Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Archiv: Beiträge ab 2005 zum Thema

Allgemeine Infos zu Krebs und Infektionen


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Freitag, Februar 6, 2015

Zehn Hinweise auf eine mögliche

Krebserkrankung

Quelle: ScienceDaily (Dec. 3, 2014)


Um die 50 Prozent der Hunde im Alter von 10 und mehr Jahren entwickeln Krebs. Ein Veterinär der Kansas State University sagt, je nach der Art des Krebses kann er behandelt werden und muss nicht lebensbedrohlich sein.

Mary Lynn Higginbotham, Assistant Professor für Onkologie der Veterinär Universität, sagt, dass jede Rasse Krebs entwickeln kann. Mensch und Hund haben viele Krebsarten gemeinsam: z. B. Lymphom, Melanom und Osteosarkom. "Das Veterinär Health Center hat festgestellt, dass es sicherlich einige Hunderassen mit der Tendenz zur Tumorentwicklung gibt, aber das variiert von Tumorart zu Tumorart", sagte Higginbotham. "Osteosarkome sind die primären Knochentumore in den Gliedmaßen. Sie kommen am häufigsten in den Vorderbeinen der großen Hunderassen wie Doggen, Mastiffs, Labrador Retriever und Rottweiler vor."

Allgemeine Veränderungen im Verhalten ihres Hundes könnten ein Hinweis auf Krebs sein. Es gilt auf folgende Symptome zu achten:

  1. Knoten oder Beulen, die wachsen oder sich verändern.
  2. Wunden, die nicht heilen, wie z. B. auf der Haut des Gesichts oder der Zehe.
  3. Lahmheit, die anhält oder immer wiederkehrt.
  4. Unerklärlicher Gewichtsverlust.
  5. Appetitlosigkeit.
  6. Schwierigkeiten beim Essen oder Schlucken.
  7. Blutungen aus einer Körperöffnung wie Mund, Nase oder Rektum.
  8. Offensiver Geruch, vor allem aus dem Mund.
  9. Schwierigkeiten beim Atmen oder beim Urinieren oder Stuhlgang machen.
  10. Lethargie oder Verlust an Ausdauer.

Die Behandlungsmöglichkeiten für Hunde sind ähnlich denen beim Menschen. Higginbotham sagt, Tierärzte erwägen Operationen, Strahlentherapie, Chemotherapie oder Immuntherapie, aber diese Therapien haben normalerweise bei den Tieren weniger Nebenwirkungen als bei Menschen.

"Die meisten unserer Medikamente, die für die Chemotherapie verwendet werden, sind die gleichen wie bei der Behandlung eines Menschen, aber wir sind sehr vorsichtig mit der Dosis", sagte Higginbotham. "Wir nutzen die erforderliche Dosis, um die Reaktion zu maximieren, aber wir begrenzen die Dosis auch, um die Nebenwirkungen so weit wie möglich zu verringern. Insgesamt brauchen weniger als 20 Prozent der Patienten eine Therapie gegen die Nebenwirkungen der Behandlung. Der Großteil der von uns mit Chemotherapie oder Strahlentherapie behandelten Tiere haben sehr geringe Nebenwirkungen, und die sind in der Regel kurzfristig."


Montag, Januar 19, 2015

Das Epigenom der Hunde gibt Hinweise

auf Krebs - auch beim Menschen

Quelle: ScienceDaily (Okt. 2, 2014)


Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist sehr stark und uralt. Hunde und Menschen teilen viele Aspekte des Lebens.

Die Beziehung zwischen den beiden Spezies wurde von Psychologen, Anthropologen, Ethnologen erforscht, und Molekularbiologen untersuchen die genetischen Gemeinsamkeiten. In diesem Sinne sind Hunde ein großes Vorbild für das Verständnis der Ursachen menschlicher Erkrankungen, insbesondere Krebs.

Im Gegensatz zu anderen Säugetieren, an denen geforscht wurde, entwickeln Hunde - wie Menschen - Krebs spontan, und er ist deren häufigste Todesursache. Das Hunde-Genom wurde sequenziert, aber wir wissen noch nicht, wie es gesteuert und geregelt wird; diese Prozesse nennen wir Epigenom.

Das Team von Manel Esteller, Professor für Genetik an der Universität von Barcelona und Direktor des Programms für Epigenetik und Krebs im Bereich Biologie (PEBC), hat das Epigenom des Hundes charakterisiert. Er nutzte die Ergebnisse dazu, um Licht auf menschlichen Krebs zu werfen, insbesondere um die Veränderungen von Tumoren zu verstehen. Das Ergebnis ist in der Zeitschrift Cancer Research veröffentlicht. "Wir haben den Epigenom-Level jedes Nukleotids der DNA in Zellen der Cocker Spaniels ausgewertet. In diesen Hundezellen induzierten wir eine morphologische Veränderung ähnlich dem, was in der Tumorprogression passiert, und wir haben gesehen, dass signifikante Veränderungen bei der Modulation der Gene, genannt epigenetische Veränderungen, angezeigt wurden", sagt Manel Esteller. "Das Interessante ist, dass wir die gleichen Hunde-Gene in menschlichen Brustkrebs sahen. Sie treten hier in den gleichen Regionen der DNA mit den gleichen epigenetischen Abweichungen auf."

Die Forscher schließen daraus "die Daten deutet auf die Existenz gemeinsamer epigenetische Mechanismen in beiden Arten hin, die evolutionär konserviert sind, um die Form und Konsistenz unsere Zellen und Gewebe zu ändern".

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass pharmakologische Wirkung auf diese epigenetischen Veränderungen hilfreich bei der Verlangsamung der Krankheitsprogression sein können.

Anmerkung:
Die Veröffentlichungen bei "Science Daily" zum Thema Hund zeigen, wie intensiv gerade die Krebserkrankungen beim Hund, als seiner häufigsten Toderursache, erforscht werden. Und dabei zeigt sich mehr und mehr, wie die Krebsforschung am Hund diesem und gleichzeitig uns selbst hilft. Der Satz "Der Hund ist des Menschen bester Freund" bestätigt sich einmal wieder mehr. Und umgekehrt auch.
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Freitag, 28ten November 2014

Neue Behandlungsmethoden gegen Krebs


Nano-Partikel und Laserbestrahung zur Krebsbekämpfung
Quelle: ScienceDaily (Aug. 4, 2014)

Bei Grayton, dem Hund der Forscher Michael und Sandra Friedländer an der Virginia-Maryland College of Veterinary Medicine, wurde ein Nasen Adenokarzinom, eine Form von Krebs mit einer Lebenserwartung von nur einigen Monaten, festgestellt. Das ist nun drei Jahre her. Grayton wurde in der Universität von Florida einer stereotaktische Strahlentherapie unterzogen, die eine präzise, hohe Strahlendosis liefert, sie kann aber nur einmal durchgeführt werden. Der Tumor schrumpfte dadurch auf fast ein Nichts, doch der Krebs kam zurück.

Heute ist der 11-jährige Labradoodle der erste Patient am Virginia-Maryland College of Veterinary Medicine in einer neuen klinischen Studie, in der die Nutzung von Gold-Nanopartikel und einer gezielten Laserbehandlung bei soliden Tumoren getestet werden. Obwohl in der medizinischen Forschung schon Goldnanopartikel mit gezielten Laserbehandlungen am menschlichen Patienten mit einigem Erfolg getestet wurde, ist die Behandlung noch neu in der Human- und Veterinärmedizin.

Nach einer Rhinoskopie bei Grayton begann Dr. Nick Dervisis, Assistant Professor of Oncology im Department of Small Animal Clinical Sciences, eine einmalige, experimentelle Therapie. "Die Behandlung erfolgt in zwei Phasen. Zuerst infusieren wir den Patienten mit den Gold-Nanopartikeln. Obwohl sich die Nanopartikel im ganzen Körper verteilen, neigen sie dazu um die Blutgefäße in Tumoren zu konzentrieren. Innerhalb von 36 Stunden verschwinden sie in den Adern - außer denen in den Tumoren. Die Goldnanopartikel sind klein genug, um frei im Blutkreislauf zu zirkulieren und sich vorübergehend in den unvollständigen Blutgefäßwänden in soliden Tumoren zu sammeln. Dann verwenden wir einen nicht-ablativen (nicht Oberflächen abtragenden) Laser."

