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Archiv: Beiträge ab 2005 zum Thema

Probleme mit Gelenken


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Sonntag, August 7, 2016

Heute berichtet Gastbloggerin Susanne Nas

Konservative Behandlung

des Kreuzbandrisses


Herdecke, 22.7.2016: Hallo Cornelia, ich hatte dir ja schon am Telefon erzählt, das unsere Muffin einen Kreuzbandriss am Hinterbein hat. Wir sind mir ihr nach Holland zu Dr. Patrick Nicolai gefahren, von ihm habe ich dir ja auch schon mehrfach berichtet.

Muffin hat stark gehumpelt und immer wieder eine Schonhaltung eingenommen, um ihr Bein zu entlasten, sei hatte große Schmerzen. Dr. Nicolai hat die Diagnose "Kreuzbandriss" erstellt. Das hatte ich eigentlich schon vermutet, trozdem war im ersten Moment ein bisschen geschockt. Es kann ja durchaus mal was passieren, wenn die beiden Damen wie verrückt durch den Wald flitzen, aber diese Lebensfreue möchte wir ihnen nicht nehmen.

Aufgrund der Guten allgemeinen Verfassung von Muffin (körperlich fit und nicht zu dick), sind wir um eine Operation herumgekommen. Stattdessen bekommt sie 3 mal, in Abständen von ein paar Wochen, ein Anabolika Medikament zum Muskelaufbau, gespritzt. Gleichzeitig nimmt sie noch Cimalgex 80mg, das ist ein Mittel gegen die Schmerzen und um die Entzündung einzudämmen.

Seit unserem letzten Besuch in Holland ist noch ein natürliches Collagen-Präparat (Flexadin Advanced) daszugekommen, das kommt aus dem Pferderennsport und sorgt dafür, dass sich Knorpel und Kniescheibe wieder regenerieren. Das Flexadin Advanced wird dann in ein paar Wochen kommplett das Schmerzmittel ersetzten und als Langzeit-Therapie eingesetzt.

Das Ganze wird durch eine Bewegungs-Therapie auf dem Unterwasserlaufband unterstützt. Muffin macht das richtig gut, und sie ist auch gerne in der Physiotherapie-Praxis, sie fühlt sich wohl da! Wir machen gute Fortschritte.

Ziel ist es, dass die Musklen auf Dauer das kaputte Kreuzband ersetzten, indem sie das Kniegelenk stabilisieren und halten. Muffin wird sich dann ohne Beschwerden bewegen können. Aber es wird noch ein paar Wochen dauern, bis sie wieder ganz die Alte ist und ohne Leine durch den Wald rennen darf. Bis Bald mal, Susanne.


Donnerstag, März 12, 2015

Neu entwickeltes Naturheilmittel

gegen Arthritis-Schmerzen

Quelle: ScienceDaily (Nov. 10, 2014)


Arthritis-Schmerzen bei Hunden können ohne Nebenwirkungen durch ein neues Produkt - auf Basis von Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel - vermindert werden. "Mit Akupunktur und elektrischer Stimulation gibt zwei Ansätze, die positive Effekte auf Hunde gezeigt haben. Es gibt bisher aber nur wenige Studien über einen pflanzlichen Therapieansatz", erklärt Professor Éric Troncy, Senior-Autor der Studie.

Troncy und sein Team arbeiteten mit 32 Hunden (und ihren Besitzern!), bei denen durch Röntgen- und orthopädischer Untersuchung Arthritis diagnostiziert worden war, und die alle mehr als 20 kg gewogen. Durch Rückgriff auf bestehende Studien an Nagetieren und auf die Arbeit von Pierre Haddad von der Universitäts-Abteilung für Pharmakologie, entwickelte Troncy zwei Mittel für seine Studie. Diese Mittel sind derzeit noch nicht im Handel erhältlich.

Das erste Mittel besteht aus Curcumin, Teufelskralle, schwarzen Johannisbeeren, indischem Weihrauch (Salai), Weidenrinde, Ananas Bromelin und Kamille. Es wurde entwickelt um Arthritis-induzierte Entzündung zu behandeln. Das zweite Mittel besteht aus den gleichen Bestandteilen, sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3, Chondroitinsulfat und Glutamin. Es wurde in der Hoffnung entwickelt, dass es die Regeneration von Gelenken fördert.

Die Hälfte der Hunde erhielt das erste Mittel für 4 Wochen, und dann das zweite Mittel für weitere vier Wochen. Die andere Hälfte erhielt als Kontrollgruppe ein Placebo. Die Ergebnisse wurden unter Verwendung von drei Verfahren getestet. Zum einen wurden die Hunde gefilmt, als sie über eine spezielle Plattform, die die Stärke der einzelnen Pfote erfasst ging mit konstanter Geschwindigkeit. Zum anderen erfasst eine spezielle elektronische Kragen täglichen Aktivitäten der Hunde. Und schließlich, die Besitzer wurden gebeten, ihre eigenen Bewertungen von Verhalten ihres Hundes zu schaffen. "Nach der achtwöchigen Kur wuchs die Kraft der Hunde, welche die Behandlung hatten, im Durchschnitt entsprechend einem Kilo zusätzlicher Stärke pro Pfote. Keiner dieser Hunde erlebte einen Gesundheits-Rückgang, im Gegensatz zu 35,8% der Hunde, die das Placebo erhielten ", sagte Maxim Moreau, der Erstautor der Studie.

Bislang gebe ich meinen Bulldogs, seit sie 7 1/2 Jahre alt sind, diese Kautabletten. Es gibt aber noch reichlich mehr solcher Gelenkmittel, die alle eine ähnliche Zusammensetzung haben.

Meiner Erfahrung nach sollte man mit solchen Mitteln vorbeugen, sodass sich eine altersbedingte Arthrose in Grenzen hält und nicht in eine Entzüdung der Gelenke, die Arthritis, ausartet.

Die Verbesserungen spiegelten sich auch im täglichen Leben der Hunde wider. Die Messhalsbänder ergaben, dass die Hunde, welche behandelt wurden, ihre körperliche Aktivität erhöht hatten - im Gruppendurchschnitt von 6 Stunden auf acht. Unterdessen waren die Hunde, welche das Placebo erhalten hatten, zunehmend weniger aktiv.

"In einigen Fällen beobachteten wir die Hunde um sicherzustellen, dass das Messhalsband tatsächliche körperliche Aktivität aufzeichnete statt Bewegungen wie Kratzen usw.", erklärte Troncy. Dennoch waren die Bewertungen der Besitzer mehr gemischt. "Diese dritte Evaluierung war mehr subjektiv, und der Kontrast zwischen der Testgruppe und der Kontrollgruppe war weniger stark", sagte Troncy. "Wir vermuten, dass der Eigentümer haben vergessen, wie das Verhalten des Tieres war, bevor es Arthritis entwickelte." Die Ergebnisse erhöhen die Möglichkeit, dass diese neue Form der Behandlung Menschen angeboten werden kann. "Das Auswertungsmodell, welches wir verwendet haben, ist das beste für die Vorhersagbarkeit der Wirkung von Anti-Arthritis-Behandlungen. Deshalb sind wir der Ansicht, daß klinische Versuche am Menschen eine gute Chance wären, um positive Ergebnisse zu erhalten", sagte Troncy.


Montag, Oktober 13, 2014

Heute berichtet Gastblogger Sascha Martin

Amanda - und ihre Rutenamputation


25.9.2014: Hallo Cornelia & Stu, lange haben wir von uns und Amanda nichts mehr hören lassen. Die Zeit mit Mats geht aber so schnell voran, nächste Woche feiern wir schon seinen 1. Geburtstag. (Siehe Beitrag vom 12. Mai 2014)

Seit einem Jahr sind wir nun zu viert, und das Leben mit Mats & Amanda ist wunderbar. Mama, Kind und Bulldogge genießen die "Elternzeit" in vollen Zügen, Mats und Amanda verstehen sich super. Amanda ist nun 2,5 Jahre alt und somit ein erwachsener Bulldog.

Anfang des Sommers hatten wir unsere bislang schwersten Stunden als Bulli-Besitzer, denn Amanda war in der Tierklinik. Wir hatten uns nach langer Überlegung dazu entschlossen die Rute von Amanda abnehmen zu lassen. Die erhoffte positive Entwicklung im Zuge des Wachsens hatte die Rute leider nicht genommen, so dass ein beschwerdefreies Kot-lassen für sie nicht möglich war.

Die Angst vor einer Entzündung unter der Rute war zu groß, und wir gingen den Weg einer OP. Zwei Nächte blieb Amanda in der Dresdner Tierklinik, bis wir sie endlich wieder in die Arme nehmen konnten. Zwei Nächte, die sich anfühlten wie zwei Wochen. Der Moment, als wir sie in der Klinik abholen konnten und sie uns erkannte und angehüpft kam, war und ist unvergesslich.

Es stellt sich heraus, dass unsere Entscheidung zur Amputation richtig und notwendig war. Amanda hatte bereits zwischen Rutenansatz und Popo eine große, offene Entzündung.

Sie bekam in den folgenden Wochen alle Pflege, die sie brauchte, und schnell war sie wieder fit und lebendig. Die Entzündung und die Narbe an der Rute sind super verheilt, heute ist nichts mehr davon zu sehen. Amanda kann unbeschwert ihr großes Geschäft machen, und nichts bleibt mehr hängen und muss nachgeputzt werden.

Inzwischen waren wir mit der ganzen Family in Südtirol zum Wandern, Amanda hat jeden Gipfel mit erklommen, ihr geht es also wirklich bestens! Aus den vielen Bildern der letzten Monate habe ich einfach mal ein paar "Best Of" für dich zusammen gestellt. Liebe Grüße, Sascha


Montag, September 29, 2014

Heute Mails von Gastbloggerin Manu Raue

Eddie hat jetzt seinen Rolli bekommen


30. August 2014: Hallo liebe Cornelia, Soeben hat mich folgende Nachricht vom holländischen Rollibauer erreicht:

"Der Hunderollwagen ist gestern vom Versandunternehmen GLS bei uns abgeholt worden. Könnten Sie uns bitte benachrichtigen, ob er gut bei Ihnen angekommen ist? Wenn Sie mit dem Einstellen des Wagens Hilfe brauchen, mailen Sie uns bitte ein Bild von Ihrem Hund im Wagen (aufgenommen von der Seite, auf gleicher Höhe mit dem Hund). Den Hund und den Wagen beim Fotografieren bitte nicht anfassen, damit wir sehen können, wie der Hund im Wagen steht und Ihnen helfen können. Wir wünschen Ihrem EDDIE eine sehr gute erste Fahrt und Euch allen viel Spaß mit dem Hunderollwagen! Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung."

Eddie und ich freuen uns riesig!!! Waren gestern zur Kontrolle beim Doc, Eddie seine Wunde heilt bestens (siehe unten Beitrag vom 23. September), nächsten Donnerstag kommen die Klammern raus :-) Sein Testesteron-Test war super, alles in Ordnung.

Gestaunt hat die Doc... Sie wollte Eddie sein Hinterbein zurecht rücken, weil sie dachte es wäre unbequem für ihn. Aber Eddie hat erst gegen gehalten und dann dies selbst erledigt. Sie machte ganz große Augen, was er für ein Kämpfer wäre, und vor allem, wo er die Muskeln schon wieder her hätte.

Du hättest mal mein Grinsen sehen sollen. Bin soooo stolz auf Eddie, er ist traumhaft <3 <3 <3 (Hier noch Fotos vom Juni 2014 beim Tierarzt) Es ist ein tolles Gefühl, auch jetzt wo ich weiß, dass er organisch mehr als gesund ist, den Rest schaffen wir auch noch!!! Da haben schon ganz andere den Mount Everest bestiegen, und da es bei uns sinngemäß genauso ist, die letzten Meter schaffen wir auch zusammen. So, ich freu mer jetzt schon auf den GLS boten :-D Ganz liebe Grüße, Eddie und Manu


Dienstag, September 23, 2014

Heute Mails von Gastbloggerin Manu Raue

Wie es Eddie inzwischen geht


Es haben sehr viele Leser großen Anteil an Eddies und Manus Schicksal genommen und bei mir nachgefragt, wie es ihm geht. (Siehe Beiträge vom 4. 6. 8. August 2014) Manu ist sehr bewegt von der starken Anteilnahmen, und sie wird uns weiter auf dem Laufenden halten. C.S.D.

20. August 2014: Hallo Cornelia, da ich jetzt keine Lust mehr hab weiter erfolglos dieser 'Rehatechnik'-Firma hinterher zu telefonieren, hab ich eine andere Firma gefunden. Der Preis ist etwas günstiger als bei Rehatechnik. Das sind Privatleute, die in Amerika einen Händler haben. Nach Vorkasse dauert es wohl 3 Wochen.

