Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Archiv: Caligula + Agrippina

von Isabelle Borgert


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Donnerstag, Januar 19, 2017

Schnee von Westen bis Osten


Es gibt ihn noch, den Winter :-) Schnee über ganz Deutschland. Isabelle Borgert schickte Fotos von den Schneefreuden des alten Dickis und seiner Hundegenossen im Oderbruch :-)

Susanne Nas schickte lustige Fotos von Schneeabenteuern im Ruhrgebiet. Muffin und Tiffy haben ihren Spaß.


Montag, Januar 9, 2017

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Jahresbrief 2016


Hallo, Ihr Lieben in Nah und Fern... ich kann mich nicht dran erinnern, wann ein Jahr so geprägt war von Gegensätzen: Freude und Sorge, Abschied und Begrüßung und die Frage: Was ist Leben und vor allem, was ist wichtig? Auch dienstlich ein aufregendes Jahr, die Flüchtlingskrise am Anfang, und nun der Anschlag bei uns in Berlin. Denkwürdige Situationen, bei denen oft die Rationalität - zumindest bei mir- den Emotionen weicht.

Begonnen hat alles am Silvester-Abend 2015: Unser lieber Pony-Mann "Willy" schlief tatsächlich in seiner kleinen Herde ein - friedlich, wie es nicht schöner sein kann. Ich musste Mitternacht in den Einsatz nach Berlin - bei tierischem Glatteis, und Willi war bemüht, Hetja zu beruhigen, die es so gar nicht gewohnt war, ohne Pferdekumpel zu sein. Hetja trauerte, und der Tierarzt riet uns, Willy noch ein paar Tage auf dem Anhänger bei Hetja zu lassen, damit sie Abschied nehmen konnte. Annes Idee, den Kumpel von Hetja aus Stadensen zu holen, scheiterte an tage-/wochenlangem Eisregen und Sturm. Als Hedi nicht mehr richtig fressen wollte, habe ich per Zufall und spontan im Internet ein Mini-Shetty Baby gefunden: Unser Skalli zog ein.

Skalli war vom ersten Tag bei uns zuhause, Hedi nahm ihn sofort an, und bis heute meint der nun kräftig gewachsenen junge Pony-Mann, er sei ein Hund. Türen, Volieren, Gartentore, nichts ist sicher; seine Kumpels sind die Hunde. Wieder ein Baby, was groß gezogen werden muss. Mit Freude macht Skalli Agility und bringt viel Spaß.

Im Mai dann konnten wir Polly endlich holen - und mit ihm im Gepäck: Perla! Anne (Vorbesitzerin der Pferde) war sich sicher, dass Perla mehr Aufmerksamkeit bräuchte, und so gab es kein Nachdenken, sie mitzunehmen. Die Freude, als das Rottannen-Team wieder zusammenkam, war rührend! Hetja kam uns mit Hänger entgegengerannt, Perla rief lautstark von innen. Welche Freude, wieder zusammen zu sein. Perla hat unser ganzes Leben umgekrempelt. Von 1,5 Pferdchen, plötzlich 4 zu pflegen, zu versorgen und zu beschäftigen, ist schon ein Unterschied - und Perla tat alles, mir zu zeigen, dass sie mich zwar mag, aber nicht braucht. Ihr Leben spielte sich im Schnellschritt ab, sie war nur hektisch, unruhig, rannte unter dem Sattel im gefährlichen Tempo... Unsere Nachbarin Marlis traute sich schon nicht mehr auf sie drauf. Ich habe erstmal das Gebiss entfernt, sie nur noch mit Reitkissen geritten und in sie somit viel Vertrauen gesteckt. Ich habe mit ihr lange Spaziergänge gemacht - immer in Ruhe und ohne jede Art von Druck. Und siehe da, nach einem Ausritt, wo sie meinte, mit mir eine halbe Stunde auf einer Wiese in prallender Sonne, von Millionen Bremsen umgeben stehen zu müssen, ohne sich bewegen zu wollen, platze plötzlich in ihrem Hirn ein Knoten - vielleicht hatte sie erwartet, dass ich mit ihr kämpfe - ich beschloß, mein Handy zu nehmen und mich in aller Ruhe mit meiner Freundin zu unterhalten. Plötzlich ging Perli langsam weiter - seitdem gab es nie mehr Theater. Sie vertraut mir blind - und ich ihr. Danke an Willi, der bei gelegentlichen Wutausbrüchen dazu mahnte, einmal übernommene Verantwortung für ein Lebenwesen nicht in Frage zu stellen. Perla liebt uns innig, und es ist eine Freude, wenn die Nachbarn berichten, dass ab ca 17 Uhr täglich ein Pferd am Tor wartet, jedes Auto beobachtet um dann laut zu wiehern, wenn einer von uns hörbar ist. Komme ich nach Hause und bin noch so genervt und müde, die Pferdchen, die auf der Einfahrt geduldig warten, sind der Lohn für alle Arbeit.

Und dann starb unsere Emmy - wie bei Willy, so durften wir bei ihr auch dabei sein. Emmy`s Ruhe und Geduld fehlt bis heute. Dieses Mal trauerte Amira fürchterlich. Sie gehorchte nicht mehr, verschloß sich und blieb nicht mehr alleine. Ihr Halt war weg.