Dervisis erläutert, dass ein nicht-ablativer Laser nicht stark genug ist, um die Haut oder normales Gewebe schädigen, aber "die im Tumor verbliebenden Nanopartikeln absorbieren die Energie und wandeln sie in Wärme um, so dass sie die Tumorzellen zu beschädigen." Wie bei allen klinischen Studien gibt es viele Unbekannte, einschließlich Nutzen und Wirksamkeit der Behandlung.

Einen Monat nach dieser Behandlung hörte bei Grayton das Nasenbluten auf, der einzigen Nebenwirkung. "Ich bin sehr zufrieden mit der Betreuung, die Grayton erhalten hat", sagte Friedlander, "die Behandlung scheint sicher zu sein. Grayton war vor Kurzem mit uns im Urlaub am Strand. Es war so toll ihn schwimmen, Fische und Krebse fangen, und alles tun zu sehen, was Hunde machen."

Aktuelle klinische Studien am Veterinary College verfolgen diese Behandlungsmethode weiter bei krebsartigen Lymphknoten, oralem Melanom und Hirntumoren. Mindy Quigley, die das Veterinary Clinical Research Office betreut, erklärte, dass Tierversuche einen Vier-Phasen-Prozess durchlaufen, die eine andere Komplexität haben als Versuchsstudien am Menschen. "Variation zwischen den Arten bedeutet, dass eine Therapie, die sich sicher und wirksam bei einer Spezies bewährt hat, zum Beispiel bei Menschen oder Hunden, möglicherweise nicht für andere Arten gut ist", sagte Quigley, die vom der medizinischen und tiermedizinischen University in Edinburgh kam, wo sie half eine neue Neurologische Forschungsklinik, mit der Finanzierung der Autorin JK Rowling, aufzubauen. "Viele klinische Tier-Versuchsstudien müssen daher Therapien, die bei einer Spezies gewirkt haben, bei anderen Spezies testen. Dies ist notwendig um festzustellen, ob eine vorgeschlagene Behandlung sicher und wirksam für unsere Haustiere ist."

Grayton ist der erste Begleithund, der an der AuroLase-Studie teilnahm, aber er wird sicherlich nicht der letzte sein. Dervisis will weiterhin Patienten in die Studie aufnehmen und sucht Hunde und Katzen mit soliden Tumoren einer bestimmten Größe, die schon eine Strahlen- oder Chemotherapie erhalten haben.


Bestimmte Bakterien töten Tumore ab
Quelle: ScienceDaily (Aug. 13, 2014)

Eine modifizierte Version des Clostridium novyi (C. novyi-NT) Bakteriums kann eine starke und zielgenaue Antitumorantwort bei Ratten, Hunden und jetzt Menschen produzieren, wie Forscher des Johns Hopkins Kimmel Cancer Center in einem neuen Bericht vorstellten.

In seiner natürlichen Form wird C. novyi in der Erde gefunden und kann in bestimmten Fällen gewebeschädigende Infektion bei Rindern, Schafen und Menschen verursachen. Die Mikrobe gedeiht nur in sauerstoffarmen Umgebungen, das macht sie zu einem Mittel gezielter Zerstörung sauerstoffarmer Zellen in Tumoren, welche nur schwer mit Chemotherapie und Bestrahlung zu behandeln sind.

Das Johns Hopkins-Team entfernte ein Toxin-produzierenden Gen der Bakterie, um es sicherer für den therapeutischen Einsatz zu machen. Für die Studie testeten die Forscher die Wirkung der Direkttumorinjektion der C novyi-NT Sporen an 16 Hunden, die gegen natürlich vorkommende Tumore behandelt wurden. Sechs der Hunde hatten 21 Tage nach der ersten Behandlung eine anti-Tumor-Reaktion. Drei der sechs zeigten eine vollständige Eradikation des Tumors, und bei den anderen drei schrumpfte die Durchmesserlänge der Tumore um mindestens 30 Prozent. Die meisten Hunde erlebten die für eine bakterielle Infektion typischen Nebenwirkungen wie Fieber und Entzündungen.

"Ein Vorteil der Verwendung von Bakterien zur Behandlung von Krebs ist, dass man diese Bakterien relativ leicht ändern kann, um sie mit anderen therapeutischen Mitteln auszustatten, oder um sie weniger toxisch zu machen, so wie wir es hier getan haben", sagte Shibin Zhou, MD, Ph.D., Associate Professor für Onkologie am Cancer Center. "Einer der Gründe, warum wir Hunde vor Menschen mit C. novyi-NT behandelten, war, dass Hunde uns Hinweise geben können, wie es bei Menschen sein wird. Denn Hunde-Tumore haben viele genetische Ähnlichkeiten mit menschlichen Tumoren", erklärte er, "und ihre Tumore entstehen spontan wie bei Menschen. Hunde werden auch mit gleichen Krebsmedikamenten behandelt wie Menschen, und sie reagieren ähnlich."

Das Studium der Injektion mit C novyi-NT Sporen Injektion beim Menschen ist noch nicht abgeschlossen, die endgültigen Ergebnisse ihrer Behandlung sind noch nicht verfügbar. "Es kann möglich sein die traditionellen Behandlungen wie Chemotherapie mit der C novyi-NT-Therapie zu kombinieren", sagte Zhou.


Neues Medikament gegen Lymphome (Blut-Krebs)
Quelle: ScienceDaily (Sept. 9, 2014)

Das neue Medikament, Verdinexor (KPT-335), hilft sowohl Menschen als auch Hunden bei den verschiedenen Arten von Blukrebs. Lymphone sind die häufigste Krebserkrankung bei Hunden. Das Mittel verhindert, dass Tumor-Suppressor-Proteine den Zellkern verlassen können, denn ein Exodus dieser Proreine führt zu unkontrolliertem Zellwachstum.

Dies ist seit 2 Jahrzenten die erste zur Verfügung stehende alternative Behandlungsmöglichkeit zur Standard-Chemotherapie bei Lymphomen. Voruntersuchungen von Hunden mit neu diagnostiziertem oder rezidivierendem T- und B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom zeigte, dass der Wirkstoff entweder das Tumorwachstum stoppt oder verlangsamt. Verdinexor wird oral gegeben, das ist gegenüber einer wöchentlich zu gebenden Infusion bei Chemotherapie eine Erleichterung für Hund und Halter. Einige Hunde zeigten weniger Appetit nach Einnahme des Medikaments, deshalb wurde ein Steroid-basiertes Protokoll entwickelt, welches diese Nebenwirkung erfolgreich kompensiert.

Es ist kein Zufall, dass die Mensch- und Hund-Krebsmedikamente gemeinsam erforscht und angewendet werden : Viele Arten von Mensch- und Hund-Krebsarten sind sowohl auf zellulärer wie auch auf molekularer Ebene identisch. Als einer der wenigen Tier-Onkologen arbeitete Cheryl London, VM, PhD der Ohio State University, College of Veterinary Medicine, paralell mit den Forschern an der Ohio State James Cancer Center und Solove Research Institute an der Entwicklung von Verdinexor. London stellt fest, dass der Informationsaustausch zwischen Veterinär- und Human-Onkologen, vor zehn Jahren praktisch noch unbekannt, die Wirkstoffforschung effizienter macht und Zeitverlust vermeidet. "Der Austausch von Echtzeitinformationen führt zu intelligenteren klinischem Entscheidungen."

Kürzlich genehmigte die US Food and Drug Administration Verdinexor für "geringfügige Verwendung" - eine Bezeichnung ähnlich dem "Compassionate-Use" beim Menschen. Diese bedingte Zulassung fordert vom Hersteller, Karyopharm Therapeutics, Pivotal-Studien innerhalb der nächsten fünf Jahre durchzuführen. Allerdings, sagt London, sobald Herstellungsverfahren für das Medikament etabliert sind, können einige Tier-Onkologen auf Verdinexor in etwa einem Jahr zugreifen. "Wenn es um Krebs geht, haben Hunde und Menschen haben so viel gemeinsam".


Donnerstag, November 6, 2014

Heute berichtet Gastbloggerin Isabelle Borgert

Emmy war sehr krank (Entzündungen)


24.10.2014, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Hallo, Dicki hier! Oh, war das eine aufregende Zeit! Nach dem tollen Jägertreffen (siehe Beitrag vom 11. Oktober 14) wurde Emmy plötzlich schwer krank. Und zwar so krank, dass wir alle dachten, Emmy verlässt uns!