Eddie geht's soweit gut. War ja mit ihm entgiften, jetzt hat er die letzten Wochen extrem viel großes Geschäft gemacht, bald 7x am Tag :-o Der Doc meinte es kommt davon. Aber gucke an: seit der Entgiftung wachsen - wie im Schnellflug - seine Haare an der rasierten Stelle am Rücken, wo seit März kein Haar gewachsen war ;-) Positiv zu melden gibt es auch, dass Eddie seine Füße wunderbar verheilt sind, überall ist wieder Fell, darüber freu ich mich sehr!!! Sei lieb gegrüßt, Eddie und Manu

21. August 2014: Liebe Cornelia,... Mit Eddie hab ich am Dienstag einen Termin zum Ultraschall zur Kontrolle der Prostata.

Die gute Frau, die die Entgiftung per Bioresonaz mit Eddie gemacht hat, mit der hab ich heut morgen auch gesprochen. Die hat über Eddie sein Blut festgestllt, dass er einen bösen Virus in sich trägt, der für nervliche Aussetzer sorgt, dem wollen wir jetzt an den Kragen. Ein Schulmediziner hätte das nicht festgestellt. Die sind zwei Heilpraktikerinnen, und sie sagt, dass mer den Virus austreiben kann, sodass Eddie wieder stabil wird, also keine Hautprobleme und keine Stoffwechselprobleme mehr - und sein Nervensystem wieder intakt wird!!!! Du siehst wir haben noch was vor uns :) ... Liebe Grüße, die Manu

26. August 2014: Liebe Cornelia, möchte dir berichten, wie es beim Arzt war. Eddies Prostata ist bestens, Blase alles TOP!!! Sie hat sich sehr über seine zunehmenden Muskeln gefreut. Trotz allem bin ich tot traurig und furchtbar wütend auf mich, kann mich gerad nicht mal richtig freuen, dass der Rolli bald kommt. Ich hab so eine Scheisse gebaut und mein armer Schatz muss leiden!

Eddie hat seit Jahren immer wieder mal eine Beule zwischen den Vorderzehen, die anschwillt und dann aufplatzt, früher lag es am Futter, und nun haben se rausgefunden, das er auf alle Wiesengräser allergisch ist :( das heißt, wenn es so ist zieh ich ihm immer Babysocken an, damit kein Dreck in die Beulenwunde kommt. Die verheilt dann immer gut, abends Fuß baden und einschmieren mit Desinfektion oder Jod.

Na, jedenfalls hab ich das auch so gemacht, nur dass Eddie diemal immer die Socken ausgezogen hat. Eine Bulldogg-Bekannte meinte, sie macht das bei ihrem Bully so, dass sie so nen Haushaltsgummi drumschnallt, damit se nicht rutschen, Socken drüber schlagen und passt. Habs probiert, auch die Gummis so gewählt, dass se nicht so straff sitzen und Socken eingerollt und passte, funktionierte bestens...

Hm bis auf einen Gummi wohl, der ist von der Socke auf den Fuß gerutscht, hatte die gleiche Farbe wie Eddies Fell und blieb unbemerkt. Heut morgen hatte Baby Schmerzen, hab es sofort gemerkt und dachte wegen seiner dicken Pfote und dem blöden Zwischenzehexem. Also gleich untersucht die Sache und dort tat sich das Grauen auf.

Hab sofort angefangen zu weinen. Der nicht bemerkte Gummi hat Eddie Schnittwunden zugetragen, da er genau im Knick von der Pfote saß. Die sind sehr tief, und es muss ihm so weh getan haben. Gleich erstmal desinfiziert und zum Doc. Die hat jetzt alles getackert und Eddie Antibiotika gespritzt, damit es sich nicht entzündet. Ich bete so sehr, dass es heilt, da es wie gesagt im Knick ist und jetzt nicht dreckig werden darf, aber auch nicht verbunden sein darf wegen der Luft, die ran muss.

Ich weiß gar nicht als was ich mich beschimpfen könnte, Rabenmutter trifft es vielleicht, ich schäm mich, dass mir sowas passiert ist, und mein Dicker tut mir endlos leid. Eddies gehts gut und mir passiert so ein Mist :( Traurige Grüße, Manu und Eddie

27. August 2014: Hallo Cornelia, Danke für deine Mail. :) Gute Nachrichten: der Rolli ist fertig und wird nach Bezahlung versandt. :) :) Ich hoffe für den Blogbeitrag im September können wir dann schon ein paar Bilder von Eddie im Rolli mit einsetzen. Freu mich, dass so viel Leser-Zuspruch geschieht :)

So, ich muss mich um´s Baby kümmern, Eddie ist heut sehr wehleidig, hat sicher auch WehWeh am Fuß, aber am schlimmsten ist heut, wenn Mama nicht kuscheln kommt. Hauptsache ich bin da. Außerdem ham mer jetzt Hunger :) Und ich führe nochmal die allerletzte Kontrollmessung an Eddie durch und mache Fotos, die ich heut noch zum Rollibauer schicke :) freu... Sei lieb gegrüßt, die Manu und Eddie, die dir beide unendlich dankbar sind für deine Unterstützung :) danke


Freitag, August 8, 2014

Besuch bei Eddie -

oder Lebensfreude trotz Behinderung


In den beiden vorigen Beiträgen konnten Sie über Eddies Leiden lesen, über die große Liebe seiner Mama Manu und mit welchem ungeheuren Einsatz und mit welcher Geduld, die trotz allem immer wieder zu Optimismus fand, sie dafür sorgte, dass er überlebte, sein Zustand sich besserte und die Schmerzen nachließen.

Ende Juni, auf meiner Rückfahrt von Caligula und den Oderauen (siehe Beitrag vom 27. Juli 2014) machte ich im Erzgebirge Station, ja, ich wollte Manu und Eddie kennenlernen. Manus Mails hatten mich am Herzen berührt. Solch einen wunderbar liebesbegabten, einsatzbereiten und durchhaltefähigen Menschen wie sie findet man nicht oft.

Als ich den schön gelegenen Hof von Manu und ihrer Familie gefunden hatte und den großen Vorplatz betrat, da begann Eddie von irgend woher zu bellen, das tiefe, "Hallo-ich-hab-hier-Dienst"-Bellen eines Bulldogs. Ich war sehr gespannt auf diesen forschen Wachhabenden!

Und dann kam er freudig-neugierig und wild-entschlossen auf seinem Popo angerutscht, ich lief ihm entgegen, und wir begrüßten uns herzlich. Eddie war zweifellos schmerzfrei, so wie er sich benahm. Ich atmete erleichtert auf :-) Dann kam Manu auf den Hof heraus, auch sie begrüßte mich ganz herzlich.

Sie lächelte, streichelte dann ihren Eddie und erzählte gleich stolz, er gäbe sich solche Mühe auf seine Hinterbeine zu kommen - und immer häufiger schaffe er das auch für einige Momente. Die Muskeln an Eddies Hüften und Oberschenkeln waren komplett zurückgebildet, nur Haut und Knochen. Aber sein Fell glänzte und seine Augen strahlten mich an.

-*- Hallo liebe Manu,
Du zeigst so viel Stärke, Integrität und Tatkraft, und dies auf eine sanfte und tief verantwortungsvolle Weise - das berührt uns alle. "Hut ab", wie Zsuzsa schreibt. So wie Du nicht resignierst, wird auch Eddie es nicht tun! Es tut gut, dass es Euch gibt :-) -*-

Später, als Eddie vom Rumrobben müde geworden war, zog er sich auf seine Hof-Decke (Bild weiter unten) oder in seinen großen, weich ausgepolsterten Korb zurück.

Mama Manu hat jetzt für Eddie bei einem "Hunde-Roller"-Hersteller solch ein Teil bestellt. Eddie wurde dafür genau vermessen, und jetzt wird auf die Fertigstellung gewartet. Bis es so weit ist, wollte Manu ihm mit Schuhen helfen, weil seine Hinterfüße vom Rumrutschen etwas aufgescheuert sind. Aber Eddie wollte die nicht:

29. Juli 2014:" ... Die Schuhe mag er nicht, und die halten alle, egal welche, keine Minute am Fuß. Mit Flexbinde geht es aber: Hab Watte zwischen die Zehen getan, dass es schön polstert ist, und dann noch Babysocken drüber :) Er ist nur faul heut, war vorgestern mit ihm zur Bioresonaz, um ihn entgifften zu lassen, das schlaucht ihn!!!! Aber anders wird es ja nicht... die Ärzte haben ihn ja vollgepumpt :( Armes Hasi... Jetzt kuschelt er gerad unter meinen Beinen, böses Gewitter :-D, meine Maus. LG Manu"

6. August 2014: Liebe Cornelia, Es rührt mich sehr, dass soviel positiver Zuspruch auf unsere Geschichte kommt... Ja, Eddie ist der tollste Hund der ganzen Welt <3 ... Bei der Tierärztin waren wir Montag, er hat gerad eine Bindehautentzündung :-( Aber sie war sehr erstaunt und meinte, Eddie hat gut an Muskeln hinten zugenommen, hab mich gefreut wie ein kleines Kind :-) so soooo toll... Sei lieb gegrüßt aus Sachsen ;-)

(-: Weiter stetige Besserung für den Eddie-Schatz :-)

Übrigens, in den USA gibt es ein Forum nur für Besitzer von Bulldogs mit großen und kleinen Behinderungen; Atemprobleme gehören auch dazu. LINK HIER.


Mittwoch, August 6, 2014

Heute weitere Mails von Gastbloggerin Manu Raue

"Eddie - ich gebe dich nicht auf!"

Fortsetzung der Mails vom vorigen Beitrag


9.4.2014: Liebe Cornelia,... Am Freitag werde ich mit Eddie zur Kastrations-OP fahren: Die Ärzte in Berlin haben herausgefunden, dass Eddie eine enorm vergrößerte Prostata hat, und die wäre für den unkontrollieren Kot und Harnabsatz verantwortlich. Und aufgrund ihrer Größe drückt sie gegen die Ledenwirbel und verursacht Schmerzen. Dem soll nun abgeholfen werden :) Hoffe alles geht gut, der arme Matz schon wieder in Narkose :) Sei lieb gegrüßt, die Manu

31.5.2014: Liebe Cornelia, ich hoffe du bist gut aus den USA zurück und allen geht es gut. Bei uns ist es eine Achterbahn der Gefühle :(

Eddie seine Borrelien sind mit Doxi behandelt worden. Aufgrund seiner Anämie sollte ich ihm auch Eisen zuführen... naja soweit alles gut...

Unterwasserlaufband kam nicht in Frage, da Eddie im Wasser Panik bekommt und die Hinterfüße nur hinterherschleifen, das heißt kein Effekt.

Nach Plan B gesucht... Jetzt hatte er die letzten Wochen eine Hybrid Therapie 3x täglich, das hat alles in Schwung gebracht, und er schwenkt den Po von links nach rechts und andersrum. Er versucht bei Fressen zu stehen soweit dies möglich ist.

Jetzt stand ein neuer Bluttest an, zum Glück!!!! Ich war bei einem anderen Doc, weil ich wegen einer Bluentnahme nicht 250km fahren wollte. Sie untersuchte Eddie komplett und erklärte mir Eddies Blutbild von April erst einmal richtig. Unser Hausarzt kann sich wirklich nicht mit Ruhm bekleckern, im Gegenteil. Dass Eddie noch lebt, da hab ich verdammt Glück, da die Anzahl seiner roten Blutkörperchen soooo niedrig war, dass er fast nicht lebensfähig war.

Dazu hatte Eddie ein blutendes Magengeschwür, was sich jetzt vernarbt hat (Ursachen waren die vielen verschiedenen Schmerzmittel). Da haben sich Bakterien gebildet, die sich in seinem schwachen Muskelgewebe eingenistet haben, die wiederrum haben die Nieren belagert... Jetzt haben wir das alles in Behandlung, und Frau Doktor meinte, das sollte nächste Woche wieder überstanden sein.

Das größere Problem ist immer noch, dass er nicht läuft. Lahm ist er nicht, aber er hat keine Muskeln, und Krafttraining kommt aufgrund der Schmerzen nicht in Frage... nur bissel gehen, aber das macht er von ganz allein. Also dafür, dass der andere Doc gesagt hatte, er hätte unerträgliche Schmerzen, macht er alles andere als diesen Eindruck!!!

Frau Doktor meint, Eddie hat weder was mit den Nerven noch was anderes, es ist die HD. Laut dem Röntgenbild vom letzten Jahr, war es da schon anatomisch nicht mehr möglich damit zu laufen. Letztes Jahr hatte er aber noch Muskeln, und man hätte diese aufbauen können, auch das Schmerzbändchen durchtrennen können, wenn es uns der Arzt damals so gesagt hätte; hat er aber nicht. So hat Eddie sich geschont und immer mehr Muskeln verloren...