Und da unser Dicki auch nicht mehr der Jüngste ist, mussten wir uns Gedanken machen. Konnten wir ihm einen neuen Hund zumuten? Welcher sollte es sein? Der Wunsch nach einer Bulldogge war groß, aber meine Zeit lässt es nicht zu, wieder einen Hund zu haben, der individuelle Beschäftigung braucht. Seitdem ich von unseren lieben Nachbarn Landwehr in Quickborn immer als Kind die Setter ausführen durfte, wünschte ich mir einen Setter. Gesagt, getan: Am 8. September zog Lotte bei uns ein. Liebreizend wie Emmy, unheimlich lieb, aber voller Power und Elan. Amira war vom ersten Tag an wie ausgewechselt. Sie hatte wieder jemanden an ihrer Seite, und ich bin mir nicht sicher, wer sich mehr an wem orientiert.

Der alte Dicki zeigte Lotte kurz, dass man einen alten Mann zu achten hat und jederzeit den Vortritt läßt - in allem. Und so wurde schnell aus Lotti ein Musterwelpe, der nichts zerstört, von Anfang an überall dabei ist, die Grundlagen der Jagd schnell erfasst hat und für alles - vor allem für Ausritte - zu begeistern ist. Wir haben alles richtig gemacht!

Wie gerne hätte ich Frau Landwehr Lotte vorgestellt, leider geht das nicht mehr. Meine Heimat Quickborn ist ein Stück weggebrochen, aber Lotte hält viele Erinnerungen wach... Und auch schwere Krankheiten meiner besten Freunde lassen diesen Jahresausklang mitbegleiten. Ich wünsche Euch allen vor allem Gesundheit - ich selbst bin dankbar, dass wir sie derzeit haben.

Dieses Jahr, mit Fotos begleitet, wünschen wir Euch frohe und gesegnete Weihnachten!
Willi und Isabelle

Redaktionelle Anmerkung: Isabelle schrieb diesen Brief vor Weihnachten, konnte ihn aber erst jetzt wegen Computer- und Leitungsproblemen senden. Viele der genannten Ereignisse sind - ausführlich und oft mit Humor gewürzt - in Dicki´s Archiv nachzulesen.


Sonntag, November 20, 2016

Besuch bei Caligula & Co


Von Chilli aus (siehe unten) ging meine Rundreise weiter in die Oderauen zu Caligula und seinen Hunde-, Pferde-, Schaf- und Hühnerkumpels. Über seine Hofgemeinschaft gibt es viel in seinem Archiv zu lesen.

Ich hatte Dicki ein Jahr nicht mehr gesehen - seinen langsameren Bewegungen sah man an, dass er inzwischen 11 jahre ist; seinem Blick aber nicht. Entschlossen wie immer hält er alles und jeden im Blick.

Den wilden Lauf durch die weiten Oderauen machten Amira und die kleine entzückende Lotte ohne ihn, er blieb im Auto. Aber das Spiel, als wir zurück kamen, genoß er sehr. Auch meinen kleinen Ausritt begleitete er nicht.

Sein Ding ist aber nach wie vor Agility. Diese Zusammenarbeit mit Isabelle liebt er!

Dicki ist bis auf seine Altersarthritis immer noch top gesund. Isabelle erzählt, dass er aber jetzt im Alter deutlich eigensinniger geworden sei. Na ja, man sagt das geht Menschen oft genau so ;-)

Inzwischen hatte ich Sehnsucht nach unseren eigenen Bulldogs bekommen. Ja, Stu sagte sie warteten auf mich. Also ging es zurück nach Hause.


Mittwoch, Oktober 28, 2016

Heute berichtet Gastbloggerin Isabelle Borgert

Caligula und Lotte


Liebe Cornelia, Frauchen hat mir gesagt, ich solle endlich nochmal etwas schreiben, ich muss feststellen: Wir kommen kaum noch dazu. Grund ist unsere Lotte, die ewigen Staus in Berlin, die Pferdchen und auch ich...

Fangen wir mit Lotte an: Sie ist ein Sonnenscheinchen - wirklich!

Frauchen hatte meinetwegen etwas Angst, dass mir das alles mit einem Welpen zuviel wird, aber Lotte achtet mein Alter, geht mit mir wirklich respektvoll um (ich habe sie ja gleich zu Anfang "eingenordet"), und wenn sie vor etwas Angst hat, was selten vorkommt, dann bin ich ihr Halt.

Also, ich bin froh, dass meine Amira an Lotte einen Halt hat, denn immer mitzufahren, schaffe ich nicht mehr allzu oft.

Amira und Lotte hängen aneinander, da bin ich sehr froh drüber. Stell Dir vor, Lotte kann schon kleine Ritte mitlaufen, wenn Frauchen mit den Pferdedamen loszieht - die rennt und rennt und rennt - ich bin sicher, jagdlich tritt sie in meine Fußstapfen.

Nach der Untersuchung bei der Tierärztin und Frauchens Versuch, mein Schmerzmittel (gegen meine Arthrose) zu reduzieren, ging es mir zwei Tage sehr schlecht. Mensch, hatte ich Schmerzen. Frauchen und Herrchen hatten richtig dolle Sorge.