Und das böse dabei? Herrchen hat sogar einmal zu Emmy gesagt, dass er seinem 'Dackel' wohl langsam näher kommt - aber so ist unser Herrchen eben. Dabei verdrängt er vor uns allen, dass sein "Heimkind" sogar seine ganz weiche Seite berührt...

Also, Emmy konnte nach einem leichten Sturz innerhalb von wenigen Stunden ihr Bein nicht mehr fühlen. Genau genommen traten allerdings erst nach zwei Tagen Beschwerden auf: innerhalb weniger Stunden bekam Emmy Fieber, dolle Schmerzen und nässte sich ein.

Alarmfahrt zum Tierarzt, Infusion, Röntgen und die Diagnose, möglicherweise Knochentumor. Mit Schmerzmitteln im Gepäck nach Hause. Am nächsten Tag morgens war noch alles zumidest vom Fieber her ok, dann ging es in kürzester Zeit wieder los. Fieber, Schmerzen, Einnässen, Zittern. Und wieder ab zur Tierärztin. Emmy war so schwach, dass sie nur noch getragen werden konnte. Der Urin war voller Enzündungszellen, Eiweiß und Blut. Und dann gab es so ziemlich die härteste Dosis an Medikamenten, die Dicki je gekannt hat.

Nach einem Tag eine deutliche Besserung, aber 10 Tage lang keine Reaktion beim Beinchen. Und Emmy hat 20 Stunden geschlafen. In einem warmen Körbchen verpackt, musste sie mit Frauchen zwischen Auto und Büro pendeln... immer nur getragen. Dann kam die Kontrolle und die Tierärztin riet zum Ultraschall. Ein dicker undefinierter Klops im Bauch....?

Die darauffolgende Röntgenaufnahme beschied uns den dicksten Blasenstein, den die Tierärztin je gesehen hat. So groß wie eine halb gefüllte Blase. Man sah auf dem Bild nur die Blase, nicht den Stein, oder eben nur den Stein in einer "komischen" Blasenstruktur. Frauchen hat mit der Tierärztin festgelegt, dass Emmy nun auf das Bein behandelt wird und auf Cortison umgestellt wird, um zu sehen, wie und ob sich das vollkommen tote Bein regeneriert.

Sollte die Ursache bösartig sein, würde sich ja nichts groß verändern, andernfalls stünde die Entfernung des riesigen Blasensteines an. Mittlerweile nahm Frauchen selber Tabletten, weil Emmy für Frauchens angeschlagenen Rücken kaum noch zu tragen war.

Wie wir also vergangenen Freitag nach Hause kommen, hebt Frauchen Emmy aus dem Auto und meinte, dass sie gesehen hat, wie das Beinchen kurz richtig stand. Konnte ein Versehen sein... kurze Zeit später am Abend konnte Herrchen sehen, wie Emmy auf das Sofa springt. Einen Tag später konnte sie ihr Beinchen von Minute zu Minute besser koordinieren... Frauchen war richtig gerührt vor Freude.

Und das Beste an all der Aufregung: Emmy ist ein anderer Hund geworden - voller Leichtigkeit, Freude und Tatendrang. Durch die hohe Gabe an Antibiotika sehen ihre ständig entzündeten Augen aus wie neu, die Pfötchen haben glatte Ballen, die Geschwüre im Maul sind abgeheilt - Emmy ist runderneuert!

Eine Sache hat aber Frauchen und die Tierärztin entsetzt und wütend gemacht:

Auf der Röntgenaufnahme sieht man, dass eine Vielzahl ihrer Rippen mal gebrochen waren, die Wirbelsäule ist komplett verknöchert, überall wolkenartige Schatten, die auf Verletzungen des Gewebes hindeuten. Was hat man diesem lieben Wesen durch Schläge und Tritte angetan? Und Emmy hat alle körperlichen Schäden selber "repariert". Das zeugt von enormer Stärke.

Es geht jeden Tag aufwärts und für Anfang Dezember ist die große Blasen-OP geplant. Auch das wird sie gut überstehen, da sind wir alle uns ganz sicher. Und während des ganzen Dramas wurde der Mais geerntet und Püppi hatte jaglichen Einsatz... ist sie nicht groß geworden? Eine tolle junge Dame, oder?

Ich habe es übernommen, wieder mit meiner Kleenen zu Toben, während "Mami" krank ist. Aber kaum genesen, wird Miechen von Emmy wieder streng gegen mich verteidigt. Ob ich das verdient habe weiß ich nicht, nur eins ist klar - es geht nichts über unser "Rudel", und wir haben alle gut dafür gesorgt, dass Emmy wieder gesund wird. In diesem Sinne ein schönes Wochenende, Dicki

30.10.2014, Frauchen Isabelle mailt drei Star-Fotos:

Foto von Aggripina-Emmy-Alma-Viktoria:

Fotos von Dicki: "So ein Prachtkerl".... und "Der Klotz wiegt gut 4 kg!"

30.10.2014, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Huhu, wir sind's: Schaut Euch diese Emmy an: Bildhübsch, ohne jegliche Entzündung an Augen, Pfoten und Maul... nun hat Frauchen Emmy einigermaßen hinbekommen, da bedarf Willy-Boy der Pflege - aber dafür ist Miechen zuständig, die ihren Willy vorbildlich betreut.

Nun aber zu dem Sorgenkind, was eigentlich immer weniger Sorgen macht:

Heute war Tierarzt-Besuch - und die Ärztin war begeistert, wie schön unsere Kleine Ella sich erholt hat. War sie doch immer recht mürrisch, rannte sie heute durch die Praxis und sprang ihre Tierärztin an: "Danke, dass Du mich wieder ins Leben holst", schien sie zu sagen. Auch die Tierärztin war verwundert, was für ein ganz anderer Hund Emmy plötzlich ist.

Die hinzugezogenen Tierärzte übrigens haben alle so einen Befund an Blasenstein noch nicht gesehen - ein Wahnsinnsding! Anfang des Jahres kann Frauchen Urlaub nehmen, und dann kommt dieses Ding raus. Eine große OP, der wir aber zuversichtlich entgegen blicken, denn selbst Emmys angebliches Alter wird von allen beteiligten Ärzten deutlich jünger eingeschätzt als vorher. Nun sind wir bei ca. 6 Jahren.

Eines allerdings ist auch erwacht: Ganz Bulldogge hat sie heute im Warteraum spontan einen Labrador vermöbeln wollen, Menschen, die an Mira herantreten werden auch mal angegiftet, und die Schafe, die sonst Emmy eher als Opfer angesehen haben, haben neulich erlebt, wie jemand in die Offensive geht!

Und eins ist noch neu: Hing Emmy zwar an uns allen, aber man konnte ihr nie anmerken, dass sie sich z.B. freut, wenn man nach Hause kommt. Das ist nun anders: Herrchen fürchtet um seine Hosen, wenn plötzlich eine kleine Rakete von hinten an ihm hochspringt und sich kaum einkriegt, dass Herrchen wieder da ist.

Emmy-Maus ist eben was ganz Besonderes: Ach so, wenn die Ziege schon deutlich jünger geschätzt wird... ich bin es: Schaut mich an; ein wahrer Adonis bin ich mit meinen 9,5 Jahren.... In diesem Sinne, ein schönes Wochenende - Brandenburg hat Feiertag, und Frauchen und wir haben Urlaub genommen, damit Herrchen nicht alleine ist.... Grüße, Dicki


Mittwoch, Oktober 15, 2014

Erstmalig Immuntherapie gegen Krebs

für Hunde

Quelle: ScienceDaily (July 4, 2014)


Nahezu jeder zweite Hund entwickelt ab dem 10. Lebensjahr Krebs. Krebs bei Hunden hat wie beim Menschen komplexe Ursachen. Das Zusammenspiel von Umwelt, Nahrung und genetischer Disposition sind die bekanntesten Faktoren.

Ein paar Therapien sind für Hunde aus der Humanmedizin abgeleitet worden, aber die bei Menschen schon seit 20 jahren sehr erfolgreiche Form der Therapie durch Antikörper, die das Tumorwachstum hemmen, stand bislang für Tiere nicht zur Verfügung. Erstmalig entwickelten jetzt Wissenschaftler des interuniversitären Messerli Forschungsinstitut Wien Antikörper gegen Krebs bei Hunden.