Ihr Vorschlag ist, Eddie jetzt ein neues Schmerzmittel zu geben und dazu Anabolika, damit er schneller zu Muskelmasse kommt, die dann eventuell sein HD-Gelenk wieder stützen würde. Sie sagte, das dauert aber 2-3 Jahre, da wäre Eddie 9. Jetzt hat sie mir gesagt, ich solle 4-6 Wochen Muskeltraining mit ihm probieren, und wenn sich nichts ändert, ihn gehen lassen. Seine Inkontinez käme nur durch fehlende Muskeln.

Ich bin tief traurig und hin und her gerissen. Sie meinte, ich sei soooo optimistisch, sie würde ihn auch sofort einschläfern... :( Ich weiß nicht, ob ich wirklich zu egoistisch bin, aber Eddie gibt mir null Anzeichen, dass die Tierärzte Recht hätten... eher gibt er mir das Gefühl, wie ich fühle, "Mama gib uns die Zeit, alles wird gut". Ich bin so hilflos, und es bricht mir das Herz.

Er wurschtelt sich den ganzen Tag durch die Gegend, anstatt nur in der Ecke oder im Körbchen zu liegen. Er jagt dem Meerschwein meiner Nichte nach, knurrt, wenn er vor der Couch sitzt und nicht hoch kann, schwänzelt durch den Garten, sodass ich ihn suchen muss, kommt zum Fressen und nicht das Fressen zu ihm, er bemüht sich immer wieder zu stehen!!!

Wenn er solch unerträgliche Schmerzen hätte, er würde doch nur rumliegen und sich schonen oder??? Er reagiert auf jeden kleinen Pups, ob´s an der Tür klopft und mer erstmal durchdrehen, oder wenn jemand ins Zimmer kommt, dann freun mer uns, wie sich ein Bully nur freut...

Ich hab ihm waschbare Windeln gekauft, und damit kommt er spitze zurecht, die trägt er nachts oder wenn wir wo zu Besuch sind, damit dort kein Unfall passiert. Zu Hause ist er trocken und meldet sich, wenn er raus muss. Ich muss da nur verdammt schnell sein, weil er sich so gefühlte 20 Sekunden, bevor es los geht, meldet :) Auch das ist erst seit der Hyprid Therapie. Ich muss seine Signale erst wieder lernen, da ich mich an den "ich wisch es weg" Modus gewöhnt habe :(

Ich find, Eddie ist voll da!!!! Dann überleg ich, er ist nicht der einzigste Hund, der nicht laufen kann, warum soll ich ihn über die Regenbogenbrücke schicken???

Und warum soll ich nur 4 Wochen Sport machen, wenn es 2 Jahre dauert??? Es ist so unfair!!!! Ich liebe ihn soooooooooooooo sehr, und er ist glücklich, wenn wir zusammen sind, und das sind wir seit Februar 2008 immer, egal ob ich arbeiten bin oder nicht!!!

Meinem Verstand versuche ich beizubringen, dass ich ihn gehen lassen muss. Mein Herz wehrt sich mit Händen und Füßen. Mein Gefühl sagt mir "Manu, es ist noch nicht so weit, es wäre JETZT falsch!!! Guck Eddie an!"

Ich weiß, niemand kann mir diese Entscheidung abnehmen, aber es tut gut drüber zu reden, da man schon ganz schön schräg angeguckt wird mit einem Hund mit Handicap, aber so sind die Menschen. Erstmal blöd gucken, egal ob sie auf Mensch oder Tier treffen, und dann verurteilen... Freu mich von dir zu lesen, wenn du Zeit hast:) LG Manu

18.6.2014: Hallo Cornelia, sitz gerad mit Eddie beim Arzt, er hat Blasen-Kristalle und nu müss mer no mal Urin abgeben.... Sonst geht's ihm gut :-) ... Freu mich auf Deinen Besuch. Die Manu


Montag, August 4, 2014

Eddies und Manus Leidensweg, 1. Teil


Von meiner "Bulldog-Besuchstour 2014" berichtete ich schon in mehreren Beiträgen im Juli. Es fehlt nun nur noch mein Bericht über meinen Besuch bei Manu und ihrem Eddie im Erzgebirge. Warum mir dieser Besuch besonders am Herzen lag, das können Sie nachvollziehen, wenn Sie die Auszüge unten aus Manu´s Mails an mich lesen.

13.3.2014: Hallo, da ich nicht mehr weiß, wo ich mich hinwenden kann und Ihre Seite gesehen habe, dachte ich, ich probier es hier. Letzes Jahr am 4. Juli, mein Dicker war gerad auf dem Grundstück unterwegs und ahlte sich in der Sonne, zog er plötzlich sein linkes Hinterbein ein und zitterte. Wir sind mit ihm zum Doc, weil wir dachten er hat sich eingeklemmt. Dieser röngte ihn und stellte fest, dass Eddie eine hochgradige HD links und eine schwere rechts hat, dazu Arthrose bis in die Lendenwirbel. Der Doc verschrieb Rimadyl und meinte, das nimmt er nun bis zu seinem Ende, und er könne schon 10 Jahre werden, Eddie ist jetzt 6 Jahre alt.

....Weihnachten verlor er plötzlich seinen Kot und auch sein Laufverhalten war von Monat zu Monat schlechter geworden. Er humpelte immer mehr und setzte sich immer öfter, auch robbte er dann schon mit den Vorderpfoten und zog den Po nach.... Er bekam weitere Schmerzmittel, die sehr gut halfen. Seit 4 Wochen verliert er nun täglich Kot, und seit einer Woche auch Urin. Er läuft so gut wie gar nicht mehr.

.... Wieder Schmerzmittel und Cortison. Der behandelnde Tierarzt vermutet einen Bandscheibenvorfall, keinen "frischen", aber eine Behandlung ist ihm nicht eingefallen, er meinte erstmal abwarten, tja, wenn das nicht hilft, dann ist es kein Hundeleben mehr wert. Bei solchen Sätzen zieht es mir die Füße vom Boden weg, der Dicke ist mein Baby!!! Und noch so jung.

Ich such nun nach jedem Strohhalm und hoffe auf eine Antwort von Ihnen. Ich will nicht glauben, dass ich ihm nicht helfen kann. Leider ist meine Wohngegend, Freiberg, nicht gut bestückt mit der mordernen Medizin. Fahr seit Jahren nach Berlin mit dem Dicken, 250 km von mir. Ich bin für jede Antwort dankbar!!! Viele liebe Grüße; Manu

19.3.2014: Hallo Cornelia, ich fühl mich hin und hergerissen zwischen operieren lassen oder nicht. Ich möchte Eddie helfen, unbedingt. Hab aber auch immer im Kopf, dass unser Hausarzt sagt "Eddie nicht operieren". Ich hätte ihn fast schon mal verloren bei einer OP, die Angst ist rießig!!! Eddie hatte mit ´nem halben Jahr Schnupfen, darauf wurde er nicht richtig behandelt und musste zur Endoskopie in die Klinik nach Dresden, und dort hat man mir gesagt, dass es Glück gewesen sei, dass er noch lebt, weil es ihm bei der Narkose nicht gut ging, aber ich sei ja selbst schuld, wer holt sich schon ´ne überzüchtete Kurzschnauze?! :( Eddies Bruder starb schon mit 3 Jahren...

Positiv gibt es zu sagen, dass er läuft, gestern Abend schon die ersten Anwandlungen, und seit heut morgen, sobald er aufsteht, geht er auf seinen Beinen. Hinten etwas lahm und steif, aber er rutscht nicht auf dem Po :) Das Schmerzmittel schlägt also an, inkontinent ist er trotzallem, klar wenn die Nerven klemmen.... LG, Manu

22.3.2014: Liebe Cornelia, wir sind in Hamburg bei einem Neurochirurgen, er hat Eddie gecheckt und sagt: Eddie hat einen Tumor im Rückenmark und mehrere Bandscheibenvorfälle!!!

Die Diagnose war niederschmetternd, ich bin so traurig, mein Herz ist zerbrochen. Er hat uns nach Hause geschickt... Wieviel Zeit uns jetzt bleibt weiß ich nicht, wusste der Arzt auch nicht. Eddie wird eine vollständige Lähmung erleiden, sagt er. Und dadurch eine Blasenentzündung bekommen, und das würde zu Nierenversagen führen.

Ich soll jetzt drüber nachdenken, was ich tun will. Viel Auswahl ist da nicht, Hauptsache Eddie leidet nicht!!!! So ist es leider, und ich hatte solche Hoffnungen!!! Es fällt mir sooo schwer in seine Kulleraugen zu sehen und zu wissen, ihn über die Regenbogenbrücke zu schicken. Ich dachte immer mein Dicker würde mir ein Zeichen geben, wenn es soweit ist, aber das Gefühl hab ich gar nicht. Er spielt, macht Blödsinn, schmust... ich hab das Gefühl noch nicht alles versucht zu haben. Ich bin so fertig, mein Baby!!!!!...

31.3.2014: Liebe Cornelia, der Spezialist-Kollege von Eddies Tierarzt versteht das Röntgenbild ebenso wie Peter Söhl, dem ich die Unterlagen auch geschickt hatte: kein Tumor auf den Bildern erkennbar! Aber über eine eventuelle Bandscheiben-OP will Peter Söhl erst entscheiden, wenn ein MRT gemacht wurde.... und das kostet allein schon 900 Euro. Ich bin so durcheinander, ich will alles versuchen, aber ich weiß gerad nicht, ob es richtig ist. Ich weiß, wenn ich es nicht tue, dann mach ich mir Vorwürfe nicht alles für ihn getan zu haben.

Prednisolon schlägt nicht an, nicht mal die doppelte Dosis. Klar, es ist kein Schmerzmittel, aber es hätte Erleichterung bringen müssen?! ... mein Mann und ich sind allerdings verschiedener Ansichten, das aber nur aus finanzieller Sicht. Ich will mir das Geld borgen für das MRT, und er ist nicht damit einverstanden, es ist ja auch sehr viel Geld.

Hab heute wieder mit Peter Söhl telefoniert. Er sagte in Bielefeld kostet ein MRT nur 500 Euro. Ich weiß nicht, das ist sehr weit, werde weiter suchen... Eddies Hausarzt hat jetzt ´nen Wirbelsäulen-Spezi in Berlin aufgetrieben, und der würde Eddie übermorgen ins CT stecken, um dann zu entscheiden, ob eine OP sinnvoll ist oder nicht.

Ich bin so verzweifelt. Ich hab das Gefühl, dass es zu keiner OP kommen wird. Eddie geht es nicht gut, aber ihn einfach zu erlösen, dann denk ich, ich hätte ihm doch noch helfen müssen... Er liegt gerad vor mir, er atmet so schwer :-( ein Funken Hoffnung ist immer da, ich brauch auch die Gewissheit, mach ich es falsch? LG Manu

4.4.2014: Huhu, bis Mittwoch läuft jetzt die Schmerztherapie, dann wird erstmal ausgewertet und der Bluttest auf Borreliose angesetzt, ja, und das dauert ja meist zwei Tage?! Sprich, Ende nächster Woche sollte ich mehr wissen. Ich wollte den Test auf jeden Fall machen lassen, sicher ist sicher!!! :) Gerad weil wir ein komplett grünes Grundstück haben, Eddie auch allergisch auf Wiesengräser ist (leider), ist es sicherer auf Borreliose zu testen, muss nur noch ein Labor ausfindig machen, damit ich Eddie nicht 250 km durchs Land wegen Blutziehen schleppen muss :( Aber das krieg mer auch hin :) LG

Fortsetzung im nächsten Beitrag


Freitag, Juli 11, 2014

Frieda:

ihr instabiles Knie wurde erfolgreich operiert


Im Beitrag "Bei Arthrose und Arthritis: CARTROPHEN hilft !" vom 27. März 14 schrieb ich, wie Friedas Ellenbogen-Arthrosebeschwerden nach dieser relativ neuen Behandlungs-Methode verschwanden. Nun, sie begann dann aber leider wieder hinten zu humpeln: eine 3 Jahre zurückliegende Kniegelenk-Bänderzerrung machte erneut Probleme.

Ich befürchtete, dass die alte Verletzung im Knie eine besonders schwere Arthrose-Zubildung gefördert hätte - schließlich ist Frieda 9 Jahre alt, und Arthrose/Arthritis ist in diesem Alter grundsätzlich nichts Ungewöhliches.. Wir dachten über Goldimplantate in den Knie-Akupunkturpunten nach, die bei ausgeprägten Gelenkschäden stark schmerzmindernd wirken.

