten Beitrag. Es soll über mich und mein Verhältnis zum Wasser gehen!!

Lieber Tyson, zu deinem 7. Geburtstag gratulieren wir alle dir von Herzen. Mögen die Weißwürstchen mit Eis und Sahne nie für dich augehen :-) Deine begeisterten Blog-LeserInnen


Sonntag, August 27, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Tierheimgeschichte Teil II: Tyson schreibt


Das war vielleicht ein aufregender Tag, aber es siegte quasi die Liebe auf den ersten Blick. Nach einigen Turbulenzen, das hat mein Frauchen ja schon erzählt (Beitrag unten), bekamen sie den Zuschlag, - nämlich mich.

Mein neues Frauchen machte mit der Tierheimchefin einen Vertrag, und ich durfte nach 3 Tagen bei meiner neuen Familie einziehen. Zwischenzeitlich wurde ich noch untersucht, geimpft und entwurmt. Ich kann euch sagen, das war nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber ein Bully wie ich ist ja meistens tapfer. Ich habe ein Kämpferherz, meine Vorfahren haben ja schließlich gegen Bullen gekämpft und ganz oft gewonnen.

Meine Reise ins neue Zuhause

Was soll ich euch sagen? Ich wurde tatsächlich nach drei Tagen abgeholt, und meine zwei neuen Leute fuhren mit mir in mein neues Zuhause. Frauchen saß mit mir auf dem Rücksitz und streichelte mich mindestens 40 km lang, schätze ich, und dann ging`s in ein richtig großes Geschäft, einfach wunderbar.

Hier gab es natürlich Leinen, Futter, Fressnäpfe, aber auch so was von leckeren Leckerlies und vielen anderen Dingen, von denen meine Leute meinten, dass ich sie unbedingt brauchen würde. Die waren richtig im Kaufrausch. Mir waren vor allem die Leckerlies wichtig und was glaubt ihr, die kauften richtig viele Sorten für mich. Ich bekam natürlich auch ein Hundebett, knochenschonend. Dies wurde in meinem neuen Zuhause ins Esszimmer gestellt. Dieser Platz gefiel mir nur bedingt. Ich fand bald eine andere Lösung!!

Meine neuen Lieblingsmenschen

Zwei ganz besondere Hobbys haben ja meine zwei besten Freunde: Essen gehen und reisen. Traumjobs von Frauchen wäre wohl Restauranttesterin und Reiseleiterin, aber sie hat einen ganz anderen Beruf. Dennoch sind die beiden sehr unternehmungslustig, und wenn es bei uns unruhig wird, nach den richtigen Klamotten gesucht wird oder noch schlimmer, mit Koffern durch das Haus gestolpert wird, dann setze ich mich vorsichtshalber in den Flur. Damit man mich nicht vergisst.

Ich bin ja ein ganzer Bullymann, aber alleine bleibe ich nicht gerne. Ich benehme mich zwar dann auch, - bis auf wenige Ausnahmen. Einmal, ganz am Anfang in meinem neuen Heim, zernagte ich die Fernbedienung für den Fernseher, einige Teile verschluckte ich auch, aber es blieb ohne Folgen. Frauchen meinte, ich hätte damals einen sehr intensiven chemischen Mundgeruch gehabt.

Ein anderes Mal las ich eine Fernsehzeitschrift ganz genau und intensiv. Beides kam bei meinen Lieblingsmenschen nicht gut an. Natürlich zerstöre ich nichts mehr, aber mir wird immer so langweilig, wenn ich alleine bin. Folglich gehe ich überall mit hin.

Überall heißt überall. Frauchen meint überzeugend: "Wer uns mit Hund nicht mag, der bekommt uns gar nicht". Ich bin absolut restaurant- und hoteltauglich, benehme mich vorbildlich. Deshalb habe ich diesbezüglich viel gesehen und erlebt.

Wir leben in der Metropolregion Rhein-Neckar, in der schönen Kurpfalz bei Heidelberg, in einer Kleinstadt. Mein Revier ist hier vor allem der schöne, waldreiche Odenwald, aber ich war auch schon oft am Meer und im Gebirge. Ich werde noch davon erzählen.