Krebszellen tragen sehr spezifische Antigene auf ihrer Oberfläche, die entsprechenden Antikörper binden sich an diese Moleküle und hemmen somit das Tumorwachstum. Der dabei wirksame Mechanismus ist ein Zerstörungssignal des Antikörpers, das in die Krebszelle hinein geschickt wird und ihren Tod auslöst. In einem zweiten Mechanismus zerstört das Immunsystem des Patienten den so "markierten" Tumor effizienter. Das Ziel ist bei Menschen und Hunden nahezu identisch.

Josef Singer und Judith Fazekas, beide führende Autoren der Studie, fanden heraus, dass der häufig auf menschlichen Tumorzellen EGFR-Rezeptor (epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor) fast 100 Prozent identisch mit dem EGF-Rezeptor bei Hunden ist.

Er wird häufig als Ziel der Krebsimmuntherapie angegangen, da ihn viele Krebszellen auf ihrer Oberfläche tragen. Der sog. Anti-EGFR-Antikörper bindet diesen und löst so die Zerstörung der Krebszellen aus. "Aufgrund der hohen Ähnlichkeit des Rezeptors bei Menschen und Hunden sollte diese Therapie auch bei Hunden eingesetzt werden", sagen die Wissenschaftler. Die Bindungsstelle des Antikörpers an EGFR im Menschen und Hund unterscheidet sich nur in Bezug auf vier Aminosäuren.

"Die Veterinär-Medizinischen Universität Wien wird als erstes Zentrum in der Welt das modernste immunologische Krebs-Diagnose-verfahren für Hunde anbieten. Krebs-Immuntherapie wird vor allem in Kombination mit Chemo-oder Strahlentherapie eingesetzt."
Trimmung des Antikörper für den Hund
Um eine bestmögliche Bindung des Antikörpers an Hunde-Krebszellen zu gewährleisten, musste der menschlichen Antikörper im Labor auf "Hund" getrimmt werden. In der Humanmedizin wird dieses Verfahren als "Humanisierung" eines Antikörpers genannt. Der Antikörper wurde ursprünglich in der Maus und muß auf die Spezies, für die er verwendet wird, eingestellt werden. Singer und Fazekas ersetzten die entsprechenden Elemente im "humanisierten" Antikörper mit Elementen vom Hund. In Experimenten mit Hunde-Krebszellen wurde im Labor festgestellt, dass die neu entwickelten Antikörper in der Tat Hunde-Krebszellen spezifischer binden. Die Leiterin der Studie, Professor Erika Jensen-Jarolim, erklärt: "Wir erwarten, dass Hunde diese Anti-Krebs-Antikörper gut vertragen. Dies wird in der Zukunft in klinischen Studien untersucht werden - und darauf wird auch gewartet, um die Behandlung sowie die Diagnose von Krebs bei Hunden stark zu verbessern."

Verbesserung der Diagnose
Der neu entwickelte Antikörper bietet einen zusätzlichen Nutzen für Hunde. Wie in der Humanmedizin können Antikörper mit Signalmolekülen gekoppelt werden. Wenn der Antikörper sich an eine Krebszelle im Organismus bindet, kann der angekoppelte Antikörper - in diesem Fall ein radioaktives Isotop - in der Lage sein sichtbar zu machen, wo sich die Tumoren und Metastasen genau befinden. Wenn das ausgewählte Isotop selbst auch zum Zerfall von Krebszellen beiträgt, spricht man von "theranostics" (Therapie und Diagnostik).

Bei Bulldogs sagt man "ab 10 wird es ernst."

Man sagt aber auch, "wenn sie 5 Jahre werden, dann werden sie auch uralt." Durch Linien-Inzucht überzüchtete Bulldogs sterben leider wirklich oft vor ihrem 5. Geburtstag an angeborenem Wasserkopf, Herzleiden usw. Wer seinen Bulldog viele Jahre bei sich haben will, der sollte das beim Welpenkauf bedenken.

Alte Bulldogs sterben wirklich oft an Krebs. Ein blutschwammartiger Milz-Tumor gehört zu den häufigsten Krebsarten - unsere Alma starb mit knapp 13 Jahren daran, bei ansonsten noch gesunden Organen. In der Literatur findet man gelegentlich Hinweise, dass eine "Überimpfung" damit zusammenhängen würde.


Donnerstag, Juni 19, 2014

Hunde-DNA und die Krebsforschung

Quelle: ScienceDaily (Mar. 18, 2014)


Einer 'Proof-of-Concept-Studie' des National Cancer Institute (NCI) und des Translational Genomics Research Institute (TGen) zufolge kann uns die Gen-Analyse von Krebs bei Hunden helfen neue Therapien für Menschen mit Krebs zu entwickeln. Das Gennom reinrassiger Hunde wurde seit Hunderten von Jahren durch menschliche Intervention standardisiert. Deshalb ist es in hohem Maße als Vorhersagbarkeits-Genmodell nützlich, um spezifische Medikamente an die molekularen Profile von menschlichen Patienten anpassen zu können.

Zwar gibt es relativ viele genetische Unterschiede zwischen Menschen mit der gleichen Art von Krebs, aber es gibt viel weniger genetische Unterschiede zwischen Hunden der gleichen Rasse, so dass es erheblich leichter ist bei ihnen die krebsfördernden Gene zu identifitieren und zu studieren.

"Unsere Hunde-Begleiter sind nicht nur der beste Freund des Menschen. Unsere Studie zeigt, dass Hunde auch menschlichen Patienten bei ihrem Kampf gegen verschiedene Krebsarten helfen können", sagte Dr. Jeffrey Trent, TGen President und Research Director und leitender Autor der Studie. "Nicht nur die krebskranken Hunde profitieren von dieser Forschung, sondern genau so die Menschen."

Der Prozess der Einbeziehung von natürlich vorkommenden Krebserkrankungen bei Hunden in die allgemeinen Studien der Humanbiologie und der Krebstherapie ist als Vergleichs-Onkologie bekannt. Die Behandlung mit personen-spezifischen Medikamenten auf der Grundlage der spezifischen genetischen oder molekularbiologischen Ausstattung der jeweiligen Person wird oft als personalisierte Medizin oder PMED bezeichnet.

Genetische Proben von 31 Hunden wurden in der 'proof-of-concept study', organisiert vom 'NCI's Comparative Oncology Trials Consortium (COTC)', analysiert. Die genetischen Proben wurden aus Tumorbiopsie-Proben genommen. Auf diese Weise wurde keinem Hund für diese klinische Studie Leid zugefügt.

"Komplexe Modelle werden benötigt, um effektiv PMED Studiendesigns zu bewerten, und die Proof-of-Concept-Studie bestätigt den krebskranken Hund als Modell für die klinische Bewertung von neuartigen PMED Ansätzen", sagte Dr. Melissa Paoloni, die die Studie leitende Autorin und ehemalige Direktorin der COTC. "Vergleichende Onkologie-Modelle haben das Potenzial, die PMED-Forschungen und deren Ergebnisse zu beschleunigen."

Die COTC Studie wurde nach der Neigung verschiedener Rassen für bestimmte Krebsarten organisiert. Die Studie umfasste Scottish Terrier mit Blasenübergangs-Zellkarzinom, Golden Retriever mit Lymphomen, American Cocker Spaniel mit Melanom, und eine vierte Gruppe von Hunden war offen für alle Krebsarten.

Die 31 Proben von Hundetumoren wurden mit normalen Gewebeproben von 40 Hunden verglichen, und das als eine Möglichkeit zum Schätzen der Varianz in der Genexpression.

"Insgesamt öffnet die Trendwende bezüglich Probenanalysen ein relevantes klinisches Fenster für zukünftige vergleichende Onkologie-Studien, um bei der PMED Fortschritte zu erzielen", sagte Dr. William Hendricks, TGen Staff Scientist und Mitautor der Studie. "Zukünftige Onkologie-Vergleichsstudien optimieren die Bereitstellung von PMED Strategien, welche die Arzneimittelentwicklung gegen Krebs unterstützen können."


Freitag, Februar 21, 2014

Ein Fond zur Bulldog-Krebshilfe, oder:

die Geschichte von Bronx

Quelle: "Southern California Bulldog Rescue"


"Southern California Bulldog Rescue" und die Kampagne "Saving Bronx" widmet sich der Bekämpfung von Krebs bei Bulldogs. Das Ziel ist Bulldog-Besitzer dabei zu unterstützen, frühe Anzeichen von Krebs zu erkennen.