Peter Söhl, TGZ Lichtenau, vermutete aber, dass das bei der damaligen Verrenkung nur leicht angerissene Kreuzband im Laufe der Zeit weiter Festigkeit verloren haben könnte, und er wollte die Stabilität des Kniegelenks unter Narkose überprüfen. Im Fall einer Instabilität wäre eine OP angesagt und keine Goldimplantate.

Für Peter Söhls Vermutung eines weitergehenden Kreuzband-Schadens sprach auch, dass die CARTROPHEN-Kur nur dem Ellenbogen und nicht dem Knie geholfen hatte, was auch bei einem sehr schweren Arthrose-Schaden - wenigstens kurzfristig - hätte geschehen müssen.

Peter Söhl´s Vermutung bestätigte sich: keine auffällige Arthrose, aber ein weiter eingerissenes und ausgeleiertes Kreuzband.

Also wurde Friedas Knie am 2. Juli operiert, und zwar nach dem TTA-Verfahren, welches Peter Söhl im Beitrag vom 28. März 2010 beschreibt. Dies ist eine aufwendige OP, die aber allgemein bei schwereren Rassen zur OP-Methode der Wahl geworden ist, da sie statistisch gesehen das Knie länger stabil hält, als ein künstliches Kreuzband dies schafft.

Friedas Herz ist völlig gesund, deshalb war eine internistische Vorbehandlung nicht nötig. Sie steckte die Narkose auch tätsächlich wie einen Klacks weg :-)

Erstaunlicher Weise schien sie auch überhaupt keine Schmerzen zu haben: sie hechelte nicht einmal :-) Nur das dick - wie in einem Thrombose-Strumpf - verpackte Bein irritierte sie. Am ersten Abend hielt sie es so, als gehöre es gar nicht zu ihr. Sie lernte dann schnell auf 3 nutzbaren Beinen zu gehen, indem sie mit dem gesunden Hinterbein hüpfte.

Nach 6 Tagen kam der Verband ab, nur noch ein Pflaster deckt die geklammerte Wunde an der Schenkel-Innenseite ab.

Stu, ich und auch Peter Söhl staunten, als sie, just von dem dicken Verband befreit, auf dem Boden im Behandlungsraum stehend das operierte Bein gründlich testend nach vorne, hinten, zur Seite bewegte und drehte... sich dann zufrieden mit dem Ergebnis hinsetzte und erleichert zu uns hochsah....

Frieda konnte 6 Tage nach der OP zu ihrer großen Beruhigung wieder hockend - und nicht stehend, krrrr - Pipi und Popo machen - und auf allen Vieren langsam, aber humpelfrei gehen! Heute, Freitag Nachmittag, kommen auch die Klammern raus. Kosmo verstand übrigens sofort, dass Frieda z.Z. in Ruhe gelassen werden muß. Er ist ein guter Kerl :-)

Nun, Stu und mein Job ist jetzt anstrengend: Frieda darf noch 5 Wochen lang keine Stufe besteigen, kein Sofa erspringen und überhaupt nur wenig gerade mal geradeaus gehen. Sie selbst hält diese REHA-Phase für überflüssig ;-) In diesem Zusammenhang:

Am Sonntag ist NRW-Treffen! Mehr darüber: HIER

Wir können wegen Friedas REHA nicht daran teilnehmen, wünschen Euch anderen aber ganz viel Spaß dabei !!!

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Donnerstag, März 27, 2014

Bei Arthrose und Arthritis:

CARTROPHEN hilft !


Vor inzwischen 6 Wochen, als ich rief "Spaziiiiiern geeeehn!" blieb Frieda zu meinem großen Schreck liegen. Dabei springt sie sonst immer vor Glück bei dieser Aufforderung hoch, nimmt meine Hand in ihr Maul - sie nimmt mich wörtlich "an die Hand" - und zieht mich zur Tür. Nach viel gutem Zureden stand sie diesmal vorne links schwer humpelnd auf....

Ich sofort mit ihr zu unserem Tierarzt.

Frieda wird im Mai 9 Jahre alt; bei unserer Wilma hatte sich schon mit 7 1/2 Jahren - trotz regelmäßiger Gabe von Grünlippmuschel-Extrakt (Glycosaminen), eine starke Arthrose der Hüfte und eine Spondilitis entwickelt, sodass sie mit 8 Jahren operiert werden mußte; das ist 11 Jahre her. Schmerzfrei blieb sie daurch aber nur ein knappes Jahr, die Krankheit schritt fort, deshalb bekam sie dann auf Dauer Schmerzmittel (Rimadyl).

Unsere Alma, das ist jetzt 23 Jahre her, bekam mit 10 Jahren einen Bandscheiben-Vorfall, der sie die letzten 2 1/2 Jahre ihres Lebens - mal mehr mal weniger - schwer behinderte. Schmerzmittel (Metacam) hieß das für die schlimmerenen Zeiten... Unseren Hunden geht oft nicht besser als uns selbst....

Die Medizin hat inzwischen große Fortschritte gemacht: Im Beitrag vom 28. März 2012 schrieb Anke Teloudis schon über ihre fantastischen Erfahrungen mit "Cartrophen", das erst seit 2011 auf dem deutschen Markt ist. Es ist kein Schmerzmittel; seine schmerzreduzierende Wirkung beruht auf seiner entzündungshemmenden und Knorpel regenerierenden Wirkung.

Empfohlen wird eine Kur-Behandlung, das heißt über 4 Wochen eine Spritze wöchentlich. Wir folgten bei Frieda dieser Empfehlung.

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Frieda bekam die 1. Spritze "Cartrophen", da die Untersuchung durch Tierärztin Nicola Katzschmann (TGZ Peter Söhl) ergeben hatte:

"Bei der Untersuchung zeigte Frieda eine deutliche Lahmheit vorne links, hielt das Bein im Stand hoch und war bei Rotation sowie Beugung und Streckung im Ellenbogen deutlich schmerzhaft mit Lautäußerung und Abwehrbewegung. Röntgenologisch zeigte sich eine hochgradige Arthrose im Ellenbogen.

Da aufgrund des Ausmaßes der Arthrose eine chirurgische Therapie nicht infrage kam, müssen wir versuchen die Progression der Erkrankung zu verlangsamen und eine Schmerzfreiheit für das Tier erreichen. Studien zeigen, dass der in "Cartrophen" enthaltene Wirkstoff (Natrium-Pentosanpolysulfat) einen krankheitsmodifizierenden Effekt hat, der zu einer Schmerzlinderung und Regeneration des Knorpelgewebes führt."

Friedas Arthroseproblem im linken Ellenbogen hängt mit ihrer üblen Bänderzerrung im rechten Knie vor knapp 3 Jahren zusammen: länger andauernde ausgleichende Überbelastung vorne links wegen Schmerz-Schonhaltung hinten rechts. Sie humpelt mit dem rechten Hinterbein zwar seit der damaligen Unterwasser-Laufband Physiotherapie nicht mehr (siehe Beitrag vom 8. November 2011.), aber das Bein hat seitdem am Knie einen Knick nach innen, d.h. ihr Gang ist dadurch insgesammt etwas unrund geworden. Seit einiger Zeit nutze sie dies Bein immer seltener als Standbein, die alte Knieverletzung machte also wieder arthrosefördernde Probleme...

Ich bekam für Frieda noch für alle Fälle Novalgin-Tabletten mit, ich gab ihr auch jeweils eine über vier Tage morgens früh. Zu "Cartrophen" soll man nicht Rimadyl dazugeben, weil sich dadurch nicht die Wirkung verstärkt, sondern die Nebenwirkungen. Nach vier Tagen war keine Schmerztablette mehr nötig, da Frieda nur noch ganz leicht lahmte.

Mit der 3. Injektion von "Cartrophen" kam zeitgleich der Frühling - zu Friedas Freude begann damit das Gartenleben, und sie tollte wie verrückt kurz mit Kosmo rum: das war zu viel, das Humpeln setzte unmittelbar wieder ein, hielt aber nur 2-3 Stunden an..... Stu meinte nach der 3. Spritze, insgesammt sei ihr Zustand zu 80 % gebessert - und das ohne Schmerzmittel..... Nach der 4. Spritze, also eine Woche später, lief sie zu 90% wieder so wie vorher. Aber auf auch nur kurze Überbelastung durch Rennen und Toben reagiert sie unmittelbar mit Schmerzen, die für circa 1 bis 2 Stunden ein Humpeln bedingen.

Friedas behandelnde Tierärztin Nicola Katzschmann schreibt: "Bei der Abschlussuntersuchung (bei der Injektion der 4. Spritze, also nach 3 Wochen) zeigte Frieda noch eine geringgeradige Lahmheit, war wesentlich besser drauf als bei der Erstvorstellung und bei der palpatorischen Untersuchung deutlich weniger schmerzhaft."

Ja, 5 Wochen nach der 1. Spritze rempelt sie auch wieder folgenlos Kosmo an, platzt vor guter Laune! Besonders diese Ausbrüche von guter Laune - schon beim kleinsten Anlaß - zeigen uns, dass sie schmerzfrei und darüber richtig glücklich ist :-) Sie rennt jetzt zu 100 % wie vor dieser Schmerzattacke, d.h. erst nach circa 30 Minuten Wandern bewegt sie ihr Vorderbein etwas steif. Aber vielleicht legt sich das ja auch noch :-)))

Vor ein paar Tagen begann für Frieda wieder ein Museklaufbautrainig auf dem Unterwasserlaufband. Auf dem Weg zum Becken begegneten wir zufällig Nicola Katzschmann, die richtig erfreut sagte: "Jetzt sieht man ja gar nichts mehr!" Sie umarmte Frieda und nahm dabei ihr Vorderbein fest in die Beuge: "sie zuckt nicht mal!" Wir strahlten alle Drei über diesen Behandlungserfolg :-) Nebenbei: Frieda bekommt weiterhin täglich, wie schon seit Monaten, Glykosaminoglykanen (Canicox-Kautabletten).

Übrigens: Bei schweren Fällen, so wie Anke Teloudis sie im erwähnten Beitrag vom 28. März 2012 beschreibt, zeigt sich die erste deutliche Wirkung von "Cartrophen" nach Ankes Beobachtung nach circa 3 Wochen. Dieses Medikament ist geeignet, Arthrose-Zubildungen sogar vorzubeugen, da es die Knorpel-Regeneration fördert. Wenn Kosmo 8 Jahre alt wird, werde ich deshalb jährliche Kuren mit ihm starten. Frieda wird in Zukunft halbjährig diese Kur bekommen, damit ihre Arthrose nicht weiter fortschreitet.

Carthrophen kostet zudem kaum etwas: die Dosierung ist gewichtsbhängig: für einen 25 kg schweren Hund kostet es pro Spritze zwischen 9 und 10 Euro.


Freitag, September 20, 2013

Kaskades´ Erfahrung mit Tierärzten


Kaskades humpelte etwas hinten links, und vorne rechts war ihre Beinbewegung auch ein wenig steif. Deshalb gingen Martina und Andre im Juli mit ihr zu einer Tierklinik vor Ort. Die behandelnde Tierärztin machte zwei Röntgenbilder des Knies. Dann zog und verdrehte sie sehr heftig und so lange Kaskades ganzes Bein, bis diese aufschrie.

  • Diagnose: sie hat nichts.
  • Ergebniss: sie humpelte anschließend sehr viel stärker als vorher.
  • Konsequenz: bei Bulldogspezialist Peter Söhl eine zweite Meinung einholen.

Martina hatte die Röntgenbilder dieser Tierklinik zu Peter Söhl mitgebracht: eines zeigte das Knie in einer Position, die keinerlei Erkenntnis über das Kreuzband und den Meniskus ermöglichte. Und auf dem zweiten Röntgenbild war das Knie unscharf, aber dafür klar und scharf eine menschliche Hand zu sehen! Unglaublich!!

Peter untersuchte Kaskades Knie manuel und sagte, das Kreuzband sei verletzt, wie weit allerdings, das sei nur über eine Röntgen-Aufnahme unter Narkose diagnostizierbar. Eine OP sei wahrscheinlich, dann müsse Kaskades sowieso in Narkose, und die nötigen Röntgenaufnahmen wolle er erst am OP-Termin machen, um ihr nicht zweimal eine Narkose zuzumuten. Er gab Martina Medikamente mit, die zur konservativen Behandlung bei Problemen des Bewegungs-Apparates indiziert sind.

Drei Wochen später war OP-Termin, Kaskades humpelte kaum noch, sie hielt das Bein aber insgesamt etwas steif, die Medikamente hatten angeschlagen :-) Dafür hatte sie eine seit einigen Wochen bestehende kleinere Beule auf dem Schwanz jetzt offen und heftig entzündet. Es sah aus wie ein Hot Spot.