Frauchen sagt, sie kennt mich nur als "Sausack", mich so hilflos zu sehen, tat wohl ganz schön weh.

Nun habe ich wieder meine gewohnte Dosis und es geht mir wieder besser. Ich bin heute wieder die Einfahrt runter gelaufen und habe Manni am Zaun angeknurrt.

Leider bin ich durch das Cortison in dem Schmerzmittel recht fett - sagt Frauchen. Ich wiege 30kg... das tut den Gelenken nicht gut, nun versuchen wir es mit Diätfutter.

Perla hat sich ihre Sehne letzten Sonntag beim Ausritt entzündet. Sie konnte genauso wenig Laufen wie ich, und Frauchen wusste vor lauter Teufelskrallensalbe, Diätfutter - und Medikamentenverabreichung gar nicht, wo sie anfangen sollte. Aber auch Perla geht es wieder besser, wobei das Problem langwierig ist.

Wir haben mittlerweile schon mit Lotte die eine oder andere jagdliche Trainingseinheit hinter uns: Ich muß alles vormachen, denn ich bin in Lottes Augen der alte, erfahrene Anführer.

Frauchen hat letztens gesagt, dass ich ein nerviger, blöder, starrköpfiger Sack bin, seit es mir wieder richtig gut geht.

Ich weiß nicht, was sie will: Mal soll ich mich um die Mädels kümmern, dann ist es auch wieder nicht richtig, wenn ich Amira und Lotte anbelle, wenn sie auf dem Sofa liegen. Was schlafen die auch?

Ausserdem muss man laut Kläffen und Wimmern, damit Frauchen reagiert... Und es bringt auch richtig Spaß, so zu tun, als sei jemand an der Einfahrt...

Amira und Lotte rennen los, Lotte macht vor Schreck manchmal Pipi in den Flur, weil sie sich vor meinem tiefen Bellen erschreckt, und ich lege mich dann aufs Sofa, wenn die Weiber weg sind....

Nun muß ich meinen Mund halten, denn Frauchen will "Tamme Hanken" gucken, den es leider nicht mehr gibt...

Bald fahre ich übrigens mit den Mädchen ein paar Tage in Urlaub... ich werde das Gefühl nicht los, dass Herrchen mich gerne bei sich lassen möchte... aber ich lasse doch nicht die Mädels alleine los...

In diesem Sinne liebe Grüße, der olle Dicki


Montag, September 12, 2015

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

"Der olle Dicki wird 11 !!!!!"


11. September 2016: Auch wenn Du es vielleicht nicht so genau weißt, aber heute ist Dein Geburtstag, lieber Dicki!

11 gemeinsame Jahre erscheinen wie Nichts- wie schnell sind die Jahre vergangen... uns ist immer noch so, als sei Dein Einzug bei uns erst gestern gewesen - nunmehr gab es schon den dritten Hundeeinzug in Deiner Ära...

Nach Emmys Tod haben wir uns viele Gedanken gemacht, was wir machen, und dann kam der Entschluss, es nochmal zu wagen - und zwar mit Dir! Wenn wir auch keinen Nachwuchs von Dir haben, so ist es uns wichtig, die "Dicki-Gene" weiterleben zu lassen.

Mit Amira ist es Dir gelungen, einen normalerweise recht wilden Drahthaar zu einem machmal stoischen Wesen zu erziehen, die nichts aus der Ruhe bringen kann.

Sie ist ein Abbild von Emmy und Dir, und das soll auch noch in einem neuen Hundebaby zu erkennen sein.

Ich kenne Dich, Du findest diesen Job toll, und so muten wir Dir als Geburtstagsgeschenk unsere "Lords Shelter Lotte" zu. Und Du wärest nicht Dicki, wenn wir damit nicht schon wieder einen Volltreffer gelandet haben.

Dein Stolz auf ein neues Rudelmitglied lässt Deine Augen blitzen, trotz Problemen mit der Schulter (Du bist 2 kg zu dick!!!) läufst Du Agility und zeigst Lotti, wo man Wasser findet, und dass man am Auto den besten Überblick über den Hof hat.

Wir alle wünschen Dir, dass Du Dein hohes Alter möglichst schmerzfrei genießen kannst, dass Du Freude an der kleinen Lotti hast, und dass wir noch viel Zeit für- und miteinander haben....!

Und nun noch ein paar Worte zu Lotti:

Lotti ist umwerfend - nicht nur als kleiner Hund, sondern als wirklich erstaunliches Wesen - Pferde waren von der ersten Minute an ihr Ding - und die Pferdchen erstaunen durch Umsicht, Vorsicht und Rücksichtnahme. Skallis und Perlas Schweif fanden heute großes Interesse im Nachjagen - kein Gedanke an Schlagen oder Beißen. Ganz im Gegenteil: Als Billy an den Zaun kam, wo Lotte bei den Pferden lag, legte Perli die Ohren drohend an. Was Amira bis heute nicht kann, nämlich von sich aus sich hinzulegen und zu ruhen, das macht Lotte. Den ganzen Tag war sie im Garten unterwegs und lag zwischendurch entweder bei den Pferden oder im Wohnzimmer auf dem Sofa. Ihre jagdliche Person ist schon deutlich zu erkennen - der Kampf mit Federn bringt auch Spaß, das Schaffell wurde gebeutelt und Äste werden schon apportiert. Das Gefühl sagt uns allen: Wir haben mit Lotte das Richtige getan!