Die Kampagne "Saving Bronx" startete, um Bronx zu retten. Er war ein 17 Monate alter Englisch Bulldog, bei dem im November 2012 Lymphome diagnostiziert wurden. Seine Besitzer entschieden sich für die Chemotherapie, und es begann ihre Reise um eine Hunde-Knochenmark-Transplantationen zu ermöglichen, das einzige, was sein Leben hätte retten können.

Bronx´ Mommy schreibt mit so viel Liebe und Größe über ihn, dass mir die Tränen kamen. Ich habe ihren Offenen Brief an ihn für Euch übersetzt.

Mein Baby, Bronx

Du kamst in mein Leben, als ich einsam war, nach dem Umzug von meinem Land in die USA, um bei Dad zu sein. Ich verliebte mich in dich, als ich dich das erste Mal sah. Du warst nur ein paar Wochen alt, und schon hüpftest du so rassetypisch wie ein Häschen bei der Jagd nach dem Ball. Ich wusste damals schon, du würdest mein Leben ändern. Ich wusste nur nicht, wie viel!

Du bist nur 17 Monate alt und hast schon so viel durchgemacht. Ald du 15 Monate alt warst wurde bei dir Mediastinal Lymphom diagnostiziert. Dad & ich wussten, dass wir alles in unserer Macht stehende tun würden, um dein Leben zu retten. Du bekamst eine Chemotherapie, und zum Glück gab es eine Rückbildung in der 4. Woche. Wir wussten, Chemo war kein Allheilmittel und würde uns höchstens ein paar Monate erkaufen. So begann ich Berge zu versetzen um dir zu helfen.

Ich fand viel über Knochenmark-Transplantation für Hunde heraus. Die Chance auf eine vollständige Heilung liegt bei 40-60%. Weniger als 100 Hunde haben sie gehabt, und nur 5 Einrichtungen in der gesamten USA bieten sie an. Der erfahrenste, NC State, nahm keine neuen Patienten an, und wir hatten nicht die Zeit zu warten. Nach vielen Anrufen und E-Mails fanden wir ein Institut in San Diego, wo du eine Knochenmarktransplantation bekommen könntest. Wir hatten keine Ahnung, wie wir die benötigten $ 15.000-20.000 aufbringen könnten, oder wie in aller Welt wir diese Transplantation realisieren könnten, aber ich war entschlossen alles zu tun, um dich zu retten. Da wurde "Saving Bronx" geboren.

Wir sahen uns durch eine ganze Bulldog-Gemeinschaft unterstützt. Menschen aus der ganzen Welt, aus Australien, Italien, Russland und Südafrika fanden sich zusammen, um dir zu helfen. Wir fühlen uns so unglaublich gesegnet, dass so viele Menschen uns mit Liebe, Unterstützung und Hilfe überschütteten. Dies ist eine Geschichte über die Größe der Menschheit geworden, und diese Erfahrung handelnder Güte veränderte unser Leben. Die Knochenmarktransplantation konnte Realität werden!

Zu deiner 7. Chemo-Sitzung bekamen wir eine verheerende Nachricht. Der Tumor hatte rezidiviert und war größer als je zuvor zurück. Es bedeutete die Chemo schlug nicht mehr an, und die Knochenmark-Transplantation war keine Option mehr. Mein Bronxy, ich bin ganz untröstlich. Wenn Liebe allein dich retten könnte, wärst du nie krank geworden.

Der härteste Teil ist jetzt, dass du jeden Tag kränker wirst, und uns nichts bleibt, das dir helfen könnte. Also haben dein Dad und ich entschieden, dass "Saving Bronx" weiter lebt, als eine Hommage an dich, deinen Kampfgeist und all die Menschen, die zu uns gestoßen sind während deines Kampf gegen den Krebs. Du bist der gleiche glücklich, kluge, liebevolle Bully durch alles dies hindurch geblieben, du bist unser kleiner Held.

Du hast das Leben von so vielen Menschen berührt und brachtest uns alle zusammen. Dafür möchten wir dich ehren, und wir wissen dafür keinen besseren Weg, als anderen Bulldogs, die es brauchen, zu helfen. Dein Vermächtnis wird lange leben, auch nachdem du nicht mehr bei uns bist, und das macht diese Erfahrung zu einer sinnvollen. Mein Junge, ich danke dir, dass du deinen Bronxy-Spirit allen eingeprägt hast, denen du begegnet bist, und dass du uns alle so bedingungslos liebst. Du hast hasenhüpfend deinen Weg in mein Herz gemacht, und das ist, wo du immer bleiben wirst. Ich liebe dich. Mommy

Anmerkung: Nach Bronx´s Tod adoptierten Mommy und Dad den fünfmonatigen Notbulldog Maverick von der "Southern California Bulldog Rescue".


Freitag, Dezember 13, 2013

Heute berichtet Gastbloggerin Isabelle Borgert

Dicki, ganz der Alte...

eine Dienstreise und eine Grippe


16.11.2013, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Hallo Leute, oh Mann, so eine Woche hatten wir schon lange nicht mehr... Frauchen war jeden Tag in halb Berlin unterwegs, und am Ende der Woche waren wir alle auf Dienstreise in Sachsen in der Nähe von Bautzen. Und wohin mit uns "Kindern"? Natürlich mit!

Frauchen und Herrchen auf Dienstreise zusammen, zum Glück gibt es das nicht zu oft, denn diesen Stress erträgt man nicht - hat Frauchen jedenfalls gesagt! Und wärend die Kollegen alle in einer schönen Tagungsstätte untergebracht waren, musste Frauchen einen Ort suchen, wo wir drei Hunde unterkommen... nicht einfach!

Zum Glück wurde sie fündig, und so haben wir eine schöne Ferienwohnung bekommen. Können wir Euch alle nur empfehlen - sehr nett dort, hundefreundlich, eine tolle Ecke von Deutschland in Reichweite des Zittauer Gebirges, am Dreiländereck PL,CZ, D. Schaut mal unter "Weichaer Hof" nach!

Wir mussten natürlich sehr lange im Auto bleiben, zum Glück gab es an der Tagungsstätte einen schönen Park, so dass wir auch Spielen konnten. Aber was ich von Klein auf gewohnt bin, nämlich mit Frauchen zur Arbeit zu fahren, mal im Büro untergebracht zu werden, dann wieder im Auto, das muss Minnie-Mouse noch lernen.

Und so dauerte es in der Ferienwohnung nicht lange, bis der eine oder andere nach Hause wollte, am schlimmsten hat sich Herrchen angestellt...

Die Unruhe hat sich dann auf Minnie übertragen, die sofort mit Brechreiz reagierte, Emmy meinte uns andere vermöbeln zu müssen... nur Frauchen und ich fanden alles nett, was man auch an mir sieht, denn während die Weiber Theater gemacht haben, habe ich mich auf dem Sofa ausgestreckt...

Nun gut, wir sind wieder zuhause, Püppi hat sich gleich auf Pony-Willi gestürzt und ihn vor Wiedersehensfreude angesprungen, Bock Lohrngrin musste wilde Spielattacken ertragen, und heute morgen hat Püppi das Revier unsicher gemacht... Unsere Püppi braucht halt ihre Bewegung frei ohne Leine... und ihre Schlafbox:

Haha, die "Kleene" hatte in der Nacht so eine Unruhe und ist zu Frauchen unter die Bettdecke gekrochen... Könnt Ihr Euch Herrchen vorstellen? Nur gut, dass der von all dieser Aufregung wenig bis gar nichts mitbekommt, und nur Frauchen und ich wie gerädert waren, weil die dusseligen Hundekühe die ganze Nacht Theater gemacht haben.

Nun zu mir:

Dieser ekelige Hormonchip, den Frauchen mir vor 10 Monaten hat einpflanzen lassen, hat seine Wirkung aufgegeben. Dies Chip verzeihe ich ihr nie!!!!!!!!!!!!! Ich war zu einem echten Hundeweichei geworden, war unerträglich, faul und voller Demotivation, irgendwelche Anstrengung zu unternehmen.

Nun bin ich der alte Dicki. Von wegen, mit 8 ist man alt!!!