Peter legte sie in Narkose und röntge ihr ganzes Rückgrat, Schultern, Schwanz, Hüften und Kniee in verschiedenen Ebenen, um einen Gesamteindruck ihres Bewegungsapparates und des funktionellen Ineinandergreifens der verschiedenen Gelenke zu gewinnen. Denn so lassen sich z.B. Beschwerden an der Schulter erklären, wenn das Schultergelenk selbst in Ordnung ist.

Ergebnisse: am "Humpelbein" waren alle Kniebänder ok, aber das Sesambein (in kleiner Verstärkungsknochen an einer Sehne) war einige cm nach unten verschoben. So etwas sei selten, es könne eigentlich nur durch eine extrem verdrehte Bewegung geschehen, erklärte uns Peter. Jetzt war Martina klar, warum Kaskades sofort nach der brutalen Untersuchung in der ersten Tierklinik so stark humpelte...)

Kaskades Hüften, Schultern und die Wirbelsäule insgesamt waren in Ordnung, "so wie man es bei einem Bulldog nicht oft hat", sagte Peter.

Nun zum Schwanz: Kaskades hatte einen (gutartigen) offenen Tumor mit Fistelbildung am Schwanz. Martina meinte, ein Isektenstich wäre vermutlich die Ursache, da diese kleinere Beule vor Wochen von einem Tag auf den anderen da war. Jedenfalls hatte sich eine tumorige Entzündung gebildet, die nach innen in die Schwanzwirbel gegangen war.

Peter erklärte uns, dass die durch den Tumor verursachten Schmerzen ausstrahlten und Kaskades ursprüngliches leichtes Humpeln (links) verursachten, und die leichte Schulter-Fehlhaltung an der anderen Seite (rechts) sei ebenfalls - als Konsequenz des hinteren Humpelns - schonhaltungsbedingt. Das alles würde verschwinden, nachdem die Schmerzursache behoben sei. Er operierte den Schwanz; das Knie mußte nicht operiert werden: er sagte, dass das verschobene Sesambein aller Vorraussicht nach bei weiterer konservativer Behandlung an seinen Platz zurückwandern würde.

Wir freuten uns alle sehr, dass Kaskades so gut geholfen wurde. Sie selbst freute sich am meisten: als wir sie am nächsten Morgen von der Praxis abholten, tobte sie - nachdem sie uns ausgiebig mit Küssen begrüßt hatte - mit einem Mädchen glücklich noch im Warteraum der Praxis herum :-)


Wichtig :
Humpeln bei gesunden Hüft- Knie- und Rückenwirbelgelenken kann durch eine Entzündung am Schwanz, oder auch durch eine zu stark gedrehte Korkenzieherrute verursacht werden! Diese Symptome sind dann einfach eine Schonhaltung wegen der Schmerzen am Schwanz.


Samstag, August 3, 2013

Heute informiert Gastbloggerin Isabelle Borgert

"Onsior" hilft hervorragend bei Arthritis


Mail vom 4. Juli 2013: Hallo Cornelia, ich hatte Dir schon auf den Anrufbeantworter gesprochen: Heute war großer Tierarzt-Tag mit den Hunden, Hase und Meersau.

Während Agrippina "nur" ein Überlastungs-Syndrom in der Schulter hat - kein Wunder, denn sie spielt in der Kita doch einiges mehr als früher - scheint bei Dicki eine Arthritis vorzuliegen - Doris war sich ja schon im März sicher! Kreuzbänder sind gut, Kniescheibe sitzt optimal, Muskulatur bereits leicht abgebaut. Typisches Sportlerknie also.

Nun, schon nach der ersten Pille von diesem Medikament ist die Welt sagenhaft schnell wieder in Ordnung gekommen: Nach wenigen Stunden belastet Dicki und rennt wieder hinter allen Leuten in der Dorfstrasse hinterher. Beide Doggen machen jetzt eine 10 Tage Kur, danach schauen wir bei Dicki, ob er eingestellt werden muss, oder nur ab und an eine Kur bekommen muß.

Novartis weiter dazu: "Die Gruppe der Coxibe ist für Ihre hohe COX-2 Selektivität und damit für eine den Verdauungstrakt schonende Wirkweise bekannt.

Weitere überzeugende Vorteile von Onsior liegen in seiner nachgewiesenen Gewebeselektivität, der schnellen Erreichung der Spitzenkonzentration im Blut innerhalb von maximal 1 Stunde, einem raschen Wirkungseintritt sowie der sehr kurzen Halbwertszeit im Blut, bei dreimal längerer Verweildauer am Schmerzherd.

In den Formulierungen als schmackhafte Tabletten sowie als Injektionsware deckt Onsior ein umfassendes, praxisgerechtes Anwendungsspektrum akuter, chronischer sowie perioperativer Indikationen von Schmerz- und Entzündungsbehandlung ab."

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Ganz liebe Grüße von uns allen, Isabelle

23. Juli 13: Dicki brauchte "Onsior" nur als 12-Tage-Kur. Die Entzündung (Arthtitis) war danach weg. Seitdem läuft und schwimmt er herum, schmerzfrei wie der Teufel.


Donnerstag, März 28, 2013

Heute eine wichtige Info von Gastbloggerin Anke Teloudis

Hilfe bei HD und Arthrose


Hallo Cornelia..... Es gibt da noch eine ganz einfache Möglichkeit, die HD-Symptome massiv zu lindern: mit CARTROPHEN

Wir haben das Mittel bei unserem Kimo probiert - er hat eine schlimme Arthrose in der einen Schulter - lief zeitweise auf 3 Beinen. 4 Spritzen im Abstand von einer Woche mit CARTROPHEN (nicht verwechseln mit dem Schmerzmittel Carprofen) und das Thema war durch.

Zuletzt haben wir die Kur bei einer griechischen Hündin gemacht, die hier in Deutschland ist. Nach mehrfachem Beckenbruch, der nie gerichtet wurde, hat sie auf einer Seite praktisch keine Hüfte mehr... und wollte sich nicht gerne bewegen. Nach der Kur läuft sie wieder gerne, baut Muskeln auf und springt ohne Skrupel aufs Sofa ;) in 5 Monaten bekommt sie die 2. Kur :D Operieren kann man da leider nichts... Viele Grüße an die Bande, Anke (Nothunde Team)


Montag, Dezember 10, 2012

Goldimplantate verringern Schmerzen

bei Hüftdysplasie

Quelle: ScienceDaily (June 29, 2009)


Bei Hunden ist eine häufige Quelle von Gelenkschmerzen die Hüftdysplasie, ein Entwicklungsstörungs-Defekt des Hüftgelenks. Implantation von Gold in die Weichteile rund um die deformierten Hüftgelenke kann Schmerzen lindern und für mehrere Jahre eine Versteifung verhindern.

Gold-Implantation ist eine wirksame Behandlung für chronisch degenerative Gelenkerkrankung, auch für solche, die durch Verletzungen hervorgerufen wurden. Und diese Methode hat nur wenige ernsthafte Nebenwirkungen.
Hüftdysplasie ist ein angeborener Defekt, der sich während der Wachstumsphase herausbildet und zu unterschiedlichen Graden von Schmerzen führt, sowie zum Verlust der Gelenkfunktion im Alter. Hundebesitzer stellen in der Regel fest, dass ihre Hunde nur ungern springen, dass sie auf längeren Spaziergängen zurückbleiben, oder dass sie steif beim Aufstehen sind. Einige Hunde lahmen auch nach längeren Spaziergängen.

In den frühen 1970er Jahren beschrieb ein amerikanischer Tierarzt und Akupunkteur eine Behandlungsform bei Hunden, bei der die Implantation kleiner Körner aus reinem Gold in die Akupunkturpunkte rund um das geschädigte und schmerzende Gelenk, diese Schmerzen vermindert. Die Theorie hinter der Behandlung war, dass die Gold-Körner in den Akupunkturpunkten deren andauernde Stimulation bewirken.

Die Methode wurde bei Hunden und Menschen in den USA und Europa benutzt, obwohl keine wissenschaftliche Dokumentation der Schmerzlindernderung von Gold-Implantaten bestanden. Gry Tove Jaeger hat in ihrer Doktorarbeit - in doppelt blind Versuchen - an Hunden untersucht, ob Körner metallischen Goldes, um geschädigte Gelenke herum implantiert, Schmerzen reduzieren können. Nach sechs Monaten wurde statistisch signifikant festgestellt, dass die Hunde mit implantierten Gold weniger Schmerzen und geringeren Funktionsverlust hatten als die Vergleichsgruppe, die nicht mit Goldimplantaten behandelt wurde.

Noch nach zwei Jahren zeigten 80% der behandelten Hunde einen positiven Effekt. Die Hüftdysplasie war zwar nicht verbessert und viele Hunde zeigten einen erhöhten Grad der Verkalkung rund um die betroffenen Hüftgelenke, aber sie lebten besser nach der Gold-Behandlung. Eine entzündliche Reaktion rund um die Goldkörner hatte sich entwickelt, die eventuell teilweise deren schmerzlindernde Wirkung erklären könnte.


Freitag, Januar 19, 2012

Gelenke wie "geschmiert"


Nicht alle Bulldogs können sich so gut und so gerne bewegen wie die in den vielen Beiträgen hier im Blog.

Hüftgelenks-Dysplasie ist gerade beim Bulldog weit verbreitet, und duch die Überzüchtung zum Extrembulldog werden viele weitere Gelenke zwangsläufig falsch belastet, wodurch sich dort sehr früh eine Arthrose herausbildet. Das bedeutet Schmerzen für den Bulldog...

Unser Tierarzt und Bulldogspezialist Peter Söhl empfiehlt als Futterzusatz dieses Mittel bei Gelenkbeschwerden im Alter, nach Operationen und bei einer genetischen- oder verletzungsbedingten Gelenk-Problematik. In solchen Problemfällen kommt es zu einer Nährstoffunterversorgung mit immer weiterreichenden Knorpelschädigungen als Folge. Dies gilt es zu vermeiden :

Die "Gelenkschmiere" im Mittel ist die Hyaluronsäure. Warum und wie, das können Sie ausführlich HIER bei "Tante Wiki" nachlesen. Siehe zu diesem Thema auch den Beitrag vom 21. Februar 2011 sowie im thematischen Inhaltsverzeichnis "Gesundheit".

Am Rande: wegen ihrer hoch feuchtigkeitsbindenden Wirkung wird die Hyaluronsäure von der Kosmetikindustrie zunehmend in Anti-Faltenmitteln angeboten.

WICHTIG: Entscheidend zur Funktions-Erhaltung eines Gelenkes ist auch regelmäßige, angemessene Bewegung.


Dienstag, November 8, 2011

Beste Erfahrungen

mit Hunde-Physiotherapie


Frieda hatte sich vor mehreren Wochen beim Toben im Wald ein Knie verrenkt. Sie benutzte plötzlich ihr rechtes Hinterbein gar nicht mehr.

Alle manuellen Untersuchungen an Friedas Bein ergaben, dass ganz eindeutig nur ein Problem des Knies vorlag; ein Bänderriss schien gottseidank unwahrscheinlich. Eine spezielle Röntgen-Untersuchung (unter Narkose) ließ erkennen, dass tatsächlich kein Band und keine Sehne am Knie gerissen war... aber Stauchungen, Zerrungen und Verrenkungen tuen auch sehr weh und die Heilung dauert oft lange.

Unser Tierarzt Peter Söhl verordnete Schonung, Schmerztabletten und Physiotheraphie, besonders das Unterwasserlaufband.

Und so kam Lisa zum Zuge, die freundliche und wirklich kompetente Hundephysiotherapeutin in Peter Söhls "Tier-Gesundheitszentrum". Frieda blieb immer ganz ruhig, wenn Lisa ihr das Bein streckte und andere passive Bewegungs- Übungen mit ihr machte. Und die professionelle Massage zur Lockerung ihrer Rückenmuskulatur genoß sie offensichtlich "mit Haut und Haaren" sehr!

Zu Lisa: Ihre Mutter kaufte sich vor Jahren ihren ersten Border Collie - und damit der artgerecht bei ihr leben konnte, kaufte sie ihm eine 50-Stück Schafherde dazu! Sie wurde nebenberuflich Ausbilderin für Hunde, die wirklich mit Schafherden arbeiten müssen. Und das erfolgreich: mit einem ihrer Hunde qualifizierte sie sich sogar in diesem Jahr zur Weltmeisterschaft in England.
Inzwischen hat auch Lisa eigene Border Collies und trainiert mit ihnen das volle Programm der Schäferarbeit. Toll! Lisa sagt: "Ohne Arbeit mit Hunden kann ich mir mein Leben nicht vorstellen." Und diese Liebe und dieses Einfühlungsvermögen spüren ihre Patienten :-))

Das Unterwasserlaufband ist für Verletzungen - und nach Operationen - am Bewegungs-Apparat sehr wichtig, denn es verhindert den Muskelabbau durch Schonhaltungen. "Bewegen, aber nicht belasten!" Diese Anforderung läßt sich auf dem Unterwasserlaufband perfekt erfüllen!