Eine schöne Woche! Willi und Isabelle


Donnerstag, August 25, 2015

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Caligula´s Wagen und mehr


Hallo Leute, Bulldogtreffen bei uns im Dorf und ich mittendrin... Nein, nicht meine Sorte traf sich da, sondern die super Trecker, von denen Frauchen so gerne einen haben möchte...

Und Dicki kam natürlich in seinem Wagen ganz groß raus. Erstaunlicherweise haben Herrchen und Frauchen festgestellt, dass ich bei dieser Veranstaltung sehr friedlich bin, all die Jahre schon. Liegt es dann doch daran, dass ich als Bulldogge da eben reinpasse? Wie auch immer.

Am Freitag Abend ging es los. Ich war tagsüber mit in Berlin und war hundemüde, während Herrchen, Frauchen und Püppi sich in das Party-Getümmel gestürzt haben. Püppi mag sowas ja, und am besten findet sie es, von tausend Kinderhänden gestreichelt zu werden und die eine oder andere Pommes abzubekommen.

Aber gestern zur großen Parade durfte ich mit. Frauchen hat mir mit meinem tollen Anhänger, den man zum Jogger umbauen kann, eine riesige Freude gemacht.

So kann ich nicht nur mit Frauen und Billy und Amira durchs Revier per Mountain-Bike fahren, sondern ich kann jetzt auch zu Fuß dahin, wenn meine Knochen Schwierigkeiten machen. Frauchen schiebt mich dann eben im Jogger durch die Gegend.

Eine neue, bzw. wieder gewonnene Leidenschaft ist Joggen mit mir. Das machen wir sogar vor dem Dienst in Berlin um 05:00 Uhr. Wißt Ihr, wie herrlich das so früh draußen ist? Allerdings schnauft Frauchen ganz schön, denn ich bin schwer, und mit Wagen zusammen hat sie einige Kilogramm über die Feldwege zu schieben.

Letztens war sogar unsere Perla mit zum Joggen.

Ich habe letztens gelauscht: Ich glaube, ich bekomme ein großes Geburtstagsgeschenk. Soll was Nettes für den alten Mann sein, und dass ich einen guten Job machen soll, und dass sie mich brauchen...

Komisch, ich ahne schon etwas, denn im Schlafzimmer habe ich neulich eine Hello-Kitty-Leine gefunden - und ein Körbchen, wo gerade mein viertel Körper reinpasst...

Ich bin mal gespannt, was mir da blüht, aber egal, was es ist: Der Anhänger gehört mir! In diesem Sinne liebe Grüße, der Dicki


Mittwoch, Juli 6

Heute dankt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Abschied von Agrippina


23. 6. 2016: Liebe Emmy, nun bist Du schon zwei Wochen nicht mehr bei uns.

Und langsam gewöhnt man sich daran, dass kein lautes Schnarchen aus dem Haus in den Garten dringt, das morgendliche Toastbrot mit Vitaminen und diversen Tabletten bestückt werden muss, Herrchen nachts stundenlang an der Haustüre warten muss, weil unsere Emmy ihren nächtlichen Spaziergang durch den Garten macht, und keiner mit Kulleraugen das geliebte Herrchen anbettelt, wenn dieser am Wochenende Frühstück vorbereitet und mit Emmy-ken die eine oder andere Wurstscheibe vertilgt.

Tja, vor genau 6 Jahren liefst Du uns per Zufall im Tierheim über den Weg: Genaugenommen warst Du es, die beim ersten Blick auf Herrchen auf diesen zuschoss und sagte: "Ich komme mit Euch!" Dieses Unterfangen wurde dann sogar im Fernsehen übertragen!

Du warst zwar sofort Zuhause bei uns, allerdings umgab Dich nicht nur einiges an medizinischen Problemen, sondern auch eine Aura, die einer harten Nussschale glich.

Merkwürdige Reaktionen auf Herrchens Jagdwaffen, bis hin zu bösem Knurren, seltsames Gebaren in Berlin beim Spaziergang in Frauchens Mittagspause. So verstecktest Du Dich immer in irgendwelchen Büschen oder gingst von Bushaltestellen nicht mehr weg. Jeder Mülleimer wurde angesteuert und Männer mit Latzhose, Basecap und Arbeitshandschuhen ließen Dich wütend werden. Dieses waren alles Zeichen Deiner undefinierten Vergangenheit und zeugten von einer traurigen Seele.

Du kanntest kein Spiel, keinen unterschiedlichen Untergrund, z.B. Sand, Wiese etc. und die Koordination, z.B. über Bäume zu springen, ging schief. Ja, es war viel Arbeit von Frauchen und Caligula, Dir all diese Dinge zu zeigen.