Anbei ein paar Bilder unserer Morgenrunde! Ich springe wieder auf Bäume, suche auch allem nach, mache Agility und sprühe vor Energie. Und ich renne.... durch den Garten, über die Felder, so wie früher! Herrchen hat schon festgestellt, dass ich "wohl noch ein paar Jahre durchhalte". Haha, die werden mich so schnell nicht los!

Frauchen wird sich zu den Erfahrungen mit dem Hormonchip noch gesondert äussern.

Heute Nacht geht es auf große Sauenjagd - Nachtansitz! Morgen sind wieder alle müde... Bis dann ein schönes Wochenende, Caligula Dicki Borgert

22.11.2013, Frauchen Isabelle mailt:

Hallo, Ihr Lieben, kleine Kinder (Hunde) kleine Sorgen, große Kinder (Hunde) große Sorgen - tja, gestern Abend hat Emmy zwar das erste Mal das Essen nicht erbrochen, Reis und Hühnchen scheinen doch noch das beste Mittel zu sein, da wurde ihr Pfötchen zunehmend dicker.

Als wir sie damals aus dem Tierheim bekommen haben, hatte man uns schon gesagt, dass ihre Pfoten durch juvenile Fehlernährung durchgetreten sind, und somit ständig Dreck zu Entzündungen führt. Entzündungen bedingen aber oft ein heruntergesetztes Immunsystem, und so haben wir mit Emmys Pfoten nur noch Probleme, wenn sie Stress hat.

Emmy sass jammernd in der Ecke, ihre Äuglein waren auch plötzlich wieder vereitert. Das sich sowas innerhalb kürzester Zeit entwickeln kann, war mir so nicht geläufig. Ich habe ihr einen Verband mit der guten alten Zugsalbe gemacht. Irgendwann ging sie keinen Schritt mehr, ein "normaler" Hund humpelt auf drei Beinen, Emmy neigt dazu, sich aufzugeben und lag wo sie lag.

Wir haben sie dann ins Körbchen gelegt, und unser Heimkind pieselte einfach im Liegen - so ist unsere Emmy eben. Die ganze Nacht hat sie sehr schnell geatmet, ich kein Auge zugemacht. Heute Morgen dann beim Tierarzt (ich lobe mir manchmal unseren guten alten Landtierarzt) die Erklärung für die kranken Hunde der letzten Tage: Alle Anzeichen sprechen für den Zwingerhusten - besser bekannt als Hundegrippe.

Ich habe dem Doc die Symptome von Caligula und Amira geschildert und mein Unwohlsein der letzten zwei Wochen... klar, ich hatte einen Anflug von Grippe, dieser Husten, das Unwohlsein, Kopfweh... und Grippeviren sind vom Menschen auf den Hund übertragbar - umgekehrt nicht.

Bei den Hunden muss nicht immer ein Husten erkennbar sein - gerade bei solchen Rassen, wie der engl. Bulldogge, löst der zugeschwollenen Rachen einen Brechreiz aus. Ich hatte mich schon gewundert, dass die Hunde nur erbrachen, nachdem sie ihr Abendbrot bekommen haben - und auch nicht alles fand sich draußen wieder. Kein Durchfall, normaler Appetit, alles typisch für die Hundegrippe. Amira ist geimpft, Caligula hatten wir dieses Jahr ausgesetzt, da er ja im Mai die Schmerzmittel gegen sein Knie bekommen hatte, und Emmy haben wir bei der großen Jahresimpfaktion, einschl. der Kastration von Lohrngrin - bei der Amira meinte, das soeben Trainierte Jagdverhalten an drei meiner Meerschweinchen ausprobieren zu müssen - einfach vergessen.

Es herrschte Chaos auf dem Hof, jedenfalls sind alle Jahresimpfungen bei ihr eingetragen, nur die Zwingerhustenimpfung - die durch die Nase eingegeben wird - findet sich nicht. Nach den tausend Spritzen, die Pinchen bekommen hat, geht es ihr schon leicht besser, Bellen und zum Fressen selbstständig gehen, funktioniert wieder. In diesem Sinne ein schönes Wochenende, Isabelle


Dienstag, Dezember 3, 2013

Neuer Test diagnostiziert sich ausbreitende

neue Stämme des Parvovirus

Quelle: ScienceDaily (Nov. 14, 2013)


Ein neuer, an der Kansas State University Diagnostic Laboratory entwickelter Test führt zu einer früheren Erkennung der Parvo-Virose, einer potentiell tödlichen Krankheit, die besonders Welpen befällt.

Die Hunde-Parvovirose ist eine hoch ansteckende Krankheit, die weltweit sowohl wilde Caniden als auch Haushunde befällt. "Sie kann bei immungeschwächten Hunden oder Welpen, die noch nicht geimpft worden sind, tödlich enden." sagte Richard Oberst, Professor für diagnostische Medizin und Direktor des Molecular Diagnostic Laboratory in der Kansas State Veterinary Diagnostic Laboratory.

Das Team der Molekular-Diagnostik hat einen neueren, effektiveren Test entwickelt, der einen sich ausbreitenden 2c Stamm des Virus erkennen kann, und gleichzeitig auch die bekannten 2a- und 2b-Stämme. Hunde-Parvovirose ist eine sehr schwere Krankheit", sagte Oberst. "In der Regel haben Hunde die Parvovirose, die ein schwaches Immunsystem haben, und zwar nicht nur wegen ihrer Jugend mit unreifem Immunsystem, sondern auch, wenn sie Darmparasiten haben. Hunde-Parvovirose verursacht hämorrhagische Darmentzündung, welche mehrere Tage nach der Infektion blutigen Durchfall erzeugt. Die Ansteckung erfolgt von Hund zu Hund durch Kontakt mit Kot. Das Virus infiziert Lymphozyten und bewirkt eine Immunsuppression", sagte Oberst, "aber es kann auch dazu führen, dass Hunde sich durch ihren Darm zu Tode bluten."

"Einer der weltweit größten Parvovirus-Ausbrüche geschah in den 1970er Jahren und umfasste eine pathogene Form des Virus, welche viele Hunde getötet hat. Seit den 1970er Jahren hat sich das Virus - als Typ 2a und 2b - auf der ganzen Welt verbreitet", sagte Oberst. "Vor Kurzem ist ein Typ 2c entstanden. Es scheint nicht, dass der Parvovirus erneut einen gleich großflächigen Ausbruch auslösen wird, wie wir es in den 1970er Jahren hatten, aber viele Hunde sind infiziert und sterben daran", sagte Oberst. "Oft hängen die Überlebensraten davon ab, wie schnell und wie präzise das Virus erkannt wird. Kommerzielle Tests für Tierärzte sind nicht so effektiv bei der Erkennung neuer Stämme des Virus 2c," sagte Oberst, "und haben zu falschen negativen Ergebnissen geführt."

Jianfa Bai, Assistenzprofessor der diagnostischen Medizin und Mitarbeiter an der Kansas State Veterinary Diagnostic Laboratory entwickelte eine Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion (PCR), um die 2c Virusstämme und auch die 2a und 2b Stämme zu erkennen. "Mit diesem Test können wir bei allen Stämme gleichzeitig differenzieren, welche tatsächlich einee Infektion verursachen", sagte Oberst. "Das ist ein einzigartiger Aspekt dieser Tests."

"Weil Parvovirose eine schwere Erkrankung ist, ist es eine gute Nachricht für Hundebesitzer, dass diese Krankheit durch Impfungen vermeidbar ist", sagte Oberst. Einen Hund so schnell wie möglich impfen zu lassen ist die beste Möglichkeit, die Verbreitung des Virus zu verhindern. Es ist die beste Vorbeugung, dass die Hunde immun-kompetent sind und in einem frühen Alter in ein Impf-Programm aufgenommen werden, bevor sie dem Virus ausgesetzt sind", sagte Oberst. "Es ist sehr wichtig, dass die Hunde geimpft werden, damit ihr Immunsystem bereit ist für die Belastung durch den Parvovirus."