Friedas rechter Oberschenkelmuskel war durch ihre Schonhaltung des Beines dünn geworden, und nach jetzt 16 Unterwasserlaufband-Anwendungen ist er nahezu wieder gleich stark wie der linke. Und sie lahmt nicht mehr, sondern hält das Bein - aber erst nach circa 1 Stunde Spaziergang - nur noch leicht steif. Bis Weihnachten werde ich deshalb dies Wasserlauf-Training mit ihr in jedem Fall weiterführen - auch weil sie es liebt :-).

Lisa erklärte mir, welche physiotherapeutischen Anwendungen für welche Verletzungen oder Erkrankungen indiziert sind.

  • Das Unterwasser-Laufband ist für alle Mobilisierungen geeignet, da es die Muskeln stärkt:
  • Bei neurologischen Problemen, nach Operationen an den Bandscheiben oder den Extremitäten, bei "Cauda Equina", bei Arthrose, bei Trainings- und Beweglichkeits-Verlust im Alter und als Training für Sporthunde.

    Lisa hat auch Patienten, die es nur zur Gewichtsreduktion nutzen, denn es kostet reichlich Kalorien, gegen den Wasserdruck anzulaufen.

    Da das Wasser leicht erwärmt ist, ist es für alle entzündlichen Prozesse contra-indiziert: z.B. bei Arthritis- oder Rheuma-Schüben, Fieber usw... Und natürlich darf auch nicht ins Wasserbad, wer offene Wunden oder offene Infektionen (z.B. an den Pfoten) hat.

  • Passive Bewegungs-Übungen sorgen dafür, dass sich keine Verkürzungen von Sehnen und Muskeln, ebenfalls eine Folge von Schonhaltungen, einstellen. Der durch Schmerzen eingeschränkte Bewegungsspielraum des betroffenen Gelenkes wird bei diesen Übungen vom Physiotherapeuten nach und nach wieder vergrößert.
  • Durch Isometrische Übungen wird ein einzelner Muskel oder eine Muskelpartie nur durch gezielten Gegendruck, den der Physiotherapeut leistet, gestärkt, ohne dabei seine Länge zu verändern. Diese Übungen sind eine Form des Krafttrainings.
  • Massagen sind förderlich bei Verspannungen und Stress jeder Art. Sie beruhigen, fördern die Durchblutung und regen so den Stoffwechsel an. Dadurch wird das Gewebe, besonders bei älteren Hunden, sehr gut entschlackt.
  • Dagegen sind Massagen bei entzündlichen Prozessen - und auch bei Krebstumoren - nicht unbedingt angeraten. Durch die Durchblutungssteigerung können ggf. Bakterien usw. sowie Krebszellen verbreitet werden.

  • Lymphdrainagen, beantwortete Lisa meine Frage, sind gut bei Ödemen, z.B. bei Schwellungen nach Operationen.
  • Lisa erklärte mir auch die Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Geräte: viele dienen zur Koordinationsverbesserung bei neurologischen Problemen unterschiedlichster Art. Wenn Hunde z.B. ihre Pfoten nachschleifen, kann die Schrittlänge und Schritthöhe durch bestimmte Übungen verbessert werden.

Ich möchte allen LeserInnen empfehlen, bei Problemen der genannten Art einen Hunde-Physiotherapeuten aufzusuchen. Ihr Hund dankt es Ihnen! Wir werden jedenfalls, wenn Frieda und Kosmo älter geworden sind, das Unterwasserlaufband und Massagen zum Konditionserhalt in regelmäßigen Abständen in Anspruch nehmen.


Montag, Februar 21, 2011

Arthrose und Arthritis


Das Hundemagazin "WUFF" widmet in der Ausgabe 02/11 den altersbedingten Gelenk-Veränderungen, der Osteoarthrose, einen eigenen Artikel. Da gerade die Bulldogs - wie alle schwereren Hunderassen - besonders darunter leiden, widme ich diesem Thema auch noch einmal einen Beitrag.

In der Literatur kann man ganz allgemein lesen, dass alters- und verschleißbedingte Gelenkveränderungen beim Hund schon ab circa dem 3. Lebensjahr beginnen.
Das bedeutet für uns: rechtzeitig mit der Vorbeugung beginnen!

Arthrosen sind schmerzhafte Gelenksveränderungen: das Knorpelgewebe wird zunehmend zerstört, und an seiner Stelle wird knöchernes Material angelagert. Das bedingt einen chronisch fortschreitenden Prozess: je mehr harte Knochensubstanz - statt weichem und geschmeidigen Knorpel - sich im Gelenk befinden, um so schmerzhafter jede Bewegung, und um so mehr Zerstörung des Restknorpels.

Dieser Zerstörungsprozess des Knoppelgewebes führt (meistens schubweise) zu Entzündungen speziell der Gelenksinnenhaut: dann spricht man von Arthritis.

Ursachen:

  • Angeborene oder sich in der Jugend entwickelnde Fehlbelastungen eines Gelenkes (z.B. ED/ HD)
  • Verletzungen wie z.B. Bänderrisse, Verstauchungen, Verrenkungen usw.
  • Entzündliche Veränderungen wie z.B. Polyarthritis, Rheuma oder Borreliose.
  • Operationen, um die Folgen oben genannter Erkrankungen oder Verletzungen zu beseitigen.
  • Altersbedingte einfache Abnutzungs-Erscheinungen.
  • Der "WUFF"-Artikel (Autor Dr.H.Mosser) befaßt sich besonders mit den guten Möglichkeiten, die eine spezielle Ernährung bietet. Am Rande: es lohnt sich die "WUFF" zu abonnieren.

    Solch ein glukosamine-haltiges Diätfutter (Hills, J/D) bekommt z.B. seit längerem schon die 8jährige Berta von Doris Ehrenstein. Seit dem Futterwechsel auf "Gelenkfutter" steht Berta wieder ganz locker auf! Dieses langsame Aufstehen ist, wie natürlich auch Lahmen oder allgemeine Bewegungsunlust, ein typischen Anzeichen für Arthrose. Doris gibt neuerdings auch von Eaglepack das fettreduzierte Futter (mit Bulldog in der Produkt-Info :-). Für ältere Hunde (Doris´s 2. Bulldog Willie wird im April 7 Jahre alt) ist eine leichtere Kost, nicht nur zur Gelenkentlastung, von ganz allgemeinem Vorteil.

    Es gibt inzwischen auch viele verschiedene glukosaminehaltige Nahrungsergänzungsmittel:
    Billige z.B. bei "Schlecker" und natürlich das speziell für Hunde zusammengestellte "Canosan" beim Tierarzt. Falls ein Hund z.B. allergisch auf eine weizenhaltige Trägersubstanz irgendeines dieser Mittel reagiert, gibt es Ausweichmöglichkeiten genug. Doris´s Tierarzt empfieht als glukosaminehaltiges Nahrungsergänzungsmittel ganz besonders Dasuquin. Ich vermute allerdings, Ihr Tierarzt müßte dieses Mittel über eine internationale Apotheke bestellen.

    Als unsere Alma alt wurde (Anfang der 90ger Jahre) gab es nur das "Canosan". (Hauptbestandteil: zermahlene grünlippige, neuseeländische Süßwassermuscheln, da sie besonders viel des Wirkstoffes "Glukosamin-Chondroitin" enthalten. Pur riecht dieses Pulver extrem nach Fisch.) Canosan wurde ursprünglich für den Pferdesport entwickelt, weil speziell die Sprungpferde an starkem Gelenkverschleiß leiden. Und da es bei diesem Sport um viel Geld geht, lohnte sich für die Pharmaindustrie die Entwicklung solch eines gelenkschonenden Mittels. Dann wurde es für Hunde weiterentwickelt. Ich kenne eine Frau, die - aus Not - damals gegen ihre Arthroseschmerzen "Canosan" aß! Da es sich in der Tiermedizin so sehr bewährt hatte, fand endlich auch die Entwicklung und Zulassung für uns Menschen statt. Zunächst nur in den USA, deshalb brachte ich mir früher diese "Glukosamin-Chondroitin"-Tabletten immer von dort mit. Heute kaufe ich sie (auch für mich selbst) beim "Schlecker".

    Arthrose ist nicht heilbar, aber man kann ihre chronische Fortschreitung zum Stillstand bringen und die Beschwerden stark mindern. Neben den Glukosamin-Chondroitin-haltigen Spezialfuttern und Nahrungs-Ergänzungsmitteln gibt es auch ein wirklich wunderbar wirkendes homöopathisches Mittel: "Vermiculite D6". Es wird in Deutschland hergestellt, aber über die Niederlande vertrieben. Deshalb muß man es über das Internet bestellen, oder die örtliche Apotheke in einer Internationalen Apotheke bestellen lassen.

    Mehr über dieses fantastische Mittel können Sie in den Archiv-Beiträgen vom 18. Juni 2007: "Welpengewicht, Gelenkprobleme und Hilfe durch VERMICULITE D6" und vom 26. Juli 2007: "Kein Humpeln dank Homöoptahie" nachlesen.

    Für unsere Bulldogs ist zudem besonders wichtig:

  • Kein Übergewicht! Besonders nicht bei Welpen, damit sich alle Gelenke korrekt entwickeln können! Zitat "WUFF": "Bei übergewichtigen Hunden kann eine Gewichtsreduktion um 11-18 % die Symptome der Osteoarthrose deutlich verbessern wie durch wissenschaftliche Studien bewiesen wurde. (Impellizeri 2000)"
  • Kein "Couch-Potato"-Dasein! Bewegungsmangel läßt die Gelenkflüssigkeit verdicken und fördert so die Arthrose.
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    Noch ein Hinweis von Anke Teloudis:

    "Eine unkomplizierte und - offenbar für Hunde leckere - Variante sind diese kleinen Kügelchen von "Fidavet", die Chilli seit ihrer Kreuzband-Operation bekommt. Zusätzlich zum Glucosamin sind darin noch Heilkräuter, Algenmehl und Bierhefe enthalten. Nachdem wir dieses Mittel probeweise abgesetzt haben, wurde das Knie wieder empfindlicher. Schon etwa 1 Woche nachdem sie es wieder bekam war alles wieder in Ordnung :) Dieser Erfolg war auch für unseren Jägerfreund Anlass genug, das bei seiner älteren Deutsch-Drahthaar Hündin zu probieren. Das Ergebnis : 1. sie findet diese Kügelchen seeeehr lecker ;) 2. sie ist auch nach anstrengenden Jagdtagen nicht steif in den Gelenken :)
    Tipp : wenn der Tierarzt es nicht führt, kann man es auch online bestellen. einfach den Produktnamen " Perloquan" googeln ;)"


    Dienstag, März 30, 2010

    Heute berichtet Gastbloggerin Anke Teloudis

    Chillis Knie-Operation


    Es war einfach nicht mehr zu übersehen……. immer öfter konnte, oder wollte Chilli nach dem Aufstehen auf den ersten Metern ihr rechtes Hinterbein nicht voll belasten. Danach war dann wieder alles ganz normal : Chilli sprang, rannte und schlug Haken, stoppte aus vollem Lauf …. wer mal ein Western-Reitturnier gesehen hat, versteht weshalb sie mich dabei an ein Quarterhorse erinnert ;)

    Nun, tagelang gab es nicht die kleinsten Symptome, dann zeigte sie wieder dieses kurzzeitige Humpeln….. Pfoten, Sprunggelenk, Knie und Hüfte waren aber beim Abtasten immer schmerzfrei und nie geschwollen ! Sicherheitshalber sollte unser Haus-Tierarzt aber trotzdem mal draufgucken…. und wie erwartet, gab es den vielgepriesenen "Vorführeffekt" : NICHTS ! Nicht das kleinste bisschen Lahmheit…. selbst nach extremer Beugung und Streckung aller Gelenke….. merkwürdig ???

    Andererseits ist Chilli auch extrem sensibel, man könnte auch sagen "madamig", wenn sie Erdkrümel oder klebrige Knospenblätter von unserer Kastanie unter der Pfote hat - so wie sie dann humpelt, sieht's aus, als wenn das Bein mindestens gebrochen wäre ;) Vorsichtshalber war nun - zu Chilli's Kummer- Schonung angesagt !!! Und: es wurde besser! Leider nur kurzfristig….!