Deine Unsauberkeit aus Protest ließ das Frauchen zur Verzweiflung bringen und nach einem anstrengenden Tag das ganze Haus zu putzen, weil Du alles vollgepinkelt hattest, brachte schon die eine oder andere Träne bei Frauchen zum Rollen. Herrchen hat Dich immer verteidigt und uns allen Mut gemacht, an die Verantwortung zu denken, die wir mit Dir übernommen haben.

Deine diversen körperlichen Schäden und deren Reparatur beim Tierarzt brachten Dir schnell den Namen "laufende Aktie" ein und waren jeden Cent wert. Aus Dir wurde ein bildschönes Mädchen, mit wachen Augen und zunehmenden Lebensmut. Die harte Schale knacken konnte allerdings dann letztendlich Dein "Baby". Mit dem Einzug von Amira wurde aus Dir ein Teil der Familie mit einer zugewiesenen Aufgabe.

Frauchen war Dir so dankbar, wenn Du Dich um das kleine Monster gekümmert hast, wenn Frauchen Staubsaugen wollte, und das Untier seinem Jagddrang gegen Meerschwein, Huhn und Co nachgehen wollte. Dauerhafte Heulaktionen wurden durch Dich unterbunden, ebenso brachtest Du Amira "Zucht und Ordnung auf Hündisch" bei.

So ist aus unserem Monster dann doch recht schnell eine auffallend ruhige, teils stoische, unheimlich liebe und gut erzogene Drahthaardame geworden, die die charakterlichen Merkmale einer Bulldogge aufweist. Püppi trauert um Dich, ihr Halt ist tatsächlich weggebrochen, und Dicki versucht alles, um das aufzufangen.

Dauerhafte Heulaktionen wurden durch Dich unterbunden, ebenso brachtest Du Amira "Zucht und Ordnung auf Hündisch" bei. So ist aus unserem Monster dann doch recht schnell eine auffallend ruhige, teils stoische, unheimlich liebe und gut erzogene Drahthaardame geworden, die die charakterlichen Merkmale einer Bulldogge aufweist. Püppi trauert um Dich, ihr Halt ist tatsächlich weggebrochen, und Dicki versucht alles, um das aufzufangen.

Dein Tod war so, wie es sich für eine tapfere Emmy gehört: Du hast Frauchen geweckt und ich wußte, was Du wolltest… Ohne Klagen hast Du den Tag Deiner OP hinter Dich gebracht.

Für uns alle war es unnormal, dass Du bei der Hitze so munter warst. Du bist durch den Garten gelaufen und hattest Hunger; Du hast sogar Dicki geärgert, in dem Du provokant seinen Korb belegt hast. Du hast Dich zu uns auf die Terrasse gelegt und mit "Baby" auf der Matte gelegen. Du bist - nicht ohne die übliche Gartenrunde - ins Bettchen gegangen - tja, und dann hast Du Frauchen geweckt. Mit Herrchen und Frauchen zusammen bist Du ruhig und tief zufrieden eingeschlafen.

Wir alle sind dankbar für die Zeit mit Dir. Wir bewundern Dich für Deine Stärke in all den Jahren, Dein Vertrauen und Deine liebevolle Dankbarkeit.

Und wenn wir in den Sternenhimmel schauen, dann wissen wir, dass Du zu uns runter siehst und dann bist Du in Gedanken immer bei uns…

"Die Zeit, die du für deine Rose gegeben hast, sie macht deine Rose so wichtig."
Antoine de Saint-Exupery aus "Der kleine Prinz"


Freitag, Mai 13, 2016

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Tierarztbesuch, "dritter Frühling"

und die Neuen sind da


4.5.2016, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Hui, das war ein schöner Tag heute... meine liebe Tierärztin ist gekommen und hat uns alle gestochen... geimpft meine ich!

Kurz vorher habe ich noch das Gartentor demoliert, weil ich die eine Nachbarin beißen wollte... was steht die auch so doof vor meinem Tor?? Die Neuen wollte sie sich ansehen - darf sie nicht, mich nervt so was. Aber ich muß ja erst sagen, wer die Neuen sind:

Da ist Perla, ein wunderschönes Islandpferdemädchen - so ein bischen aussehend wie Hetja, und Polly, der echt coole Skalli-II-Typ. Beide kommen aus "Hetja-Hausen", Quatsch, aus Stadensen in Niedersachsen - wir erinnern uns? Da wo Frauchen mal gewohnt hat, als sie jung war, so sagt sie.

Polly sollte ja eigentlich für Willy (siehe Beitrag vom...) kommen, damit Hedi Maus nicht mehr so traurig ist - aber Perla ist gleich mitgekommen. Herrchen findet sie sehr hübsch, und Polly, na, der ist für Herrchen sowieso cool, da eben ein Junge. Und was für einer: Frauchen sagt, er hätte sie wieder erkannt, denn Frauchen kennt ihn noch als Fohlen und war dabei, als der böse Tierarzt ihm seine "Eierchen" abgeschnitten hat - gruselig, allerdings scheint er den Schock gut verkraftet zu haben, denn er benimmt sich wie Skalli und baut nur Mist. Und das nach zwei Tagen bei uns...

Jedenfalls ist Frauchen schon einen Tag früher nach Niedersachsen gefahren und hat sich mit Anne und den Mädels einen schönen Abend gemacht.