"Junge Hunde - in der Regel 6-16 Wochen alt - Symptome zeigen zeigen eher Symptome", sagte Oberst, "weil sie noch nicht geimpft worden oder immungeschwächt sind. Parvovirus-Symptome bei Hunden sind Fieber, blutiger Durchfall oder Lethargie. Wenn die Besitzer bei ihren Hund Parvovirose vermuten, sollten sie mit ihrem Tierarzt sprechen", sagte Oberst. Er empfiehlt, dass Tierhalter diesen Hund von gesunden Hunden so getrennt halten, dass das Virus nicht ausbreitet wird. Er empfiehlt die Verwendung von Bleichmitteln zur Desinfektion von Flächen, mit denen die Parvovirus-infizierten Hunde in Berührung kommen. Während das Virus Menschen nicht infiziert, sagen die Forscher sehen, dass es Katzen infizieren kann, aber nicht unbedingt mit den schweren klinischen Problemen, die bei Hunden vorkommen. Oberst sagte, dass weitere Studien erforderlich sind, um mehr über die Katzen-Stamm erfahren.


Mittwoch, November 27, 2013

Kurznachrichten aus der Wissenschaft


Gleiche Lymphome bei Mensch und Hund

Quelle: ScienceDaily (June 25, 2013)

Menschen und ihre Hunde sind sich so nah, dass beide die Krebsart "Diffuses B-Zell-Lymphom" entwickeln können. Beim Menschen ist es der häufigste Lymphom-Subtyp, bei Hunden ist es die am häufigsten auftretende Krebsart in der Veterinär-Onkologie.

Ein Team von Wissenschaftlern der University of North Carolina School of Medicine, führte eine der ersten Studien durch, in der in direktem Vergleich die molekularen Strukturen bei Hunde- und Menschen B-Zell-Lymphom untersucht wurden. Das Team verwendete Genexpressionsanalysen und stellte fest, dass Hunde B-Zell-Lymphome in vieler Hinsicht dem menschlichen B-Zell-Lymphom ähnlich waren. Haushunde bekommen auf die gleiche Art und Weise Lymphome wie Menschen: ähnlich oft und aus unbekannten Gründen. Sie treten spontan auf und sind nicht genetisch bedingt wie z.B. bei Mäusen. Hunde sind gute Modelle um Lymphome weiter zu erforschen, denn sie teilen die Risiko-Faktoren wie z.B. solche der Umwelt, welche bei Menschen und Hunden für Lymphome prädisponieren können. Die Forschungsergebnisse helfen Menschen und Hunden.


Angst- und Zwangsstörungen bei Hunden und Menschen

Quelle: ScienceDaily (Juni 3, 2013)

Forscher (Cummings School of Veterinary Medicine an der Tufts University und McLean Imaging Center am McLean Hospital, Mass) fanden heraus, dass bei angst- und zwangsgestörten (CCD) Dobermännern ähnliche Hirnanomalien wie bei zwangsgestörten (OCD) Menschen vorlagen. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass eine weitere Studie über CCD bei Hunden helfen kann, neue Therapien für Menschen zu entwickeln.

Menschen mit OCD weisen oft repetitive, den Alltag störende Verhaltensweisen auf. Erkrankte Hunde zeigen Wiederholungen und destruktiven Verhaltensweisen wie Flanke-und Gummituch-saugen, Schwanz jagen, Kauen. "Hunde weisen die gleichen Verhaltensmerkmale auf, reagieren auf die gleichen Medikamente, haben eine genetische Basis der Störung, und wir wissen jetzt, sie haben die gleichen strukturellen Anomalien im Gehirn wie Menschen mit OCD", sagte Nicholas Dodman, (Tufts University). Vergleiche der MRT-Bilder von CCD-erkrankten Dobermänner mit der gesunden Kontrollgruppe zeigten spezifische Hirn-Aomalien der gleichen Art wie Menschen mit OCD. Der Grad der Anomalie korreliert mit dem Grad der Störung. "Hunde, die sich schlecht benehmen, werden oft als "schlechte Hunde" bezeichnet, aber es ist wichtig die biologische Basis für bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen", sagte Ogata, "Evidence-basierte Wissenschaft ist ein viel besserer Ansatz zum Verständnis des Hundes-Verhalten." Im Jahr 2010 schon identifizierten Forscher (Tufts University) einen Gen-Ort auf Chromosom 7 der Hunde, der mit einem erhöhten Risiko von CCD zusammenfällt.


Verminderung chronischer Schmerzen bei Knochen-Krebs

Quelle: ScienceDaily (Okt. 23, 2013)

In "Anesthesiology" wird eine Studie der "School of Veterinary Medicine, University of Pennsylvania, Philadelphia" vorgestellt, in der berichtet wird, dass nach der Injektion eines Neurotoxins (SP- SAP) Hunde mit Knochenkrebs an deutlich weniger Schmerzen litten. Dorothy Cimino Brown, DVM, sagt: "Hunde sind Teil der Familie, und wir tun alles um ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern, wenn sie krank sind. Zusätzlich zu unserer emotionalen Bindungen an unsere Hunde teilen wir Menschen viele Krankheiten mit ihnen, auch den Kampf gegen Krebs."

Zur Standard-Behandlung für Hunde im Spätstadium des Knochenkrebs gehören Opioide, Steroide und palliative Bestrahlung. Alle diese Behandlungen können negative Nebenwirkungen haben. In jüngster Zeit haben Wissenschaftler gelernt Eigenschaften von Neurotoxinen für positive Zwecke zu nutzen. Die SP Teil dieses Neurotoxins arbeitet, indem es an einem Schmerz-Nerven andockt, und der " SAP "-Teil in das Innere des Schmerznerven eindringt und ihn abtötet. Das übergeordnete Ziel dieser Forschung ist es Durchbrüche im Management chronischer Schmerzen bei Menschen und Hunden zu erzielen. Dazu wird die Tatsache genutzt, das Haustiere vergleichbare Lebensbedingen haben wie Menschen und gleiche chronische Schmerzen erzeugende Krankheiten entwickeln. Außerdem können bei Haustieren Schmerzen wie bei Menschen quantifiziert werden durch ihre Auswirkungen auf die laufenden Tätigkeiten, Mobilität und Schlaf.


Sonntag, August 25, 2013

Kurznachrichten aus der Wissenschaft


Statistisch gesehen leben kastrierte Hunde länger
Quelle: ScienceDaily (Apr. 17, 2013)

Stichproben von 40.139 Todes-Aufzeichnungen aus der Veterinary Medical Database von 1984 bis 2004 ergaben als durchschnittliches Sterbealter für nicht kastrierte Hunde 7,9 Jahre gegenüber 9,4 Jahre für kastrierte. Kastrierte Hunde starben dieser Datenbasis nach eher an Krebs oder Autoimmunerkrankungen, und die nicht kastrierten starben eher an Infektions-Krankheiten und Traumata. Diese Studie sagt dem einzelnen Hundehalter, dass statistisch gesehen kastrierte Hunde länger leben, man muß sich aber bewußt sein, dass damit die Risiken von Autoimmun-Erkrankungen und Krebs steigen. Einige der reproduktiven Hormone, insbesondere Testosteron und Progesteron können das Immunsystem unterdrücken, das erklärt das erhöhte Infektionrisiko bei nicht kastrierten Hunden.

Die Autoren der Studie merken an: "Die in der Studie ermittelte durchschnittliche Lebensdauer ist wahrscheinlich kürzer als die, welche in privaten Praxen zu beobachten ist, weil diese Hunde an Universitätskliniken behandelt wurden. Aber der Unterschied in der Lebensdauer zwischen kastriert und nicht kastriert ist real. Die anteiligen Auswirkungen der Kastration auf Todesursachen sind übertragbar auf die globale Hunde-Population."


Mikroben-Gemeinschaften in Familien mit Hund
Quelle: ScienceDaily (Apr. 17, 2013)

Eltern teilen mehr Bakterien mit ihren Hunden als mit ihren Kindern. Dies ist eine überraschende Feststellung einer neuen Studie der University of Colorado Boulder, welche die Art und die Transfer-Modi von Mikroben auf Bauch, Zunge, Stirn und Handflächen (oder Klauen) der Mitglieder einer Familie (einschließlich der Familienhunde) untersucht. Die Erkenntnis, wie Mikroben-Sharing durch Umwelt-Gegebenheiten beeinflußt wird, kann helfen, dies zu manipulieren lernen, um Krankheiten zu verhindern oder besser behandeln zu können. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Exposition gegenüber einer Vielzahl von Umwelt-Quellen und deren Mikroben langfristig die Gesundheit beeinflussen: Kinder, die eine mangelnde Exposition gegenüber Bakterien und Mikroorganismen haben, könnten anfälliger gegenüber Krankheiten sein, weil viele Mikroben sich mit den Menschen, zu deren Vorteil, gemeinsam entwickelt haben.