    Unser Haus-Tierarzt hatte inzwischen den Verdacht auf Kreuzband(an-)riss und riet zur Arthroskopie, die er aber selbst nicht anbieten kann. An einen Kreuzbandriss haben wir überhaupt nicht gedacht !!! Unsere Golden-Hündin Ronja hatte (als hypermotorische Tobemaus) in ihrer Jugend an beiden Knien einen vorderen Kreuzbandriss….. sie konnte ihr Bein überhaupt nicht mehr benutzen und hatte bei der Untersuchung einen eindeutigen "Schubladen-Effekt" im Knie. Ganz anders als Chilli !!!!

    Cornelia machte für uns einen Termin in der Praxis Söhl, Ina und ich organisierten das "Rundum-Paket" inkl. ebenerdiger Ferienwohnung mit Garten, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Für Chilli war die Reise nach Lichtenau ein Event, und wir als Autofahrer hatten wirkliches Glück… am Vortag hatte es gewaltig geschneit (10. Februar), die Strassen waren aber schon frei… und wir konnten zügig durchfahren. Cornelia sehen und vor Freude fast explodieren, zum TA dürfen (ja, Chilli liebt das sehr) und als "Sahnehäubchen obendrauf" auch noch den Stu zu treffen und im Restaurant von mehreren Gästen gestreichelt zu werden… was will das Chilliherz noch mehr ???

    Am nächsten Morgen wieder zum Tierarzt dürfen ! Eine gute Entschädigung für das ausgefallene Frühstück ! Die arthroskopische Untersuchung zeigte dann wirklich ein angerissenes vorderes Kreuzband ! Die zerrissenen Fasern wurden entfernt, ein künstliches Band zur Verstärkung eingesetzt, und um bei der sehr aktiven Chilli wirklich dauerhafte Stabilität zu schaffen, wurde die Gelenkkapsel etwas gerafft. (Siehe Beitrag 28. 3. 10 unten.)

    Als wir, nach einem trotz etwas Anspannung wunderschönen Tag mit Cornelia, Stu, Frieda und Kosmo unsere Chilli in der Praxis abholen konnten, wollte sie in ihrer Freude schon wieder "Luftsprünge" machen :-)

    Nach dem Ausschlafen konnte Chilli am nächsten Tag dann "Hofhalten"… sie hat es sehr genossen bei Cornelia und Stu, Ina und mir absoluter Mittelpunkt zu sein : sie liess sich gerne tragen, genoß die Kühlung durch den Schnee an ihrem Knie, und konnte gar nicht genug Streicheleinheiten und "kulinarische Zuwendungen in Form von Putenbrust" bekommen.

    Liebe Cornelia, lieber Stu, Euch Beiden und natürlich auch Frieda und Kosmo noch einmal ganz, ganz lieben Dank : für Eure Fürsorge, die Ablenkung während der OP, die schönen Stunden mit Euch !

    Kimo und Anna waren mindestens genauso froh wie Chilli's "Opa" Angelis, als wir wieder zu Hause waren….. und Chilli genoss IHREN Hundeteppich :-) Heute geht es Chilli gut : na ja… den Umständen entsprechend ;) denn eigentlich würde sie lieber auf die Leine verzichten, ungebremst rennen und springen…… aber damit wird sie noch ein paar Wochen warten müssen, auch wenn die Frühlingssonne so verlockend ist und alles wieder gaaanz spannend riecht! Die Nach-OP-Schwellung ist schon lange vergessen, die Naht kaum noch zu sehen, das Knie ist stabil.

    Hier auch noch einmal : ganz herzlichen Dank an das Team des TGZ Lichtenau und besonders an Peter Söhl !


    Sonntag, März 28, 2010

    Heute ein Beitrag der Tierärzte Peter Söhl und Dirk Koch

    Kreuzbandriß beim Hund


    Das Kniegelenk des Hundes wird durch ein vorderes und ein hinteres Kreuzband stabilisiert. Die beiden Bänder verbinden den Oberschenkelknochen (Femur) und das Schienenbein (Tibia) so miteinander, dass eine Bewegung des Kniegelenkes erst möglich wird. Die Kreuzbänder sind vom Knorpel und der Gelenkflüssigkeit nur durch eine dünne Gewebsschicht (Synovialmembran) getrennt. Das vordere (kraniale) Kreuzband besteht wiederum aus einem vorderen und einem hinteren Anteil, wobei der Vordere bei jeder Stellung des Gelenks angespannt ist, der Hintere ist bei einer Beugung des Kniegelenks entspannt.

    Natürlich wird das Kniegelenk neben den Kreuzbändern auch noch durch weitere Strukturen stabilisiert, hierzu zählen die Menisken, die Gelenkkapsel, die Seitenbänder, die Kniescheibe mit dem Kniescheibenband und die das Kniegelenk umgebenden Muskeln.

    Im Gegensatz zum Menschen, bei dem ein Riss des kranialen Kreuzbandes häufig durch ein Trauma (z.B. Skiunfall oder Fußballspiel) ausgelöst wird, kommt diese Form des Kreuzbandrisses beim Hund seltener vor. Mögliche traumatische Ursachen beim Hund sind das Hängenbleiben in einem Zaun oder das Vertreten auf unebenem Gelände oder auch der Zusammenstoß mit einem Auto. Meist führt eine Kombination aus Überstreckung des Knies und Innenrotation des Beines zum Kreuzbandriss. Viel häufiger finden sich beim Hund degenerative Veränderungen des Kreuzbandes. Das sind zum Einen altersbedingte Veränderungen und Umbauprozesse in den Kreuzbändern, zum Anderen Veränderungen, die durch Fehlstellungen und Überbelastung (Übergewicht, starke körperliche Belastung) der Hintergliedmaßen ausgelöst werden.

    Diese Abnutzung und Überbelastung am Kreuzband führt zu kleinen, für den Tierbesitzer nicht erkennbaren Verletzungen im Kreuzband, die unter Narbenbildung ausheilen und so allmählich zu einer Schwächung des Bandes führen. Derart geschwächte und geschädigte Kreuzbänder können dann bereits bei normaler Belastung, nur geringer Überbelastung oder durch hinzukommende kleine Unfälle teilweise oder vollständig reißen.

    Da eine Vielzahl der Kreuzbandrisse beim Hund auf degenerative Ursachen zurückzuführen sind, sind häufig mittelalte und ältere Hund betroffen. Bei schwerwiegenden Fehlstellungen können aber auch junge Hunde betroffen sein. Obwohl die Lahmheit meist zunächst einseitig (auf der stärker betroffenen Seite) auftritt, sind häufig auch die Kreuzbänder der anderen Gliedmaße bereits in Mitleidenschaft gezogen. Eine weitere mögliche Ursache für Veränderungen der Kreuzbänder können autoimmunbedingte Gelenksentzündungen bei bestimmten Hunderassen sein.

    Die Symptome eines Kreuzbandrisses variieren sehr stark. Bei einem akuten traumatischen Kreuzbandriss zeigt sich eine plötzlich einsetzende starke Lahmheit der entsprechenden Hinterextremität, die Hunde zeigen deutliches Schmerzempfinden, häufig ist das Kniegelenk vermehrt gefüllt. Meist ist auch die Ursache direkt vom Besitzer bemerkt worden. Wenn der Meniskus geschädigt wurde, kann machmal bei der Bewegung ein klickendes Geräusch wahrgenommen werden, der sogenannte Meniskus-Click.

    Beim Kreuzbandriss bzw. Kreuzbandanriss aufgrund chronisch degenerativer Prozesse ist das klinische Bild der Lahmheit unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche Hunde zeigen die Lahmheit besonders nach dem Liegen und haben Mühe aufzustehen, laufen sich dann aber nach einer gewissen Zeit ein. Die Schwere und Dauer der Lahmheit nehmen im Verlauf deutlich zu und man erkennt bei länger bestehenden Prozessen eine deutliche Muskelatrophie der erkrankten Hintergliedmaße. Häufig ist die Beweglichkeit des Kniegelenks soweit eingeschränkt, dass die Hunde das Knie beim Sitzen etwas nach aussen drehen.

    Bei der Diagnose des Kreuzbandrisses stehen dem Tierarzt verschiedene, gut kombinierbare Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Zuerst wird eine Allgemeinuntersuchung und eine spezielle Untersuchung des Bewegungsapparates durchgeführt, an deren Ende das entsprechende Kniegelenk als Ursache der Lahmheit diagnostiziert wird.

    Bei vollständigen Rupturen des kranialen Kreuzbandes ist meist bereits am wachen Patienten ein sogenanntes "Schubladen-Phänomen" auslösbar. Unter diesem Phänomen versteht der Tierarzt eine pathologisch vermehrte Beweglichkeit des Unterschenkels zum Oberschenkel nach vorne, da die Begrenzung dieser Bewegungs-Richtung im Kniegelenk durch das nicht mehr intakte Kreuzband fehlt. Wenn die Hunde stark schmerzempfindlich sind oder nur ein partieller Kreuzbandriss vorliegt, kann dieses Schubladenphänomen häufig nur am narkotisierten oder tief sedierten Hund festgestellt werden. In der Narkose tritt eine Muskelrelaxation ein, sodass die abnorme Beweglichkeit ohne Gegenwehr des Tieres besser überprüft werden kann.

    Für die Diagnose des Kreuzbandrisses und dessen Ursachenforschung sollte immer eine Röntgenaufnahme des Kniegelenks in 2 Ebenen angefertigt werden. Auf diesen Aufnahmen lassen sich arthrotische Veränderungen im Kniegelenk und Fehlstellungen erkennen. Besonders Winkelabweichungen des Tibiaplateaus zur Gelenkfläche des Femurs führen durch verstärkte Scherkräfte zu einer vermehrten Belastung des kranialen Kreuzbandes bei jeder Bewegung. Die Überprüfung dieser Verhältnisse zueinander ist auch für die Auswahl der geeignetsten OP-Methode wichtig.

    Eine Punktion des Kniegelenkes und Untersuchung der Synovia (Gelenksflüssigkeit) kann ebenfalls, besonders in unklaren Fällen, eine weitere diagnostische Hilfe sein.

    Die Behandlung eines Kreuzbandrisses erfolgt in der Regel immer durch eine Operation. Nur bei sehr kleinen Hunden mit einem Körpergewicht unter 8 kg, kann ein konservativer Therapieversuch mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmenden Medikamenten gestartet werden. Durch eine Verdickung der Gelenkskapsel und der Seitenbänder des Kniegelenks kommt es zu einer teilweisen Stabilisierung des Gelenkes: Die Tiere erreichen aber nur selten die alte Leistungsfähigkeit wieder.

    Zur Behandlung des Kreuzbandrisses stehen verschiedenste Operationsmethoden zur Verfügung. Um die Gelenkstabilität wieder herzustellen wird bei einigen Methoden durch körpereigenes Sehnen- oder Fasciengewebe ein "neues" Kreuzband geformt und an Stelle des alten an Knochenpunkten befestigt. Die gleiche Wirkung kann man auch über langsam oder nicht resorbierbares Nahtmaterial erreichen, welches ebenfalls zwischen Schienenbein und Oberschenkel angebracht wird, sodass die Wirkung des zerstörten kranialen Kreuzbandes nachgeahmt wird.

    Man unterscheidet intrakapsuläre und extrakapsuläre OP-Methoden, je nach dem ob der Bandersatz innerhalb oder ausserhalb der Gelenkkapsel angebracht wird. Eine extrakapsuläre Stabilisierung des Kniegelenkes erfolgt mittels Nahtmaterial in Kombination mit einer Raffung der Gelenkskapsel und Entfernung der Bandreste aus dem Gelenk. Zeitgleich wird bei Eröffnung des Gelenkes auf etwaige Meniskusschäden untersucht. Diese Methode eignet sich besonders für traumatische Rupturen des Kreuzbandes bei Hunden leichter 25-30 kg Körpergewicht.

    Eine relativ neue Methode bietet die TPLO (Tibia plateau leveling osteotomie) und die TTA (Tibial tuberosity advancement), bei der eine Korrekturosteotomie vorgenommen wird, um den oben erwähnten Winkel zwischen Tibiaplateau und Femur auf ein physiologisches Maß einzustellen. Durch die damit erreichte Winkeländerung kann -vereinfacht gesagt- der Oberschenkel bei Belastung der Gliedmaße den Unterschenkel weniger stark nach kranial (vorne) schieben und die auf das kraniale Kreuzband einwirkenden Scherkräfte werden deutlich gemindert. Die Winkeländerung erfolgt - bei der TPLO - durch das Aussägen des Tibiaplateaus aus dem Schienenbein mit einem speziell geformten Sägeblatt. Nach Winkelanpassung wird das ausgeschnittene Knochenfragment durch Schrauben und eine ebenfalls speziell geformte Platte wieder am Schienenbein befestigt. Bei der TTA wird die Winkeländerung ebenfalls duch eine Korrekturosteotomie erzeugt: Es wird -wiederum vereinfacht gesagt- zu diesem Zweck ein Abstandhalter in das eingesägte Tibiaplateau (siehe Zeichnung) eingesetzt.