Montag, Juli 31, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Silvia Wolf

Eine Tierheimgeschichte: Tyson


Hallo Cornelia, ich habe mir lange überlegt, was ich über Tyson schreiben könnte. Vieles fiel mir ein. Aber ich werde erzählen, wie wir auf den Hund, sprich auf Tyson kamen. Es war ein einmaliger Glücksfall.

Nachdem ich vor Jahren unseren Boxer wegen eines schweren Krebsleidens einschläfern lassen musste, wollte ich keinen Hund mehr. Aber im tiefsten Innern spürte ich doch bald, dass mir so ein lieber Kamerad fehlte.

In meinem Leben war eigentlich gerade nicht die Zeit, mir wieder einen Hund zuzulegen. Meine Eltern waren hochbetagt und Pflegefälle und ich beruflich sehr eingespannt: morgens eilte ich zur Arbeit, mittags war ich in die Pflege meiner Eltern eingebunden. Gott sei Dank hatte aber mein Mann viel Zeit. Ich träumte von einem Hund, ein Molosser sollte es wieder sein, am besten eine Englische Bulldogge. Viel hatte ich über diese Rasse gelesen und mich in sie verliebt.

In einem Tierheim 40 km von uns entfernt, stieß ich im Internet auf einen Mischling, und den wollten wir eigentlich kennenlernen, vereinbarten einen Termin mit der Tierheimchefin. Am Tag vor diesem besagten Termin checkte ich nochmals die Homepage des Tierheims und siehe da, sie hatten eine junge Bulldogge, einen Scheidungshund, - unseren Tyson.

Als wir im Tierheim eintrafen, mussten wir eine eingezäunte Wiese überqueren. Hier spielten alle verträglichen Hunde miteinander. Wir öffneten die Holztüre und genau hinter dieser Türe saß Tyson und schaute uns mit einem Blick an, der in etwa folgendes sagte: "Wo kommt ihr denn her? Ich warte schon so lange auf euch."

Ich streichelte den hübschen Kerl, und er wich nicht mehr von unserer Seite. Die Tierheimchefin teilte uns jedoch mit, dass sie uns genau diesen Hund nicht verkaufen könne, da eine Familie wegen dieses Hundes von weither kommen würde. Vor allem für mich war aber ganz klar, dass ich genau diesen Hund haben musste. Es war Liebe auf den ersten Blick - für Tyson wohl auch.

Tyson sitzt auch heute noch gerne auf Stühlen. Und so saßen wir nun, mein Mann und ich, Tyson in der Mitte, auf roten Stühlen im Tierheim und hofften, dass die Familie doch nicht kommen würde. Aber sie kam. Und nun passierte das Außerordentliche. Die Frau schaute sich das Bild, das sich ihr bot, genau an und sagte folgenden denkwürdigen Satz: "Und da drängen wir uns nicht mehr dazwischen!"

Ich habe sie umarmt. Ich wusste, dass mit Tyson bei uns ein besonderes Wesen einziehen würde, und dem war auch so. Tyson ist nun 51/2 Jahre bei uns, bereichert unser Leben, macht uns so viel Freude, lässt uns jeden Tag lachen.

Für meine alten Eltern war er ein lieber zärtlicher, empathischer Freund, und meine Mutter wies mich an einem ihrer letzten Lebenstage an, ich solle doch ja immer gut auf Tyson aufpassen, und das tun wir täglich aus ganzem Herzen und werden dafür tausendfach belohnt.

Liebe Cornelia, ich hoffe, Sie können etwas mit dieser Geschichte anfangen. Natürlich kann ich auch etwas Kurzes aufs "Papier" bringen. Es gibt ja dauernd etwas Bemerkenswertes mit diesen liebenswerten Burschen. Bilder schicke ich Ihnen alsbald. Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Wochenende und knuddeln Sie Kosmo. Liebe Grüße Silvia






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Cornelia
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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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Update: 21. 3. 2008

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