Ich bin bei Herrchen geblieben, denn der hatte 1. Mai Dienst. Abends haben wir ein schönes Bier getrunken und sind am nächsten Morgen die Weiber und die Neuen abholen gefahren. Als wir dort ankamen, habe ich gleich in den Pferdehänger beißen wollen: Klare Grenzen setzen, nennt man sowas.

Aber die Neuen mögen uns sehr gerne leiden, so gibts nicht so einen Ärger wie damals bei Hedi... die hat mich nicht gemocht! Blöde Kuh! Und während Hetja sich umgebracht hat vor Wiedersehensfreude mit ihren Herdenkumpels, hat Skalli gleich eine Ansage von Polly bekommen. Der hat ihn mal schnell dahin bugsiert, wo er hingehört... nach ganz hinten!

Aber Frauchen hat nur bedingt Mitleid, denn Skalli war schon recht unverschämt und hat - ausser Emmy und mich - alle geärgert. Ich finde ihn toll und habe ihn sehr lieb, aber auch ich muss ab und an ihn anknurren. So blieb ihm heute nur mit Püppi zu spielen und in den Pferdehänger zu steigen, als wenn er sagen wollte: Ich zieh aus !!!!.

Püppi und er haben ein Theater bei meiner lieben Frau Doktor gemacht - unverständlich! Die eine hatte Angst, und der andere war sauer. Herrchen hat sich auf ihn geschmissen, nachdem die Kanüle dreimal abgerutsch war. Gewiehert hat er vor Wut!

Ich bin nun auch müde von den Ereignissen hier und gehe Schlafen - morgen geht's wieder in einen neuen Tag mit meinem Rudel.

Ich muss oft dran denken, dass ich Frauchen und Herrchen mal nur mit Henry teilen musste... Aber: Jungvolk hält jung und so bemühe ich mich mit meinen alten Knochen, auch mit Skalli und Amira Ball zu spielen und Billy was von Agility zu zeigen...

Ach so: Frauchen hat zwei Hasenbabys mit der Flasche aufgezogen und Herrchen hat ihnen einen tollen Käfig gekauft: Sieht aus wie ein LKW! Warum kriege ich so etwas eigentlich nicht?

Liebe Grüße von uns allen, der alte Dicki


Freitag, April 1, 2016

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Dicki, der Agility-Profi; und Frohe Ostern


21.2.2016, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Dass der alte Dicki ein Agility-Profi ist - und das mit 10,5 Jahren, tja, das weiß mein Frauchen...

Aber dass auch unser Skalli total davon begeistert ist und mir alles nach macht... wer hätte das gedacht? Es ist schon aussergewöhnlich, dass so ein junges Pferdchen so gerne über Hindernisse springt, wenn Frauchen "Hopp" ruft, sich auf irgendwelche Kästen stellt und begeistert "Pfötchen" gibt. Herrchen hat dafür nur eine Erklärung: "Ist eben ein Junge"!

Gestern beim Ausritt waren die Bauern auf einer Wiese damit beschäftigt, den Zaun mit einem Trecker abzureißen. Wenngleich Hetja als erfahrenes Wanderreitpferd schon recht unerschrocken ist, aber Skalli? Der fand den Trecker blöd und ist auf ihn zugerannt. Alle mussten lachen... Genauso hat er kurz danach einem Angler erklärt, dass man nicht so einfach aus dem Busch springt, wenn Tiere vorbei kommen. Während Billy und Amira gebellt haben, hat Skalli daneben gestanden und ist gestiegen.

Aber auch die normalen Alltagsdinge sind kein Problem: Frauchen hat Planentraining gemacht, aber alle sind wie selbstverständlich über die Planen gelaufen. Tüten, die überall aufgehangen werden, damit sie im Wind flattern? Lächerlich - die gehören angefressen. Blechdosen, die über die Einfahrt rollen? Werden sogar apportiert.... und hupende Autos? Gehören gejagt...

Also, wenn Ihr mich fragt, dann bringt Skalli alle auf Trapp - obwohl, gestern gab´s von uns allen ordentlich was auf die Mütze.

Ich lasse mir nicht in den Hintern zwicken, Amira sich nicht durch den Garten jagen und Frauchen wird nicht angesprungen - dafür war heute Hetja beim Reiten dran - Skalli wollte von ihr und Frauchen nicht überholt werden... aber unsere Hedi hat ihn mal ordentlich in den Popo gebissen, dann ging es wieder. Gestern waren die Vorarbeiten für das neue Paddock dran. Herrchen hat Bäume beschnitten und die Heumiete aufgelöst. Seine Laune hielt sich dabei in Grenzen.

Nun denn geht es auf in eine neue Arbeitswoche - ich werde mich morgen erstmal erholen, die Toberei mit den anderen schafft Old-Dicki dann doch! Eine schöne Woche, Euer Caligula

25.3.2016, Frauchen Isabelle mailt:

Nun wird es langsam Frühling und die Arbeit draußen beginnt.

Skalli denkt sich jeden Tag neue Schandtaten aus... er ist eben ein kleiner Pferdejunge, der es faustdick hinter seinen Ohren hat. Kein Eimer, kein Werkzeug bleibt an seinem Platz; munter sucht er sich tagsüber seine Beschäftigung. So ist der ganze Garten mittlerweile eine große Spielwiese geworden. ...