Die primären Ergebnisse zeigten, dass die Einheit der Familie, einschließlich der Familienhunde, eine starke Wirkung auf die Zusammensetzung mikrobieller Gemeinschaften an allen Stellen des Körpers hat. Die schwächste Gemeinschaft herrschte in der Vater-Kind-Verbindung. Hunde waren der Schlüssel für die neue Studie, da die Ergebnisse aus früheren Studien nahelegten, dass es ein Mikroben-Sharing gibt. Diese früheren Studien wurden nur am Menschen durchgeführt. Diese Studie galt der Frage, welche Mikroben-Verteilungen bestehen, wenn nicht menschliche Familienmitglieder einbezogen werden.


Montag, November 26, 2012

Grippe-Saison gefährdet auch Hunde

Quelle: ScienceDaily (Oct. 3, 2012)


Die Krankheitsübertragung von Mensch auf Tier (reverse zoonosis) ist immer noch wenig erforscht. Viele Tierärzte sind deswegen besorgt und wollen Hund- und Katzenbesitzer für diese Ansteckungs-Möglichkeiten sensibilisieren, damit weniger Haustiere durch (ggf. mutierten) Grippeviren ernsthaft gefährdet werden.

Es ist bekannt, dass Grippeviren z.B. von Schweinen und Vögeln so mutieren können (H1N1), dass sie für Menschen sogar lebensbedrohlich werden. Die umgekehrte Übertragung ist bekannt aber kaum beachtet: es gibt bislang nur wenige dokumentierte Fälle, in denen mit Grippe-Viren angesteckte Haustiere an den dadurch ausgelösten Atemwegsproblemen starben.

Auf Grund dieser unbefriedigenden und nicht ungefährlichen Situation für Haustiere bildeten sich inzwischen verschiedene Veterinärmedizinische Forschergruppen, die sich mit den Übertragungs-Möglichkeiten viraler Erkrankungen von Mensch zu Hund und Katze befassen. Dabei konzentrieren sie sich - wegen deren besonders ausgeprägter Mutationsneigung - auf Grippeviren.

Die bisherigen Forschungsergebnisse legen nahe, dass Menschen mit influenzaähnlichen Erkrankungen sich von ihren Haustieren räumlich distanziert aufhalten sollten. Und wenn das Haustier in dieser Situation irgendwelche Atemwegsbeeinträchtigungen zeigen sollte, empfehlen sie es gleich zu einem Tierarzt zur Überprüfung und zur Behandlung zu bringen.


Donnerstag, November 26, 2009

Neue Wege bei der Tumorbekämpfung

Im Sommer informierte uns unser Freund, Tierarzt und Bulldogspezialist Peter Söhl - im Rahmen eines kleinen NRW-Bulldoggertreffens (Siehe Bericht vom 14. Juli 09) - über neue (und alte :-) Wege der Tumorbekämpfung. Hier nun eine kurze Zusammenfassung davon :


Einzelne Tumorzellen treten immer wieder in jedem Körper auf. Diese Tumorzellenzellen tragen mikrochemische "Tarnkappen" gegenüber dem Immunsystem, was ein starkes Immunsystem aber "durchschaut" und die Tumorzellen immer wieder abtötet. Ist das Immunsystem jedoch schwach entwickelt oder aufgrund äußerer Faktoren in seiner leistungsfähigkeit gemindert, so enttarnt und vernichtet es die Tumorzellen nicht, sodass diese zu ganzen Tumoren heranwachsen können. Übrigens: Statistisch gesehen sind Tumore beim Bulldog seltener als bei vielen anderen Rassen.

Einige spezielle Tumorarten:

  • Man soll Veränderungen in der Haut des Hundes ernstnehmen. Helle Haut-Tumorzellen bleiben meist in der Haut, sie streuen nicht, und sind deshalb eher ungefährlich. Melanome dagegen, das sind dunkle Veränderungen der Haut, sind keine eigentlichen Hautzellentumore, sondern sie werden aus Pigmenten gebildet. Diese müssen sofort entfernt werden. Nach der OP muß eine Chemotherapie beginnen, damit werden gute Erfolge - ohne die beim Menschen bekannten Nebenwirkungen - erzielt, weil sie beim Hund milder dosiert wird.
  • Lymphdrüsenkrebs ist gut mit Chemotherapie zu heilen.
  • Gesäugegewebe-Tumorzellen streuen vorzugsweise in die Lunge und in die Leber. Deshalb sind hier OPs rechtzeitig und dringend angesagt.
  • Prostatakrebs : es ist sinnvoll ab dem 5. Lebensjahr die Prostata regelmäßig untersuchen zu lassen.
  • Milztumore: die Milz - als Blutspeicherorgan - neigt im Alter zur Bildung von Blutschwämmen, vorzugsweise bei Rüden. Eine OP ist dann angezeigt.


Photodynamische Tumor Therapie

Es gibt Tumorarten, da konnte man bislang - außer operieren - nichts machen. Beim Hund sitzen diese Art Tumore (Fibrosarkome) meisten in der Maulhöhle: Sie entwickeln sich in der Regel aus verstopften Drüsen. Für den Hund ist es aber extrem belastend, z.B. einen halben Kiefer wegen eines solchen Tumors zu verlieren. Deshalb hat man einen neuen Behandlungsweg gesucht und mit der "Photodynamische Tumor Therapie" auch gefunden.

Aus der Chemie weiß man, dass Farbstoffe bei der Bestrahlung mit jeweils spezifischer Wellenlänge (chemisch) reagieren. Man spritzt deshalb neuerdings aufgrund dieser Eigenschaft Farbstoffe in das Tumorgewebe, und diese Farbstoffe lagern sich wiederum wegen einer spezifischer Affinität in den Tumorzellen ein. Dann wird der Tumor mit einem Speziallaser bestrahlt. Dieser Laser strahlt genau die Wellenläge ab, bei welcher der gewählte Farbstoff chemisch reagiert. Der Farbstoff zerstört durch diese seine Reaktion die Tumorzelle, in welche er eingelagert ist! Übrigens: nach dem gleichen Prinzip werden Tatoos per Laserbestrahlung entfernt: die gefärbten Hautzellen werden sozusagen weggekocht.

Peter Söhl selbst hat mit einem grünen Farbstoff, der bei 980 nanometer aktiv wird, d.h. chemisch reagiert, eine erste gute Erfahrungen gemacht : nach der Behandlung vor circa einem 3/4 Jahr blieb der Tumor im Maul des Hundes bis heute verschwunden.

Diese "Photodynamische Tumor Therapie" ist ein großer Forschungsbereich, auch für die Humanmedizin. Das Problem dabei ist ein eher technisches: es müssen Laser mit farbstoffspezifischen Wellenlängen entwickelt und getestet werden.


Bedeutung der Naturmedizin

Peter Söhl ging auch auf Fragen von uns Zuhörern ein. Zur Frage nach Methoden der Naturmedizin antwortete er, dass es bei der Tumorbekämpfung das "A und O" sei, das Immunsystem zu stärken. Die Naturmedizin und Homöopathie sei da sehr hilfreich. Besonders gefährdet und deshalb beobachtenswert seien Allergiker, da deren typische Behandlung, z.B. mit Cortison, das Immunsystem schwäche.


Samstag, August 22, 2009

Heute ein Link von Gastbloggerin Anke Teloudis

Die häufigsten Infektionskrankheiten


Der LINK zur sehr empfehlenswerten Tierarzt-Netzwerk-Seite. Der Newsletter ist gut!


English Bulldog
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Tel.: 05292 1291
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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


Blog Leser-Spiegel

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Unser Tierarzt und
Bulldog Spezialist

Tier-Gesundheitszentrum Peter Söhl
Lichtenau/Paderborn




Standard des English Bulldog, gültig seit Oktober 2009



Cornelia´s Bulldogs

"Frieda Fay Happy Day"










"Kosmo Key Feeling Free"











Cornelia´s Bulldogs aus Künstler-Sicht




English Bulldog
Welpen

Wichtige Hinweise zur Welpensuche
und von Zeit zu Zeit Vorstellung guter Würfe:

Update: 21. 3. 2008

Allgemeiner Hinweis:
Betrugswarnung



Rechtsberatung Tierrecht

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Cornelia Savory-Deermann


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