    Die Auswahl der geeigneten OP-Methode ist abhängig vom Alter und besonders Gewicht des Tieres sowie eventuell vorhandenen Fehlstellungen der Hinterextremitäten. In unserer Praxis werden alle OP-Methoden durchgeführt. Die TPLO und die TTA Methode wird von uns vor allem bei größeren Rassen, bestimmten Fehlstellungen der Gelenkflächen und partiellen Kreuzbandrissen eingesetzt. Die Operationen erfordern alle eine Vollnarkose, die von den Tieren in der Regel sehr gut vertragen wird. Postoparativ ist eine prophylaktische Versorgung mit einem Antibiotikum und eine schmerzminderne Behandlung angezeigt.

    Die Nachbehandlung besteht aus regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Wobei besonders die Wundheilung kontrolliert und das Gangbild analysiert wird. Je nach OP Methode müssen Verbände für einige Zeit angelegt werden. Für die ersten Tage postoperativ ist die Bewegung des Hunde auf ein Minimum zu begrenzen, strikte Leinenführung und Schonung der Tiere ist für einige Wochen unabdingbar. Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass Menschen nach solchen Oprationen mehrere Tage Bettruhe einhalten müssen und die Belastung nur langsam steigern dürfen. Dies ist beim Tier ebenso, allerdings nur durch das genaue Beachten solcher Anweisungen durch den Besitzer in Kooperation mit seinem Tier umsetzbar.

    Physiotherapeutische Behandlungen lassen sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt postoparativ durchführen. Gezielte Bewegungen des Kniegelenkes fördern die Durchblutung und den Lymphabfluß im Operationsbereich, zudem wird schonend der Bewegungsumfang des Kniegelenkes stetig erweitert. Einfache Übungen können sie nach Einweisung auch zu Hause duchführen und so bereits früh mit dem Muskelaufbautraining beginnen. Nach Abschluß der Wundheilung steht mit dem Unterwasserlaufband ein hervorragendes Instrument zur Verfügung, um den Heilungsverlauf zu verbesser und beschleunigen. Die Gewichtsbelastung für das Gelenk wird verringert und zeitgleich eine physiologische Gelenksbewegung ermöglicht. Gerade für Hunde mit Übergewicht und einer bereits deutlichen Muskelatrophie an der erkrankten Gliedmaße ist so eine schonende Gewischtsreduktion und ein frühzeitiger postoperativer Muskelaufbau überhaupt erst möglich.


    Mittwoch, August 26, 2009

    Heute schreibt Gastblogger Stu Savory

    Kosmo brach seinen Fuß :-(


    Kosmo brach seinen Fuß. Wie? Das wissen wir leider nicht.

    Jedenfalls zeigte das Röntgenbild einen V-förmigen sauberen Bruch des kleinen Zehs. Also muß er jetzt 2-3 Wochen lang einen Verband tragen, den er nicht abnagen soll, daher der Trichter um den Kopf. Erschwerend kommt dazu, daß wir ihn nicht tragen/heben können, Neli wegen Rückenleiden und ich mit meiner z.Zt. noch von der OP geschwächten Schultermuskulatur :-(

    Binnen 24 Stunden hat er jedoch gelernt drei-beinig zu gehen und den Fuß zu entlasten. Er schafft es sogar 3-beinig im Garten hinter Nachbars Katzen herzurasen :-)

    Na ja, der Zeit heilt alle Wunden, Nelis, meine und Kosmos. Also Geduld, mein Kleiner...


    Donnerstag, Juli 26, 2007

    Heute eine Erfolgsmeldung von Gastbloggerin Ilona Tetzlaff

    Kein Humpeln dank Homöopathie


    Henry wird Ende Oktober 6 Jahre - natürlich hoffen wir, dass noch mindestens ebenso viele folgen. Gesundheitlich ist er gut drauf, abgesehen von Kleinigkeiten wie mal einem eingetretenen Dorn, einer Ohrenentzündung oder einem Zeckenbiss gab es in seinem Leben keine wirklichen Probleme.

    Vor einigen Wochen jedoch humpelte er plötzlich vorne rechts. Gewöhnlich hat er sich dann bei seinen wilden Spielen im Garten vertreten oder ist beim (nicht erlaubten!!) eigenmächtigen Herunterspringen vom Sofa falsch aufgekommen. Also haben wir dem leichten Lahmen zunächst wenig Bedeutung beigemessen und ihn lediglich ein wenig gebremst, was das Herumtoben betrifft. Übers Wochenende wurde es nicht besser, im Gegenteil.

    Insbesondere morgens nach dem Aufstehen ging er sehr hakelig. Also führte uns der Weg am Montagmorgen gleich zur Tierärztin. Da ein intensives Abtasten von Pfote und Bein keinen Befund brachte, tippte sie ebenso wie wir auf eine Weichteilgeschichte, sprich Zerrung oder ähnliches. Henry bekam zunächst entzündungshemmende Tabletten und "Sofaruhe" verordnet, an die er sich leider nicht immer hielt. Eine Besserung trat jedoch nicht ein, so sehr wir auch schauten und hofften.

    Also besuchten wir wieder Dr. Steeb, die Henry sehr mag, was auf Gegenseitigkeit beruht. Sprich: Er knurrt lediglich ab und an, unserem vorherigen Tierarzt hat er regelmäßig seine Abneigung gezeigt.

    Ein Röntgenbild von Henrys rechtem Bein brachte zumindest den Aufschluss, dass er keine arthrotischen Veränderungen hat. Leider aber auch keine andere Diagnose, was sein Humpeln betraf. Die Tierärztin vermutete entweder eine heftige Zerrung oder eine sogenannte Verknöcherung des Bizepssehnenansatzes. Letzteres ist eine bei den früher sehr breit gezüchteten Rottweilern verbreitete Krankheit, die vor allem beim Geradeauslaufen auftritt, weil dann genau diese Sehne über die Verknöcherungen schrammt. Da Henry ja auch vorne recht kräftig ist und er sich außer beim Geradeauslaufen offenbar auch ohne Schmerzen bewegen konnte, fürchteten wir das schlimmste.

    Henry bekam Athrovet in Tablettenform, eine Arnica-Kur und sollte möglichst oft "Kneippen". Also wanderten wir täglich an der Weser, ich auf dem Sand, Henry im Wasser. Nach drei Tagen wurde das Lahmen besser, aber es verschwand auch noch vier Wochen nie ganz.

    Cornelia gab mir dann den Tipp, eine vierwöchige Kur mit "Vermiculite D6" zu machen, ein homöopathisches Mittel, wirksam bei Arthrosen, Gelenksteifheiten usw., dass man über einige Apotheken beziehen kann. Das Mittel wird zwar in Deutschland hergestellt, jedoch nur über die Firma Holomed in den Niederlanden vertrieben. Ich hatte dorthin gemailt, und man hatte mir dann sehr nett die nächste Apotheke genannt, die Vermiculite besorgen kann. (Siehe auch BB-Beitrag vom 18. Juni 07)

    Wir sind, was homöopathische Mittel betrifft, nicht unkritisch, wollten aber, da Cormelias Selbstversuche erfolgreich waren, nichts unversucht lassen. Sie wies uns noch daraufhin, dass wir nicht ungeduldig sein sollten und ein Erfolg erst nach etwa zehn Tagen sichtbar würde.

    Henry bekam jeweils zwei Tabletten morgens und abends mit ins Futter. Nach einer Woche lahmte er nicht mehr, sondern lief fröhlich herum, von Humpeln keine Spur!

    Auch wir können "Vermiculite D6" bei Gelenkproblemen empfehlen. Bitte aber unbedingt die Tabletten "D6" nehmen, nicht das Pulver, dass es in jeder Apotheke gibt. 200 Tabletten kosten rund 23 Euro.

    Nebenbei sei noch erwähnt, dass Henry in den letzten Monaten rund 3 Kilo abgenommen hat! Von 32,4 Kilo auf 29,3 Kilo, nun ist die Taille rank und schlank! Geholfen hat neben mehr Bewegung das neue Diätfutter "pd" (prescsription diet) von Hills, das Henry gemischt mit seinem normalen Hills bekommt. Als Alleinfutter würde ich es ihm das "pd" nicht geben, dann müsste er vermutlich sieben mal am Tag ein Häufchen machen, aber in der 50:50-Mischung finde ich es optimal und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!


    Montag, Juni 18, 2007

    Welpengewicht,

    Gelenkprobleme und Hilfe durch VERMICULITE D6


    In letzter Zeit kamen wiederholt Anfragen nach dem richtigen Welpengewicht bei uns an. Die Fragesteller waren Neu-Bulldogger, denen der Tierarzt oder der eigenen Instinkt gesagt hatte, ihr Welpe sei zu schwer.

    Im Durchschnitt sollte ein Rüde mit 8 Wochen (wenn er in der Regel vom Züchter abgegeben wird) zwischen 5 und 6 kg wiegen, und eine Hündin zwischen 4 und 5 kg.

    ... vermindert sich die Gewichtszunahme ...
    Dann sollte der Welpe - bis zur 15en Woche - bis zu 1kg pro Woche zunehmen. Nicht mehr! Das heißt ein Rüde sollte mit 15 Wochen circa 12 bis 13 kg wiegen, und eine Hündin 11 bis 12 kg.
    Circa ab der 16. Woche vermindert sich die Gewichtszunahme in der Regel von alleine.

    Das Standard-Endgewicht liegt beim Rüden so um die 25 kg, und bei der Hündin so um die 23 kg.

    Entsprechen die Elterntiere in punkto Körperbau nicht dem Standard, sondern sind deutlich größer und/oder breiter und damit schwerer als ein Standard-Bulldog, so können deren Welpen entsprechend auch schwerer sein. Bei bloß zu fetten Eltern gilt dies natürlich nicht :-)

    Kosmo ist auf diesen Fotos 10 Wochen alt und wiegt 8 kg. Seine Mutter Frieda wog mit 10 Wochen 6 kg. Frieda ist von relativ zierlichem Körperbau, so wie die Bulldogs es in der Nachkriegszeit noch waren. Sie lag als Welpe gewichtsmäßig an der Unterkante der Wunschgewichts-Bandbreite. Kosmo wird dagegen ein "prächtiger Brocken" werden, so wie es aussieht. Warten wir es ab :-) Er liegt gewichtsmäßig an der Oberkante der Wunschgewichts-Bandbreite.

    Wachstumsstörung ...
    Nehmen Welpen zu viel zu und wachsen sie zu schnell, so hat das negative Entwicklungsfolgen für die Gelenke. Manchmal humpeln Welpen etwas. Liegt kein genetischer Defekt vor, so ist dieses Humpeln meist eine Wachstumsstörung, die eben auch durch Übergewicht ausgelöst sein kann. Genausogut kann sich aber ein Welpe auch mal vertreten, und wegen seiner noch weiten, dem Wachstum Raum lassenden Gelenkspalten kann er dann schnell eine kleine Sehnenzerrung davontragen.


    VERMICULITE D6

    Wachstumsstörungen werden ganz hervorragend mit dem homöopathischen Mittel VERMICULITE D6 behandelt. Das Humpeln verschwindet dann sehr schnell, ein Gelenkproblem manifestiert sich bei dieser Behandlung so gut wie nie.

    Wichtig : nicht das Pulver ist gemeint, sondern die Homöopatischen (D6) Tabletten!

    ... auch ... bei Gelenkproblemen im Alter.
    VERMICULITE D6 ist auch ein unverzichtbares Mittel bei Gelenkproblemen im Alter!!! Und zwar für Hund wie Mensch gleichermaßen, wie ich es am eigenen Leib erfahren habe. Man sollte es als erwachsener Mensch oder Hund kurweise anwenden.

    Dies Mittel wird zwar in Deutschland (Staufen Pharma) produziert, aber über Holland vertrieben. Man kann es in jeder Apotheke rezeptfrei bestellen. 200 Tabletten kosten circa 20 Euro.


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    Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

    Cornelia
    Savory-Deermann
    , geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

    Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behielt sein Copyright an Bildern und Text, gab aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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    Unser Tierarzt und
    Bulldog Spezialist

    Tier-Gesundheitszentrum Peter Söhl
    Lichtenau/Paderborn




    Standard des English Bulldog, gültig seit Oktober 2009



    Cornelia´s Bulldogs

    "Frieda Fay Happy Day"










    "Kosmo Key Feeling Free"











    Cornelia´s Bulldogs aus Künstler-Sicht




    English Bulldog
    Welpen

    Wichtige Hinweise zur Welpensuche
    und von Zeit zu Zeit Vorstellung guter Würfe:

    Update: 21. 3. 2008

    Allgemeiner Hinweis:
    Betrugswarnung



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    Cornelia Savory-Deermann


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