Skalli liebt seine Gummibälle und Stöcke und Äste trägt er durch die Gegend. Regelmäßig kassiert er von den anderen Schelte, wenn auch in ganz unterschiedlicher Form. Im Garten ist Amira die absolute Spitzenfreundin für Skalli, da wird sich beknabbert, gekrault, gebissen und gejagt.

Nicht ganz so wild geht es mit Caligula zu, denn Dicki bestimmt die Linie, ansonsten wird Klein-Skalli bestimmt in die Schranken verwiesen. Seit einigen Tagen hat auch Emmy ihre Zurückhaltung aufgegeben. Ich hatte etwas Sorge um sie, denn so ein kleiner Pony-Junge kann schon recht derb werden und sie womöglich verletzen.

Aber Emmy scheint nicht nur in der Kita alles im Griff zu haben, wenn der eine oder andere nervig wird. Zweimal ist sie lautstark Skalli an den Hals gesprungen, und ab jetzt reicht einer ihrer dunklen "Anstarrblicke", um Skalli zum Rückwärtsgang zu bewegen. Wirklich: Sie starrt ihn Sekunden an, und der Herr tritt den Rückzug an.

Skalli bringt uns viel Spaß, wenn gleich er auch anstrengend ist. Wenn wir so durchs Revier reiten, sind wir natürlich die Attraktion der ganzen Umgebung. Allerdings hat Skalli keine Angst vor Nichts. Große Trecker, Lärm, Wasser, Autos... nichts scheint ihn zu verängstigen. So muss man bei Kindern zur Zeit aufpassen. Bei ihnen sieht sich Skalli endlich mal nicht in der untergeordneten Rolle und zeigt dieses auch deutlich.

So, nun wünschen wir schöne Oster-Feiertage. Liebe Grüße, Isabelle


Freitag, März 4, 2016

Heute schreibt Gastbloggerin Isabelle Borgert

Ein kleiner Rotzlöffel und ein

schwerer Notfall


24.1.2016, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Da steht ein Pferd auf`m Flur... unser Frauchen hat dieses Lied als Kind gerne gehört, dass es mal Realität würde - tja, wer konnte sowas ahnen?

Aber unser Skalli ist echt unfassbar süß - und Amira und ich finden ihn toll - man kann mit ihm spielen und er gibt uns Küsschen. Gestern wollten wir mal sehen, ob Frauchen durchdreht und haben ihn einfach mit ins Haus genommen. Hetja stand vor der Haustür und man sah ihr an, dass sie sich ärgert, dass sie soooo riesig ist.

Und klein Skalli-Mann findet es ganz normal, hinter uns her ins Haus zu laufen - wir sind ja seine Herde... Hetja ist nun für uns die alte, erfahrene Anführerin geworden, neben Frauchen. Und so gibt es von ihr regelmäßig reihum für den, der zu wild wird, ein angedeutetes Schnappen.

Frauchen und sie haben vor allem mit Skalli, Amira und Billy noch etwas an Erziehungsaufgabe zu leisten, denn während Billy eher mal heimlich nach Skalli schnappt, ist Amira in seinem Beisein ungezogen, hört nicht und reagiert eifersüchtig, indem sie sich zwischen drängelt und rüpelt.

Frauchen wartet lieber, dass Hetja das regelt, denn Tiere untereinander regeln viele Dinge besser, als der Mensch es kann. Ich regel nichts, denn ich finde Skalli einfach nur toll... Nun geht Dicki auf´s Sofa und genießt seien Sonntags-Vormittags-Schlaf! Viele Grüße von uns allen, Dicki

14.2.2016, Bulldog Caligula, genannt Dicki, mailt:

Eigentlich war alles ganz nett... Frauchen war mit ihrem Rudel Ausreiten; Hetja ging es bestens, und da sie sich aussuchen darf, wie viel und wie schnell sie laufen möchte, war es ein entspannter Ritt, ganz nach Hedis Belieben. Abends hat Frauchen sich nur gewundert, warum Hetja im Garten lag und nicht in ihren Stall wollte, und Fressen wollte sie auch nicht.

Am nächsten Morgen stand sie nicht am Tor und trampelte wie gewohnt dagegen. Da hat Frauchen sofort unsere Tierärztin geholt und schnell war klar: Hedi hat eine Kolik! Schlimm genug, Frauchen war total durch den Wind, ist Willys Tod noch nicht lange her - und Hedi, so sagt Frauchen - ist ja auch ein Stück Heimat und Jugend von Frauchen. Abends musste man Hedi den Magen spülen - ich habe vor Angst die Tierärztin, eigentlich meine Freundin - angegriffen. Hedi blutete aus der Nase, normal bei einer Schlundsonde, aber es tat uns allen weh, unser Schätzchen so zu sehen. Die Tierärztin meinte nur, dass Hedis Verhalten bei all den Strapazen aussergewöhnlich sei, und sie großes Vertrauen in Frauchen haben müsste. Nach einer Blutprobe hat Hedi dann Montag wieder angefangen zu Fressen und sich stündlich erholt.

Derjenige, der an allen Dingen Spaß hatte, war und ist unser Skalli. Er wurde gleich mit untersucht - sozusagen Eingangs-Check, und im Ergebnis ist er ein kerngesunder Junge. Jeden Tag erfindet er eine neue Unart. Wenn Frauchen reitet, läuft er mit den Hunden voraus, um natürlich auch hinter Hasen und anderem Getier mit hinterher zu jagen. Wir alle sind sicher: Er denkt, er sei ein Hund.

Frauchen übt jeden Tag fleißig mit ihm, z.B. Hufe geben, Ohren zeigen etc. Wir haben ihn im Griff, wenn er uns alle anspringt, durch´s Haus rennt, uns in den Popo beißt, oder das Auto jagd, wenn Herrchen vom Hof fährt. Frauchen dagegen muss deutlich mehr aufwenden, damit er in die Schranken gewiesen wird. Tja, Tiere erziehen sich eben besser untereinander.

Ich jedenfalls finde Skalli toll - er ist eben ein Junge... und so spiele ich alter Sack gerne Ball mit ihm, oder Besen-Klau!

Der größte Spaß am Wochenende ist der gemeinsame Spaziergang - da geht sogar unser Herrchen mit, auch wenn er nur Angst hat, dass einem von uns was passiert. Sogar Emmy lässt sich so einen Ausflug im Rudel nicht nehmen. So, nun muss ich aber wieder raus, gucken, was Skalli treibt. Liebe Grüße von mir.... Euer Caligula-Dicki Borgert


Samstag, Januar 30, 2016

Heute berichtet Gastbloggerin Isabelle Borgert

Ein neuer "Mini" bei Borgert


Antoine de Saint-Exupéry in "Der kleine Prinz":
"Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können! Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein! Du wirst Lust haben mit mir zu lachen und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen..."

11. Januar 2016: Dass Tiere trauern können, ist bekannt - wie aber unsere Hetja an Willy gehangen hat, das haben wir dann erst gemerkt, als Willy endgültig vom Abdecker abgeholt wurde. (Nachruf auf Willy) Hedi-Maus ging nicht mehr in ihr Paddock, geschweige denn in den Stall. Sie stand bei eisiger Kälte in der letzten Ecke des Gartens rum - und wartete?

Ein Glück, wir haben Urlaub, und so konnte ich mich am Tag um sie kümmern. Sie wich nicht mehr von unserer Seite, machte vor Langeweile ständig irgendwas kaputt, scheute beim Reiten und Spazierengehen - und stand wieder irgendwo rum.

Wer so eng mit den Tieren lebt, sieht, dass ihre Augen und ihre ganze Haltung immer trauriger wurden. Das Wetter machte uns einen gehörigen Strich durch die Reise zu Anne, um Polly, ein Pferd, das Hetja von früher kennt, zu holen. Meine Sorge war, wenn wir ab nächste Woche wieder Arbeiten gehen, Hetja dann bis abends so gut wie keinerlei Anbindung an uns hat. Eine Idee, ein Anruf, und da ist er nun heute angekommen: Skalli, knapp 7Monate alt, ein Mini-Shetty-Baby! Und Skalli? Komisch, sein Züchter beschrieb ihn als sehr schüchtern und nicht groß auf Menschen geprägt.

Mein Bauchgefühl hatte Recht: Meine Hedi-Maus meint, sie sei plötzlich Mama geworden, und klein Skalli (den Namen hat Herrchen ausgesucht - aus der nordischen Mythologie, denn der Name muß ja zu Hedi-Schatz passen) findet nicht nur Hetja klasse, nein, auch die Hunde, den Garten und Herrchen und Frauchen...

Hetjas Augen waren von der ersten Minute an begeistert - und siehe da, nach einem ordentlichen Galopp durch den Garten, ging sie wie immer zum Füttern in den Stall, hatte den Kopf wieder stolz aufgerichtet und hat dem Kleinen jede Ecke gezeigt, einschließlich der Vorstellung bei "Tante Carmen"...

Dicki findet diesen "Vierthund" toll. Amira allerdings hatten die erste halbe Stunde Angst: Die größten Draufgänger des Dorfes, die Waschbären gemeinschaftlich töten, fanden Skalli zum Fürchten, was sich im eingezogenen Schwänzchen und wütendem Gebell äusserte. Aber wenn Frauchen den gut findet, dann muss man sich wohl fügen, und so spielt Skalli mit Amira Wettrennen durch den Schnee, was in ausgelassenem Wälzen endete...

Und so passt das schöne Zitat aus dem Kleinen Prinzen, wenn wir uns vorstellen, dass old Willy-Boy auf einem der Sterne sitzt und sich über das junge Volk amüsiert... Und im Frühjahr kann dann Polly aus Stadensen dem kleinen Kerl beibringen, was man so als Shetty tun darf und was nicht...

Anbei ein paar Urlaubsbilder aus dem Schnee - Dicki scheint bei den kalten Temperaturen nichts von seinen alten Gelenken zu merken: Er findet Schnee einfach nur schön... und wenn man danach mit Frauchen noch Karneval feiert und Eierliquer trinkt, ist die Welt in Ordnung. In diesem Sinne liebe Grüße, Eure Isabelle


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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

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